Verleiht ihr schon oder zahlt ihr noch?

Mode & Lifestyle von Claudi am 12.10.2014

Stellt euch vor, die Glühbirne ist kaputt und ihr kommt nicht ran, um sie zu wechseln. Eine Leiter ist natürlich Mangelware, doch wollt ihr wirklich auf den Schreibtischstuhl (mit Rollen!) steigen? Lieber mal bei den Nachbarn klingeln. Sharing is caring – So sieht das auch der Schweizer Verein Pumpipumpe. Eine Bohrmaschine, Leiter oder der Mixer – Gegenstände die selten benötigt werden, aber manchmal eben unverzichtbar sind. Genau dieses Teilen soll intensiviert werden. Natürlich könnten wir auch durch die halbe Stadt fahren, um etwas von Freunden zu leihen oder absolut übertriebene Leihgebühren zahlen. Aber wollen wir das? Eher weniger. Der Nachbar ist in solchen Situationen öfters der Retter in Not. Klar, bei denen, die wir kennen, fragen wir mal nach. Nerven wollen wir aber auch nicht. Und zu denen, die wir nur ein Mal im Flur gesehen haben, trauen wir uns nicht. Pumpipumpe macht Schluss mit Zögern und waghalsigen Aktionen, die durch fehlende Gegenstände hervorgerufen werden.

briefkasten

Mit den Stickern von Pumpipumpe für ein gemeinschaftliches Miteinander
Der Verein hat es sich zum Ziel gemacht, leihfreudige Nachbarn und ihre Gegenstände sichtbar zu machen. Um mitzumachen fordert ihr einfach bei Pumpipumpe kostenlose Sticker von den Gegenständen an, die ihr verleihen wollt. Diese klebt ihr auf euren Briefkasten und zeigt den Hausbewohner so, was sie sich von euch borgen dürfen. Das stößt natürlich auf Begeisterung und animiert zum Mitmachen. Durch den bewussten Umgang mit Konsumgütern lässt sich einiges an Geld sparen. Außerdem wird so die Interaktion mit den Nachbarn gefördert, was zu einem freundschaftlichen Miteinander führt.

sticker
Dank Pumpipumpe Bohrer und Co. kostenlos leihen
Beim Anfordern der Sticker werdet ihr gefragt, ob diese in der Pumpipumpe-Map verzeichnet werden sollen. Dort wird künftig alles, was zum Verleih steht, anonym verzeichnet. Es werden nur die entsprechenden Sticker und die Straße angezeigt. Auf die Erwähnung von Namen wird verzichtet. Damit das Feature tatsächlich funktioniert, solltet ihr eure Sticker oder eine Kennzeichnung bei eurer Klingel am Hauseingang anbringen.
Daumen hoch für Pumpipumpe
Nie wieder einen Nagel mit der Zange in die Wand schlagen. Kein Muskelkater mehr, weil ihr Eier mit dem Schneebesen schaumig geschlagen habt. Vorbei die Zeiten der höllischen Nachbarn. Das Teilen der Ressourcen macht Sinn auf jeder Linie. Ein großartiges Projekt, bei dem alle mitmachen sollten. Wenn ihr Pumpipumpe auch in eurem Haus bekannt machen wollt, könnt ihr auf der Seite des Vereins Flyer sowie Poster mit allen nötigen Infos herunterladen. Einfach ausdrucken und im Treppenhaus anbringen.

Bilder © Pumpipumpe