Online Zahldienste im Vergleich

News von Maria am 05.05.2014

Zahlungsmöglichkeiten im Internet gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Dabei sollte man gerade seine Geldgeschäfte nicht irgendjemand anvertrauen, denn im Netz gilt trotz aller Freizügigkeit: Safety First. Aus diesem Grund stellen wir euch die wichtigsten Online Zahldienste einmal etwas genauer vor und zeigen dabei, was PayPal und Co. für Vor- und Nachteile haben.
PayPal
Paypal ist seit 1998 als online Bezahldienst verfügbar und wurde 2002 von eBay aufgekauft und in die eigenen Geschäftsinteressen integriert. Nichts desto trotz kann man PayPal heute in über 50.000 Online Shops nutzen und über 230 Millionen Kunden haben nach PayPal Angaben ein eigenes Konto angelegt.

PayPal ist im Internet eine sehr gern gesehene Bezahlmethode im Einzelhandel, besonders für Mittel- und Kleinbeträge. Das Gute bei PayPal ist nämlich, dass du dein bereits bezahltes Geld im Falle einer nicht erhaltenen Sendung oder anderer Komplikationen wieder zurückfordern kannst. Das schafft vor allen Dingen für die Privatkäufer ein enormes Sicherheitsgefühl. Zahlen muss für den Dienst übrigens nur der Besitzer des Online Shops, der PayPal anbietet, aber gerade kleinere Online Shops müssen die Gebühren oft auf den Kunden abwälzen. Dein PayPal Konto kannst du übrigens auf verschieden Weisen mit Geld versorgen. Das geht zum einen über das klassische Lastschriftverfahren, über die Kreditkarte oder über online Überweisungen mittels Giropay.

Ein großer Nachteil bei PayPal ist, dass das Unternehmen keine Bank im eigentlichen Sinne ist und daher keine Einlagensicherung gewährt ist. Du solltest dein PayPal Konto also nicht als normales Konto verwenden. Zudem ist es seit dem Patriot Act der USA vom Oktober 2001 für alle US-amerikanischen Geheimdienste möglich, alle PayPal-Daten ohne richterlichen Beschluss einzusehen, anzufordern oder zu speichern, was in puncto Datensicherheit wohl eher einige Minuspunkte darstellt.
Sofortüberweisung
Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dieser Bezahlmethode, um eine Art der Überweisung. Der Unterschied zu einer klassischen Banktransaktion ist der, dass du nicht direkt bezahlst, sondern über das Unternehmen Sofortüberweisung, das der Mittler zwischen deinem Bankkonto und dem Online Shop ist, in dem du bestellen möchtest.

©so funktioniert sofortüberweisung / WIKIPEDIA

Das Verfahren findet ihr mittlerweile in rund 25.000 Shops. Entscheidet ihr euch für Sofortüberweisung als Bezahlart, müsst ihr euer Land und eure Bankleitzahl oder BIC angeben. Ihr wählt eure Bank aus und werdet in den Login-Bereich von Sofortüberweisung geführt. Dort gebt ihr die Zugangsdaten eures Online-Bankings ein und autorisiert die Zahlung mit einer TAN. Eine Registrierung bei Sofortüberweisung ist nicht notwendig. Der Händler erhält danach eine Bestätigung, dass ihr bezahlt habt und kann die Ware sofort verschicken.

Dennoch ist diese Bezahlart nicht ganz unumstritten, gibt man doch sensible Bankdaten an Dritte weiter, wovor die Banken meist warnen.
Amazon Payments

© so funktioniert amazon payments / AMAZON PAYMENTS

Seit 2011 bietet der größte Online Versandhändler auch einen Bezahlservice an. Alles, was ihr dafür braucht, ist ein Amazon Kundenkonto und einen Online Shop, der diese Art der Bezahlung akzeptiert.

Das Bezahlen per Amazon Payments geht einfach und unkompliziert direkt über euer Benutzerkonto, in das ihr euch einloggen und dann die Bezahlung anweisen könnt. Der Online Shop, bei dem ihr einkauft, hat in diesem Moment keinen direkten Zugang zu euren Bankdaten und ihr könnt problemlos und bequem bezahlen. Die Nutzung von Amazon Payments ist kostenlos. Zusätzlich bietet Amazon einen Käuferschutz: die A-bis-Z-Garantie. Entspricht der bestellte Artikel nicht der Beschreibung oder gibt es Probleme bei der Lieferung, erstattet Amazon den Preis zurück.
Gutscheine und Geschenkkarten
Wenn du bereits einen bestimmten Online Shop im Blick hast, bei dem du einkaufen möchtest, dann kannst du online oder in vielen Supermärkten Wertkarten kaufen, die mit einem gewählten Guthaben aufgeladen sind. Diese Gutschein- und Geschenkkarten können dann im Online Shop direkt eingelöst werden. Meist funktioniert das über einen Code, den man auf der Karte freirubbeln muss. Diese Art der Bezahlung ist extrem sicher, da ihr eure Kontodaten nirgendwo eingeben müsst. Auch wenn euch die Karte abhanden kommt, kann euch maximal der aufgeladene Betrag verloren gehen. Zudem sind die Gutscheinkarten eine tolle Geschenkidee, die man unkompliziert und spontan erwerben kann. Gutschein- und Geschenkkarten kannst du zum Beispiel von IKEA, iTunes, Tom Tailor oder Media Markt kaufen und verschenken.

Bezahlen im Internet ist heute also leichter, als man denkt. Die mannigfaltigen Möglichkeiten, zwischen denen man wählen kann, sorgen dafür, dass jeder seine passende Bezahlart findet. Dennoch sollte man immer auf der Hut sein und niemals unnötig viele Daten preisgeben.

Artikelbild: ©Jorma Bork / PIXELIO