Bildung in Berlin: An den richtigen Stellen sparen


In Sachen Bildung ist es um Berlin nicht gerade gut bestellt. Immer wieder bescheinigen renommierte Untersuchungen wie die Pisa-Studie, der Deutsche Lernatlas der Bertelsmann-Stiftung oder der Bildungsmonitor des Instituts der Wirtschaft (IW) dem Schulsystem der Hauptstadt schlechte Noten. Im Länder- und Stadtvergleich liegt Berlin in allen genannten Bildungsstudien im unteren Drittel.

Dabei spielt die Bildung eine zentrale Rolle für die Entwicklung der Kinder. Und viele Eltern sind auch dazu bereit, entsprechend viel in die Ausbildung ihrer Kinder zu investieren. Im Zuge der Bildungsdiskussion haben sich daher zahlreiche staatliche und private Initiativen gegründet, um die aktuellen Defizite des Systems auszugleichen und den Kindern neue Bildungschancen zu eröffnen.

Bei der Bildung sollte man ausschließlich an den richtigen Stellen sparen. Egal ob Kinderbetreuung, Unterstützung von Schülern, Entlastung der Familienkasse, regionale und überregionale Unterstützung bei Ausbildung, Weiterbildung und Beruf oder Fördermöglichkeiten im Bildungssektor: Die nachfolgenden Berlin Tipps tragen ihren Teil zur Investition in die Zukunft bei.

1. Kinderbetreuung in Berlin

Berlin schneidet nicht in allen Bildungsbereichen gleichermaßen auf den hinteren Plätzen ab. Zwar belegt die Hauptstadt im Ranking des Deutschen Lernatlas, herausgegeben von der Bertelsmann-Stiftung im November 2011, beim ‘schulischen Lernen’ nur Platz 11 von 13, die Studienverantwortlichen bescheinigen der Hauptstadt jedoch in anderen Bereichen, zum Beispiel bei der Bildung in Kindertagesstätten und Vorschulen bereits seit 2010 besonderes Potential. So gehört Berlin zu den Standorten, die am meisten in die frühkindliche Bildung investieren.

Kita-Gutschein: So gehts

Berufstätige Eltern, die zur Betreuung ihres Kindes einen Platz in der Krippe, in einer Kindertagesstätte oder im Hort benötigen, können beim Land Berlin einen sogenannten Kita-Gutschein beantragen. Über dieses Gutscheinsystem werden der Betreuungsbedarf und die Kosten für den Betreuungsplatz ermittelt, wobei Kriterien wie Beschäftigungssituation, Einkommen und Anfahrtszeit zum Arbeitsplatz eine wichtige Rolle spielen. Die Kita-Einrichtung ihrer Wahl löst diesen dann bei der Stadt Berlin ein, die ihr staatliche Zuschüsse garantiert, so dass der Betreuungsplatz letzten Endes auch für die Eltern deutlich günstiger ausfällt.

Kita-Gutschein Antrag stellen:

  • Berliner Eltern können den Kita-Gutschein beim Jugendamt ihres Bezirkes beantragen.
  • Den Antrag muss für jedes Kind einzeln etwa 6 bis 2 Monate vor Beginn der Kinderbetreuung gestellt werden.
  • Informationen zu Betreuungsumfang und dem bedarfsunabhängigen Anspruch auf einen Betreuungsplatz bieten nicht nur die Behörden und Kindereinrichtungen direkt, sondern auch darauf spezialisierte Vereine und Verbände.
  • Eine Übersicht über alle städtischen und gemeinnützigen Kindertagesstätten stellt diese offizielle Website Berlins zusammen: http://www.berlin.de/sen/familie/kindertagesbetreuung/kita_verzeichnis/anwendung/

Staatliche und gemeinnützige Kita-Einrichtungen

Neben den rund 1.800 vom Land Berlin unterstützten Einrichtungen ergänzen außerdem spezifische Angebote weiterer Träger das Angebot an Kinderbetreuung in Berlin. So verfügt beispielsweise die Freie Universität Berlin über eine Kindertagesstätte mit 200 Betreuungsplätzen in Trägerschaft des Studentenwerks. Hier können prinzipiell Kinder aufgenommen werden, von denen mindestens ein Elternteil Mitglieder einer Berliner Hochschule oder Fachhochschule ist.

Hervorzuheben sind auch freie Träger im Bereich Kinder- und Jugendhilfe. So bietet die Kinder im Kiez GmbH, gegründet im Jahr 2003, neben der Betreuung in 18 Kindertagesstätten in Berlin auch eine Notbetreuung (KidsMobil) an, die auch bei Beschäftigten an Berliner Universitäten und Kliniken Anklang findet.

2. Familien-Tipps – Unterstützung für Kinder & Schüler

Berlin ist eine pulsierende Stadt mit einem unerschöpflichen Angebot an Kultur-, Sport- und Freizeitveranstaltungen für Jung und Alt. Sie ermöglichen es jedem Einzelnen am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und jene soziale Schlüsselkompetenzen zu erlernen, die privat wie auch beruflich von großer Wichtigkeit sind. Wer die Familienkasse schonen möchte, sollte beim Thema Bildung ausschließlich an den richtigen Stellen sparen.

Günstige und gezielte Schulförderung erzielen

Nachhilfe ist im Schulalltag zu einem wichtigen Thema geworden. Wer gezielte Förderung in einem bestimmten Fach erhalten möchte, muss dabei nicht selten tief in die Tasche greifen. Hilfreich sind da die Sparangebote der Schülerhilfe in Berlin. Hier können Interessierte zwei Gratis Unterrichtsstunden per Gutschein anfordern. Zu den empfehlenswerten Online-Angeboten für Nachhilfe gehört Tutoria.de. Bei dieser Seite kann man sich kostenfrei registrieren.

Günstig an neues Schulmaterial gelangen? An dieser Stelle helfen die Gutscheine für Schulbedarf Online-Shops mit besonderen Vergünstigungen weiter. Auch ein neuer Ranzen kann im Internet günstig erstanden werden. Auf Gutscheinpony.de findet man entsprechende Ranzen Gutscheine mit speziellen Rabatten, Preisnachlass bei Vorkasse oder versandkostenfreier Bestellung.

Mit Familien- und Freizeitaktivitäten zur Bildungsmotivation beitragen

Die JugendKulturService gGmbH gehört zu den Trägern, die Berliner Eltern und Kinder mit verschiedenen Vergünstigungen unterstützen:

  • Super-Ferien-Pass
  • Familien-Pass

Der Super-Ferien-Pass für Berlin richtet sich an Berliner Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr und bietet Vergünstigungen für mehr als 500 Freizeit- und Unterhaltungsangebote in und um Berlin. Das Projekt wird auch von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung unterstützt. Der Super-Ferien-Pass kann im Übrigen auch kostenlos bei der jeweils zuständigen Behörde beantragt werden, wenn ein Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket besteht.

Der Berliner Familienpass bietet auf 180 Seiten Tipps und Gutscheine für familienfreundliche Freizeit- und Kulturaktivitäten in Berlin, wobei für Familien mit nachweislich geringem Einkommen zusätzliche Extras wie beispielsweise Vergünstigungen beim öffentlichen Personennahverkehr (BVG und S-Bahn) angeboten werden.

Weiterführende Informationen zu den Angeboten von JugendKulturService

3. Ausbildung, Weiterbildung und Beruf

Eine gute Ausbildung und regelmäßige Weiterbildung sind wichtige Faktoren für einen erfolgreichen Berufsalltag. Neben der Agentur für Arbeit, der IHK, der Handwerkskammer und den jeweiligen Berufsinnungen bieten Interessierten viele weitere gemeinnützige Institutionen und Träger kompetente Beratung in Sachen Weiterbildung an. Welche hiervon gefördert werden und zum jeweiligen Interessenfeld am besten Auskunft geben können, bringen Azubis, Studierende, Berufstätige sowie Arbeitssuchende am besten bei der Bildungsberatung-Berlin in Erfahrung.

Ideengeber und Vergünstigungen für Ausbildung und Beruf

Unschlüssige, die noch nicht genau wissen, wo ihr beruflicher Weg langfristig hinführen könnte, bekommen möglicherweise auch über Tests zur Berufsorientierung hilfreiche Anregungen. An dieser Stelle helfen das Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur oder die dortigen Ansprechpartner weiter. Wer direkt online einen kostenfreien Eignungstest machen möchte, sollte nach den Geva Tests Ausschau halten.

Wer hingegen für ein bestimmtes berufliches Interessengebiet nach aktuellen Weiterbildungsangeboten sucht, der auf verschiedene Weiterbildungsdatenbanken zugreifen. Auf den Seiten der Wdb-Berlin.de werden beispielsweise neben einer umfangreichen Kursauswahl zusätzlich kostenfreie Analysetools, mit denen man das persönliche Berufsziel finden und den individuellen Bildungsbedarf ermitteln kann bereitgestellt. Außerdem können nützliche Informationen zu Fördermöglichkeiten, beruflichen Perspektiven in Berlin, Praktika und einigen weiteren Themenschwerpunkten abgerufen werden.

Ein umfangreiches Informationsangebot zu Schule, beruflicher Bildung, Aus- und Fortbildung mit Verweisen auf Angebote und Einrichtungen findet man auch auf den Seiten des Bildungsservers Berlin Brandenburg: http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/

Arbeitssuchende können zum Beispiel auch bei der Arbeitsagentur einen Vermittlungsgutschein beantragen, der zur Einschaltung eines privaten Arbeitsvermittlers berechtigt. Hierzu informiert die Arbeitsagentur im folgenden Dokument genauer: Vermittlungsgutschein Flyer

BerlinPass als Bildungs-Spartipp

Der BerlinPass setzt genau da an, wo bei vielen Berlinern das Budget aufhört. Mit dem speziellen Angebot der Stadt Berlin können Bürger mit niedrigerem Einkommen besondere Vergünstigungen nutzen.Für die individuelle Qualifizierung können Berechtigte so beispielsweise bei den Volkshochschulen vergünstigt an Kursen teilnehmen und sparen auch in Musikschulen oder Bibliotheken.

Voraussetzungen für den BerlinPass:

  • Antragstellung: Den BerlinPass können Personen in den Bürgerämtern beantragen.
  • Antragsberechtigt sind: Personen, die ihren Hauptwohnsitz in Berlin haben und Leistungen wie Arbeitslosengeld II , Sozialgeld, Sozialhilfe, Grundsicherung oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz empfangen sowie diejenigen, die Mitglied der Bedarfsgemeinschaft eines Leistungsempfängers (z.B. Familienangehörige) leben.
  • Vergünstigungen: BerlinPass Inhaber sparen beim Öffentlichen Nahverkehr sowie in den Bereichen Bildung, Kultur, Freizeit und Sport.

4. Fördermöglichkeiten: Bildungsprämie, Bildungsurlaub & Co.

Im Bildungssektor können Bundesbürger unterschiedliche Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen. An dieser Stelle wollen wir die wichtigsten Fördermöglichkeiten kurz vorstellen, auf die Sie in Ihrer Ausbildung, Ihrem Studium oder in Ihrer Weiterbildung zurückgreifen können.

Schulförderung: Sparmöglichkeiten ohne Bildungsverlust

Infos zum Bildungspaket

Eltern mit geringem Einkommen können im Rahmen des Bildungspaketes für ihre Kinder verschiedene Leistungen in Anspruch nehmen. Im Einzelnen bezieht sich die Förderung auf Folgendes:

  • Mittagessen in Kita (Pauschalbetrag 20 Euro) sowie Schule (Eigeneinteil 1 Euro)
  • persönliche Schulmaterialien (70 Euro für 1. Schuljahr, 30 Euro für 2. Schuljahr)
  • Übernahme der Kosten für den als notwendig erachteten Nachhilfeunterricht
  • Fahrtkosten (ermäßigter Schülertarif)
  • Übernahme der Kosten für Ausflüge und Klassenfahrten
  • Pauschalbetrag von 10 Euro pro Monat für die Teilnahme an kulturellen, sportlichen und anderen Freizeitaktivitäten (z.B. Musikschule, Sportverein)

Infos zum BaföG

Schüler in Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Fachoberschulen und Fachschulen sowie in Berufsfachschulen können Bafög beantragen, wenn sie für ihre Ausbildung notwendigerweise bei den Eltern ausziehen und in die Nähe ihrer Ausbildungsstätte untergebracht werden müssen. Außerdem fördert das Bafög das Nachholen von Schulabschlüssen in Abendschulen und Kollegs, den Besuch von Berufsaufbauschulen sowie Auslandsausbildungen.

Um 50 Prozent ermäßigtes Entgelt bei den Berliner Volkshochschulen

Lernen muss man das ganze Leben – und die Volkshochschulen Berlins bieten für jede Lebensphase zahlreiche Kurse, Seminare und Workshops an, welche der persönlichen Entwicklung und beruflichen Qualifizierung dienen. Die Veranstaltungen richten sich hierbei zum Teil an bestimmte Personen- und Altersgruppen wie Schüler, Berufstätige und Senioren. Da jedoch nur äußerst wenige Veranstaltungen, wie z.B. Informationsabende, kostenfrei sind, sollte man vor der Buchung eines Kurses genau prüfen, ob man von den angebotenen Ermäßigungen profitieren kann.

50 Prozent Ermäßigung erhalten:

  • noch nicht schulpflichtige Kinder, Schüler, Schulabgänger bis zur Aufnahme einer weiteren Ausbildung (längstens bis zu 12 Monate nach Schulabschluss)
  • Auszubildende
  • Studenten
  • Praktikanten
  • Wehrpflichtige
  • Empfänger folgender Leistungen: Kinderzuschlag, Wohngeld, Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Grundsicherung sowie Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Förderung für Auszubildende

Für diejenigen unter 25-Järigen, die ihre Ausbildung in einem anerkannten Beruf mit mindestens 87 Punkten bzw. mindestens mit einer Durchschnittsnote von 1,9 abgeschlossen haben oder an einem überregionalen Wettbewerb ihrer Berufsbranche teilgenommen und mindestens den dritten Platz belegt haben, können im Rahmen der vom Bund initiierten ‘Begabtenförderung berufliche Bildung’ ein Stipendium beantragen, mit dem sie ihre Weiterbildung finanzieren können. Die Förderung wird für die Dauer von drei Jahren gezahlt und beläuft sich auf 2.000 Euro pro Jahr. Die Bewerbung kann jedes Jahr bis zum 30. November bei der IHK-Stelle eingereicht werden, bei der die Ausbildungsstelle gemeldet war. Das Auswahlverfahren findet dann im Dezember statt. Bei einer Bewilligung des Begabtenstipendiums beginnt die Förderung zum 1.1. des Folgejahres.

Förderung für Studenten

Die Finanzierung eines Studiums kann langfristig über BaföG, Begabtenförderung, Stipendien und Bildungskredite abgesichert werden. Daneben stehen den Studierenden der Berliner Hochschulen für kurzzeitige Notsituationen finanzielle Hilfen zur Verfügung, die das Studentenwerk Berlin in Form von Zuschüssen und Darlehen gewährt.

Zuschüsse erhalten

Die Zuschüsse werden an Studierende vergeben, die sich ihr Studium durch selbständige Erwerbsarbeit finanzieren und in der Studienabschlussphase oder in Zeiten, in denen Pflichtpraktika absolviert werden, Einkommensausfälle befürchten müssen. Der Zuschuss kann pro Studierenden nur einmal bei der Sozialberatungsstelle des Berliner Studentenwerks beantragt werden, wobei sich dessen Höhe nach dem durchschnittlichen Verdienst richtet, den jeweils aktuell gültigen Bafög-Höchstsatz jedoch nicht überschreitet. Während der Studienabschlussphase wird der Zuschuss für maximal drei Monate, für obligatorische Praktikasemester für bis zu 12 Monate bewilligt.

Darlehen erhalten

Weiterhin können Berliner Studenten ebenfalls bei der Sozialberatungsstelle des Berliner Studentenwerks für die Überbrückung einer finanziellen Notsituation ein Darlehen beantragen. Dieses wird einmalig in Höhe von bis zu 546 Euro ausgezahlt, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: Es muss erstens seitens des Studierenden nachgewiesen werden können, dass sie/er den Darlehensbetrag bereits einen Monat nach seiner Auszahlung in monatlichen Raten zurückzahlen kann. Zweitens muss das Einkommen die Kosten für Lebensunterhalt, Miete und Krankenversicherung abdecken. Weitere Informationen sowie Antragsformulare sind auf den Internetseiten des Berliner Studentenwerkes abrufbar.

Weiterbildung

Im Fall einer Umschulung, Fort- oder Weiterbildung sollte man sich bei der zuständigen Arbeitsagentur bzw. beim jeweiligen Rentenversicherungsträger über Fördermöglichkeiten (z.B. Bildungsgutschein) informieren.

Zu den wichtigsten Fördermöglichkeiten in diesem Bereich gehören:

  • Bildungsurlaub
  • Bildungsgutschein und
  • Bildungsprämie

Bildungsurlaub

Das Berliner Bildungsurlaubsgesetz regelt den Anspruch, sich entsprechend der gesetzlichen Rahmenbedingungen weiterzubilden. Jeder Einwohner mit Hauptwohnsitz in Berlin kann sich demnach für seine berufliche Weiterbildung von der Arbeit freistellen lassen. Konkret heißt es im Bildungsurlaubsgesetz: Innerhalb zweier aufeinander folgender Kalenderjahre stehen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern – unabhängig von ihrem Alter – bis zu 10 bezahlte Urlaubstage zu, an denen sie Kurse, Seminare und andere Veranstaltungen zu ihrer Weiterbildung und beruflichen Qualifizierung besuchen können. Junge Erwachsene, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können sogar innerhalb eines Kalenderjahres 10 Tage für ihren Bildungsurlaub einreichen. Auszubildende sind von diesen Regelungen allerdings ausgeschlossen. Voraussetzung für die Bewilligung des Bildungsurlaubs ist, dass diese Weiterbildungsmaßnahmen für diesen zugelassen sind.

Bildungsprämie

Die Bezuschussung von Weiterbildungskursen ermöglicht auch die sogenannte Bildungsprämie, unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Mit der Bildungsprämie wird die Weiterbildung von Privatpersonen mit geringem Einkommen gefördert. Zwei Finanzierungsmodelle stehen hierfür zur Auswahl:

  • Mit einem Prämiengutschein werden 50 Prozent der Kosten für berufsspezifische Weiterbildungskurse, einschließlich der Prüfungsgebühren, übernommen. Maximal wird die Weiterbildung mit bis zu 500 Euro unterstützt.
  • Mit einem Spargutschein kann ein Betrag von mindestens 30 Euro aus dem nach dem Vermögensbildungsgesetz angesparten Guthaben zur Förderung von Weiterbildung entnommen,ohne dass dadurch die Zulage seitens des Arbeitgebers entfällt.

Förderfähig sind Erwerbstätige, die mindestens 15 Stunden pro Woche einer Beschäftigung nachgehen und deren Jahreseinkommen den Maximalbetrag von 20.000 Euro nicht überschreitet. Weiterhin können Personen die Bildungsprämie beantragen, die sich im Mutterschutz bzw. in der Elternzeit befinden, sowie Arbeitnehmer und Selbständige, deren Einkommen unterhalb der Grundsicherung liegt und die daher aufstockende Leistungen nach dem SGB II erhalten. Ein Beratungsgespräch bei einer neutralen Beratungsstelle ist Pflicht.

Diese wie auch weiterführende Informationen finden Sie auf der offiziellen Website zur Bildungsprämie (bildungspraemie.info). Im Land Brandenburg ist der Bildungsscheck als Fördermöglichkeit ein vergleichbares Angebot zur Berliner Bildungsprämie.

Bildungsgutschein

Ein Bildungsgutschein wird von der Agentur für Arbeit ausgestellt und garantiert die Übernahme aller Kosten, die mit einer Weiterbildung verbunden sind. Zunächst stellt diese den individuellen Bildungsbedarf fest und formuliert ein bestimmtes Bildungsziel, dass spätestens drei Monate nach Ausstellung des Bildungsgutscheins erreicht sein muss. Der Besitzer des Bildungsgutscheins kann dann den Anbieter der entsprechenden Weiterbildungsmaßnahme frei wählen, wobei darauf geachtet werden muss, dass diese für die Förderung zugelassen ist. Die Ausstellung eines Bildungsgutscheins dient dazu, Arbeitslose bzw. Betroffene einer drohenden Arbeitslosigkeit durch gezielte Weiterbildung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Voraussetzung ist, dass diese eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine dreijährige berufliche Tätigkeit nachweisen können.

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