Adieu Provision – Endlich keine Maklerprovision mehr für Mieter

Mode & Lifestyle von Claudi am 02.06.2015

Bereits im Oktober letzten Jahres wurde ein neues Gesetz beschlossen. Dieses soll als Mietpreisbremse fungieren und Wohnen sowie Umziehen wieder leistbarer machen. Mit dem 01. Juni ist dieses endlich in Kraft getreten, weshalb wir hier eine kleine Leitlinie zu der wichtigsten Änderung für euch haben. Diese besagen unter anderem, dass Mieter künftig nicht mehr die Maklerprovision übernehmen müssen.

Provision

Mit dem Inkrafttreten der neuen Regelung wurde das Bestellerprinzip für Makler eingeführt. Das bedeutet, dass derjenige der einen Makler beauftragt hat, auch die Courtage für diesen übernehmen muss. Der zukünftige Mieter muss also nur dann Provision an der Makler zahlen, wenn er ihm einen Suchauftrag erteilt hat. Ist dies nicht der Fall, und dennoch ein Makler am Abschluss des Mietvertrages beteiligt, bezieht dieser seine Courtage von dem Vermieter, der ihn quasi bestellt hat.

Keine Maklerprovision für den Mieter mehr

Da in der Regel die Vermieter einen Makler beauftragen, müssen diese mit der Einführung des Bestellprinzips auch die Provision übernehmen. Mieter müssen also neben der Kaution und gegebenenfalls einer Abstandszahlung nur die Miete zahlen. Da Vermieter bislang von den Kosten befreit waren, ist anzunehmen, dass sie dies weiterhin so handhaben möchten. Die Makler fühlen sich natürlich auf den Schlips getreten und haben anlässlich des neuen Gesetzes auch bereits gestreikt. Wie ihr euch bestimmt denken könnt, brach absolutes Chaos aus (Achtung: Sarkasmus).

Können Makler die Regelung umgehen?

Natürlich rätseln die Makler bereits, wie sie trotzdem an ihr Geld kommen. Es könnte beispielsweise ein geheimes Abkommen mit den Vermietern geben. So könnten Vermieter versteckt inserieren und dies Maklern zuspielen. Diese finden dann via Suchauftrag eines Mieters die vermeintlich nicht in Auftrag gegebene Wohnung und kassieren so ihre Courtage vom Mieter. Alternativ dazu könnte es sein, dass Vermieter die Kosten für die Makler auf andere Kosten schlagen. Möglich wäre zum Beispiele eine sehr hohe Abstandszahlung, in der auch die Provision enthalten ist.

Wie kann man sich vor der Missachtung des Gesetzes schützen?

Der Gesetzesentwurf enthält bereits Vorkehrungen, um mögliche Schlupflöcher zu stopfen. Der Schutz greift allerdings nur dann, wenn der Mieter beweisen kann, dass der Makler von dem Vermieter beauftragt wurde. Sollte auffliegen, dass ein Makler gegen die neue Regelung verstoßen hat, droht ihm ein Bußgeld von bis zu 25.000 €. Ist anzunehmen, dass die Provision in der Abstandszahlung versteckt ist, könnt ihr auch dagegen vorgehen. Ein Entgelt für die Räumung durch den Vermieter darf auch laut der aktuellen Rechtslage nicht gefordert werden. Ist die Abstandszahlung im Vergleich zum Wert der Einrichtung also auffällig hoch, werden die Forderungen nichtig.