3 Tipps zum Shopping-Leid der Männer

Mode & Lifestyle von Fabian am 03.08.2016

Männer sind Modemuffel – das ist an sich nichts Neues. Das männliche Interesse an Trends, Styles oder gar möglichen Outfit-Kombination ist sehr begrenzt, ihr Modegeschmack entsprechend beschränkt. Und das bezieht sich ja nicht nur auf das eigene Aussehen, sondern vor allem auch auf den Kauf von Kleidung.

Alptraum Shopping für Maenner

Alptraum Shopping?

Noch schlimmer als sich selbst anziehen zu müssen, ist für die meisten Männer eigentlich nur noch Shopping. Die Krönung der Schöpfung zieht erst los und kauft Klamotten, wenn es gar nicht mehr anders geht. Das bedeutet, entweder ist der Kleiderschrank leer, weil die vorhandene Kleidung bis zur letzten Faser aufgetragen wurde, oder irgendjemand – im Zweifelsfall die Partnerin! – hat die letzten Relikte aus vergangenen Tagen entsorgt, weil diese mittlerweile unter Arten- oder Denkmalschutz stehen.

Das Shopping-Leid der Männer wird noch größer, wenn es nicht um die eigene, sondern um Kleidung für jemand anderes – im Zweifelsfall die Partnerin! – handelt. Laaaangweilig! Männer werden schlecht gelaunt, störrisch, ja regelrecht aggressiv, wenn sie zur Shoppingtour verdonnert werden.

Shopping-Leid vs. Shopping-Wahn

Es ist ja auch nicht wirklich verwunderlich, dass die Interessen geschlechtsspezifisch auseinanderklaffen. Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen. Zumindest nicht, wenn es ums Einkaufen geht. Männer gehen zielorientiert shoppen. Die Rechnung ist denkbar einfach: Hose kaputt, also neue Hose kaufen. Rein in den Laden, zwei Hosen anprobieren, eine kaufen. Fertig. Dauert in der Regel eine halbe Stunde. Kann Mann gut nach Feierabend erledigen, und tut nicht weiter weh. Das Shopping-Leid hält sich in Grenzen.

Shopping-Leid vs. Shopping-Wahn

Frauen hingegen zelebrieren den Akt des Einkaufens, als handele es um eine päpstliche Krönungszeremonie, und es kann ungeahnte Ausmaße annehmen. Deshalb wird vorsorglich – im Zweifelsfall macht das die Partnerin! – schon mal der gesamte Samstag dafür eingeplant. Das war´s dann mit der Sportschau! Es fängt oft schon damit an, dass die meisten Frauen gar nicht wissen, was sie eigentlich suchen. „Mal ein bisschen umschauen“, klingt im ersten Moment relativ ungefährlich, beinhaltet aber alle Abgründe weiblichen Shoppingwahns. In diesen Momenten gelassen zu bleiben, und nicht Amok zu laufen, ist die große Kunst der Männer, die es heißt, zu beherrschen:

„Nein, dein Hintern ist nicht zu dick!“

Das Schicksal der Männer ist quasi besiegelt, wenn der Entschluss zur Shoppingtour erst einmal gefallen ist – im Zweifelsfall durch die Partnerin! –, denn dann gibt es eigentlich kein Entkommen mehr. Ab jetzt heißt das oberste Gebot: Irgendwie überleben! Also zieht man los, die Läden abklappern, die ausgewählt wurden – im Zweifelsfall durch die Partnerin! – und das wirkliche Shopping-Leid der Männer beginnt. Sie werden ja nicht in ein paar Läden geschleppt, nein, es werden ganze Stadtviertel und Straßenzüge abgelaufen, auf der Suche nach dem besonderen Kleidungsstück, von dem Sie immer noch nicht weiß, was es eigentlich ist, geschweige denn, wie es aussieht. Sie muss es sehen, um zu wissen, dass Sie es will. Und um sicher zu sein, dass Sie es will, muss Sie es anprobieren…das Martyrium nimmt seinen Lauf. Frauen können 50 verschiedene Hosen in ihrer Größe anziehen, und sie werden mindesten 50 Gründe finden, die gegen einen Kauf sprechen. „Diese Farbe macht mich blass; Ach ne, das Model ist mir zu sehr 2013; Niemals, in dieser Hose wirkt mein Hintern zu dick“.

3 gute Tipps zum Shopping-Leid der Männer

  1. Tipp
    An dieser Stelle gilt für Männer: Klappe halten! Jede ehrlich gemeinte Äußerung verschlimmert die Situation, und zögert den Shopping-Trip unnötig hinaus.
    Männer hören immer wieder, dass sie keinen Geschmack haben. Schließlich wird es ihnen ja oft genug – im Zweifelfall von der Partnerin – vorgehalten. Die Fragen werden sowieso von allein kommen: „Wie findest du denn diese Hose? Hat die Nachbarin nicht die gleiche? Sag mal ehrlich, findest du, ich habe zugenommen?“
  2. Tipp
    Auch an diesem Punkt unbedingt schweigen beziehungsweise versuchen, beschwichtigend einzuwirken. „Nein Schatz, grün steht dir super; Ja, das trägt man jetzt so; Ich habe gehört, weiß ist das neue Schwarz; Quatsch, dein Hintern sah nie besser aus!“
  3. Tipp
    Auf keinen Fall sollte Mann versuchen, auf konstruktive Art irgendeinen Einfluss zu nehmen auf den Kauf. Sein Job besteht lediglich darin, die Frauen zu bestätigen, sie gegebenenfalls moralisch wiederaufzubauen, und die neuesten, für sie untragbaren, Modetrends zu verfluchen. Dies verlangt ein hohes Maß an Ausdauer, Selbstdisziplin und Demut.
    Vielen Frauen ist gar nicht bewusst, was für eine aufopferungsvolle Tat ihre Männer vollbringen. Sie tuen etwas, was sie von Grund auf hassen, versuchen dabei noch positiv auf die Frauen einzuwirken und darüber hinaus gute Miene zum bösen Spiel zu machen.
    Das wirklich Seltsame an der Sache ist ja, dass Frauen ihre missmutigen Männer überhaupt dabeihaben wollen. Um des Friedens willen wäre es eigentlich für alle Beteiligten am besten, wenn Sie sich ihrem Kaufrausch hingibt, und Er zuhause auf der Couch liegenbleibt und Fußball schaut.