Schock zum Jahresbeginn? So könnt ihr Nebenkosten sparen.

Sparen von Daniel am 24.01.2017

Ihr seid beim Anblick eurer Nebenkosten-Abrechnung mal wieder aus allen Wolken gefallen? Gutscheinpony verrät dir, wie du das fürs nächste Mal vermeidest und Nebenkosten sparen kannst. Nicht immer ist es einfach Inkonsequenz oder Nachlässigkeit, die die Preise in ungeahnte Höhen schießen lassen, es gibt auch Tricks, die man erstmal kennen muss.

Jedes Jahr schauen wir der kommenden Nebenkostenabrechnung mit Schrecken entgegen, vor allem zu Beginn des Jahres stehen Rechnungen obligatorisch ins Haus – und damit geht nicht selten ein sehr flaues Gefühl im Magen einher.

nebenkosten sparen boiler

Nebenkosten sparen durch richtiges Heizen

Ein Großteil der Nebenkosten besteht aus Heizkosten, welche zum Beispiel durch alte, undichte Fenster sehr stark steigen können. Auf Dauer kann es kostensparender sein, die Fenster gegen luftdichte Varianten austauschen zu lassen. Sprecht einfach euren Vermieter darauf an. Auch richtiges Lüften fördert die Effizienz des Heizens: Öffnet mehrmals täglich die Fenster für etwa 10 Minuten und schließt dabei die Ventile der Heizung.

Nebenkosten sparen durch Heizen

Ein sehr häufiger Fehler ist es, die Heizung komplett auszuschalten, während man nicht zu Hause ist, was allerdings ein Trugschluss ist. Um die ausgekühlte Wohnung wieder aufzuheizen ist viel mehr Energie nötig, als beim Aufrechterhalten einer konstanten Temperatur. Ihr solltet vielmehr dafür sorgen, dass die Temperatur nicht unter 18 Grad fällt.

Nicht zu warm heizen

Wenn ihr zu Hause seid, solltet ihr die Wohnung nicht wärmer als 21 Grad halten. Laut MINEKO, dem Service zur Überprüfung von Mietnebenkosten erhöht jedes weitere Grad erhöht die Heizkosten um ungefähr sechs Prozent.

Trockner - Nebenkosten sparen

Stromvernichter eliminieren

Des Weiteren solltet ihr besonders gierige Stromfresser im Haushalt komplett ausschalten können und sie mit einer abschaltbaren Steckdosenleiste verstehen, falls das nicht möglich ist. Zudem verbraucht ein Laptop jährlich etwa 50€ weniger Strom als ein Desktop-Computer und ihr könnt damit deutlich besser Nebenkosten sparen. Beim Waschen ist das Vorwäscheprogramm meistens nicht nötig, die Wäsche wird auch ohne sauber genug. Wahre Stromvernichter sind außerdem Wäschetrockner, die ihr nur im äußersten Notfall benutzen solltet. Die Wäsche an der Luft zu trocknen, ist auch viel besser für eure geliebten Kleidungsstücke.

Duschen statt Baden

Wenn ihr Nebenkosten sparen wollt, solltet ihr es beim Duschen belassen, wenn es um Körperpflege geht. Da Wasser nicht nur verbraucht, sondern meistens auch durch Energiezufuhr erhitzt wird, macht sich nachlässiger Umgang damit gleich in doppelter Hinsicht negativ im Geldbeutel bemerkbar. Im Gegensatz zu einem Vollbad von 120 Litern verbraucht eine fünf Minuten lange Dusche mit einem Sparkopf etwa 30 Liter.

Nebenkosten sparen - dusche

Auch beim Spülen könnt ihr Nebenkosten sparen

Auch beim Spülen lässt sich bequem Wasser sparen, indem man Durchfluss-Begrenzer einbaut, die zwar für einen stabilen Druck sorgen, aber nur sechs Liter pro Minute durch den Wasserhahn fließen lassen. Durch tropfende Wasserhähne können jährlich mehrere Tausend Liter Wasser verloren gehen. Sobald es also tropft, solltet ihr sofort die Dichtungen wechseln.

Weitere Möglichkeiten, Wasser zu sparen

Sowohl beim Spülen, als auch beim Waschen gilt: Maschinen erst laufen lassen, wenn sie ganz voll sind. Zum Vorspülen von Geschirr könnt ihr statt frischen Leitungswassers, wann immer möglich auch Nudel – oder Gemüsekochwasser verwenden. In der Regel reicht anschließend der Öko-Spülvorgang aus, um alles sauber zu bekommen. Beim Waschen muss man mit gutem Waschmittel weder brühend heiße Temperaturen einstellen, um die Wäsche sauber zu bekommen, noch stundenlang die Trommel rühren. Auch eine Spartaste am Spülkasten der Toilette spart pro Spülvorgang bis zu drei Liter Wasser und hilft euch wesentlich beim Nebenkosten Sparen.

Gebot der Wirtschaftlichkeit

Euer Vermieter darf euch nur tatsächlich erforderliche Betriebskosten in Rechnung stellen. Der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit muss berücksichtig werden, das ist sogar gesetzlich festgelegt. Entsprechen Ausgaben nicht der üblichen Norm, könnt ihr die Höhe beanstanden. Wenn Treppen, Keller oder Hausgänge unverhältnismäßig oft gereinigt werden, könnt ihr euch beschweren.

nebenkosten sparen im Haushalt

Vermieter mit Putzfimmel

Beispielsweise zu hohe Reinigungskosten, wenn Treppen, Keller oder Hausgänge mit unangemessenem Aufwand oder zu häufig gereinigt werden. Grundsätzlich muss es ausreichen, wenn einmal in der Woche Treppenhaus und Flur gesäubert werden.  Der Deutsche Mieterbund veröffentlicht jedes Jahr einen Betriebskostenspiegel, der euch eine Vergleichsmöglichkeit bietet.

Nebenkosten steuerlich geltend machen

Teilweise könnt ihr Nebenkosten auch steuerlich absetzen, eine Information, die sich auch noch nicht hinreichend weit verbreitet hat. Hausmeister- und Schornsteinfegerkosten, sowie die Instandhaltung von Außenanlagen und Hausreinigungsarbeiten. Fahrt- und Arbeitskosten für diese Tätigkeiten muss der Vermieter von Materialkosten getrennt angeben, da letztere steuerlich nicht berücksichtig werden können. Tut er das nicht, dürft ihr nachhaken. So lassen sich Nebenkosten sparen, nachdem ihr sie schon bezahlt habt.

Niedrige Kosten sind oft ein Trick

Oft setzen Vermieter Vorauszahlungen auch niedriger an, als es den tatsächlichen Umständen entspricht, um Mieter anzulocken. Um hier nicht in die Falle zu tappen, solltet ihr euch gleich von Anfang an über die mögliche Kostenhöhe informieren. Vermieter sind seit dem Jahre 2014 verpflichtet, den Energieausweis einsehen zu lassen. Wenn der Vermieter nichts zu verbergen hat, sollte auch eine Einsicht in seine Unterlagen kein Problem sein, verpflichtet ist er dazu jedoch nicht. Überdies könnt ihr zum Beispiel auch einfach Nachbarn um Infos bitten.