YES, we shower! Nebia ist die Zukunft der Dusche

Mode & Lifestyle von Christian am 21.08.2015

Wie macht man Duschen zum Erlebnis, schont den Geldbeutel und schützt gleichzeitig das Klima? Fragen wir mal wieder die Amerikaner: Innerhalb kürzester Zeit ist es dem jungen Start-up „Nebia“ aus San Francisco gelungen, mit seinem innovativen Duschen-Design tausende Amerikaner bei der täglichen Körperpflege im Nebel stehen zu lassen – oder eben nicht: Modernes Duschen hat dem Wannenbad gegenüber einen erheblichen Vorteil, denn man wird nicht nur prickelnd sauber, sondern schont mit den cleveren wassersparenden Armaturen auch den eigenen Geldbeutel und schützt die Umwelt.

NEBIA Kopie

Was ist dran am Nebel-Duschkopf?

Wie funktioniert die nebulöse neue Technologie von Nebia? Statt Wassertropfen setzt der tellerförmige Duschkopf auf Zerstäubungstechnik und schafft es, bei 70 % weniger Wasserdurchlauf das gleiche Duscherlebnis einer herkömmlichen Armatur zu erreichen. Grund: Der Wassernebel bildet auf der Haut eine deutlich größere Oberfläche als kompakte Tropfen. Wenn man dem Hersteller vertraut, werden so bei einer acht Minuten langen Dusche nur noch 23 Liter Wasser verbraucht. In Kalifornien, wo Wasser knapp ist und von Staatsseite dringend dazu geraten wird, sparsam mit den Ressourcen umzugehen, ist das natürlich ein nachvollziehbares Erfolgsrezept. Schon jetzt geben über 2700 Vorbestellungen (und damit mehr als 2 Millionen Dollar Umsatz) der neuen Armatur mehr als eine Existenzberechtigung und ermöglichen, dass sie ab Mai 2016 auf den Markt kommen soll. Für stolze 399 Dollar ist die Nebia-Nebeldusche allerdings nicht gerade ein Sonderangebot. Dazu kommen noch happige Versandkosten von 69 € nach Deutschland. Ein Grund mehr, über Alternativen nachzudenken.

Alles im (Ab-)Fluss?

Fangen wir mal bei der Grundsatzfrage an: Ist Duschen besser als Baden? Mit allem Respekt vor den Anhängern des sinnlichen Wannenbads, mahnt der gesunde Menschenverstand mit Blick auf die Ressourcen Wasser und Strom zur Einsicht – und mit Blick auf den Geldbeutel zur Vorsicht. Eine Wanne von durchschnittlicher Größe fasst etwa 135 Liter Warmwasser, dagegen verbraucht eine herkömmliche Duscharmatur mit einem Durchlauf von 18 Litern pro Minute bei fünfminütigem Brausespass „nur“ 90 Liter – immerhin!

Wir rechnen mal genauer: Vorausgesetzt, ein Kubikmeter Warmwasser inkl. Abwasser würde 5 € kosten (wobei die Kosten für die Heizenergie in diesem Wert noch nicht enthalten sind), käme ein Wannenbad auf rund 0,68 € und eine Dusche auf 0,45 €. Aufs Jahr gerechnet spart man durch tägliches Duschen statt Baden also beachtliche 84 €. Nicht schlecht! Aber es geht noch besser.

Im Wasserstrahl auf Sparkurs

Innovative Duschköpfe haben mehr drauf als nur fließendes Wasser. Die Sparmodelle sind mit intelligenter Technik ausgestattet, die verblüffend einfach funktioniert. Beim Duschen wird der Durchlauf des Wassers mit Luft angereichert und so der Wasserverbrauch um ein Vielfaches reduziert. Das spart obendrein noch die entsprechende Heizenergie. Und mal ehrlich, die meisten von uns sind genießerische Warmduscher. Darüber hinaus haben die cleveren Armaturen noch einen Vorteil: Weniger Wasser beim Duschen hat den erfreulichen Nebeneffekt, dass die Düsen der Sparbrausen nicht so schnell verkalken und damit deutlich langlebiger sind.

Zurück an die Rechenmaschine: Sparduschköpfe, die mit nur 6 Litern Wasser pro Minute punkten – diesen Anspruch haben die meisten Modelle – schmälern den Wasserverbrauch um bis zu sagenhafte 66 %. Im Klartext: Pro fünfminütiger Körperpflege sind nur noch 0,15 € fällig und das sind im Jahr nochmal 110 € mehr, die im Geldbeutel bleiben. Bei täglicher Nutzung von Wanne bzw. Dusche und einem Preis von 5 € pro Kubikmeter Wasser (1000 Liter) kämen folgende jährliche Kosten zustande:

  • Wannenbad: 248 €
  • Dusche ohne Sparfunktion: 164 €
  • Sparduschkopf: 54 €

Um zu unserem Ausgangsbeispiel zurückzukommen: Mit Nebia liegen wir nochmal 50% unter den normalen Sparvarianten und geben nur noch 27 € im Jahr aus. Aber was macht einen guten und bezahlbaren Sparduschkopf überhaupt aus?

Darauf gilt es zu achten: Der perfekte Duschkopf

Duschköpfe Kopie

  • Wasserverbrauch: Die besten Sparduschköpfe kommen mit 6 Litern pro Minute aus. Das sollte so auch auf dem Produkt angekündigt sein. Einige Hersteller werben mit einer Zusatzfunktion, die per Knopfdruck bzw. Eco-Button den Wasserverbrauch individuell verringern kann oder per Licht anzeigt, wenn zu viel Wasser fließt. Die Handbrause RST OneLED verbraucht 10 l/min, mahnt mit einem Wechsel von blauem zu gelbem Licht aber bereits nach 3 Minuten dazu, das Duschvergnügen schnellstmöglich zu beenden. Preis: etwa 29 €.
  • Montage: Hoher Aufwand bei der Selbstanbringung oder die kostspielige Beauftragung eines Sanitärfachmanns sollten nicht sein. Der Sparduschkopf muss einfach passen! Das ist in der Regel zum Glück der Fall. Mit einem 1/2“-Anschluss kann die neue Spar-Armatur an jeden Standard-Brausenschlauch angeschraubt werden.
  • Material: Kunststoffarmaturen sind unempfindlich, sehen aber auch nicht so edel aus. Chrom dagegen ist stilvoll, auch Messing versprüht Eleganz. Metall-Schnittstellen können allerdings empfindlich warm werden. Eine Hightech-Chrom-Armatur wie die Rainshower Eco von Grohe (Durchlauf: 9,4 l/min, mit Eco-Button auf 5-6 l reduzierbar) trumpft mit CoolTouch-Technologie auf, durch die die Armaturen auch beim Heißduschen anfassbar bleiben. Kostenpunkt: ab 55 €.
  • Form: Ob rund oder eckig, breit oder schmal ist reine Geschmackssache, sollte aber zu dem Gesamtlook der Armaturen im Badezimmer passen. Zu extravagantem Badinterieur passt z.B. die Spardusch-Armatur Bubble-Rain Espresso Uno, die übrigens die erste 6-l-Armatur mit dem Qualitätszeichen „Blauer Engel“ ist. Preis für die Brause: ca. 69 €.
  • Funktion: Seidenweiche Regendusche, pulsierender Jet-Strahl oder erfrischend-starke Wake-up-Shower: Abwechslung beim Duschvergnügen macht Spaß und ist ein wichtiges Kaufkriterium. Mindestens drei unterschiedliche Strahlarten sollten es heutzutage schon sein.
  • Extras: Verkalkte Duschköpfe sind nicht nur unschön, sondern beeinträchtigen auch die Funktionalität. Sehr userfreundlich ist beispielsweise eine Selbstreinigungstechnologie wie das Quickclean Antikalksystem der Brause Hansgrohe Crometta 85 (6-8 l/min). Schon durch leichtes Rubbeln kann man die Düsen von Kalkablagerungen reinigen. Angeboten wird die Armatur ab 20 €.

Fazit: Einfach ausprobieren!

Bei durchschnittlichen Preisen zwischen 10 und 70 € für einen Sparduschkopf (wobei es natürlich noch deutlich teurere Modelle gibt) und mit Blick auf den Betrag, den man im Laufe eines Jahres beim Duschen schon als Single spart, ist viel Nachdenken gar nicht mehr erforderlich. Einfach kaufen und ausprobieren!