Fördermöglichkeiten für Studenten in Dresden


Die Universitätsstadt Dresden erfreut sich seit Jahren einer wachsenden Beliebtheit. Kein Wunder, denn die sächsische Landeshauptstadt kann nicht nur mit einer atemberaubenden Architektur und einem vielseitigen Kulturleben auftrumpfen, sondern bietet Wissbegierigen auch ein breit gefächertes Bildungsangebot. Insgesamt 11 Hochschulen versammeln sich im wunderschönen Elbflorenz, nämlich

  • die Volluniversität und durch die Exzellenzinitiative geförderte Technische Universität Dresden,
  • die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden,
  • die Hochschule für bildende Künste, die Palucca Hochschule für Tanz,
  • die Carl Maria von Weber Hochschule für Musik,
  • die Hochschule für Kirchenmusik,
  • die Evangelische Hochschule für soziale Arbeit Dresden sowie
  • die staatlich anerkannte Dresden International University und
  • die United Nations University (Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources (UNU-FLORES)).

Schließlich unterhalten zwei private und staatlich anerkannte Hochschulen ebenfalls Niederlassungen in Dresden, nämlich die EBC Hochschule Campus Dresden und die Private Fachhochschule Dresden gGmbH.

Um den Start in das Dresdner Studentenleben auch mit einer weniger gut gefüllten Geldbörse erfolgreich zu meistern, haben wir Euch zu den folgenden Schwerpunkten eine umfangreiche Übersicht über die Förder- und Sparmöglichkeiten zusammengestellt:

  1. Wohnen und Leben
  2. Kommunikation
  3. Mobilität
  4. Studienfianzierung

1. Wohnen und Leben

Zwar liegen die Mietpreise in Dresden noch immer im vertretbaren Bereich, doch auch in der sächsischen Landeshauptstadt steigen sie seit einigen Jahren stetig an und belegen innerhalb Sachsens sogar die Spitzenposition. Eine preiswerte Studentenbude zu finden, ist in Dresden dennoch kein Ding der Unmöglichkeit.

Wohnheime des Dresdner Studentenwerkes

Bei der Wohnungssuche führt der erste Weg vieler Dresden-Neulinge ins Studentenwerk Dresden. Denn dieses bietet in seinen insgesamt 35 Wohnheimen vom Einzelzimmer bis Appartement vielfältige Wohnmöglichkeiten an.

Die Mietpreise für die möblierten Einzel- und Doppelzimmer sowie die möblierten Einzelappartements liegen zwischen 95 und 255 Euro plus Kaution in Höhe von bis zu 300 Euro. Die Beschreibungen der einzelnen Wohnanlagen findet Ihr auf der Seite des Studentenwerks.

Im Rahmen des WOMIKO-Services können sich Interessierte sogar für ein bestimmtes Haus bewerben, in dem vor allem Studierende der gleichen Fachrichtung wohnen. Welches Haus welcher Fakultät zugeordnet ist, zeigt die Wohnen-mit-Kommilitonen-Projektseite des Studentenwerkes.

Weiterhin stellt das Dresdner Studentenwerk eine Online Untermietbörse zur Verfügung. Wer also beispielsweise ein Semester lang ein Praktikum in einer anderen Stadt absolviert, der kann sein Wohnheimzimmer für diese Zeit an einen anderen Studenten untervermieten und bares Geld sparen. Hierbei muss der Untervermieter nicht unbedingt in Dresden immatrikuliert sein. Die Formulare erhalten Interessierte von der zuständigen Sachbearbeiterin des Studentenwerks.

Studentenwohnheim Hildebrandstraße 7

Neben den Wohnheimen des Studentenwerkes bietet die RG Immobilien-Verwaltung insgesamt 225 Wohnungen in ihrem privaten Studentenwohnheim Hildebrandstraße 7 an, einem Hochhaus im uninahen Stadtteil Strehlen. Die möblierten Ein-, Eineinhalb-, Drei- und Fünfraumwohnungen kosten aktuell zwischen 225 und 345 Euro pro Monat, inklusive Nebenkosten, wobei die Mehrraumwohnungen zimmerweise vermietet werden.

Freier Wohnungsmarkt

Eine bezahlbare Bleibe finden Studierende auch auf dem freien Wohnungsmarkt, wobei Wohngemeinschaften gegenüber einer Ein- bis Zweizimmerwohnung natürlich die günstigste Variante darstellen. Für Studenten-WGs geeignete Wohnungen stellen viele der Dresdner Wohnungsgenossenschaften zur Auswahl, für die zuvor Genossenschaftsanteile zwischen 500 und 2.000 Euro gezahlt werden müssen; nach dem Auszug werden diese natürlich zurückgezahlt. Die größte Wohnungsbaugesellschaft Dresdens ist derzeit die GAGFAH, welche ebenfalls zahlreiche attraktive Angebote für Studierende und ihre Gäste bereitstellt.

Aktuelle Miet- und WG-Angebote finden Interessierte sehr zahlreich an den Aushängen in den Mensen und Uni-Gebäuden; außerdem stehen in den kostenlosen Studentenzeitungen ad rem und CAZ Neue-WG-Mitglieder-Gesuche sowie Anzeigen für WG-Gründungen. Weitere hilfreiche Adressen sind die Freitagsausgabe der Sächsischen Zeitung, die teils kostenfreien Stadtmagazine, darunter auch die Online Ausgabe des SAX-Magazins Cybersax.de, sowie die bekannten WG- und Immobilienportale im Internet.

Besonders beliebt unter den Studenten sind die Stadtteile Löbtau und Südvorstadt, da sie nah zur TU und HTW liegen. Weit oben auf der Liste der beliebtesten Wunschadressen steht natürlich auch das bunte Szeneviertel Neustadt mit seinen vielen Kneipen, Läden und Kulturlangeboten.

Umzugsbeihilfe und Zweitwohnungssteuer

Eine große Auswirkung auf den studentischen Geldbeutel hat auch die Entscheidung, ob Dresden als Haupt- oder Nebenwohnsitz angemeldet wird. Im ersten Fall winkt Neuhinzugezogenen die Umzugsbeihilfe, im zweiten Fall ist man unter Umständen zur Zahlung der Zweitwohnungssteuer verpflichtet.

Umzugsbeihilfe

Jedem Studenten, der seinen Hauptwohnsitz nach Dresden verlegt, zahlt die Stadt eine Umzugsbeihilfe von einmalig 150 Euro. Hierfür kann der Umzug gleich zu welchem Zeitpunkt innerhalb eines Kalenderjahres erfolgen und der Antrag auf Umzugsbeihilfe ab Januar bis Ende März des Folgejahres beim Studentenwerk Dresden (Abteilung Wohnen) gestellt werden. Die notwendigen Formulare liegen dort sowie in den Bürgerbüros bzw. Einwohnerämtern aus und können auch online auf der Homepage der Stadt heruntergeladen werden.

Zweitwohnungssteuer

Die sächsische Landeshauptstadt erhebt seit dem 1. Januar 2006 eine Zweitwohnungssteuer, welche 10 Prozent der Nettokaltmiete beträgt. Diese Zweitwohnungssteuer wird erhoben, wenn die Unterkunft in Dresden als Nebenwohnsitz angemeldet ist und es sich hierbei um eine abgeschlossene Wohnung mit Küche, Bad und Toilette handelt. Detaillierte Informationen über die Zweitwohnsteuer stellt die Stadt in einem PDF-Dokument zusammen, das Ihr hier findet.

Für Studenten gilt: Infolge mehrerer Klagen hat das Dresdner Verwaltungsgericht im Juli 2007 entschieden, dass für Studenten die Möglichkeit der Befreiung von der Zweitwohnungssteuer besteht, wenn es sich bei ihrem Erstwohnsitz um das Kinderzimmer bei den Eltern handelt und hierfür auch kein Mietvertrag geschlossen wurde.

Da die Stadt aber nach wie vor Bescheide zur Zweitwohnungssteuer verschickt, empfiehlt der Studentenrat der TU Dresden, innerhalb der gesetzten Frist dagegen Widerspruch einzulegen, mit der Begründung, der Erstwohnsitz sei keine eigenständige Wohnung, sondern das mietfrei zur Verfügung gestellte Kinderzimmer in der elterlichen Wohnung. Eine weitere, vom Studentenrat empfohlene Begründung zielt auf den Umstand, dass ein zweiter Wohnsitz eine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit voraussetze, die bei einem Studenten nicht gegeben sei. Für weitere, Einzellfall bezogene Fragen, richtet Ihr Euch am besten an die Rechtsberatung des Studentenrats Eurer Universität.

Nützliches für den Studentenalltag

Bibliotheken

Daneben stellen die zahlreichen, in Dresden ansässigen Bibliotheken wissbegierigen Studenten jede Menge Lesefutter kostenfrei bzw. zu einer ermäßigten Jahresgebühr zur Verfügung. Die Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek dürfen Studierende kostenfrei nutzen und das beinahe rund um die Uhr. Denn die Zentralbibliothek öffnet von Montag bis Samstag von 8 bis 24 Uhr ihre Pforten, am Sonntag immerhin von 10 bis 18 Uhr. Die fünf Zweigbibliotheken der SLUB haben unterschiedliche Öffnungszeiten. Als Alternative bietet sich für bestimmte Studiengänge außerdem die Zentralbibliothek der HTW Dresden an.

Darüber hinaus sind die Bibliotheken des Umweltzentrums, des Sächsischen Landtages sowie des Hanna-Arendt-Instituts für die entsprechenden Fachrichtungen einen Besuch wert.

Die Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen (Schützenhofstraße 36, 01129 Dresden) unterhält ebenfalls eine Präsenzbibliothek, die jeder kostenfrei nutzen kann. Darüber hinaus gibt sie halbjährlich ein Schriftenverzeichnis (Mitte Januar und Mitte Juli) heraus, welches Publikationen zu den Themenfeldern Politik, Geschichte und politische Bildung in Sachsen, Deutschland und Europa aufführt. Viele dieser Bücher können Dresdner Bürger und Studierende kostenfrei in der Publikationsausgabe abholen.

Abschließend sei noch auf die Städtische Bibliothek hingewiesen, die eine Hauptbibliothek sowie knapp 20 Stadtteilbibliotheken unterhält. Diese verlangt allerdings eine Jahresgebühr von 12 Euro, die auch Studenten in voller Höhe zahlen müssen. Nur wer sie als Abonnement bezieht, erhält den Benutzerausweis bereits für 10 Euro pro Jahr.

Zeitungsabo

Studenten profitieren weiterhin von zahlreichen Ermäßigungen für Zeitungs- und Zeitschriften-Abonnements. In der Regel können sie regionale und überregionale Zeitungen sowie Fachmagazine zwei Wochen lang kostenfrei testen und bei Gefallen anschließend das preisgünstige Studenten-Abo bestellen. Zusätzliche Vergünstigungen können Interessierte zudem über die Seite Studentenpresse.com erhalten.

Die vom Deutschen Bundestag herausgegebene und wöchentlich erscheinende Zeitung Das Parlament erhalten Studierende samt der Beilage Aus Politik und Zeitgeschichte sogar vier Mal kostenfrei als Probeabo ins Haus; anschließend können sie ein ermäßigtes Jahresabo für 13,80 Euro pro Jahr beziehen.

ZIH Weiterbildungskurse

Das Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) an der TU Dresden bietet Studierenden und Mitarbeitern kostenfreie Weiterbildungskurse an, die sie etwa für das eLearning-Portal OPAL sowie für verschiedene Windows-Anwendungen fit machen. Eine Übersicht aller ZIH-Kurse findet Ihr auf dieser Seite.

Sport, Kultur und Ausgehen

Das Universitätssportzentrum der TU Dresden bietet jedes Semester ein breit gefächertes Kursangebot für zahlreiche klassische und exotische Sportarten an. Die Gebühr pro Kurs und pro Semester beträgt maximal 30 Euro; nur für Sportarten, die wie beispielsweise Surfen mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden sind, müssen Interessierte deutlich mehr berappen. Die Einschreibung in die Sportkurse erfolgt zeitlich gestaffelt online auf der USZ-Website zu Beginn eines jeden Semesters; allerdings sind die Teilnehmerzahlen pro Kurs begrenzt, weswegen meist nur die schnellsten an ihrem gewünschten Kurs teilnehmen können.

Neben Sport stellen auch künstlerische Betätigungen eine attraktive Freizeitbeschäftigung und ein sinnvoller Ausgleich zum Studienstress dar. So können sich Interessierte etwa in einer der künstlerischen Hochschulgruppen engagieren oder künstlerische Kurse belegen, die das Studentenwerk Dresden sowie die Volkshochschule für Studierende zu ermäßigenden Gebührensatz bereitstellen.

Für kreative Kurse des Kulturvereins Riesa Evau zahlen Studierende ebenfalls den ermäßigten Preis; für Kurse, die in Kooperation mit dem Dresdner Studentenwerk zum Winter- und Sommersemester (Oktober bis März sowie April bis Juli) angeboten werden, erhalten Studierende auf die ermäßigte Kursgebühr zusätzlich noch einmal einen Rabatt in Höhe von 15 Euro.

Die Dresdner Nachtwanderung findet alljährlich während der Studententage statt und wird vom Dresdner Studentenwerk organisiert. Die Nachtwanderung stellt hierbei eine Art Studentenkneipen-Festival dar, während dem Ihr eine Nacht lang durch die 16 Dresdner Studentenclubs tingelt, die sich für diesen Tag immer etwas ganz Besonderes einfallen lassen, von der Schlager-Party über Freilichtkino bis hin zur Orientalischen-Tanzdarbietungen, die eine oder andere Live-Band und natürlich viel laute Musik. Beim ersten Club, bei dem Ihr strandet, zahlt Ihr einmalig den Eintritt und erhaltet dafür ein Festivalarmbad, das Euch bei allen anderen Club-Türen freien Eintritt gewährt. Eigens von der DVB zur Verfügung gestellte Shuttle-Busse bringen Euch sogar kostenfrei und schnell von A nach B. Aktuelle Infos lest Ihr auf der Website: Dresdner-Nachtwanderung.de.

Dresden for Friends

Dresden for Friends – so heißt ein Sammelsurium an Zwei-zum-Preis-von-Eins-Sparkarten, bei denen der Inhaber zwar den vollen Preis bezahlt, für seine Begleitperson aber die gleiche Leistung umsonst erhält. Die Dresden-for-Friends-Card gibt es mit sechs Monate Gültigkeit für 24,90 Euro, für ein Jahr kostet sie 39,90 Euro. Sie wird in allen teilnehmenden Unternehmen in Dresden und dem Dresdner Umland akzeptiert und hält attraktive Angebote aus den Bereichen Kultur, Nightlife, Sport, Wellness und Gastronomie bereit. Eine Liste aller Partner findet Ihr auf DresdenForFriends.de. Daneben könnt Ihr über ein Smartphone die aktuellen DDFF-Angebote jederzeit bequem abgerufen.

2. Kommunikation

TUDIAS Sprachausbildung

Jeder Student der TU Dresden erhält zu Studienbeginn bei der TUDIAS ein Guthaben im Wert von 10 SWS bzw. 150 Unterrichtsstunden, die er kostenfrei für seine Sprachausbildung neben dem Studium nutzen kann. Für jeden belegten Kurs wird die jeweilige Zahl der SWS vom Guthaben abgezogen; erst wenn dieses verbraucht ist, müssen die Studierenden eine Gebühr für weitere Sprachkurse zahlen.

Insgesamt 15 Sprachen werden angeboten, darunter Arabisch, Französisch, Schwedisch und Tschechisch sowie Altgriechisch und Latein, die für manche Studiengänge nach wie vor als Zulassungsvoraussetzung gelten. Darüber hinaus bietet das Ostasienzentrum Kurse für Chinesisch und Japanisch an.

An der HTW Dresden steht den Studierenden ebenfalls ein Sprachzentrum zur Verfügung, in dem Sie Kurse in Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch, Russisch, Chinesisch sowie in Deutsch als Fremdsprache belegen können. Die Zahl der zu erlernenden Fremdsprachen sowie das jeweils anzustrebende Sprachniveau sind in der Studienordnung für Wirtschaftswissenschaften festgeschrieben. Darüber hinaus können Studierende anderer Fachrichtungen im Rahmen des Studium Integrale kostenfrei Fremdsprachenkurse besuchen.

Internetzugang

Ein kostenfreier Zugang zum World Wide Web ist jedem Studenten der TU Dresden in beinahe allen Uni-Gebäuden möglich. Alles was Ihr hierfür benötigt, ist ein W-LAN fähiger Laptop sowie Euer TU-Login (Ihr findet es auf Eurem Studienbuchblatt, [email protected]) und Euer Passwort, die Ihr zusammen mit Eurer Zulassung erhaltet.

Darüber hinaus unterhält die TU Dresden mehrere PC-Pools, zu denen Studenten, sofern aktuell keine Seminare hierin stattfinden, freien Zugang haben. Für die zentralen PC-Pools A119 und A119a im Willers-Bau hängen die Belegungspläne vor der Tür aus, können aber auch online auf der Homepage des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) eingesehen werden. Eine Übersicht über alle PC-Pools der einzelnen Fakultäten findet Ihr hier.

Auch für Studenten der HTW Dresden stehen im Zentralgebäude, im Seminargebäude, in der Mensa und einigen anderen Gebäuden der Fachhochschule mehrere W-LAN Hotspots zur Nutzung zur Verfügung.

Kostenfrei ins Internet kommen auch die Nutzer der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB). Im Stadtgebiet stellt außerdem das Weltcafé Dresden (Schillingstr. 7, Eingang Reisewitzer Str., 01159 Dresden-Löbtau) für Besucher einen kostenfreien Internetzugang zur Verfügung; das Notebook selbst wird sogar mit Ökostrom gefüttert.

Schließlich können Studierende, die in einem Wohnheim des Studentenwerkes wohnen, einen Internetzugang beantragen, der allerdings zwischen 5 und 25 Euro Mehrausgaben pro Monat mit sich bringt.

GEZ bzw. AZDBS: Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht

Mit dem 1. Januar 2013 wird die GEZ in AZDBS, den ARD-ZDF-Deutschlandradio-Beitragsservice umbenannt. Mit der Namensänderung geht zugleich eine Neuordnung des Rundfunkvertrages einher. Demnach wird ab dem 1. Januar 2013 ein Beitrag von 17,98 Euro pro Monat und pro Haushalt fällig, unabhängig davon, welche und wie viele Geräte sich in diesem Haushalt tatsächlich befinden.

Studierende, die BAföG beziehen, können allerdings weiterhin eine Befreiung von der Beitragspflicht beantragen. Dem Antragsformular – auf der offiziellen Website Rundfunkbeitrag.de zu finden – muss hierzu eine beglaubigte Kopie des BAföG-Bescheids beigelegt werden. Aber auch diejenigen, deren BAföG-Antrag abgelehnt wurde, sollten den Negativbescheid einsenden und eine Befreiung als Härtefall beantragen. Denn wenn die Monatseinkünfte die entsprechenden BAföG-Bedarfsgrenzen um weniger als 17,98 Euro übersteigen, dann ist eine Befreiung von der Beitragszahlung dennoch möglich.

Bei studentischen Wohngemeinschaften wird es künftig so sein, dass die WG-Mitglieder in Bezug auf dem Rundfunkbeitrag rechtlich als Gesamtschuldner betrachtet werden, wobei sich der AZDBS mit seiner Forderung immer nur an ein WG-Mitglied richten wird. D.h., die volljährigen WG-Mitglieder, die keine Ausbildungsförderung beziehen und auch aus anderen Gründen nicht von der Beitragspflicht befreit wurden, müssen den Rundfunkbeitrag von monatlich 17,98 Euro unter sich aufteilen und dem zahlungspflichtigen WG-Mitglied überweisen.

Telefonieren

Wer im Wohnheim, in der WG oder in der eigenen Studentenbude einen Festnetzanschluss haben will, der kann auf den Telekom Sozialtarif zurückgreifen und ausgewählte Telekom-Tarife zu wesentlich günstigeren Preisen buchen. Eine Auflistung der Tarife sowie das notwendige Antragsformular findet Ihr unter Telekom.de (Suche: Sozialtarif).

Damit der Sozialtarif 1 bewilligt wird, muss entweder die Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht oder der positive Bescheid über die Ausbildungsförderung gemäß BAföG nachgewiesen werden. Mit dem Sozialtarif 1 ist eine Vergünstigung von bis zu 6,94 EUR pro Abrechnungszeitraum verbunden.

Für Inhaber eines Schwerbehindertenausweises (Grad der Behinderung muss mindestens 90 Prozent sein) gilt der Sozialtarif 2, der einen Rabatt von maximal 8,72 Euro pro Monat vorsieht.

3. Mobilität

Sachsenweites Semesterticket

Wie bei vielen anderen Universitäten so beinhaltet auch der Semesterbeitrag für einige der Dresdner Hochschulen die Kosten für das Semesterticket.
So können Studenten der

  • Technischen Universität Dresden
  • Hochschule für Wirtschaft und Technik Dresden
  • Hochschule für Musik Carl Maria von Weber
  • Evangelische Hochschule Dresden

in Verbindung mit Ihrem Studenten- und Personalausweis zum einen in Dresden die Busse und Straßenbahnen der DVB und des VVO nutzen; zum anderen stehen ihnen innerhalb Sachsens die Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn sowie die Regionalzüge der privaten Eisenbahnunternehmen kostenfrei zur Verfügung. Das sachsenweite Semesterticket gilt hierbei jeweils bis zur letzten Haltestelle innerhalb Sachsens; geht die Reise über die sächsischen Landesgrenzen hinaus, muss ab dieser – vor der Abfahrt in Dresden! – ein Ticket bis zum Zielort gelöst werden.

Eine Übersichtskarte für den gesamten Geltungsbereich sowie wissenswerte Hinweise für die Nutzung des Semestertickets stellt der Studentenrat der TU Dresden auf dieser Seite zur Verfügung.

Fahrradselbsthilfewerkstätten

Gerade im Frühjahr und Sommer nutzen viele Studenten Dresdens das Fahrrad für den täglichen Weg zur Universität. Die beiden studentischen Fahrradselbsthilfewerkstatt Rad i.O. und Radschlag bieten hierbei das notwendige Werkzeug, um kleine und große Reparaturen am stark beanspruchten Drahtesel durchführen zu können. So spart man sich zwar nicht die Materialkosten – die notwendigen Ersatzteile müsst Ihr Euch selbst besorgen –, dafür aber wenigstens den Stundenlohn eines Fachmanns. Auf nützliche Ratschläge und praktische Tipps für die Reparatur müsst ihr dennoch nicht verzichten, denn die freiwilligen Helfer stehen Euch mit ihrem Wissen zur Seite.

Die Öffnungszeiten der Fahrradselbsthilfewerkstatt Rad i.O. in der Wundtstr. 9 ändern sich jedes Semester, schaut daher am besten auf der offiziellen Seite nach, wo Ihr auch rechtzeitig über kurzfristige Änderungen informiert werdet. Die Selbsthilfewerkstätten vom Radschlag e.V. befinden sich auf der Katharinenstraße 11 (Mo und Do 11:00 bis 19:00 Uhr sowie Fr und Sa 11:00 bis 17:00 Uhr; Di und Mi geschlossen) sowie auf der Dürer Straße 89 (nur Di 18:00 bis 21:00 Uhr). Auch hier informiert die Website über Terminänderungen, Projekte, Kurse und Feiern.

Carsharing

Die alltäglichen Einkäufe bringt man zu Fuß oder mit Bus und Straßenbahn ganz gut nach Hause. Doch wer größere Dinge von A nach B transportieren will oder einen Umzug plant, der ist mit einem Gefährt auf vier Rädern besser bedient. Carsharing-Anbieter sind für solche Fälle die beste Adresse, zumal sie für knappe Studentenkassen sogar Sonderkonditionen anbieten.

teilAuto

Der mitteldeutsche Autovermieter teilAuto etwa berechnet den Zeit- und Kilometerpreis für Studenten zwar nach dem Rahmentarif, doch zahlen sie lediglich eine monatliche Grundgebühr von 3 statt 9 Euro und einmalig 50 statt 100 Euro Kaution. Zudem entfällt der einmalige Startpreis von 25 Euro. Die Online Buchung eines Autos von teilAuto ist kostenfrei, während für telefonische Reservierungen eine Gebühr von 1 Euro berechnet wird. Der Vertrag mit teilAuto kann jeweils zum Ende eines Quartals mit einer sechswöchigen Frist gekündigt werden.

Zusätzlich zu den Studentenspartarif bietet teilAuto bzw. die dahinter stehende Mobility Center GmbH mit Sitz in Halle den Studitransporter an. Dieser kann schon ab 18 Euro gebucht werden. Der Preis gilt für den Zeitraum von 20:00 Uhr bis 8:00 Uhr des Folgetages; weitere Buchungszeiten sind:

  • Vormittag (8 bis 14 Uhr) / Nachmittag (14:30 bis 20 Uhr) zum Preis von 22 Euro,
  • Halbtag (8 bis 20 Uhr) für 33 Euro sowie
  • Ganztag (8 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages) zu 44 Euro.

Zum Zeitpreis hinzu kommt ein Kilometerpreis von 20 Cent pro Kilometer sowie der Studenten-Buchungspreis von 5 Euro, vorausgesetzt natürlich, ihr zeigt euren gültigen Studentenausweis vor. Wer sich außerdem für eine Haftungsreduktion von 1.500 auf 511 Euro entscheidet, zahlt weitere 24 Euro. Der Standort von Studitransporter befindet sich am Bahnhof Neustadt in der Antonstr. 24. Aktuelle Informationen sowie die Preiskonditionen für einen kleineren Studi-Lieferwagen lest Ihr auf Studitransporter.de.

Greenwheels

Dank seiner Kooperation mit den Dresdner Verkehrsbetrieben bietet der Autovermieter Greenwheels für Studenten die gleichen Vergünstigungen wie für DVB-Abonnenten an. Konkret heißt das: Die Kaution verringert sich für sie von 200 auf 100 Euro; zudem wird der monatliche Mitgliedsbeitrag in Höhe von 15 Euro jeden Monat auf den erzielten Fahrtumsatz angerechnet, was eine Ersparnis von bis zu 180 Euro im Jahr einbringen kann.

Private Carsharing-Angebote

Als weiterer Autovermieter ist Flinkster von der Deutschen Bahn am Dresdner Hauptbahnhof und dem Bahnhof Neustadt sowie am Dresdner Flughafen vertreten; zudem stehen Studierenden private Carsharing-Angebote zur Verfügung, die sie auf Portalen wie tamyca.de und autonetzer.de recherchieren und einstellen können.

Fernlinienbusse

Die Fernlinienbusse der Regionalverkehr Dresden GmbH, kurz RVD, bringen Reiselustige zu unschlagbar günstigen Preisen nach Berlin, Frankfurt am Main, Würzburg, Prag sowie zu zahlreichen Zielen an der Ostsee (Rügen, Usedom, Rerik, Darß).

Weiterhin können Busverbindungen von Dresden nach Nürnberg, Ingolstadt und München, von Dresden nach Regensburg, Passau und Bad Füssing sowie von Dresden nach Wien und von Dresden nach Budapest gebucht werden, wobei all diese Verbindungen von der Berlin Linien Bus GmbH durchgeführt werden. Mit diesem RVD-Partner stehen Dresdner Studenten ab Berlin viele weitere europäische Metropolen zu unschlagbar günstigen Preisen offen, gleich ob sie dort ein Auslandssemester, ein Praktikum oder einen kurzen Erholungsurlaub verbringen will.

Bahn

Als Exzellenzuni lockt die TU Dresden Studieninteressierte aus der ganzen Republik ins malerische Elbflorenz. Ihnen stehen mitunter lange Heimfahrten mit der Deutschen Bahn bevor, wobei sie von besonders günstigen Konditionen profitieren.

So erhalten Studenten bis einschließlich 26 Jahren die BahnCard 25 schon für 41 Euro statt 61 Euro (2. Klasse). Mit der BahnCard 25 sparen sie ein Jahr lang bei jedem Ticketkauf 25 Prozent vom Normalpreis und vom Sparpreis – und das sowohl im nationalen Bahnverkehr, als auch bei Bahnreisen ins europäische Ausland (auch auf Europa-Special-Angebote gibt es noch einmal 25 Prozent Rabatt!). Außerdem können sie für 10 Euro eine Zusatzkarte für ihren Partner beantragen, wenn beide den gleichen Hauptwohnsitz nachweisen können.

Für vielfahrende Studenten gibt es außerdem die BahnCard 50 für 127 Euro statt 249 Euro (2. Klasse). Sie gewährt 50 Prozent auf den Normalpreis für Strecken innerhalb Deutschlands sowie 25 Prozent auf den Normalpreis für Strecken ins europäische Ausland. Eine Partnerkarte erhalten sie zu den gleichen Bedingungen wie bei der BahnCard 25.

Eine Alternative zur Heimreise mit der Bahn stellt eine Mitfahrtgelegenheit im Auto eines Kommilitonen dar. Denn nicht selten führt es mehrere Studierende aus der gleichen Stadt zum Studieren nach Dresden, so dass sich regelmäßige Heimfahrten mit dem privaten PKW gegen einen vereinbarten Opulus organisieren lassen. Interessierte Studenten suchen und finden sich etwa über Aushänge in den Uni-Gebäuden und Mensen, über Anzeigen in den Studentenzeitungen ad rem und CAZ sowie über OnlinePortale wie Mitfahrzentrale.de und Mitfahrgelegenheit.de

4. Studienfinanzierung

Kindergeld

Das Kindergeld wird in der Regel bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt; Eltern, deren Kinder sich in Ausbildung befinden, können darüber hinaus Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr ihres Kindes beziehen. Hierfür müssen seitens der Studierenden auch keine festgelegten Einkommensgrenzen mehr eingehalten werden; nur wer ein Zweitstudium absolviert, darf keiner sogenannten anspruchsschädlichen Erwerbstätigkeit nachgehen, d.h., er darf – wie alle Studierende, die einem Nebenjob nachgehen – nicht mehr als 20 Wochenstunden arbeiten bzw. nur einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen.

Der Antrag auf Fortzahlung des Kindergeldes nach dem 18. Lebensjahr muss bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit eingereicht werden. Dabei kann schriftlich und mit Unterschrift der Eltern auch beantragt werden, dass das Kindergeld direkt an das studierende Kind ausgezahlt wird. Für das erste und zweite Kind zahlt der Staat ein Kindergeld in Höhe von 184 Euro, für das dritte 190 Euro und für jedes weitere 215 Euro pro Monat.

BAföG

Die Förderung durch das Bundesausbildungsfördergesetz, kurz BAföG, stellt für viele Studierende die kostengünstigste Möglichkeit der Studienfinanzierung dar. Denn die finanzielle Unterstützung wird hälftig als Zuschuss und als zinsloses Darlehen gewährt.

Anträge auf staatliche Förderung nach dem BAföG können alle Studierenden bis zu ihrem 30. Lebensjahr, sofern sie sich in einem Masterstudiengang befinden, sogar bis zu ihrem 35. Lebensjahr beim BaföG-Amt ihres Studentenwerkes einreichen. Darüber hinaus gelten zahlreiche Ausnahmeregelungen, so dass auch ältere Studierende in den Genuss einer BaföG-Unterstützung kommen können.

Ob der BAföG-Antrag bewilligt oder abgelehnt wird, hängt entscheidend von der Höhe der Einkünfte des Studierenden, seiner Eltern und seines Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartners ab. Da auch mehrere Freibeträge angerechnet werden, lohnt es sich auch für Kinder gut verdienender Eltern prüfen zu lasen, ob eine Förderung gemäß dem BAföG auch in ihrem Fall möglich ist.

Neben den ausgefüllten und unterschriebenen Antragsformularen müssen u.a. folgende Unterlagen als Kopie beigelegt werden:

  • eine Immatrikulationsbescheinigung nach §9 BAföG des aktuellen Semesters
  • Nachweise über die eigenen Einkünfte und Vermögen gemäß dem Einkommenssteuergesetzes
  • Mietvertrag
  • den elterlichen Einkommenssteuerbescheid des vorletzten Kalenderjahres
  • Sozialleistungsbescheide

Die Förderung nach BAföG ist auf die Regelstudienzeit begrenzt. Bei einer Bewilligung des BAföG-Antrages wird die Förderung immer für jeweils 12 Monate gezahlt; um die finanzielle Unterstützung weiter zu bekommen, reicht Ihr am besten zwei Monate vor Auslaufen einer Auszahlungsperiode einen BAföG-Folgeantrag ein, bei dem erneut geprüft wird, ob Ihr nach wie vor die Förderkriterien erfüllt.

Die Höhe der monatlichen BaföG-Zahlung richtet sich nach den im Gesetz festgelegten Bedarfsätzen abzüglich der angerechneten Einkünfte. Derzeit gelten folgende BaföG-Höchstsätze:

  • Wenn Studierende im Haushalt ihrer Eltern wohnen, erhalten sie monatlich bis zu 422 Euro, bzw. 495 Euro pro Monat, wenn eine Zulage für die Kranken- und Pflegeversicherung berechnet wird.
  • Wenn Studierende nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, erhalten sie bis zu 597 Euro pro Monat bzw. 670 Euro monatlich mit Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag.

Die Rückzahlung des Darlehen-Anteils in Höhe von bis zu 10.000 Euro beginnt 5 Jahre nach Ende der Förderungszahlungen. In Härtefällen kann auch ein Aufschub der Tilgung beantragt werden. Die Rückzahlung erfolgt an das Bundesverwaltungsamt in Köln in monatlichen Raten von mindestens 105 Euro pro Monat.

Weiterführende Informationen sowie alle notwendigen Antragsformulare findet Ihr auf der offiziellen Website www.das-neue-bafoeg.de.

KfW-Studienkredit

Für Studenten, deren BAföG-Antrag nicht bewilligt wurde, besteht die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt mit Hilfe eines KfW-Studienkredits zu bestreiten. Die Förderung erfolgt vollständig als zinsgünstiges Darlehen, das unabhängig von den eigenen Einkünften und denen der Eltern gewährt wird. Die Darlehenszinsen sind besonders niedrig und werden halbjährlich, jeweils zu Beginn des Sommer- und Wintersemesters festgelegt. Auch die Auszahlungsbeträge können auf Wunsch jeweils zum 1. April und zum 1. Oktober an veränderte Bedürfnisse angepasst werden und zwischen 100 und 650 Euro pro Monat betragen.

Weiterhin können die Laufzeiten der Auszahlungsphase (6 Monate bis 7 Jahre), der Karenzphase (6 bis 23 Monate) und der Rückzahlungsphase (bis zu 25 Jahre) entsprechend der persönlichen Situation gestaltet werden. Während der Karenzphase müssen bereits die monatlichen Zinsen bezahlt werden; wobei hier die Möglichkeit eines Zinsaufschubs besteht. Schließlich können Darlehnsnehmer während der Tilgungsphase außerplanmäßige Rückzahlungen sowie eine vorzeitige vollständige Tilgung des Darlehens vornehmen, ohne dass ihnen hierbei zusätzliche Kosten entstehen.

Den KfW-Studienkredit können Studierende mit deutscher Staatsangehörigkeit zwischen dem 18. und 34. Lebensjahr für maximal 14 Semester beantragen, wenn sie in einer staatlichen Universität oder einer staatlich anerkannten Hochschule eingeschrieben sind. Detaillierte Informationen zum KfW-Studienkredit finden Interessierte auf der KfW-Website. Außerdem stehen Ihnen die Vertriebspartner der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Seite, darunter auch das Studentenwerk Dresden.

Deutschlandstipendium

Studierende, die in der Schule sowie an der Universität mit hervorragenden Leistungen glänzen und sich darüber hinaus sozial engagieren, können im Rahmen des Deutschlandstipendiums einen Zuschuss in Höhe von 300 Euro pro Monat erhalten, den sie nicht zurückzahlen müssen und der auch nicht dem BAföG angerechnet wird.

Das jeweils zur Hälfte von Bund und privaten Förderern finanzierte Deutschlandstipendium wird jeweils für zwei Semester bewilligt, kann aber nach Ablauf einer Förderperiode immer wieder neu beantragt werden, so dass theoretisch während der gesamten Regelstudienzeit eine zusätzliche finanzielle Unterstützung vorhanden sein kann. Dabei wird mit jeder Bewerbung erneut geprüft, ob die Auswahlkriterien nach wie vor erfüllt werden.

Für ein Deutschlandstipendium bewerben sich interessierte Studierende jeweils direkt an ihrer Hochschule, wobei bisher nur die TU Dresden, die HTW Dresden, die Hochschule für Musik sowie die Palucca Hochschule für Tanz Dresden für ihre Studierenden Deutschlandstipendien angeboten haben. Weitere Details und Erfahrungsberichte von Stipendiaten lest Ihr auf der offiziellen Website Deutschland-Stipendium.de.

Stipendien

Die 12 großen Begabtenförderungswerke, darunter die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Heinrich-Böll-Stiftung, sind die bekanntesten Stipendiengeber in Deutschland; daneben existieren unzählige weitere Stiftungen bürgerlichen Rechts, die Studierende mit überdurchschnittlichen Leistungen und hohem Engagement auf ihren weiteren Studienweg finanziell und/oder ideell unterstützen wollen.

Da die genauen Anforderungen an die Bewerber von Stiftung zu Stiftung höchst unterschiedlich gestaltet sind und sich zudem viele Stipendien nur an eine sehr spezifische Zielgruppe richten, empfiehlt es sich, die Stipendiendatenbank des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (zu finden unter Stipendienlotse.de) nach Stipendienprogrammen zu durchsuchen, die dem persönlichen Profil am nächsten kommen.

Eine Liste der mehr als 200 im Direktionsbezirk Dresden ansässigen Stiftungen finden Interessierte auf der Website der Landesdirektion Sachsen (Stand 31.12.2011), wobei nicht jede der hier aufgeführten Stiftungen auch Stipendien an Studierende vergibt.

Bildungskredit

Der ebenfalls von der Kreditanstalt für Wiederaufbau angebotene Bildungskredit soll Studierende vor allem bei außerplanmäßigen Ausgaben während ihres Studiums, bei studienbegleitenden Praktika sowie in der Studienabschlussphase unterstützen. Zudem steht er Studierenden für Zusatz-, Ergänzungs- und Aufbaustudien zur Verfügung.

Der Antrag wird beim Bundesverwaltungsamt in Köln eingereicht; im Falle einer Bewilligung schließt der Antragsteller mit der KfW einen Vertrag zu zinsgünstigen Konditionen ab und erhält anschließend eine Förderung zwischen 100 und 300 Euro pro Monat und dies für maximal 24 Monate.

Der Bildungskredit kann hierbei mehrmals, jeweils einmal pro Bildungsetappe beantragt werden, so zum Beispiel für die Studienabschlussphase während des Erststudiums und anschließend noch einmal für ein Aufbaustudium. Die Rückzahlung des Bildungskredits erfolgt bereits vier Jahre nach der ersten erhaltenen Monatszahlung. Die Tilgungsraten betragen 120 Euro pro Monat.

Der Bildungskredit kann von Studierenden beantragt werden, die zwischen 18. und 36. Jahre alt sind, bereits eine Zwischenprüfung erfolgreich absolviert haben und die sich maximal im 12. Semester befinden. Die Höhe der Einkünfte des Studenten sowie der Eltern bleiben unberücksichtigt, weswegen auch BaföG-Empfänger einen Bildungskredit-Antrag stellen können. Ein Rechtsanspruch auf den Erhalt eines Bildungskredits besteht allerdings nicht, da die Mittel für dieses Förderprogramm begrenzt sind. Antragsformulare und ausführliche Informationen findet Ihr auf dieser Seite der KfW Förderbank.