Der von Mick Jagger ernannte „Godfather“ ist tot

Familie & Freizeit von Henry am 24.08.2013

Mick Jagger bezeichnete ihn als Godfather, Udo Lindenberg als friedlichen Vulkan: Konzertveranstalter Fritz Rau. Der Mann, der alle großen Rock- und Popstars auf die Bühne brachte, ist vor wenigen Tagen im Alter von dreiundachtzig Jahren verstorben.

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Jura und Jazz
Mitunter bezeichnete sich Rau selbstironisch als Kofferträger von Musikstars, dem später auch andere Tätigkeiten, beispielsweise Konzertveranstaltung, anvertraut wurden. Tatsächlich jedoch startete der Jurist ganz professionell als örtlicher Konzertveranstalter. Schnell wurde er bekannt als Unterstützer deutscher Jazzmusiker um den Posaunisten Albert Mangelsdorff.

Anfang der Sechzigerjahre wurde er Kompagnon von Horst Lippmann, dies war der Ausgangspunkt für seinen Aufstieg zum erfolgreichsten Konzertagenten Europas. Rau organisierte zu dieser Zeit die
Jazz-at-the-Philharmonic-Tourneen des amerikanischen Produzenten Norman Granz.
Einfluss auf Entwicklung der Popmusik
Lippmann + Rau nahmen mit Events wie dem „American Folk Blues Festival“ in den Sechzigerjahren Einfluss auf die Evolution der Popmusik. So gaben Rocker wie Eric Clapton oder Mick Jagger an, dass sie durch diese Veranstaltungen auf Bluesmusiker wie Howlin’ Wolf oder Willie Dixon gestoßen seien und dies ihre Vorliebe für Blues gefördert habe.

In den darauffolgenden Jahrzehnten veranstalteten Lippmann + Rau Touren der populärsten Stars und Bands, darunter Jimi Hendrix, Bob Dylan, Janis Joplin, die Rolling Stones, Prince, Frank Zappa und Madonna.

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Stilistisch offen, politisch konsequent
Bezüglich Genres innerhalb der Popmusik war der Jazzfanatiker Fritz Rau offen. So war er auch für Schlagersänger wie Udo Jürgens, Peter Maffay, Howard Carpendale und Peter Alexander tätig. Und auch Flamenco-Künstlerin La Singla, den Chansonsänger Charles Aznavour und die Showstars Marlene Dietrich und Frank Sinatra vertrat er. Politisch war er selektiver, so entschied er sich aufgrund rechtslastiger Liedtexte gegen eine Zusammenarbeit mit den Böhsen Onkelz.

Fritz Rau war in den letzten Jahren mit dem Jazzgitarristen Jürgen Schwab selbst auf Tour. Hierbei erzählte er von seinen Erfahrungen als Konzertveranstalter, von denen er auch in seiner Biografie „50 Jahre Backstage“ berichtet. Die in dem Buch zu findende Auflistung der Musiker nennt zahlreiche Größen der Popmusik der letzten 60 Jahre.
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