4. Januar 2017
Isabel in Unterhaltung

Spotify Jahresrückblick 2016 – oder die Drake-Show

Eigentlich dachte man, dass 2015 DAS Jahr für den kanadischen Rapper Drake gewesen sei, führte er doch damals schon sämtliche Spotify-Charts an! Doch dann kam 2016 und klatschte den anderen üblichen Verdächtigen wie Justin Bieber, Rihanna, Beyoncé und Lady Gaga noch mehr Zahlen und Drake-Rekorde um die Ohren. Im Spotify Jahresrückblick 2016 zeigt der Streamingdienst

Eigentlich dachte man, dass 2015 DAS Jahr für den kanadischen Rapper Drake gewesen sei, führte er doch damals schon sämtliche Spotify-Charts an! Doch dann kam 2016 und klatschte den anderen üblichen Verdächtigen wie Justin Bieber, Rihanna, Beyoncé und Lady Gaga noch mehr Zahlen und Drake-Rekorde um die Ohren.

Spotify Jahresrückblick 2016_Kopfhörer_Shutterstock_Vadim Georgiev_Titel

Im Spotify Jahresrückblick 2016 zeigt der Streamingdienst mit über 100 Millionen Nutzern, welche Songs, Künstler und Bands in welcher Region der Welt am häufigsten gehört wurden. Der Musik-Dienst gibt zu jeder Erhebung eine Liste und die passende Playlist heraus – liefert euch also genau den Jahresrückblick, den ihr euch gewünscht habt. Wer selbst Spotify-Nutzer ist, kann sich über seinen eigenen, persönlichen Jahresrückblick 2016 freuen. Den erstellt Spotify anhand eurer das Jahr über gehörten Songs.

Ist dort kein Drake oder wenigstens Rihanna enthalten, seid ihr entweder total individuell und Anti-Mainstream, oder aber ihr habt keine Ahnung – zumindest, wenn man den Zahlen Glauben schenken mag. Neben den meistgehörten Songs und Musikern kürte Spotify aber auch die meistgehörten Hörbücher und Hörspiele.

(Quelle: Spotify)
(Quelle: Spotify)

Spotify Jahresrückblick 2016: Drake ist meistgestreamter Künstler in der Welt

Drake nicht zu kennen, scheint im Jahr 2016 fast ein Verbrechen zu sein. Der kanadische Rapper räumte nicht nur einen Preis nach dem anderen ab, er bricht auch einen Rekord nach dem anderen. So führt er den Jahresrückblick des Streamingdienstes bereits zum zweiten Mal hintereinander an. Mehr als 4,7 Milliarden Streams waren für Drake 2016 der Schlüssel zu Platz 1 der meistgestreamten Künstler weltweit. Mit insgesamt mehr als 8,7 Milliarden Streams weltweit ist Drake aber auch der meistgestreamte Künstler aller Zeiten auf Spotify.

 

Jetzt könnte sich der Rapper damit ja schon getrost zufriedengeben, aber nein! Mit seinem Song „One Dance“ sichert sich Drake auch noch den meistgestreamten Song im Jahr 2016 und wer hätte das gedacht, stellt er damit auch gleich noch einen Rekord auf: Als erster Song auf Spotify überhaupt, erreichte „One Dance“ eine Milliarde Plays! Weltweit führt Drake aber nicht nur als meistgestreamter Künstler und mit dem am häufigsten gespielten Song, sondern auch in den Album-Plays. Seine Platte „Views“ landete auf Platz 1, vor Justin Biebers „Purpose“. In Deutschland geht der Album-Thron an Bieber, dicht gefolgt von Drake. Diese Kanadier.

Berlin hat seinen eigenen Spotify Jahresrückblick 2016

Für rbb 24 hat Spotify auch aufgeschlüsselt, welche Songs, Bands und Musiker in Berlin der absolute Renner im Jahr 2016 waren. Spoiler-Alarm: Es ist Drake…

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Im gesamten Berliner Stadtgebiet ist er vor Rihanna und Justin Bieber die Nummer 1., auch sein Song „One Dance“ ist wieder auf Platz 1 gelandet. So individuell wie sie glauben, sind Berliner dann eben doch nicht. Platz zwei der meistgehörten Songs belegt Alan Walker mit „Faded“ vor Sia mit „Cheap Thrills“. Auf Platz 5 der meistgestreamten Musiker in Berlin landeten 2016 übrigens K.I.Z. – die Rapper haben in Berlin allerdings auch Heimspiel.

Und überhaupt sind die Rapper in der deutschen Hauptstadt ziemlich gut dabei. In den Top 30, der meistgehörten Musiker in Berlin sind sage und schreibe sechs deutsche Rapper dabei, darunter auf Platz 11 Alligatoah, auf Platz 13 Kollegah, Kontra K landet auf der 16 und Rapper Cro auf der 30.

In jedem Berliner Bezirk, außer Treptow-Köpenick, hören Nutzer des Streamingdienstes Drake am meisten. Lediglich der Bezirk im Südosten der Stadt ist in erster Linie K.I.Z-Hörer. Was positiv auffällt, ist der Musikgeschmack der Neuköllner. Okay, auch die hören Drake und Rihanna rauf und runter, aber eben auch The Beatles, David Bowie und Radiohead. Old but Gold!

Die drei Fragezeichen sind Newcomer und Abräumer zugleich

Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews sind erst seit 2016 auf Spotify und damit absolute Streaming-Newcomer. Sie wurden aber von Fans sehnlichst erwartet und prompt in Deutschland so oft gehört, dass sie den Spotify Jahresrückblick 2016 in der Kategorie Hörbücher und Hörspiele anführen. Wer kann schon nein sagen, wenn die drei Fragezeichen als kostenlose Hörbücher zum Streaming zur Verfügung stehen? Hinter sich haben „Die drei ???“ die direkte Konkurrenz gelassen. TKKG, Fünf Freunde, Sherlock Holmes und Bibi Blocksberg – allesamt vor allem bei jungen Menschen beliebt.

Und was machen eigentlich die Frauen der Schöpfung?

Die sind leider stark in der Unterzahl! Gerade einmal Rihanna und Sia halten weltweit in den meistgehörten Songs die Fahne der weiblichen Vertreterinnen hoch – und wir fragen uns, wo ist Queen Bey, wenn man sie braucht…

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Rihanna belegt mit ihrem Song „Work“ Rang 4 der Top-Songs, Sia mit „Cheap Thrills“ Platz 5. Generell ist RiRi, wie sich Rihanna auch gern mal selbst nennt, die meistgehörte Künstlerin des Jahres 2016. Ihr Album „ANTI“ schafft es weltweit immerhin hinter Drake und Justin Bieber auf Platz 3 der Top-Alben. In Deutschland sieht das Ganze noch verheerender aus. Einziger weiblicher Platz in den Top 5 der Songs, Alben und Künstler geht hier an Rihannas „ANTI“-Album auf Rang 5 der Longplayer.

2015 hörten Spotify-Nutzer weltweit übrigens auch am häufigsten Rihanna unter den musikalischen Frauen. Aber auch damals schon musste sie sich Drake geschlagen geben. Während weltweit also ein ähnliches Bild in 2015 auf 2016 herrschte, musste sich in Deutschland vor allem Ed Sheeran vom Thron stoßen lassen. Der sympathische Engländer war noch im Jahr 2014 der meistgestreamte Künstler weltweit, 2015 immerhin noch der meistgestreamte Künstler in Deutschland – vor K.I.Z. und Robin Schulz.