Zahlungsmethoden im Internet – Wie sicher sind sie?

News von Claudi am 05.03.2015

Wir alle machen es: Onlineshopping. Wenn es dann ans Bezahlen geht, stellt sich immer wieder die Frage, wie wir denn heute zahlen. Die unterschiedlichen Shops bieten verschiedene Möglichkeiten für die Bezahlung. So gut wie jeder von uns hat eine präferierte Zahlungsmethode, doch wirklich informiert darüber sind die wenigsten. Rechnung, Kreditkarte oder PayPal? Hier erfahrt ihr, wie ihr wirklich sicher zahlt. Außerdem zeigen wir euch, bei welcher Art sofort verschickt wird und bei welcher ihr auf euer heiß ersehntes Päckchen etwas länger warten müsst.

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flickr – © Daniela Hartmann (CC BY-NC-SA 2.0)

Wie sicher ist das Zahlen auf Rechnung?
Viele möchten die bestellten Waren lieber auf Rechnung bezahlen. Vor allem deshalb, weil sich eine Rücksendung so einfacher gestaltet und wir nicht warten müssen, bis uns das Geld erstattet wird. Wir können also erstmal herausfinden, ob wir mit der Ware tatsächlich zufrieden sind, bevor wir dafür zahlen. Doch nicht jeder Shop bietet diesen Service an. Falls ihr jedoch Glück habt, und den Kauf auf Rechnung tätigen könnt, befindet sich der Zahlschein meist in eurem Paket. Andere Händler arbeiten mit Anbietern für rechnungsbasierte Zahlungslösungen zusammen. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen wie Klarna, welche die Rechnung per Mail versenden. Zahlt ihr also über Klarna, vergesst nicht, euren Posteingang zu checken. Andernfalls könnten Mahngebühren anfallen.

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Ratenzahlung beim Online-Shopping
Die Ratenzahlung ermöglicht es uns, größere Anschaffungen zu tätigen, ohne auf unser Erspartes zurück zu greifen. So kann sie schnell mal der Retter in der Not werden, wenn zum Beispiel die alte Waschmaschine den Geist aufgibt. Habt ihr eine Ratenzahlung vereinbart, müsst ihr jeden Monat an dem vorgegebenen Termin einen Teil des Gesamtbetrags überweisen. Manche Shops bieten den Service direkt an, während andere wieder mit Klarna und ähnlichen Dienstleistern kooperieren. In jedem Fall ist mit Zinsen zu rechnen, die ne nach Laufzeit unterschiedlich hoch sind. Alternativ dazu bieten manche Händler auch eine 0 % Finanzierung an. Diese wird durch eine Zusammenarbeit mit Banken, wie beispielsweise der  Santander Consumer Bank, ermöglicht. Egal um welche Art der Finanzierung es sich handelt, an einer Bonitätsprüfung kommt ihr nicht vorbei.

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Sicher Zahlen mit der Kreditkarte?
Wollt ihr mit Kreditkarte zahlen, müsst ihr beim Kaufabschluss neben dem Kreditinstitut nur die Kartennummer, Gültigkeit sowie die Prüfnummer angeben. Deshalb müsst ihr vor allem bei dieser Zahlungsmethode darauf achten, ob die Seite, auf der ihr eure Informationen eintragt, auch wirklich sicher ist. Sonst könnte leicht jemand an eure Daten kommen und diese missbrauchen. Neben verschiedenen Gütesiegeln gibt es noch andere Kriterien, die aufzeigen, ob ein Shop als vertrauenswürdig gilt. Entscheidet ihr euch dafür, mit Kreditkarte zu zahlen, wird das Geld erst mit der nächsten Monatsabrechnung abgezogen. Im Falle einer Retoure dauert die Rückzahlung grundsätzlich länger als bei anderen Zahlungsarten. Es könnte passieren, dass diese erst mit der nächsten Kreditkartenabrechnung erstattet wird. Etwas anders sieht es bei Prepaid-Kreditkarten aus. Bei ihnen wird der Betrag direkt abzogen beziehungsweise erstattet.

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Zahlen mit PayPal, Google Wallet und Co.
Über die Jahre hat sich PayPal als der Online-Bezahldienst etabliert. Das liegt vor allem daran, dass wir durch den Käuferschutz von PayPal zusätzlich abgesichert sind. Über diesen können wir unter anderem nicht erhaltene Artikel melden und so unser Geld zurück fordern. Wählen wir PayPal als Zahlungsmethode, werden wir im Bezahlvorgang auf die Homepage des Dienstleisters weitergeleitet. Dort haben wir im Zuge der Verifizierung bereits unsere Bank- oder Kreditkartendaten hinterlegt. Die Zahlung erfolgt je nach Einstellungen über Kreditkarte, Lastschrift oder PayPal-Guthaben, ohne dass der Händler unsere Daten zu sehen bekommt. Inzwischen gibt es einige Dienste, die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren, oder sogar noch vielseitiger sind. Dazu zählen Google Wallet, Amazon Payments, Skrill, ClickandBuy sowie Yapital. Wirklich präsent sind diese hierzulande jedoch noch nicht.

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Schnell zahlen mit der SOFORT Überweisung und giropay
Genauso komfortabel wie das herkömmliche Online Banking sind Zahlungsmethoden wie die SOFORT Überweisung und giropay. Auch hier werdet ihr im Zuge des Bezahlvorgangs auf die Homepage des Dienstes weitergeleitet, wo ihr euch mit euren Onlinebanking Zugangsdaten anmelden könnt. Um den Betrag freizugeben, müsst ihr auch hier einen TAN eingeben. Die Bezahlung erfolgt sofort und selbst wenn das Geld nicht direkt auf dem Konto des Händlers eingeht, erhält dieser eine Benachrichtigung darüber. Auch wenn die SOFORT Überweisung TÜV-geprüft ist, raten einige Banken ihren Kunden von der Nutzung ab, da im Falle eines Schadenfalls keine Haftung übernommen wird.

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Beim Online-Shopping per Lastschrift zahlen
Wählt ihr die Zahlung per Lastschrift, ermächtigt ihr den Shop, den Betrag von eurem Konto abzuziehen. Dies kann bis zu fünf Tage dauern. Demnach dauert es auch ein wenig, bis die Ware versendet wird. Dennoch bieten viele Shops neben der Zahlung per Kreditkarte nur das Lastschriftverfahren an.

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Vorsicht bei der Zahlung per Vorkasse
Entscheidet ihr euch dafür, per Vorkasse zu zahlen, müsst ihr den betrag unmittelbar nach der Bestellung an den Händler überweisen. Es geht also ähnlich von Statten, wie bei der SOFORT Überweisung. Nur ist die Zahlungsart nicht direkt in den Bestellvorgang eingebunden, weshalb es etwas länger dauert. Versendet wird nämlich erst, wenn das Geld auf dem Konto des Händlers eingeht. Da ihr hier nicht abgesichert seid, solltet ihr auf jeden Fall eingehend prüfen, ob der Shop auch seriös ist, bevor ihr eine Überweisung tätigt. Alles in allem lässt sich sagen, dass die Methode eher unsicher ist und es länger dauert, bis die Ware versendet wird. Aber immerhin einen Vorteil hat sie: Manche Shops gewähren bei der Zahlung per Vorkasse fünf Prozent Rabatt auf den Einkauf.

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Sicher Zahlen per Nachnahme – Mit zusätzlichen Gebühren
Zahlt ihr per Nachnahme, genießt ihr mehr Sicherheit als bei der Vorkasse. Hier übergebt ihr den entsprechenden Betrag direkt an den Lieferanten. Ihr müsst euch also nicht darum sorgen, das Paket nicht zu erhalten. Allerdings habt ihr hier nicht den Luxus, die Ware vor der Bezahlung erstmal zu prüfen, wie ihr es bei dem Kauf auf Rechnung machen könnt. Außerdem kommen bei der Nachnahme zusätzliche Gebühren um die sechs Euro zu den etwaigen Versandkosten. Wollt ihr dennoch per Nachnahme zahlen, solltet ihr den Betrag passend in bar zu Hause haben. Die Zusteller akzeptieren in der Regel keine EC Karte oder dergleichen.

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