1. Januar 2017
Daniel in Familie & Freizeit

7 gute Tipps, wie wir es endlich schaffen, gute Vorsätze einzuhalten

„Nächstes Jahr höre ich auf zu rauchen, nehme fünf Kilo ab, melde mich im Fitnessstudio an und lerne endlich Spanisch!“ Genau! Gute Vorsätze sind so eine Sache und je mehr wir uns davon auf die Liste schreiben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir sie nicht einhalten. Zwar eignet sich Silvester als Termin sehr gut,

„Nächstes Jahr höre ich auf zu rauchen, nehme fünf Kilo ab, melde mich im Fitnessstudio an und lerne endlich Spanisch!“ Genau! Gute Vorsätze sind so eine Sache und je mehr wir uns davon auf die Liste schreiben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir sie nicht einhalten. Zwar eignet sich Silvester als Termin sehr gut, um Bilanz zu ziehen und sich zu überlegen, was für die nächste Runde verbesserungswürdig ist, allerdings verfliegt der eiserne Wille so schnell wie der Alkoholrausch, in dem wir gute Vorsätze fassen. Anbei 7 wertvolle Tipps, wie man gute Vorsätze einhalten kann.

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Warum schaffen wir es nie, gute Vorsätze einzuhalten?

Das größte Problem und die Ursache aller Inkonsequenz und mangelnder Disziplin besteht nicht darin, dass wir stinkfaul sind – zumindest nicht nur. Naja, zumindest nicht in 100 Prozent der Fälle. Wir legen vor allem die Messlatte viel zu hoch und versuchen, unser über Jahre immer schlechter gewordenes Gewissen zu kompensieren, indem wir uns viel zu viel vornehmen und uns absolut unrealistische Ziele setzen: Seit der Jahrtausendwende haben wir unseren Adoniskörper nur mit Netflix-Sessions und Hefeweizen geformt, jetzt sollen aber plötzlich fünf Kilo in vier Wochen von den Hüften verschwinden. So löblich diese Selbstbestrafung ist, so unrealistisch ist sie.

Schlechtes Timing

Ein weiteres Zugeständnis, das wir uns ruhig machen dürfen ist, dass wir gute Vorsätze zum Einen meistens an Silvester in stockbesoffenem Zustand festlegen, zum Anderen die Jahreszeit aber auch nicht die allergünstigste ist, um beispielsweise mit dem täglichen Joggen zu beginnen. Vor allem nicht, wenn wir nicht einmal im Sommer den Hintern hochbekommen haben. Außerdem geht es nach den Feiertagen wieder mit Vollgas mit der Arbeit los, weshalb euch das Abendessen ohne das gewohnte Gläschen Rotwein schon am ersten Abend ziemlich einsam vorkommen wird. Eher denkbar wäre es, schlechte Gewohnheiten im Urlaub auszumerzen – allerdings hat man dann leider erst recht keine Lust, man will sich ja schließlich was gönnen.

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Ein Schritt nach dem anderen

Fangt also besser klein an und setzt euch realistische Ziele, wenn ihr ernsthaft daran interessiert seid, sie in die Tat umzusetzen. Statt der veranschlagten fünf Kilo ist auch eins schon ein Grund, sich zu freuen, und ein erster guter Schritt. Statt täglich ins Fitnessstudio zu rennen und das ganze Projekt nach spätestens zwei Wochen in die Tonne zu treten, sollte man sich lieber zwei Tage wöchentlich vornehmen. Oder zunächst erst einmal einen. Man sollte sich auch Belohnungen gönnen, um dem Unterbewusstsein zu suggerieren, dass die Lebensqualität nicht zwangsläufig auf null sinken muss, wenn man gute Vorsätze konsequent einhält: Gönnt euch nach dem Sport ruhig das Gläschen Wein und ersetzt es einfach an zwei Tagen pro Woche durch Tee oder Wasser.

Was wir alleine nicht schaffen…

Ein relativ gutes Hilfsmittel besteht darin, sich mit anderen zusammenzutun, um gute Vorsätze einzuhalten. Man kann beispielsweise einen Termin für den gemeinsamen Rauchstopp mit Arbeitskollegen vereinbaren. Keiner wird als einziger abspringen und der Loser sein wollen. Zum Sport kann man sich mit dem Partner oder Freunden verabreden. So fühlt man sich stärker verpflichtet und gleichzeitig fällt die vorgenommene Tätigkeit leichter.

Visionen

Gesundheitspsychologe Christoph Kröger des Instituts für Therapieforschung in München ist der Meinung, dass man seine Ziele visualisieren soll: „“Das Leben als Exraucher sollte man sich am besten schon mit allen Sinnen ausmalen“, führt er aus. „Je klarer die Vision, desto mehr Kraft kann ich daraus schöpfen.“ Andere Vertreter dieser Methode raten alternativ auch dazu, sich Negativfolgen vorzustellen, falls man seine schlechten Gewohnheiten nicht ausmerzt.

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Pragmatismus

Ein weiterer guter Trick ist: Einfach anfangen! Oft kommt der Hunger nämlich beim Essen, die Erfahrung hat jeder schon mal gemacht. Während man darauf wartet, dass einen die Lust auf Sport packt, hätte man schon den einen oder anderen Kilometer zurückgelegt. Gefallen finden wir vor allem in Sachen Sport frühestens während des Laufens, richtig gut wird das Gefühl aber erst nach absolviertem Training. Wiederholt sich diese Erfahrung regelmäßig, wird die vorher unvorstellbare Anstrengung irgendwann zur Routine und wir fangen sogar an, sie zu brauchen. Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier. Der amerikanische Psychiater Dr. William Glasser heilt mit seiner Aktionismus-Therapie sogar Depressionen. Es ist wie bei Kindern: Erst wollen sie nicht in die Badewanne, dann bekommt man sie nicht mehr raus.

Bleib du du

Man muss sich generell aber auch nicht auf Biegen und Brechen komplett ändern oder sich durch gute Vorsätze zu etwas zwingen, wozu man vielleicht nicht geschaffen ist. Wenn man sich seit Jahren versucht, zu Oper- oder Museumsbesuchen zu motivieren und irgendwie doch ständig im Kino oder der nächsten Bar landet, ist es ebenso. Solange man sein Leben auf die Reihe bekommt und zufrieden ist, ist es vollkommen ok, einen hedonistischen Lifestyle zu haben oder sich nicht für kulturell hochwertige Freizeitbeschäftigungen erwärmen zu können.