Gaming On-Demand – Nach guter Netflix-Manier

Unterhaltung von Jennifer am 25.09.2015

Netflix dürfte mittlerweile so ziemlich jedem bekannt sein. Das Unternehmen ist für den Verleih und die Produktion von Filmen und Serien verantwortlich. Was 1997 lediglich als Online-Videothek das Licht der Welt erblickte, transformierte im Jahre 2007 zum Video On-Demand Portal und hat sich seither hervorragend in den digitalen Alltag integriert – und das auch noch erfolgreich.

Das sogenannte „On-Demand“-Modell erfreut sich zunehmender Beliebtheit und ist in den unterschiedlichsten Branchen vertreten. In ähnlicher Form können wir es bereits auch im Gaming-Bereich finden: Ob Xbox Live, Playstation Network oder Electronic Arts’ EA-Access. Monatliche Kosten und die Möglichkeit, eine Vielzahl an Spielen zu nutzen. Allerdings lässt hier der quantitative Aspekt zu wünschen übrigt. Das Angebot ist oft von der Menge her oder auch zeitlich begrenzt – stark eingeschränkt könnte man auch sagen.

EA Access

Das will Electronic Arts jetzt ändern und auch das bestehende EA-Access-Modell optimieren. Die Auswahl der Spiele soll deutlich ansteigen und sich nicht nur auf EA-Titel beschränken. Die Denker des Unternehmens ziehen in Erwägung, auch namhafte Kollegen, wie zum Beispiel Take-Two, Activision, Bethesda und Ubisoft, mit ins Boot zu ziehen. Das dürfte für die Gamer recht interessant werden; wäre da nicht dieser unüberwindbare Drang, einen Titel direkt zum Release zu spielen. Das „On-Demand“-Projekt von Electronic Arts würde die Games nämlich erst einige Wochen oder gar Monate nach dem Release zur Verfügung stellen (können).

Nichts desto trotz, stürzt sich EA locker-flockig und munter in eine Umfrage, die Aufschluss über die zahlende Kundschaft geben soll. Folgendes Ergebnis wurde also auf IMGUR präsentiert: Zwischen 5 und 15 US-Dollar sind für die Jungs und Mädels am PC akzeptabel – das schreit ja förmlich nach einem Staffel-Angebot.

controllercreator
© controllercreator

Ihr habt richtig gelesen; Jungs und Mädels am PC. Diskriminierung auf digitalem Niveau: Konsolenspieler werden bei diesem Projekt gar nicht erst erwähnt – die Thematik beschränkt sich lediglich auf die PC-Gemeinde. Frech, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Es steckt ja scheinbar alles noch in Kinderschuhen.

Und wie es in der Welt der Medien und virtuellen Realität so oft der Fall ist, surft die Spekulation auf einer riesigen Welle, der öffentlichen Stellungnahme davon – die lässt noch auf sich warten. Ich bin gespannt.