Günstiger als das Monatsticket: Student werden

News von Claudi am 21.05.2014

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Foto: Tram in Dresden, flickr – ruru (CC BY-NC-ND 2.0)

Gut, das Fahrrad ist sowieso die beste Wahl. Man macht Sport und erspart sich die vollgestopfte, stinkende Bahn. Und Verspätung hat es auch nie. Ist der Weg jedoch zu weit, die Temperatur zu niedrig oder der Niederschlag zu heftig, nehmen wir das Übel in Kauf und setzen uns in ein öffentliches Verkehrsmittel. Das kann ganz schön ins Geld gehen, vor allem wenn man regelmäßig fährt. Einzeltickets sind da eher kontraproduktiv, also erwerbt ihr eine Monatskarte. Da ihr diese auch wirklich jeden Monat benötigt, seid ihr natürlich so schlau und schließt ein Abo ab, um Geld zu sparen. Vielleicht gibt es unter euch ja auch ein paar besonders gewiefte (und moralisch verwerfliche) Sparefrohs, die sich tatsächlich an einer Universität eingeschrieben haben, damit sie mit einem Semesterticket noch billiger wegkommen. Doch lohnt sich der Aufwand wirklich? Wir haben in fünf Städten die Monats-Abos den Studi-Tickets gegenüber gestellt.

Da ein Semesterticket für sechs Monate gilt, haben wir natürlich auch bei den Abo-Monatstickets den Preis für ein halbes Jahr berechnet. Der Semesterbeitrag beinhaltet sämtliche Gebühren und das Semesterticket.
Berlin

In Berlin würdet ihr lediglich 67,83€ (11,31€ im Monat) sparen.
München

Der Semesterbeitrag beinhaltet in Münchnen einen Solidarbeitrag von 59€ für das Semesterticket. Für diese 111€ dürfen dürfen die Studenten dann zwischen 18 und 6 Uhr die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Wer kein Vampir-Dasein führt und auch tagsüber fahren möchte, kann bei der MVV für 141€ die IsarCard Semester erwerben. Die Differenz beträgt hier also 105,50€ (17,58€ im Monat).
Dresden

Die Ersparnis in Dresden ist mit 42,70€ (7,12€ im Monat) ziemlich gering und den Aufwand nicht wert.
Hamburg

Bei einer möglichen gesparten Summe von 201,40€ (33,57€ im Monat), könnte man in Hamburg schon mal seine verwerfliche Seite zum Vorschein kommen lassen.
Frankfurt

Nachdem in Frankfurt der Semesterbeitrag ziemlich hoch ist, rentieren sich die gesparten 70,52€ (11,75€ im Monat) vermutlich nicht so recht.
Köln

In Köln könnt ihr mit 215,58€ (35,93€ im Monat) schon mehr sparen.
Stuttgart

Hier wird das selbe Prinzip wie in München verfolgt. Billig fährt, wer ab 18 Uhr fährt. Für Fahrten tagsüber muss ein zusätzliches Studi Ticket erworben werden. Außerdem ein Verbundpass. Bei einer Ersparnis von 176,47€ (29,41€ im Monat) würde sich der Aufwand allerdings lohnen.
Leipzig

Auch hier gilt das inkludierte Semesterticket nur abends, ab 19 Uhr. Bei Erwerb des zusätzlichen Tickets für die Stadt Leipzig zahlen Studenten lediglich 16,34€ (2,72€ im Monat) weniger.
Hannover

Wer in Hannover studieren möchte, muss tatsächlich noch Studiengebühren zahlen. Mit dem Semesterticket kommt ihr zwar nach Hamburg, Bremen und durch ganz Niedersachsen, aber das gleicht die Mehrkosten von 512,70€ (85,45€ im Monat) trotzdem nicht aus. Mit Beginn des nächsten Wintersemesters kommt auch Hannover in der Zukunft an und schafft die Studiengebühren ab.
Düsseldorf

Wenn ihr nur in Düsseldorf fahrt, spart ihr hier 103,73€ (17,29€ im Monat). Das Semesterticket hat allerdings eine wesentlich größere Reichweite.
Fazit

Ersparnis mit Semesterticket

Wenn wir mal überlegen, wie viel Geld wir in Schwachsinn investieren, merken wir schnell, dass der Aufwand für etwa zehn gesparte Euro zu groß ist. Bei Städten wie Köln sieht das allerdings anders aus. Hier lässt sich einiges sparen, falls die Uni euch will.

Nein, wir raten euch nicht zu einer Immatrikulation, um billiger mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Dieser Vergleich dient lediglich der Anschauung. Wer jetzt plant, sich einzuschreiben, dem sei gesagt: Bilde dich der Bildung wegen. Dann kannst du dir im Endeffekt bestimmt gleich zwei Monatstickets leisten.