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Natürliches Labeling: Licht statt Plastik aufs Gemüse!

 3. Juli 2018
Katrin in Shopping Hacks
Nature & More revolutioniert gemeinsam mit der schwedischen Supermarktkette ICA den Lebensmittelmarkt. Anstatt auf Plastikverpackungen setzt man zukünftig auf natürliches Labeling - und ersetzt dadurch millionenfach Kunststoffverpackungen durch simples Licht.

Transparenter Vertrieb  - Transparente Labels

Nature & More ist ein internationales Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden. Es handelt sich hierbei um die mehrfach preisgekrönte Handelsmarke von Eosta, und die wiederum ist einer der Weltmarktführer in Sachen Bio-Obst und -Gemüse. Und färbt mittlerweile auch auf die Bio-Zertifizierung von netto und Rewe ab! So verkaufen nicht nur die besten Bio-Supermärkte nachhaltiges und gesundes Gemüse.

Für nachhaltigen Umweltschutz: Nature & More. Copyright Nature & More

Die Marke Nature & More wurde gegründet mit dem Ziel, der stetig steigenden Nachfrage nach gesundem und fair gehandeltem Bio-Obst und Bio-Gemüse nachzukommen. Dank eines transparenten Systems kann der Verbraucher die Herkunft seines Produkts bis zum Erzeuger zurückverfolgen, die bewusste Kaufentscheidung wird gefördert und ein besonderes Bewusstsein für die Umwelt geschaffen. Und nun hat Nature & More es sich also zur Aufgabe gemacht, die unnötigen Kunststoffverpackungen aus den Obst-und Gemüseregalen dieser Welt zu verbannen - mit der Hilfe von Licht.

Siegelkunde

Jedem von uns ist beim Einkaufen sicher schon aufgefallen, dass Obst und Gemüse unnötig oft in Plastikfolie steckt. Und gerade Bio-Obst ist, verglichen mit seinen "normalen" Verwandten, überproportional oft in Kunststoff gehüllt. Das liegt nicht nur an der vermeintlichen Hygiene oder vorbestimmten Packungsgröße, sondern sehr oft am, an sich guten, Bio-Siegel. Selbiges muss nämlich gut sicht- und haltbar auf dem Produkt angebracht sein, um es von seinen konventionellen Artgenossen unterscheiden zu können. Und das geht natürlich um einiges einfacher, wenn man Banane, Gurke und Co. direkt in Plastikfolie mit aufgedrucktem Bio-Logo wickelt. Kleine Aufkleber können eine Alternative und ein erster Schritt hin zu weniger Verpackungsmüll sein, sind auf Dauer jedoch auch keine Lösung, benötigt man für ihre Herstellung doch ebenfalls Papier, Farben, Wasser, Kleber und Lacke.

Natürliches Labeling

Dank dem natürlichen Labeling ist es nun aber möglich, ein Bio-Siegel aufs Produkt zu bringen, ohne dafür auf Verpackung jeglicher Art zurückgreifen zu müssen. Mit einer Art "Laser" wird die äußere Schicht Pigmente aus der Schale der Frucht entfernt, der Lichtstrahl "tätowiert" sozusagen den gewünschten Text, das jeweilige Logo, die wichtigen Informationen ins Gemüse. Da nur die äußerste Schicht behandelt wird und außer natürlichem Licht nichts weiter zum Einsatz kommt, hat das natürliche Labeling keinerlei Einfluss auf den Geschmack oder die Haltbarkeit des Produkts, oder auf die Gesundheit des Konsumenten. Selbst der gelabelte Bereich der Schale kann, beispielsweise bei einem Apfel, bedenkenlos mitgegessen werden.

Der Avocado geht ein Licht auf

Süßkartoffeln und Avocados sind die ersten Gemüsesorten, die ohne Plastikverpackung und mit Licht-Label in die schwedischen ICA Supermärkte kommen. Allein am Beispiel der Avocados heißt das: jährlich über 725 000 Plastikverpackungen, über 2042 kg Plastik weniger. Und das nur für die Avocado, und auch nur für die der schwedischen ICA Märkte.

Copyright Netto

Wie viel Plastik sich durch natürliches Labeling weltweit einsparen ließe, kann man sich kaum vorstellen... Der netto-Supermarkt fängt auf jeden Fall aktuell (Juli 2018) schon einmal mit den Bio-Gurken an! Wir finden: Unterstützenswert!