Wer hat an der Uhr gedreht? – Zeitumstellung 2016

News von Birgit am 29.10.2016

Und wieder einmal ist es soweit: Die zweite Zeitumstellung 2016 ist da und damit die Winterzeit! Gefühlt ist sie das ja schon länger – immerhin wurde die Wollmütze schon rausgekramt und die ersten Infekte bekämpft – ab diesem Wochenende ist sie es aber ganz offiziell, wenn die Uhren wieder eine Stunde zurückgestellt werden.

Quelle: Schutterstock / Galyna Andrushko
Quelle: Shutterstock / Galyna Andrushko

Wann werden die Uhren umgestellt?

Die Frage “Waaas, die Zeit wird schon wieder umgestellt? Wann denn??” taucht jedes Jahr wieder auf und führt immer zu Verwirrungen. Diesmal wird auf die Winterzeit umgestellt und zwar an diesem Sonntag, dem 30. Oktober 2016. Um 3:00 nachts werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt auf 2:00. Das heißt, wir können alle eine Stunde länger schlafen!

Auch wenn man sich jedes Jahr aufs Neue von der Zeitumstellung überrumpelt fühlt, findet sie tatsächlich regelmäßig statt. So wird am letzten Sonntag im März von Winter- auf Sommerzeit umgestellt um am letzten Sonntag im Oktober wieder von Sommer- auf Winterzeit.

Quelle: Shutterstock / Alena Ozerova
Quelle: Shutterstock / Alena Ozerova

Wie kann ich mir das merken?

Um sich zu merken, wie genau die Uhren zur Sommer- oder Winterzeit umgestellt werden, gibt es viele verschiedene Eselsbrücken. Die einfachste ist diese her:

Im Winter hinter, im Sommer vor.

Das heißt, für die Winterzeit werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt, also von 3:00 auf 2:00, wodurch wir kurzfristig eine Stunde des Tages gewinnen. Für die Sommerzeit dagegen werden die Uhren eine Stunde vorgestellt, also von 2:00 auf 3:00, wodurch wir dann eben kurzfristig eine Stunde verlieren.

Quelle: Shutterstock / Stokkete
Quelle: Shutterstock / Stokkete

Warum werden die Uhren eigentlich umgestellt?

Grund für die Zeitumstellung ist die Einführung der Sommerzeit zusätzlich zu unserer standardmäßigen Mitteleuropäischen Zeit (MEZ), die seitdem als Winterzeit betitelt ist. Zwischen 1916 und der Nachkriegszeit wurde die Sommerzeit in Deutschland mehrmals eingeführt und wieder abgeschafft, bis 1980 in Ost- und Westdeutschland unsere heute gültige Sommerzeit in Kraft getreten ist. Diese ist übrigens im Gesetz über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung festgelegt.

Quelle: Shutterstock / Egorov Artem
Quelle: Shutterstock / Egorov Artem

Ausschlaggebend dafür war die Ölkrise von 1973: Die Preise für Öl stiegen dadurch rasant, so dass man versuchte, Energie zu sparen. So war es nämlich länger hell und die Menschen mussten erst später das Licht anschalten. Studien haben aber ergeben, dass das im Endeffekt wirkungslos war, weil man dafür früher am Morgen mit dem Heizen beginnen musste. Darüber hinaus wollte sich Deutschland durch die Einführung der Sommerzeit zeittechnisch an die europäischen Nachbarländer im Westen anpassen, die die Sommerzeit schon früher nach der Ölkrise ebenfalls aus energiepolitischen Gründen eingeführt hatten. Das sollte unter anderem den Handel und Verkehr vereinfachen.

Quelle: Shutterstock / Adriatic Foto
Quelle: Shutterstock / Adriatic Foto

Probleme

Was viele an der Zeitumstellung ärgern dürfte ist, dass sie sich zwar nicht auf die Energie und auf deren Einsparung auswirkt, dafür aber auf den menschlichen Körper und dessen innere Uhr. Vor allem, wenn von Sommer- auf Winterzeit umgestellt und es damit früher dunkler wird, sind viele von uns weniger gut gelaunt und reizbarer, fühlen sich schlapp und energielos. Andere haben in den Tagen bis Wochen nach der Zeitumstellung Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen, wodurch sie sich dann auch tagsüber müde und schläfrig fühlen. Dazu kommt dann auch noch, dass man sich wegen Schlafmangels und Müdigkeit auch sehr schwer tut, sich auf seine Aufgaben zu konzentrieren.

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Das ist ja schon nervtötend und belastend genug, für manche kommt es aber noch dicker: Die Zeitumstellung kann in schweren Fällen auch zu Schwankungen der Herzfrequenz und Herz-Rythmus-Störungen führen und das Risiko eines Herzinfarkts erhöhen.

Wie komme ich besser mit der Zeitumstellung 2016 zurecht?

Wenn man weiß, dass man regelmäßig das ein oder andere Problem mit der Zeitumstellung hat, kann man versuchen, sich so gut wie möglich darauf vorzubereiten.

Dir macht es gute-laune-technisch zu schaffen, dass es so früh dunkel wird und du nach Feierabend nichts mehr von deinem Tag hast? Dann nimm dir bewusst schöne Sachen vor! Triff dich mit Freunden in eurer Lieblingskneipe, geh ins Kino, oder kuschel dich zuhause mit einer schönen Tasse heißer Milch mit Honig auf die Couch. Lies dein Buch weiter oder guck deine aktuelle Serie weiter. Gönn dir ein bisschen TLC für die Seele!

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Wenn du schlecht einschlafen kannst, nimm doch ein schönes warmes Bad oder mach ein paar Entspannungsübungen am Abend, das wirkt oft Wunder. Auch ein heißer Aufguss mit Baldrian oder Lavendel kann dabei sehr gut helfen.

Und ganz wichtig: Raus gehen! Frische Luft gibt dir einen wunderbaren Sauerstoff-Kick, der dich so manches Müdigkeitstief überwinden lässt. Reservier doch mal 10 Minuten deiner Mittagspause für einen flotten Spaziergang um den Block, dann fühlst du dich gleich für den Nachmittags-Endspurt erfrischt. Dazu bekommst du noch eine Portion rares Tageslicht, also nichts wie her mit dem Mantel und der Wollmütze!

Quelle: Shutterstock / Kichigin
Quelle: Shutterstock / Kichigin