Wohnen und Leben in Bremen: Fördermöglichkeiten und Spar-Tipps


Die Hansestadt Bremen besitzt in fünf Bezirken 23 Stadtteile, in denen es sich gut wohnen und leben lässt. Da Bremen neben Handelsknotenpunkt, auch Universitätsstadt ist, gibt es dort auch entsprechende Wohnungsangebote. Die Auswahl umfasst eine bunte Vielfalt unterschiedlicher Wohnformen: Alt -und Neubauwohnungen, vom 1-Zimmer-Apartment bis hin zur 4-Raum-Wohnung, aber auch WG-Angebote stehen zur Verfügung. Dabei lassen sich in Bremen günstige Wohnmöglichkeiten finden. Informationen über Stadtteile mit preiswerten Mieten oder über Zuschussmöglichkeiten können bei der Suche nach einem schönen Zuhause helfen.

1. Allgemeines zu Mieten in Bremen

Da es für Bremen keinen offiziellen Mietspiegel gibt, muss man sich beim Vergleich der einzelnen Stadtteile auf inoffizielle Zahlen verlassen, die zum Beispiel durch Immobilienportale veröffentlicht werden. So ermittelt Wohnungsbörse.de aufgrund der Preise der provisionsfreien Mietangebote, die auf ihrer Portalseite angeboten werden, einen entsprechenden Mietspiegel. Dieser besagt u.a., dass Bremer Mieten unterhalb des bundesweiten Durchschnitts liegen.

Stadtteile mit günstiger Miete

Der durch Wohnungsbörse.de ermittelt Mietspiegel nennt bezüglich der Mietkosten als günstigsten Stadtteil Bremens:

  • Aumund-Hammersbeck mit 4,36€/ m²

Weitere Stadtteile mit günstigen Mietangeboten sind:

  • Grohn: 4,46 €/ m²
  • Blumenthal: 4,83 €/ m²
  • Lüssum-Bockkorn: 4,96 €/ m²
  • Ohlenhof: 5,03 €/ m²
  • Blockdiek: 5,03 €/ m²

Günstige Häuser zur Miete gibt es im Bremer Stadtteil Farge mit 4,87€/m², aber auch Hemeling 4,95 €/m² bietet recht bezahlbare Miethäuser.

Mietraum finden

Eine Möglichkeit die eigenen Ausgaben für die Miete zu verringern, ist es ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft zu beziehen. Diverse Angebote an WG-Zimmern finden sich u.a. unter WG-gesucht.de, dort kann man mit Hilfe verschiedener Auswahlkriterien die Suche optimieren. Einige Zimmer können zwar nur von immatrikulierten Studenten angemietet werden (Wohnheim), doch der Großteil der Angebote richtet sich an junge Menschen im Allgemeinen. So werden neben Studenten auch Praktikanten, Auszubildende oder junge Berufsanfänger fündig.

Spezielle Wohnprojekte für Senioren und sozial benachteiligte Personen existieren im Rahmen des Projektes Sorglos Bremen (www.sorglos-bremen.de). Für ältere Menschen besteht dabei die Möglichkeit in den betreffenden Wohnkomplexen des Projektes Senioren Wohnen ihren Wohnraum individuell zu gestalten und dennoch Teil einer Wohngemeinschaft zu sein. Partnern des Projektes sind:

  • Ambulanter Pflegedienst; Findorff/Huchting Münchenerstrasse 7, 28215 Bremen, Tel.: (0421) 350 69 90
  • Ambulanter Pflegedienst Vahr; Kurt-Schumacher-Allee 11b, 28329 Bremen, Tel.: (0421) 46 52 82

Durch diese werden bei Bedarf Pflegedienste und /oder Hilfe im Haushalt angeboten. Weiterhin bietet der Betreiber von Sorglos Bremen Wohngemeinschaften für sozial benachteiligte Menschen an, die eine spezielle Betreuung benötigen (z.B. Erledigen von Einkäufen, Verwalten von Taschengeldern). Auch hier stehen die Kooperationspartner zur pflegerischen Versorgung und als Hilfe im Haushalt zur Verfügung. Allerdings muss angemerkt werden, dass die Räumlichkeiten nicht behindertengerecht eingerichtet sind.

Speziell für Bremer Studenten kann die Seite des lokalen Studentenwerks (Kategorie Wohnen) hilfreich sein. Denn dort sind die einzelnen Wohnheime sowie die Anzahl der dazugehörigen freien Plätze aufgelistet. Wohngemeinschaften werden zunehmend auch zur alternativen Wohnform für Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände ungewollt allein leben. Weil sich für diese Personengruppen (z.B. Alleinerziehende, Senioren) die Suche nach geeigneten Wohnungen bzw. Mitbewohnern eventuell schwieriger gestaltet, gibt es einzelne Institutionen, die dabei weiterhelfen.

Eine kostenlose Variante ist die Börse des Vereins FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. (www.fgw-ev.de). Hier geht es vor allem um den Aufbau alternativer Wohnformen, besonders für ältere Menschen. Allerdings gibt es bisher nur sehr wenige Angebote, weshalb es möglicherweise hilfreich sein könnte ein eigenes Gesuch auf der Seite zu veröffentlichen.

Das Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft ist natürlich von Vor- und Nachteilen geprägt, die betrachtet werden sollten, bevor man sich für das Zusammenziehen mit anderen entscheidet.

Vorteile Nachteile
Teilen der Miete und der Nebenkosten weniger Privatsphäre
gemeinschaftliches Zusammenleben Notwendigkeit häufig Kompromisse einzugehen
gegenseitige Unterstützung und Hilfe Alltagsprobleme
Kennenlernen neuer Menschen wechselnde Mitbewohner

Umzugshilfe

Finanzielle Unterstützung für einen Umzug kann man als Hartz-IV-Empfänger beantragen, sofern das zuständige Amt den Umzugsgrund anerkennt. Dies kann zum Beispiel in folgenden Fällen geschehen:

  • Vorliegen einer Härtefallscheidung
  • Geburt eines Kindes und daraus resultierender Platzmangel in der bisherigen Wohnung
  • gesundheitliche Gründe

Man sollte unbedingt eine schriftliche Bestätigung einholen, dass das zuständige Amt den angeführten Grund anerkennt und die anfallenden Kosten übernimmt. In diesem Fall ist es möglich, finanzielle Unterstützung für den Umzugswagen, für private Helfer (Einmal-Pauschale von 50€) und die Kartons zu erhalten. Für Kartons und Umzugswagen sind mindestens drei Vorkostenanschläge von unterschiedlichen Unternehmen vorzuzeigen. Zudem müssen während des Umzugs alle Aufwendungen durch Rechnungen bzw. Quittungen belegt werden.

Einem körperlich beeinträchtigten Hartz-IV-Empfänger können unter Umständen sogar die Ausgaben für ein Umzugsunternehmen bezahlt werden, sofern ein Attest vorliegt. Auch hier müssen drei Kostenvoranschläge eingereicht werden.

Wohnzuschüsse

Einwohner Bremens mit einem niedrigen Einkommen, die kein Arbeitslosengeld II erhalten, können einen Antrag auf Wohngeld stellen, dabei gibt es nicht nur eine Unterstützung für Mieter, auch Zuschüsse für Wohneigentum, sofern der Antragsteller dieses selbst nutzt. Anträge dazu erhält man beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr- Referat Wohngeld unter www.bauumwelt.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen213.c.3574.de. Ausgeschlossen von dieser Art der Förderung sind Personen, die bereits Mittel aus anderen Sozialleistungen beziehen.

Für Menschen, die akut von Wohnungslosigkeit bedroht bzw. obdachlos sind, hat die Stadt Bremen im Amt für Soziale Dienste die Zentrale Fachstelle Wohnen eingerichtet. Hier können bedürftige Personen Hilfe und Beratung erhalten, jedoch werden keine Maklertätigkeiten übernommen oder eine Vermittlung garantiert.

2. Soziales Miteinander

Traditionelle Strukturen, wie Familienzusammenhalt oder Nachbarschaftshilfe, sind in der modernen Gesellschaft immer schwerer aufrecht zu erhalten. Daher gibt es verstärkt Bestrebungen neue Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu organisieren.

Die Stadt Bremen widmet sich daher auch der sozialen Stadtentwicklung. Hierfür wurden in einzelnen Stadtteilen Initiativen und Projekte mit der Absicht ins Leben gerufen, das Miteinander der Bürger zu stärken. Einzelne Projekte sind:

Projekt Zielsetzung Zielgruppe Angebote (Beispiele)
Wohnen in Nachbarschaften Verbesserung des Lebens in weniger gutsituierten Teilen der Stadt Einwohner der betroffenen Stadtteile Nachbarschaftsprojekte; Projekte für Kinder, z.B. Malatelier für Grundschulkinder (Gröpelingen)
das Programm Soziale Stadt ebenfalls Verbesserung der Lebenssituation in einzelnen Stadtteilen, u.a. durch städtebauliche Maßnahmen Einwohner der betroffenen Stadtteile städtebauliche Maßnahmen: Einrichtung einer Fahrradwerkstatt (Grundschule Huckelriede); Einrichtung eines Quartierzentrums (Neu Vahr Nord)
Fortsetzung der Initiative Lokales Kapital für soziale Zwecke Aufrechterhalten bzw. Förderung von Beschäftigungsverhältnissen mit Programmen zur Integration bzw. Reintegration von Menschen auf dem Arbeitsmarkt Einwohner der Stadt Bremen, die davon bedroht sind, aufgrund von Erwerbslosigkeit ins soziale Abseits zu geraten Vortragsreihen, z.B. zum Thema Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt; Beratungsprojekte für Jugendliche

Ein Projekt, das die nachbarschaftlichen Bindungen stärken soll, ist das Haus der Zukunft, welches sich im Norden Bremens (Lüssumer Heide 6,28777 Bremen) befindet. Dieses Quartierzentrum in Lüssum-Bockhorn soll als Begegnungsstätte fungieren, in der das soziale Miteinander gefördert wird. Im Mittelpunkt des Projektes stehen Austausch und gegenseitige Unterstützung. An der Verwirklichung der Idee sind verschiedene Initiativen bzw. Institutionen sowie engagierte Bürger beteiligt. Das dazugehörige Mehrgenerationenhaus ist in diesem Fall kein Wohnprojekt, sondern stellt einen Ort dar, an dem Besucher aller Altersstufen zusammenkommen und gemeinsam Zeit miteinander verbringen können. Dabei sollen Menschen aller Altersgruppen und unabhängig ihrer Herkunft angesprochen werden.

Beispiele für bestehende Projekte sind:

  • Familienförderung für Familien mit Kleinkindern: Selbsthilfe Spielkreis, Spielkreise mit sozialpädagogischer Ausrichtung, Eltern-Kind-Gruppen, Elternbildungsangebote u.a.
  • Integrationsangebote: Integrationskurse, Beratung durch den Jugendmigrationsdienst der AWO, Treff für türkischstämmige Frauen u.a.
  • Sport- und Bewegungsangebote: Bewegung für Kinder und Eltern, Judo für Kinder und Jugendliche, Bauchtanz u.a.
  • Beratung für Arbeitslose und bei sozialen Notfällen

3. Einsparmöglichkeiten

Um mit sehr kleinem Einkommen ein monatliches Budget einzuhalten, ist es oft notwendig bestimmte Ausgaben zu reduzieren. Eine günstige Wohnung ist ein Möglichkeit die laufenden Kosten zu verringern, doch das reicht in manchen Fällen nicht aus. Daher sollte auch der finanzielle Aufwand für andere Dinge des täglichen Bedarfs im Auge behalten werden. Darunter zählen zum Beispiel die Ausgaben für Lebensmittel, Bekleidung oder Möbel.

Bremer Tafeln

Um Menschen mit niedrigem Einkommen zu unterstützen, wurde der Verein Die Tafeln gegründet, der auch in Bremen aktiv ist. Der Verein sammelt von großen und kleinen Unternehmen Lebensmittel, die zwar noch genießbar sind, aber dennoch weggeworfen werden würden, und gibt diese dann an Menschen mit kleinem Einkommen (z.B. Empfänger von Arbeitslosengeld II, Senioren mit kleiner Rente) aus.

Personen, die dort Lebensmittel erhalten wollen, können nach Vorlage des Personalausweises und ihrer Bescheinigung (zum Beispiel Hartz-IV- Bescheid) einen Ausweis bekommen und erhalten damit an einem ihnen zugewiesenem Tag in der Woche für eine erwünschte Spende in Höhe von 1€ Lebensmittel.

Niederlassungen der Bremer Tafel e.V.:

  • Brauerstraße 13,28309 Bremen/Hemelingen; Einlasszeiten: Mo.-Fr.: 13.00-15.30 Uhr; Neuaufnahmen: Mo.: 09.00-11.30 Uhr
  • Schwarzer Weg 90,28239 Bremen Gröpelingen; Einlasszeiten: Mo. – Fr.: 15.00–16.00 Uhr; Neuaufnahmen: Mo.-Fr.: nach Absprache
  • Luxemburger Straße 50, in Bremen Huchting; Ladenöffnungszeit: Die.: ab 13.30 Uhr

Secondhandläden

In Geschäften, in denen es gebrauchte Kleidung oder Retromode gibt, kann man häufig auch Schnäppchen ergattern, wenn man sich die Mühe macht, das Angebot gründlich zu durchstöbern. Einer dieser Läden ist der Anziehungspunkt Second Hand in der Schwachhauser Heerstraße 13, 28203 Bremen (Fesenfeld). Mehr zu diesem Thema bietet der  Magazin-Beitrag „In Bremen günstig einkaufen und ausgehen“.

Kleiderkammern

Für bedürftige Personen besteht zudem die Möglichkeit gebrauchte Kleidung in den verschiedenen Kleiderkammern zu sehr kleinen Preisen zu kaufen. Speziell für Familien und Alleinerziehende mit niedrigem Einkommen stellt dies eine Alternative dar. Aber auch Menschen, die in persönliche Notlagen geraten sind, können dort Bekleidung gegen einen kleinen Betrag erhalten, wobei Obdachlose Kleidung häufig kostenlos bekommen.

Ausgabestellen in Bremen sind:

  • "Kleiderei im Schnoor" : im Rosenak-Hauses im Schnoor; Kolpingstraße 7, 28195 Bremen, Tel.: 0421 / 200 743 – 7; Mo. und Do.: 14.00-16.00 Uhr
  • Anziehungspunkt: Kleiderkammer der Inneren Mission in Bremen; Blumenthalstr. 10, 28209 Bremen, Tel.: 0421-3 49 67 18; Mo.: 14.00-16.00 Uhr , Di./Mi./Do.: 9.00-12.00 Uhr und 14.00-16.00 Uhr
  • DRK Kreisverband Bremen e.V.; Hastedter Heerstraße 250, 28207 Bremen, Tel.: 0421/43 67 00; Mo.-Do.: 8.00 -11.00 Uh
  • DRK Kreisverband Bremen e.V.; Meinert-Löffler-Straße 15, 28755 Bremen, Tel.: 0421/65 83 90; Die.-Do.: 10.00-13.00 Uhr, Mi.: 12.00-15.00 Uhr

Gebrauchtmöbel

Neben gebrauchten Kleidungsstücken hilft es sich auch beim Kauf von Möbel nach preiswerten Alternativen umzusehen. So können Möbel aus zweiter Hand in gut erhaltenem Zustand oft günstig erstanden werden. Auch Produkte aus zweiter Wahl gehören in diese Kategorie. Passende Angebote finden sich in den Möbelhallen Bremen, die zusätzlich zu Möbeln auch Haushalts- und Elektrogeräte im Sortiment führen:

  • Möbelhalle Oslebshausen; Oslebshauser Heerstraße 125, 28239 Bremen; Mo.–Fr. 8–17 Uhr, Sa. 9–13 Uhr
  • Möbelhalle Hemelingen; Diedrich-Wilkens-Straße 29, 28309 Bremen; Mo.–Fr. 8–17 Uhr, Sa. geschlossen
  • Möbelhalle Kattenturm; Theodor-Billroth-Straße 38, 28277 Bremen; Mo.–Fr. 8–17 Uhr, Sa. geschlossen
  • Kattenturm Mitte in der Gorsemannstraße 2, 28277 Bremen (zusätzlich zum Normalangebot, spezialisiert auf Kinder- und Jugendbedarf); Mo.–Fr. 8–17 Uhr, Sa. 9–13 Uhr

Auch in der Gebrauchtmöbelzentrale (Doventorsdeich 10, 28195 Bremen) kann man seine Einrichtung preiswert erweitern. Finden sich auf diese Weise keine günstigen Einrichtungsgegenstände, gibt es die Möglichkeit nach Möbelrabatten zu suchen, so kann man auf einen aktuellen moebel.de Gutschein, mit dem man beim Möbelkauf online sparen kann, zurückgreifen.

Tauschbörsen

Das Tauschen von Dienstleistungen oder Waren kann auch dazu beitragen, die eigenen Finanzen zu schonen. Dies wird zum Beispiel durch die Initiative Bremen-Tauscht (www.bremen-tauscht.de) durchgeführt. Dort wird die für eine Leistung aufgewendete Zeit in eine Verrechnungseinheit umgewandelt und auf einem Konto gut geschrieben. Im Fall von Bremen-Tauscht heißt diese Verrechnungseinheit Blüte, hierbei entspricht eine Blüte fünf Minuten Arbeitsaufwand. Somit ergeben 12 Blüten eine Stunde Arbeit. Dabei spielt lediglich der zeitliche Umfang der Arbeit eine Rolle und nicht die Art der Arbeit an sich: So ist eine Stunde Fenster putzen genauso so viel Wert wie eine Stunde Nachhilfe. Da also nicht eine Leistung bzw. Ware gegen eine andere getauscht wird, sondern die Umrechnung in Zeit bzw. Blüten erfolgt, kann ein Kreislauf entstehen, in dem sich alle Mitglieder unter einander helfen. Mitglied des Tauschringes kann jeder werden, der daran interessiert ist, seine persönlichen Fähigkeiten mit der Gemeinschaft zu teilen, neben Einzelpersonen können sich auch Vereine, Institutionen und Initiativen beteiligen.

Der Tauschring besitzt momentan drei aktive Ortsgruppen:

  • Bremen Tauscht: Jens Korthauer, Tel.: 0421/57 28 16 40 (ab 18:00 Uhr), [email protected]
  • Ortsgruppe Tauschring Wümmetal: Bernd Barfs, Tel.: 04264/3 70 85 78, [email protected]
  • Ortsgruppe Thedinghausen: Rosemarie Callies Tel.: 04204/91 31 81, [email protected]

Auf dem gleichen Prinzip wie bei Bremen-Tauscht beruht auch das Tauschen beim Verein TauschWatt e.V. (www.tauschwatt-bremen.de), wobei man dort 12€ Mitgliedsgebühr im Jahr bezahlen muss. Kontakt erhält man über:

  • Tauschwatt e.V. Kornstr. 31 28201 Bremen, 0421 / 70 65 78

Die Begrifflichkeiten und Vorgaben der Tauschbörsen unterscheiden sich zwar ein wenig voneinander, aber die Zielsetzung ist die gleiche: Es soll ein Kreislauf entstehen, in dem ein bargeldloser Austausch von Dienstleistungen bzw. Waren erfolgt.

Kostenfreies Parken

Wenn man in Bremen unterwegs ist bzw. mit seinem Auto zur Arbeit fährt, gibt es an einigen Stellen der Stadt kostenlose Parkmöglichkeiten, hier einige Beispiele (Stand: Juli 2012):

Name Beschreibung Zeit / Besonderheiten
Am Deichfleet an der gesamten Straße, wechselseitig: kostenfreies Parken (Bitte Einfahrten freihalten!) keine zeitliche Beschränkung
Am Wall Parken abschnittsweise auf der Fahrbahn erlaubt (Haltverbote müssen beachtet werden!) keine zeitliche Beschränkung
Humboldtstraße auf beiden Seiten der Straße: kostenloses Parken, abgesehen von einem kleinen Bereich am Straßenanfang keine zeitliche Beschränkung
Weberstraße Parkplatz auf der Rückseite des Bahnhofes, Parkdeck: nur tagsüber geöffnet, die anderen Parkplätz: immer geöffnet. zu beachten: mit Parkscheibe max. 2h
Bochumer Straße Wohngebiet; freie Parkplätze zu beachten: Parkverbot an Werktagen von 09:00 bis 14:00
Bremen – Beim Handelsmuseum in der Nähe vom Bremer HBF, morgens: Pauschal 2€, ab Mittag: kostenlos zeitliche Beschränkung
Osterdeich stadtauswärts, rechte Seite: kostenlos parken auf dem Seitenstreifen keine zeitliche Beschränkung
Eduard-Schopf-Allee am Fahrbahnrand freies Parken möglich keine zeitliche Beschränkung
Werderstraße Werderstr. unter der Weserbrücke keine zeitliche Beschränkung
Hamburger Straße auf beiden Seiten freies Parken möglich keine zeitliche Beschränkung
Landwehrstraße auf der rechten Seite der Landwehrstraße stadteinwärts, unter der Hochstraße: ein durchgehend kostenfreier Parkplatz, zu Berufsschulzeiten allerdings stark genutzt keine zeitliche Beschränkung

Carsharing

Eine preiswerte Alternative zum eigenen Auto stellt das Carsharing-System dar. Dabei kann man bei großen Anbietern Autos für einen bestimmten Zeitraum mieten und bezahlt nach gefahrenen Kilometern sowie dem Zeitraum, in dem man das Auto genutzt hat. Dieses System existiert schon in viele Städten Deutschlands. Kommerzielle Unternehmen wie flinkster (Carsharing Unternehmen der DB) oder Cambio bieten Carsharing in verschiedenen deutschen Städten an. Alternativ dazu existieren Möglichkeiten im Internet Autos von privaten Anbietern zu mieten. So kann man unter Tamyca.de die Angebote Bremer Bürger einsehen, die ihr Auto zur Verfügung stellen. Auch über Nachbarschaftsauto.de kann man private Autos in Bremen ausleihen.

Zusätzlich zur Gebühr für das Auto kommt bei den Portalen noch ein Versicherungsbetrag dazu, der zu entrichten ist. Trotz allem bleibt Carsharing eine günstige Alternative im Vergleich zum eigenen Auto.

Die Durchführung ist dabei einfach: Über die Suchoptionen gibt man auf dem jeweiligen Portal den Zeitraum und die zu fahrenden Kilometer sowie die gewünschte Fahrzeugklasse ein. Dann erhält man verschiedene Angebote von den Besitzern, die ihre Autos anbieten. Nachdem die Konditionen ausgehandelt wurden, zahlt man über das Portal alle anfallenden Gebühren (je nach Portal über PayPal, Lastenschrift, Sofortüberweisung, Kreditkarte). Am Übergabeort füllen die Vertragspartner den einen Teil des Übergabeprotokolls aus und nach der Rückgabe den zweiten Teil. Die Tankkosten übernimmt der Entleiher, im Normalfall sollte das Tankvolumen bei der Rückgabe die gleiche Menge wie bei der Übergabe umfassen. Allerdings muss man zum Entleihen eines Autos in der Regel insbesondere folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Alter zwischen 23 und 69 Jahren
  • ständiger Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland
  • Führerschein muss mindestens 3 Jahre gültig sein (auch EU-Fahrerlaubnis gültig)

Ist Carsharing eine ideale Lösung, um langfristig Kosten zu senken?. Das gezielte Abwägen von Vor- und Nachteilen hilft bei der Entscheidungsfindung weiter.

Vorteile Nachteile
Einsparen des Kaufpreises eines eigenen Autos ungeeignet für Vielfahrer
Einsparen von laufenden Kosten (dauerhafte Versicherung, Steuern) Zeitaufwand um passendes Angebot zu finden
Auswahl unter verschiedenen Fahrzeugtypen (passende zum jeweiligen Anlass) möglicherweise steht für Wunschzeitraum kein passendes Angebot zur Verfügung
umweltschonend gute Planung nötig (Zeitfenster/Kilometerzahl muss vor Nutzung bekannt sein)

Geeignet ist das Carsharing-System für Menschen, die innerhalb einer Stadt selten ein Auto benötigen, zum Beispiel für Umzüge oder gelegentliche Großeinkäufe. Denn durch Carsharing kann man die hohen Nebenkosten einsparen. Für Pendler, die ihr Fahrzeug täglich brauchen, und andere Vielfahrer lohnt sich das System finanziell jedoch nicht.