Von Walkmännern, iPods und Schallplatten..

Unterhaltung von Claudia am 14.11.2011

© Markus Hein / pixelio.de

Aufgrund eines Artikels über Kopfhörer kam mir wieder der Sony Walkman in den Sinn. Dieses Geschöpf der 80er Jahre hat sich die kompletten 90er durchgehend gehalten und man kommt einfach nicht an ihm vorbei. Er hat der Einführung der CD und des tragbaren Players getrotzt. Der Tragbare CD Player konnte auch nach Jahren noch nicht so überzeugen. Für viele war er auch einfach zu groß und klobig. Und die Technik war auch nicht so ausgereift. Erinnern wir uns an den sogenannten Schlag. Die CD sprang bei Bewegungen und man musste entweder neu Laden oder die CD hing bei einem anderen Lied. Das waren noch Zeiten, wo man eine Compact Disc aus der Hülle nahm und sich die Unterseite ansah, um die Kratzer oder schlieren weg zu wischen. So etwas blieb einem ja beim Walkman erspart. Da hat man einfach die Kassette eingelegt, auf Play gedrückt und konnte ohne Probleme loslaufen. Was dann jedoch zu erschrockenen Blicken führte, war der bekannte Bandsalat. Den hat jeder einmal gehabt und in den Wahnsinn getrieben. Man wollte ja die Kassette heil herausbekommen. Ach und ich denke gerne an meine operativen Kassetteneingriffe zurück um das gerissene Band wieder zusammen zukleben. An diesen selbst aufgenommenen Tapes war ja Herzblut und man tat alles, um sie am Leben zu erhalten. Aber auch die CD gehört so langsam zu den Antiquitäten. Diese tolle silberne Scheibe hat uns alle durch die 90er begleitet. Aber wer geht schon in den Musikladen und hört noch Compact Discs durch? Man macht das heute doch eher von Zuhause aus. Gemütlich auf der Couch hört man Musik durch und downloadet diese direkt. Oder aber man bestellt sich die CD dann bei einem Online-Händler.

Auch ist in den letzten Jahren die Anzahl der Musikportale enorm gestiegen. Am bekanntesten und sehr erfolgreich ist dabei ITunes von Apple. Man hat schließlich keine Wahl und muss sich ITunes herunter laden wenn man den IPod nutzen möchte. Entziehen kann man sich dem nicht. Man kann nur mithilfe von ITunes die Tracks, die man gerne auf dem Player haben möchte, hören. Auch besteht die Möglichkeit direkt auf das Musikportal ITunes zuzugreifen und für wenige Cents sich Lieder herunter zu laden. Das Tolle dabei ist, das die Genres ganz unterschiedlich sind und man eine Riesenauswahl hat. In der Vergangenheit war es immer noch so, dass Major Labels und Independent Label auf unterschiedlichen Seiten aktiv waren. Nun tummelt sich auch wirklich jeder auf den großen Musikplattformen, da man dabei einen großen Konsumentenkreis erreicht. Auch geht es noch viel weiter in die Vergangenheit wenn man sich die LP und EPs ansieht. Seit Langem nur noch in der DJ-Szene und bei Musikliebhabern gern gesehen, kommt es durch die Digitalisierung immer mehr zu einem Dilemma. Denn die DJs legen immer mehr mit Laptop auf.

© Markus Hein / pixelio.de

So müssen sie zum einen nicht so schwer tragen, denn so ein Plattenkoffer wiegt schon ganz schön, zum anderen sind sie viel flexibler. Denn abhängig von der Stimmung im Club kann man andere Stücke spielen als die man sich Zuhause für das Set herausgesucht hatte. Auch ein Argument für das Digitale Auflegen ist das Platten im Vergleich sehr teuer sind. Auch erhält man nichtmehr alles auf Vinyl. Es ist ja so, dass zum Beispiel durch ‚Beatport‘ jeder seine Musik hereinstellen kann und jeder auch die Möglichkeit hat dieses dort zu kaufen. Da eine Pressung oftmals viel teurer ist, sehen einige Musiker davon ab. Schaue ich mir zum Beispiel die Platz eins Vinyl auf ‚Decks‘ an, mit einem Preis von 8,49€ oder aber den Download auf ‚Beatport‘ an, von dem einen Track mit einem Betrag von 1,30€ angeboten wird, sieht man einen extremen Unterschied. Natürlich sagen Musikliebhaber und DJs das nichts über eine Vinylplatte geht. Aber durch die steigenden Absatzzahlen von Musikdownloads wird sich da wohl so einiges ändern.  Jedoch wurde auch die CD schon öfter tot beschworen und es gibt die ja immer noch. Und womöglich wird es sie auch weiterhin geben. Denn bei dem digitalen Herunterladen von Musik fehlt vielen Leuten das Gefühl, etwas gekauft zu haben. Da man ja nichts so wirklich in der Hand hat. Auch ist es ja so, dass kaum Booklets zur Verfügung gestellt werden. Man könnte sich im Netz zwar die Songtexte und andere Infos ergoogln. Aber das ist etwas aufwendig, und wenn man schon Geld zahlt, möchte man es lieber gleich dabei haben. Somit können wir gespannt sein, was sich auf dem Musikmarkt noch so abspielen wird.