6. Oktober 2017
Isabel in News

Matratzen Vergleich: Was passt zu mir?

Die bunte Werbewelt ist derzeit mit neuen und alten Matratzen-Herstellern überschwemmt. Alle buhlen um die Gunst der zahlungskräftigen Käufer, die angeblich auf ihrer Matratze am besten schlafen. Doch welche Matratze für dich die richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bevor du also mit "Casper", "Emma", "Eve" oder "Bodyguard" ins Bett steigst, solltest du checken, ob ihr überhaupt zueinander passt. Wir helfen mit unserem Matratzen Vergleich!

Beim Kauf der richtigen Matratze sollten die Oberflächlichkeiten egal sein. Wie deine Matratze aussieht, ist erst einmal egal, denn auf die inneren Werte kommt es an. Damit du nachts schläfst wie ein Baby lassen sich Matratzenhersteller immer neue Tricks und Kniffe einfallen, um dir ihre Goldstücke auf das Lattenrost zu legen. Bevor du aber in das Finetuning deiner Bettruhe gehst, solltest du unbedingt wissen, welche Matratzenart deinen Schlafgewohnheiten am besten entspricht. Die Unterschiede sind nämlich gravierend und allein deine Liegeposition kann dir die Nacht auf der einen Matratze zur Hölle, auf der anderen jedoch zum absoluten Highlight machen. 

Matratzen Vergleich: Welche Grundlagen sollte meine Matratze mitbringen?

Bei den zig verschiedenen Abkürzungen und Fachbegriffen mit denen dich Matratzenhersteller bombardieren, siehst du einfach nicht durch? Musst du auch zu Beginn noch gar nicht. Schließlich gibt es auch ein paar grundlegende Dinge, anhand derer du eine Vorauswahl treffen kannst. Dazu musst du nicht einmal in das Innere der Matratze gucken, sondern dafür reichen zunächst die Maße: Länge, Breite, Höhe, Gewicht. 

Wie groß sollte meine Matratze sein?

Damit du entspannt auf deiner Matratze Platz findest, sollte sie etwa 20 cm länger sein als deine Körpergröße. Bei der Breite reichen Modelle von 90 cm, sofern du ein ruhiger Schläfer bist. Andernfalls, und für mehr Bewegungsfreiheit, wählst du lieber eine 100 cm breite Matratze. Übrigens: Auch wenn das sogenannte Französische Bett noch so romantisch klingt, willst du wirklich zu zweit auf einer durchgehenden Matratze schlafen? Empfohlen wird für jeden ein individuelles Modell der gleichen Länge, bei dem die gefürchtete Besucherritze mit einer durchgehenden Auflage geschlossen wird.

Im Matratzen Vergleich sind auch die Größen wichtigWie hoch sollte meine Matratze sein?

Damit die Matratze der Belastung eines darauf liegenden Körpers gut nachgeben kann, gelten folgende Empfehlungen:

  • Für Jugendliche mit durchschnittlichem Körpergewicht können 14-16 cm Matratzenhöhe durchaus ausreichend sein.
  • Schwergewichtige Personen sollten auf mindesten 18 cm hohe Matratzen zurückgreifen. Denn als Faustregel gilt: Je schwerer eine Person ist, umso höher sollte die Matratze gewählt werden.
  • Für den durchschnittlichen Erwachsenen sind in der Regel 16-22 cm hohe Kaltschaum-Matratzen (Matratzenkern + Bezug) ausreichend.
  • Bei Taschenfederkern-Matratzen werden 20-25 cm empfohlen (Federkern + Polstermaterialien + Bezug)

Wie hart sollte meine Matratze sein? 

Mit Härtegrad ist bei einer Matratze nichts anderes gemeint als der Druck, den sie dem auf ihr liegenden Körper entgegensetzt. Unterschieden wird von Stufe H1=weich bis H4=fest. Dabei gilt als Faustregel: Je geringer das Körpergewicht, umso weicher die Matratze. 

  • H1 = weich (Körpergewicht bis 60 Kilogramm)
  • H2 = mittel (Körpergewicht zwischen 60 und 80 Kilogramm)
  • H3 = hart (Körpergewicht zwischen 80 und 100 Kilogramm)
  • H4 = sehr hart (Körpergewicht über 100 Kilogramm)

Meistverkauft sind die Härtegrade H2 und H3. 

Welches Raumgewicht sollte meine Matratze haben?

Beim Raumgewicht handelt es sich um eine technische Größe, die angibt, wie viel Material (in kg) pro Kubikmeter für den Matratzenkern verwendet wurde. Die Einheit für das Raumgewicht ist RG. Je höher das Raumgewicht, desto schneller erreicht eine durch Druck verformte Matratze wieder ihre Ursprungsform – das Raumgewicht sollte für dich also ein wichtiges Qualitätskriterium sein, wenn es darum geht, wie schnell deine Matratze Kuhlen bildet und wie lange du bequem und gesund auf ihr schlafen kannst. Gute Matratzen weisen ein Raumgewicht von mindestens 30 RG auf. Das heißt, es wurden z. B. 30 kg Kaltschaum pro Kubikmeter verwendet.

Welche Matratzenarten gibt es? 

Um die passende Matratze für dich zu finden, musst du kein Experte sein. Aber du solltest eine Grundvoraussetzung erfüllen und erst einmal grundlegend die Matratzenart kennen, die für deinen Schlaf das beste Bett bietet. Die gängigen Arten kennst du vielleicht: Kaltschaummatratze, Latexmatratze, Federkernmatratze oder Taschenfederkernmatratze sowie Boxspringmatratze. Alle zeichnen sich durch unterschiedliche Eigenschaften aus. 

Vier Modelle sind im Matratzen Vergleich dabei

Kaltschaummatratze

Die synthetische Schaumfüllung auf Polyurethan-Basis wird bei niedrigen Temperaturen aufgeschäumt und ist daher gesundheitlich unbedenklich. Bei einem Blick auf das Raumgewicht, das den Materialeinsatz in Kilogramm pro Kubikmeter anzeigt, liegen hochwertige Produkte bei 50 – 60 kg/m³. Je höher das Raumgewicht, umso elastischer und stabiler der Schaumstoff. Der Hinweis HR-Schaum bedeutet „high resilient“, also hochelastischer Kaltschaum, der beim Aufstehen in seine Ursprungsform zurückkehrt. 

Latexmatratze

Matratzen dieser Art bestehen aus natürlichem oder synthetischem Rohstoff. Alternativ ist auch eine Mischung aus beidem möglich. Der Unterschied ist für Nutzer kaum spürbar. Das Material überzeugt mit hoher Punktelastizität. Will heißen: es gibt nur an den Stellen nach, die belastet werden. Daneben wirken senkrechte Luftkanäle wärmeisolierend und sorgen für gute Belüftung des Materials. Trotzdem gibt es bei Latex einen wirklich schwerwiegenden Nachteil: das Gewicht. Und das ist z.B. beim Wenden oder Reinigen mit der jeweiligen Spezialpflege des Herstellers nicht unerheblich. 

Federkernmatratze und Taschenfederkernmatratze

Federkern-Schlafsysteme setzen auf Stahlfedern, die miteinander verbunden sind und auf denen Wolle, Baumwolle oder andere Materialien das Polster bilden. Solche Modelle gehören zu den preisgünstigen Varianten. Beim teureren, weil exklusiveren Taschenfederkern ist jede Feder in eine Textiltasche eingenäht, die in Reihen aneinander gesetzt und miteinander verbunden sind. Im Gegensatz zur einfacheren Version reagieren diese Federn punktelastisch: Nur die belasteten geben auf Druck nach, alle anderen bleiben gespannt. Außerdem werden bei Luxusmodellen Federn unterschiedlicher Stärke verarbeitet, um mehrere Komfortzonen zu gestalten. 

Boxspringmatratze

Für komfortable Nachtruhe in Luxushotels längst Standard und besonders in Amerika beliebt, machen sich Boxspringbetten jetzt mehr und mehr in gewöhnlichen Schlafzimmern breit. Das System besteht aus drei Elementen: ganz unten die Box, eine Unterkonstruktion mit Holz- oder Metallrahmen, die mit Federkern (englisch: Feder = „spring“) bestückt ist und quasi das Bettgestell ersetzt. Darauf liegt eine Obermatratze, ebenfalls mit Federkern, und on top noch eine Polsterauflage, der sogenannte Topper. Es wundert daher nicht, dass solche Betten deutlich höher sind als andere. Aber Boxspringbetten werden vor allem für ihr Schlafklima gelobt: weil das System ohne Lattenrost auskommt, dafür aus zwei Federkernen besteht, kann die Luft gut zirkulieren, natürlich nur mit Fußgestell darunter.

Matratzen Vergleich: Welche Matratze passt zu mir?

Damit du auch genau dierichtige Matratze für deine Schlafgewohnheiten findest, solltest du ein paar wichtige Fragen vor dem Kauf deiner nächsten Matratze beantworten. Checke vorher, ob die Matratze zu deiner Liegeposition, und deiner Aktivität beim Schlafen passt. Vergiss auch nicht darauf zu achten, ob du beim Schlafen viel schwitzt oder ob du allergisch auf z. B. Hausmilben reagierst. Und dann wäre dann natürlich noch der nicht ganz unwichtige preisliche Aspekt deiner neuen Matratze. Denn auch finanziell ist nicht jede drin. 

Diese Fragen solltest du dir stellen, um die richtige Matratze zu finden:

Bin ich Seiten-, Rücken- oder Bauchschläfer?

Die meisten Menschen schlafen in der stabilen Seitenlage. Auch, wenn viele behaupten sie würden auf dem Bauch schlafen, ergibt sich bei genauerem Nachfragen eher einen seitliche Liegeposition, denn schläfst du tatsächlich auf dem Bauch, müsstest du wirklich flach auf dem Bauch liegen und dürftest kein Bein anwinkeln. Je nachdem, welche Liegeposition du einnimmst, ergeben sich unterschiedliche Bedürfnisse an deine Matratze. Wir haben hier einen kleinen Überblick für dich: 

Schlafposition
Anforderungen an deine Matratze
Welche ist die richtige Matratze?
Seitenschläfer
  • Deine Matratze muss elastisch und flexibel sein. 
  • Du musst an der Schulter und an der Hüfte einsinken können, so dass deine Wirbelsäule nachts die Entspannung erfahren kann, die sie braucht. 
  • Gleichzeitig muss jedoch auch deine Hüfte gestützt werden.
  • Für dich kommt generell jede Matratze in Frage, die eine gleichmäßige Druckverteilung ermöglicht. 
  • Deine Matratze sollte in mehrere Liegezonen unterteilt sein.
  • Ideal sind Latex- oder Kaltschaummatratzen
Rückenschläfer
  • Deine Matratze muss elastisch und flexibel sein. 
  • Schulter und Po müssen gleichmäßig einsinken können.
  • Ideal sind Kaltschaummatratzen, weil sich diese durch eine hohe Punktelastizität und einen variablen Härtegrad auszeichnen.
  • Federkernmatratzen und Latexmatratzen solltest du als Rückenschläfer meiden. Bei der Latexvariante sinkst du zu sehr ein, bei Federkern an den wichtigen Stellen zu wenig. 
Bauchschläfer
  • Du gehörst zu einer 13 prozentigen Minderheit und brauchst eine Matratze, die nicht zu hart ist.
  • Deine Matratze sollte eine hohe Punktelastizität aufweisen und wenig nachschwingen.
  • idealerweise schläfst du auf einer Federkern- oder Kaltschaummatratze. Auch eine Latexmatratze kommt für dich in Frage. 
  • Sie lassen dein Becken etwas aber nicht zu weit einsinken. 


Bewege ich mich viel im Schlaf?

Du bist so richtig aktiv im Schlaf, wälzt dich von A nach B und rackerst dir deine Bettdecke so zurecht, dass du morgens aufwachst und nicht nur deine Decke mit den Knöpfen nach oben zeigt, sondern du auch noch verkehrt herum im Bett liegst? Dann kommen für dich eindeutig auch nicht alle Matratzen in Frage. 

Deine Lösung: Eine Kaltschaummatratze oder ein Boxspringbett! Das hohe Raumgewicht dieser Matratzen ist perfekt für deinen unruhigen und aktiven Schlaf. Egal an welcher Stelle des Bettes du wie viel Druck ausübst, die Kaltschaummatratze ist in Windeseile wieder in ihrer ursprünglichen Form! Beim Boxspringbett hast du den vollen Halt und Komfort in doppelter Ausführung, schließlich sind die Federkerne gleich doppelt angeordnet.

Matratzen Vergleich - Welche Matratze ist geeignet für unruhige SchläferBin ich Allergiker?

Im Gegensatz zu deinem Partner, mit dem du dir das Nachtlager bestenfalls sehr lange teilst, ist die Bindung an die Matratze kein Fall für die Ewigkeit: Schlafexperten empfehlen spätestens nach 7 Jahren einen Wechsel. Obwohl in der Regel mit einer Garantie von 10 Jahren geworben wird, verlangt neben Verschleißerscheinungen wie nachlassende Stützkraft vor allem auch die Hygiene meist einen früheren Neukauf. Auch waschbare Bezüge oder die empfohlenen, regelmäßigen Wendemanöver von Matratzen schützen beispielsweise nicht vor Hausstaubmilben, was besonders Allergiker interessieren dürfte. Dem ganzen kannst du mit der richtigen Matratze etwas vorbeugen. 

Deine Lösung: Eine Latexmatratze oder eine Kaltschaummatratze! Hausstaubmilben mögen Latex nicht, was schon einmal ein großer Vorteil ist. Allerdings sind die Matratzen nicht sonderlich atmungsaktiv, was von dir jede menge Einsatz beim Lüften erfordert. Die Kaltschaummatratze ist da schon die atmungsaktivere Option. Achte aber unbedingt darauf, dass sie einen waschbaren Bezug hat. 

Schwitze ich viel im Schlaf?

Laut einer österreichischen Studie kann eine 10 Jahre gebrauchte Matratze sogar bis zu 4 kg schwerer sein, als zu Beginn, allein wegen der Feuchtigkeit, die in den Jahren in die Matratze versickert. Nicht sonderlich appetitlich, aber mit der richtigen Matratze bist du auf der sicheren Seite. 

Deine Lösung: Feder- und Taschenfederkernmatratzen. Mit hoher Atmungsaktivität sind Feder- oder Taschenfederkerne für Schläfer, die nachts stark schwitzen, die richtige Wahl.

Fazit: Muss eine gute Matratze teuer sein?

Wenn du bedenkst, dass du ein Drittel deines Lebens im Bett verbringst, davon die meiste Zeit schlafend, erklärt sich der Kauf einer guten Matratze von selbst. Welches Modell du wählst, bleibt individuell gespürter Schlafkomfort und hängt nicht unbedingt von deinem Geldbeutel ab, wie Stiftung Warentest bestätigt. 

Stiftung Warentest überprüft in regelmäßigen Abständen diverse Matratzen verschiedener Hersteller und hat auch im Test 2017 wieder bestätigt: teure Matratzen kommen selten über die Note "befriedigend" hinaus, wohingegen die günstigeren Mittelklassemodelle gute Bewertungen einfuhren. Im Matratzen Vergleich mit 19 weiteren Modellen, räumte im aktuellen Matratzen Test das Modell von Casper mit einer Note von 2,3 den ersten Platz ab. Für etwa 475 Euro kannst du dir den Testsieger in dein Schlafzimmer holen.

Willst du lieber noch eine besser bewertete Matratze kaufen, solltest du auf den Testsieger von 2015 zurückgreifen! Die "Bodyguard"-Matratze von bett1.de erreichte damals eine Bewertung von 1,8 und das bei einem Schnäppchenpreis von 199 Euro für die Standardgröße! Mit dem passenden Matratzen Gutschein wird das gute Stück sogar noch billiger!