7. September 2017
Isabel in Familie & Freizeit

Gasgrill oder Holzkohle? Hauptsache perfekt für unterwegs

Grillen ist in den letzten Jahren fast zur Trend-Sportart geworden. Egal, ob im Park, auf dem Balkon, am See oder auf dem Mittelstreifen einer viel befahrenen Straße - gegrillt wird überall, am besten mit Holzkohle. Das zumindest war noch vor wenigen Jahren die Prämisse. Heute gilt auch der Gasgrill als absoluter Schatz für Bratwurst und Co., aber macht er auch unterwegs eine gute Figur?

Mittlerweile gibt es ja für so ziemlich jeden Anlass eine Saison: Die Festitval-Saison, die Regen-Saison, die Ski-Saison und viele mehr. Doch die wohl beliebteste Saison ist und bleibt die Grill-Saison. Du zelebrierst sie mit dem Angrillen und trauerst ihr mit dem Abgrillen hinterher. Oder gehörst du gar auch zu den Grill-Groupies, die es gar nicht erst einsehen, das Grillen saisonal zu betreiben und sogar der Eiseskälte im Winter trotzen? Bibbern für die Brati - das muss wahre Liebe sein!

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Brauche ich einen Gasgrill oder einen Holzkohlegrill? 

Wo du deine brutzelnde Liebe zelebrierst, ist dabei völlig egal. Gerade im Sommer zieht es unzählige Grill-Begeisterte an die Seen, auf die Wiesen und an die Strände. Sie frönen dem Holzkohle-Duft, beten das saftige Fleisch auf dem Rost an und teilen brüderlich den obligatorischen Spritzer Bier für den Geschmack auf dem Fleisch und im eigenen Mund. Diese Mischung aus Holzkohleduft und Bierlöschen ist für einige passionierte Griller ein absolutes Muss in der Grill-Saison.

Bist du aber eher pragmatisch eingestellt, willst ohne viel Aufwand losgrillen und nicht im lästigen Qualm ersticken, brauchst du einen Gasgrill! Die modernen Grills boomen gerade wie verrückt und bieten konträr zu früheren fiesen Stenker-Attacken allerhand Vorteile gegenüber einem Holzkohlegrill. Dabei hängt es aber auch immer davon ab, welche Bedrüfnisse dein Grill erfüllen muss. Eines nehmen wir dir dann gleich Vorweg: Willst du deinen Grill einmal quer durch die Weltgeschichte schleppen, um an der enlegendste Stelle am See zu grillen, wirst du wohl auf einen Gasgrill verzichten müssen. In allen anderen Belangen, ist der Grill auf Kommando genau dein Ding! Wir wissen warum! 

Warum will gerade jeder einen Gasgrill haben? 

Ein Gasgrill ist nicht nur für deine Zeit und Geduld ein wahrer Segen, sondern auch für deine Nachbarn. Auf dem Balkon darfst du nicht immer deinen Holzkohlegrill anschmeißen und auch in Parks ist das nichts immer und überall erlaubt. Mit einem Gasgrill kannst du Nörgler aber meist überlisten.

Die Brutzel-Geräte mit Gaskartusche haben nämlich gleich mehrere entscheidende Vorteile:

  • Flamme an und losgegrillt! Der automatische Zünder entfacht das Gas. Bei einem Gasgrill brauchst du keinen Grillanzünder und musst auch nicht ewig darauf warten, dass deine Holzkohle durchgezogen ist. 
  • Beim Grillen entsteht weder Qualm noch Rauch! Das ist zum einen ein Segen für deine Klamotten und Augen, zum anderen aber auch für die Nachbarn.
  • Du grillst nicht direkt über der Flamme, denn dein Grillzeug liegt auf einem Lavastein oder Winkelstäben aus Metall. Das ist förderlich für deine Gesundheit, da sich heruntertropfendes Fett nicht in der Glut entzünden kann. Dabei können sonst nämlich krebserregende Stoffe entstehen.
  • Außerdem hast du weniger Abwasch! Wie nervig ist es bitte einen Grill zu reinigen? Hoch lebe der Einweggrill - oder eben der Gasgrill. Denn, dank fehlender Asche und Glut hast du nicht so hart zu schrubben. 
  • Mit einem Gasgrill kannst du sämtliche Grillmethoden ausprobieren! Die Temperatur deines Grills lässt sich nämlich wie bei einem Ofen einstellen. Und dann wären da noch die super praktischen Modelle mit Deckel, die das indirekte Grillen zum Kinderspiel machen!
  • Egal, was der Grill kann, dir fehlt das Holzkohle-Aroma? Pah! Nichts da! Gute Gasgrill-Modelle kannst du mit Holzchips in unterschiedlichen Aromen ausstatten! Die liefern dir dann den passenden Geruch und Geschmack - ist dann in etwa so, wie bei einem Elektroauto im Radio Motorengeräusche abzuspielen. 

Aber wir wollen dir auch nicht die rosarote Brille aufsetzen. Natürlich hat ein Gasgrill auch den ein oder anderen Makel!

Diese Nachteile haben Gasgrills: 

  • Für einen halbwegs guten Gasgrill musst du mindestens 150 Euro auf den Tisch legen. Das ist kein Zuckerschlecken, vor allem, weil preislich nach oben keine Grenzen gesetzt sind!
  • Wegen der Gaskartuschen sind solche Grills häufig ziemlich schwer und lassen sich nur unter bestimmten Bedingungen und mit starekn Armen in den Park schleppen. ABER mit der Nachfrage steigt auch die Kreativität der Grillkönige. Hersteller wie Weber wissen mittlerweile sehr gut, wie sie einen Gasgrill portabel machen - und zwar so richtig! 

Tragbare Grills: Welcher Grill-Typ bin ich?

Pro Jahr wird in Deutschland zwischen 70 und 90 Millionen Mal der Grill entfacht. Ob im Garten, auf dem Balkon, auf der eigenen Parzelle, dem Campingplatz oder eben auch unterwegs – wo auch immer die Reise hinführt. Grill-Ausflüge sollen aber ja in der Regel Spaß machen und entspannend sein. Eben genau aus diesem Grund ist es umso wichtiger den passenden Grill im Schlepptau zu haben. 

Diese Fragen solltest du dir bei der Wahl deines tragbaren Grills stellen? 

Worauf du alles achten solltest, wenn du dir einen Grill für unterwegs zulegst, verraten wir dir in unserer folgenden kleinen Liste mit verschiedenen Grilltypen. Dabei geht es um Form und Können deines Grills, nicht zwingend darum, womit du ihn befeuerst. Alles in allem gilt: Mobil ist Holzkohle immer noch Trumpf! Auch wenn, der Gasgrill sich langsam herantastet ans "Grillen to Go". Aber sieh es dir einfach selbst an und erfahre am Ende, welcher Grill-Typ du bist! Diese Fragen helfen dir schon einmal bei deiner Grill-Vorauswahl! 

  • Um was für einen Ausflug handelt es sich?
  • Aus welchen Anlass willst du grillen?
  • Grillst du mit zwei bis vier Personen oder seid ihr ehr als acht Personen?
  • Musst du deinen Grill weit tragen? 
  • Hast du die Möglichkeit deinen Grill direkt im Anschluss zu reinigen?
  • Hast du noch genügend Platz und Kraft, um Holzkohle oder Grillanzünder mitzunehmen?
  • Kannst du den Grill schnell zusammenbauen und auch wieder auseinander?

Nun gibt es Gasgrill, Holzkohlegrill und Co. in unzähligen Formen und Farben. Jeder hat seine ganz eigenen Vorzüge und einen ganz individuellen Charakter.

Welche Grill-Modelle für unterwegs gibt es?

Welcher Grill für dich der beste ist, entscheidest du ganz allein. Damit du dich mit dieser Entscheidung aber auf gar keinen Fall im Stich gelassen fühlst, sind wir ja da. Wir stellen dir sechs verschiedene Grill-Modelle vor, die du bequem mit auf deinen nächsten Ausflug nehmen kannst. Manche von den Modellen sind sogar so schick, dass du sie fast wie ein Accessoire tragen kannst! Der Kreativität der Hersteller scheinen keine Grenzen gesetzt!

  1. Koffergrill
  2. Kugelgrill
  3. Eimergrill
  4. Klappgrill
  5. Faltgrill
  6. Einweg-Grill

Wir haben uns für dich umgesehen und stellen dir den einen oder anderen, kleinen Grill für unterwegs vor.

1. Der Gasgrill für unterwegs - getarnt als Koffer! 

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Einen Gasgrill to go zu finden, ist gar nicht so einfach. Die meisten Modelle sind nämlich verdammt schwer - nicht so der Go-Anywhere Koffergrill von Weber! Das gute Stück, das auch "Picknicker" genannt wird, ist mit sechs Kilogramm ein wahres Fliegengewicht unter den Gasgrills. Das praktische Koffer-Design mit stabilem Hitzeschutz-Duroplastgriff macht den Grill sehr gut tragbar und bietet gleich noch den passenden Deckel fürs indirekte Grillen. Mit porzellanemailliertem Grillrost und stufenlos regelbarem Brennerventil kannst du die Temperatur, die dein Grill haben soll perfekt einstellen und so selbst beim schnellen Grillen in Park mit deinen Grillkünsten angeben! Einziges Wermutstropfen bei der Anschaffung: Der Koffer-Gasgrill kostet mindestens 194,99 €

Eckdaten

  • Maße: 41 x 53 x 31 cm (HxBxT)
  • Gewicht: 6 kg
  • Farbe: schwarz
  • Piezo-Zündung: für sicheres Zünden

 2. Der kugelrunde Kugelgrill

Kleiner Grill
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Der klassische Mini-Kugelgrill von Nexos Trading im Retro-Design macht nicht nur optisch einen guten Eindruck. Dieser tragbare Grill ist tatsächlich für den mobilen Gebrauch entwickelt worden. Eine verschließbare Haube und der Holz-Tragegriff am oberen Ende sorgen für einen einfachen Transport. Zudem gibt es oben und unten eine Belüftungsregulierung. Das verchromte Grillrost und eine Kohleschale sind inklusive. Der Kugelgrill ist in fünf weiteren Farben erhältlich und überzeugt durchweg mit einer vier von fünf Sternen – Bewertung, bei einem Preis ab 12,95 Euro. Bei diesem Preis darfst du selbstverständlich keinen Luxus – Grill erwarten. Teilweise ein wenig scharfkantig und wackelig, erfüllt aber bei sorgfältigem Umgang vollkommen und zufriedenstellend seinen Zweck.

Eckdaten

  • Höhe ca. 45 cm
  • Durchmesser Kugel ca. 30 cm
  • Durchmesser Grillfläche ca. 29 cm
  • 6 verschiedene Farben

3. Der Weg ist das Ziel - mit dem Eimergrill!

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Der sogenannte Eimergrill hat es uns richtig angetan. Bis zum eigentlich Grillplatz kannst du einfach alles Wichtige in ihm transportieren! Ebenfalls ausgestattet mit einem Tragegriff, lässt sich auch der Grill selbst schnell und einfach transportieren. Im Gegensatz zum Kugelgrill ist der Eimer nach oben hin offen. Das macht ihn zwar insgesamt leichter und reduziert die Einzelteile, allerdings ist ein verschlossener Transport mit Inhalt nicht möglich und auch bei etwaigen Regenschauern, lässt sich das Gefäß nicht verschließen. Aber ganz ehrlich, wann hast du schon einmal bei Regen im Park gegrillt? 

Der schlichte, silberfarbene Eimergrill von Esschert Design überzeugt mit vier von fünf Sternen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis spricht ebenfalls für sich. Ab 14,63 Euro gibt es das schnittige Eimermodell, das kaum Beanstandungen zulässt. Lediglich die Tatsache, dass aufgrund der Bauweise etwas mehr Kohle als üblich verwendet werden muss, um den Grill anzuheizen, stellt den einen oder anderen Geduldsfaden auf die Probe.

Eckdaten

  • Höhe ca. 35 cm
  • perfekt für 2 Personen
  • knapp 1 kg Gewicht
  • Eimer aus Zinkblech

4. Klappe, Action! Der Klappgrill stellt sich vor!

 

Kleiner Grill
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Er ist klein. Er ist stabil. Er sieht gut aus. Er ist der letzte Schrei. Er ist Bestseller Nr. 1 bei Amazon und räumt vier von fünf Sterne ab, bei über 540 Bewertungen. Was sollen wir da noch sagen? Wir liefern dir einfach nur noch, was du wissen musst. Der Son of Hibachi 110-100 Holzkohlegrill macht nicht nur dem Fleisch und Gemüse Feuer unterm Hintern, er löscht sogar sein eigenes, wenn Fleisch und Gemüse verspeist sind. Zudem bietet er einen hohen Sicherheitsaspekt, da das Anzünden nur im Aschekasten getätigt wird. Hier hinein tropft im Übrigen auch das überschüssige Fett. Zwar wiegt das gute Stück satte 8 kg (inkl. Tasche), bietet aber auch entsprechende Qualität: robustes und gut verarbeitetes Stahlblech für eine extra lange Lebensdauer. Außerdem liegt dem Grill eine Snuff-Out-Pouch-Tasche bei. Sie ist extra verstärkt, extrem flexibel und soll Temperaturen bis 370′ Celsius standhalten, wobei sie, je nach Bedarf, auch als Kühltasche verwendet werden kann. Durch den sogenannten Kamineffekt kannst du nach ca. 7 – 10 Minuten mit dem Grillen beginnen. Derzeit um 30% reduziert und für nur 69,95 Euro zu erwerben – zugreifen!

Eckdaten

  • Kamineffekt
  • löscht eigenes Feuer
  • reinigt sich selbst
  • Aschekasten zum anzünden und als Abtropfgefäß
  • spart 20-40% Holzkohle
  • Gewicht max. 8 kg
  • CE-Zertifikat
  • inkl. Tasche
  • hoher Sicherheitsaspekt

5. Hast du keinen, falt dir einen! Der Faltgrill!

Kleiner Grill
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Das Leichtgewicht als mobiler Grill: Der Faltgrill von PEARL. Gerade mal 840 Gramm, bei einer Grillfläche von ca. 25 cm. Robust und standfest aus stabilem Metall und mit verchromtem Grillrost. Dieses Model würde sich tatsächlich nur für maximal zwei Personen eignen und ist als schnelle Grill-Lösung oder auch Alternative zum Einweg-Grill gedacht. Dafür passt er in jedes Gepäck, nimmt kaum Platz weg und steht schnell zur Verfügung. Durchschnittlich vier von fünf Sterne unterstreichen die genannten Aspekte. Dusolltest dir lediglich der Tatsache bewusst sein, dass dieser Grill keine lange Lebensdauer hat und nach einigen Grill-Aktionen reif für den Austausch ist. Dafür bekommst du ihn aber auch schon ab 9,90 Euro bei Amazon.

Eckdaten

  • Grillfläche ca. 25 cm
  • sehr flach und kompakt
  • verchromter Grillrost
  • schnell und einfach zu nutzen

6. Grill schleppen? Nur auf dem Hinweg! Der Einweg-Grill!

Wenn dir nun Umfang, Reinigung und der schlussendliche Rücktransport doch zu viel ist, empfehlen wir definitiv den Einweg-Grill als Alternative. Dieser ist oft schon ab 2,79 Euro zu erwerben und in seiner Einfachheit kaum zu übertreffen. Sind deine Ansprüche also gering und es muss schnell gehen und möglichst leicht sein, dann solltest du dich darauf konzentrieren. Die Grillfläche beträgt durchschnittlich ca. 29 cm x 22 cm (B x H) und eignet sich für bis zu zwei Personen. In der Regel kann die Grillschale ca. 0,5 kg Briketts aufnehmen. Großer Nachteil ist hierbei die enorm kurze Glühzeit der Briketts, von nur ca. 20 Minuten.

Kleiner Grill
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Fazit

Das klassische Model ist und bleibt der Kugelgrill. Dieser überzeugt auf ganzer Linie und bietet mit seinem Deckel nicht nur den perfekten Regenschutz, sondern auch die beste Hitze für's Grillen selbst. Wenn dir die Professionalität der bunten Murmel aber tatächlich nicht ausreicht, wirfst du am besten einen Blick auf den Klappgrill mit all seinen Specials und Funktionen. Dieser ist zwar deutlich teurer im Vergleich, überzeugt allerdings auch auf ganzer Linie. Willst du dir aber einen Grill zulegen, der dich dein halbes Leben begleitet und multifunktional auch in deinem Hinterhof oder auf dem Balkon problemlos zum Einsatz kommen darf, kommst du am Gasgrill in Kofferform einfach nicht vorbei. Die knapp 200 Euro Anschaffungsgebühr sind da auf jeden Fall gut angelegt. 

Dem Minimalisten in dir empfehlen wir ohne Umschweife den Einweg-Grill: gekauft, benutzt, entsorgt. Klein, leicht und schnell.