5 Trainer – 5 Styles

Mode & Lifestyle von Christian am 28.12.2015

AN! der Seitenlinie: Die neuesten Fußballschuhe von Messi, Ronaldo und Co bekommst du an jeder Ecke. Die Fanartikel deines Lieblingsclubs, vom Trikot bis zum Tassenwärmer, sowieso. Doch wie sieht es mit den Styles der Trainer aus? Die Garderobe der Coaches ist teilweise so unterschiedlich wie deren Charakter und Spielphilosophie. Wir haben uns die aktuell fünf besten Fußballtrainer der Welt angeschaut – und deren modisches Auftreten.

Pep Guardiola, FC Bayern München

Pep Guardiola

Der katalanische Taktikfuchs in Diensten des Rekordmeisters gilt für viele als bester Trainer der Welt. Mit dem FC Barcelona gewann Josep „Pep“ Guardiola alles, was es im Klubfußball zu gewinnen gibt. Und auch bei den Münchnern ist seine Ausbeute nicht von schlechten Eltern. Zudem ist Guardiola eine echte Stil-Ikone: Pep sieht nicht nur verdammt gut aus – er zieht sich auch verdammt gut an. Keiner trägt so perfekt maßgeschneiderte Anzüge, gleichzeitig macht keiner eine so gute Figur in Trainingsklamotten. Peps Spezialität: Sportliches und Elegantes kombinieren. So „peppt“ er schicke Hosen, Schuhe und Hemden gerne mal mit einer Lederjacke oder einem Blazer auf.

José Mourinho, FC Chelsea

José Mourinho

„The Special One“, wie sich José Mourinho selbst ganz unbescheiden nennt, ist Guardiolas Erzfeind – und für seine Fans der tatsächlich weltbeste Trainer. Der Coach des Londoner Clubs FC Chelsea durchlebt momentan die größte sportliche Krise seiner Karriere. Seinem Stil tut das allerdings keinen Abbruch. Mittlerweile sieht man „Mou“ zwar auch mal im Trainingsanzug an der Seitenlinie rotieren, bekannt ist er aber für den Look aus seiner ersten Amtszeit bei Chelsea: den langen Kaschmirmantel und den lässig umgeworfenen Schal. Beides braucht man beim Wetter auf der Insel regelmäßig. Und bei den aktuellen Ergebnissen kann sich Mourinho auch ganz gut unter dem hochgeklappten Kragen verstecken.

Jürgen Klopp, Liverpool FC

Jürgen Klopp

In Anlehnung an José Mourinho stellte sich Jürgen Klopp bei seiner ersten Pressekonferenz in Liverpool als „The Normal One“ vor – der Normale. Wirklich normal im Sinne von gewöhnlich ist der langjährige Erfolgscoach von Borussia Dortmund aber sicher nicht. Ebenso gut könnte man ihn „The Emotional One“ nennen: „Kloppo“ lebt den Fußball und rastet regelmäßig aus, wahlweise vor Freude oder Ärger. Er ist der autoritäre Kumpeltyp, immer nah an seinen Spielern und den Fans. Das zeigt auch seine Kleidung, denn im Anzug sieht man Klopp meist nur in der Champions League. Im Liga-Alltag bevorzugt der Schwabe den Trainingsanzug seines jeweiligen Clubs – derzeit also die schwarze oder schwarz-rote Variante des ruhmreichen Liverpool FC von New Balance.

Jogi Löw, Deutsche Nationalmannschaft

Jogi Löw

Der Trainer des amtierenden Weltmeisters sollte in den Top-5 vertreten sein. Zumal Joachim „Jogi“ Löw zumindest auf den deutschen Trainerbänken in Sachen Mode keiner etwas vormacht. Als langjährige Nivea-Werbeikone steht Jogi für mehr als Deo und After Shave Balsam: Sein blauer Glückspullover von Strenesse ist mittlerweile legendär, war in vielen Shops zwischenzeitlich ausverkauft und landete sogar im DFB Museum. Den Pulli lässig über die Schulter werfen, das machen sonst höchstens Segler und BWL-Erstsemester (was nicht cool ist). Jogi darf das (was cool ist). Auch seine Hemden mit der verdeckten Knopfleiste gehören zu Länderspielen wie ein Tor von Thomas Müller.

Carlo Ancelotti, vereinslos

Carlo Ancelotti

Der wahrscheinlich baldige Nachfolger von Pep Guardiola beim FC Bayern ist der einzige Trainer, der dreimal die Champions League gewann. Vor allem mit den Erfolgen des AC Mailand ist der Name Carlo Ancelotti eng verknüpft – als Spieler wie als Trainer. Das Markenzeichen des Italieners ist die stets hochgezogene linke Augenbraue, was Gerüchten zufolge auf einen Vespa-Unfall in der Kindheit zurückgeht und „Carletto“ („Karlchen“) immer etwas skeptisch dreinblicken lässt. Der Eindruck täuscht jedoch, denn das Taktikgenie war bei seinen Spielern immer überaus beliebt. Auch bei Ancelottis Auftreten kommt keine Skepsis auf: Den Erfolgscoach kann man sich kaum ohne eleganten Anzug vorstellen. Klassisch italienisch eben.