Bildung in Frankfurt am Main: Tipps und Vergünstigungen


Frankfurt am Main gehört zu den Spitzenreitern in Sachen Bildung. Bei der Pisa-Studie 2010 belegte Hessen im Ländervergleich einen der führenden Plätze nach Bayern und Baden-Württemberg. Frankfurt verfügt nicht umsonst über einige hochrangige Bildungsstandorte und Institute. Bildung spielt als Wirtschaftsfaktor eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Nur eine Stadt die entsprechende Bildungsmöglichkeiten anbietet, bringt eigene hochqualifizierte Fachkräfte hervor. Neben der Goethe-Universität mit rund 35.000 Studierenden hat Frankfurt mit der Fachhochschule einen zweiten wichtigen Bildungsstandort von internationalem Rang. Beide Hochschulen haben zusammen rund 40.000 Studierende.

In jedem Fall ist zu bedenken, dass Bildung als lebenslanger Prozess nicht mit dem Schulabschluss endet. Auch darüber hinaus gibt es vielfältige Möglichkeiten etwas zu lernen und das eigene Wissen zu erweitern. Kurse, Weiterbildungen und Seminare, wie sie beispielsweis an der Volkshochschule angeboten werden, sind dabei meist teuer. Um Geringverdienern dieses Angebot nicht vorzuenthalten und auch ihnen den Zugang zu Bildungsangeboten zu gewähren, gibt es daher besondere Möglichkeiten Bildungsangebote der verschiedenen Träger vergünstigt nutzen zu können.

Zusätzlich stehen andere Förderungsmöglichkeiten zur Verfügung, die vom Bund oder vom Land Hessen gewährt werden können. Viele wissen nicht, welche Möglichkeiten es gibt und wie man sie bekommt. Hier gibt es deshalb einen Überblick über die verschiedenen Wege, bei Bildungsangeboten zu sparen.

  1. Tipps für die Kinderbetreuung
  2. Förderung im Rahmen der schulischen Ausbildung
  3. Fördermöglichkeiten bei Aus- und Weiterbildung
  4. Frankfurt-Pass: Unterstützung bei niedrigem Einkommen

1. Kinderbetreuung

In vielen großen Städten ist das Thema Kinderbetreuung äußerst schwierig. KiTa-Plätze sind schwer zu finden und müssen meist schon vor der Geburt des Kindes reserviert werden. In Frankfurt gibt es insgesamt 680 Kindertageseinrichtungen. In diese Rubrik fällt neben der Kinderkrippe und dem Kindergarten auch der Schulhort, zur Betreuung von Kindern im Grundschulalter. Durch die Betreuungseinrichtungen werden nicht nur die Kleinen kontinuierlich in die Gesellschaft integriert, sie bieten auch den Eltern die Möglichkeit Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren.

Laut Gesetz hat jedes Kind ab dem vollendeten dritten Lebensjahr bis zur Einschulung einen Rechtsanspruch auf Unterbringung in einer Kindertageseinrichtung. Dabei besteht allerdings kein festgelegtes Recht auf die freie Wahl eines bestimmten Kindergartens. Sollten die Familie keinen Platz erhalten haben, kann der Anspruch aufgrund der Rechtslage geltend gemacht werden. Bei Kindern unter drei Jahren besteht kein solcher Anspruch. Hier müssen sich Eltern selbstständig und häufig sehr langfristig kümmern, um einen geeigneten Betreuungsplatz zu bekommen. Bei der Suche nach einem KiTa-Platz hilft der KiTa-Wegweiser auf der Internetseite der Stadt Frankfurt weiter.

Kinderbetreuung ist eine Frage des Einkommens

In einigen deutschen Städten gibt es die Möglichkeit der kostenlosen Kinderbetreuung in Tageseinrichtungen. In Frankfurt ist dies nicht der Fall. Hier muss für die Betreuung der Kleinen bezahlt werden. In der Mainmetropole wurde so für die Betreuung von Kindern in städtischen und kirchlichen KiTas sowie in Betreuungseinrichtungen freier Träger eine einheitliche Gebührenordnung festgesetzt, die sich nach dem Einkommen der Eltern und nach der Anzahl der Kinder richtet. Bei Kindern unter drei Jahren besteht keine solche Regelung. Der monatliche Beitrag für Kinder unter drei Jahren liegt für einen Ganztagsplatz bei 198€, für einen Teilzeitplatz bei 158€ und für einen Halbtagsplatz bei 138€ (Stand: Oktober 2012). Allerdings bietet die Stadt Frankfurt die Möglichkeit eines entgeltfreien letzten Kindergartenjahres. Damit muss für das letzte Jahr vor der Einschulung nicht mehr der sonst übliche Beitrag gezahlt werden.

Generell werden die Kosten für einen Kindergartenplatz abhängig vom Einkommen der Eltern berechnet. Es gibt die Möglichkeit, einen Antrag auf eine Ermäßigung des Eltern-Entgelts zu stellen. Die Höhe der Ermäßigung richtet sich dann nach dem Familien-Jahres-Steuer-Brutto-Einkommen. Zudem müssen für die Gewährung einer Reduzierung der Beiträge zwei Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Der Hauptwohnsitz des Kindes muss in Frankfurt am Main liegen
  • Das Familien-Brutto-Jahreseinkommen darf nicht über 49.100€ liegen

Wird ein solcher Antrag gewährt, werden die monatlichen Beiträge für die Kinderbetreuung dem Einkommen der Eltern angepasst. Der Antrag auf eine einkommensgerechte Ermäßigung muss beim Stadtschulamt der Stadt Frankfurt am Main mit entsprechenden Einkommensnachweisen eingereicht werden.

Per Post:
Stadtschulamt – 40.51.3
Seehofstraße 41
60594 Frankfurt

Persönlich:
Stadtschulamt: Kita-Elternentgelte
Außenstelle Neuer Wall 2
Mo 08:00 – 12:00 Uhr
Do 08:00 – 12:00 und 14:00 – 18:00 Uhr

Zudem besteht die Möglichkeit der Ermäßigung ab dem zweiten Kind. Diese Reduzierung der Beiträge kann unabhängig vom Einkommen der Eltern in Anspruch genommen werden. Besucht also ein zweites Kind ebenfalls eine Kinderbetreuungseinrichtung, muss für dieses nur 80% des eigentlichen Beitrages gezahlt werden. Beim dritten Kind sind es dann nur noch 60%.

Bei einem besonders geringen Einkommen der Eltern kann ein Antrag auf Übernahme der Elternentgelte für die Kinderbetreuung gestellt werden. Inhaber des Frankfurt-Pass können problemlos beim Stadtschulamt einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Nachdem ein ermäßigtes Entgelt festgesetzt wurde, kann beim jeweils zuständigen Sozialrathaus, Kinder- und Jugendhilfe-Wirtschaftsdienst oder beim Kreisjugendwerk ein entsprechender Antrag zur Kostenübernahme gestellt werden. Bei Kindertageseinrichtungen mit Mittagessen ist auch mit Ermäßigung grundsätzlich ein Eigenanteil von 20€ fällig.

2. Förderung im Rahmen der schulischen Ausbildung

Ein wichtiger Schritt im Leben eines jeden Kindes ist der Beginn der Schullaufbahn. Die schulische Bildung legt den Grundstein für die Zukunft und die berufliche Perspektive des Kindes. Allerdings findet Bildung nicht ausschließlich innerhalb des Schulalltags statt. Auch außerhalb des Schulgebäudes geht der Lernprozess weiter. Sei es ganz einfach bei den Hausaufgaben oder bei gezielt ausgewählten Freizeitaktivitäten. Da nicht alle Freizeitbeschäftigungen kostenlos sind, haben es insbesondere einkommensschwache Familien häufig schwer und können ihren Kindern nicht jeden Spaß finanzieren oder ihnen nicht immer die optimale Förderung gewährleisten. Genau an dieser Stelle schaffen einige Initiativen, gesetzlicher und privater Natur, Abhilfe.

Bildungspaket

Um Kinder aus einkommensschwachen Familien nicht auszugrenzen und ihnen die Teilnahme an Freizeitaktivitäten zu ermöglichen oder schlicht die sichere Versorgung mit Schulmaterialien zu gewährleisten, gibt es seit 2011 das sogenannte Bildungspaket. Dies gilt für alle Familien mit:

  • Arbeitslosengeld II
  • Sozialgeld oder Sozialhilfe
  • Kinderzuschlag
  • Wohngeld

Das Bildungspaket enthält bereits einfache Dinge wie das Mittagessen in der KiTa, der Schule oder im Hort. Ein Großteil der Kosten wird übernommen; Eltern müssen lediglich einen Anteil von 1€ pro Essen zuzahlen. Weiterhin ist über das Bildungspaket eine Lernförderung abgedeckt. Schüler, bei denen Förderungsbedarf besteht, der auch von der jeweiligen Schule bestätigt wird, können Nachhilfe ohne zusätzliche Kosten in Anspruch nehmen.

Doch auch weitere Bereiche werden mithilfe des Bildungspakets gefördert. Von Stiften über Schreibpapier und Schulhefte bis hin zu Büchern und Taschenrechnern kommt in puncto Schulbedarf über die Jahre eine stolze Summe zusammen. Damit die Kinder in ihrem Schulalltag nicht auf dringend benötigte Materialien verzichten müssen, kann man einen Zuschuss von 100€ pro Schuljahr beantragen. Davon gibt es 70€ für das erste Halbjahr und 30€ für das zweite. Für Schüler der Sekundarstufe 2 gibt es außerdem einen Zuschuss zur Schulbeförderung. Bei Zahlung eines Eigenanteils erhalten so Schüler, die auf ihrem Schulweg auf Öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, beim Kauf einer Monatskarte einen finanziellen Zuschuss.

Die Bedeutung von Freizeitaktivitäten sollte man ebenfalls nicht unterschätzen. Ob Musikschule oder Sportverein; außerschulische Aktivitäten machen nicht nur Spaß, sondern fördern auch die Interessen der Schüler und ebnen vielleicht sogar den Weg für eine künftige Karriere. Um Kinder aus einkommensschwachen Familien nicht auszugrenzen und ihnen die Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung zu bieten, ist im Bildungspaket für diese Zwecke ein monatlicher Zuschuss von 10€ bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs vorgesehen. Das Geld kann als Zuschuss für Musikschulgebühren oder Beiträge für den Sportverein verwendet werden.

Die Leistungen können beim zuständigen Jobcenter beantragt werden. Empfänger von ALG II wenden sich demnach an ihr zuständiges Jobcenter. Andere Anlaufstellen gelten für Empfänger von Sozialhilfe, Kinderzuschlag und Wohngeld.

Für Empfänger von Sozialhilfe:
Ansprechpartner ist das örtlich zuständige
Sozialrathaus
E-Mail: [email protected]

Empfänger von Kinderzuschlag oder Wohngeld:
Zentrales Team
51.A66
Mainzer Landstr. 315-321
60326 Frankfurt am Main

Gemeinsame Servicehotline:
069 21233133

Kinder- und Jugendhäuser in Frankfurt am Main

Zusätzlich zu den herkömmlichen Bildungseinrichtungen findet man in Frankfurt noch einige Kinder- und Jugendhäuser, die meist von gemeinnützigen Vereinen getragen werden und ebenfalls verschiedene Bildungsangebote offerieren. In diesen Kinderhäusern werden unter Anleitung von pädagogischem Fachpersonal verschiedene Freizeitaktivitäten wie Fußball, Tanzen oder Theaterspielen angeboten. Für Teenager und Jugendliche gibt es zudem in manchen Einrichtungen die Möglichkeit, sich rund um Bewerbungen und Beruf- und Ausbildung beraten zu lassen.

Eine dieser freizeitpädagogischen Einrichtungen für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren ist das Kinderhaus Gallus. Dort wird beispielsweise eine Computer-AG angeboten, in der die Kinder gemeinsam am PC arbeiten und beispielsweise Bildbearbeitung lernen können. Zusätzlich gibt eine Hausaufgabenbetreuung. Die Angebote sind speziell für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche und können ohne zusätzliche Betreuungskosten in Anspruch genommen werden.

Auch das Kinderhaus Innenstadt bietet ähnliche Angebote wie Hausaufgabenhilfe, Theater- und Kunstworkshops oder Bastelkurse.

  • Kinderhaus Gallus
    Idsteiner Straße 73
    60326 Frankfurt am Main
    Kontakt:
    Sabine Rupp : 069 97 39 00 95
    Michael Kücücay: 069 97 39 00 95
  • Kinderhaus Innenstadt
    Battonnstraße 4-8
    60311 Frankfurt am Main
    Kontakt: 069 212 36760
  • Jugend- und Kulturzentrum Höchst
    Palleskestraße 2
    65929 Frankfurt am Main
    Kontakt:
    Astrid Feist: 069 212 45785
    Ute Bechtloff: 069 212 45785
  • Jugendtreff Im Mainfeld
    Im Mainfeld 15
    60528 Frankfurt am Main
    Kontakt:
    Kai Lotz: 069 67725299
    Martin Deutsch: 069 67725299
  • Kinder- und Jugendhaus Bonames
    Harheimer Weg 20A
    60437 Frankfurt am Main
    Kontakt:
    Silvia Steverding: 069 501532
  • Kinder- und Jugendhaus Bornheim
    Ortenberger Straße 40
    60385 Frankfurt am Main
    Kontakt:
    Richard Kratz: 069 45 42 81
  • Kinder- und Jugendhaus Dornbusch
    Eschersheimer Landstraße 248
    60320 Frankfurt am Main
    Kontakt:
    Veronika Strempel: 069 212-32072
  • Kinderhaus Sachsenhausen
    Affentorplatz 8
    60594 Frankfurt am Main
    Kontakt:
    Jan Biermann: 069 212 – 73151
 

Weitere Projekte für gezielte Lernförderung

Nicht nur in den Kinder- und Jugendhäusern der Stadt erhalten die Heranwachsenden Hilfe in allen Lebenslagen. Diese Unterstützung beginnt bei einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung, über Hausaufgabenhilfe und zur Hilfe in Bewerbungsangelegenheiten. Doch auch darüber hinaus gibt es in Frankfurt diverse Projekte, die der Bildung dienen:

Bildungsraum GrünGürtel

Der Frankfurter Grüngürtel ist das größte und beliebteste Naherholungsgebiet im Ballungsraum Frankfurt. Neben der Erholung und dem Abstand vom Trubel der Großstadt spielt jedoch auch Bildung in diesem 80 Quadratkilometer großen Areal eine wichtige Rolle.

Der Frankfurter Grüngürtel ist das größte und beliebteste Naherholungsgebiet im Ballungsraum Frankfurt. Neben der Erholung und dem Abstand vom Trubel der Großstadt spielt jedoch auch Bildung in diesem 80 Quadratkilometer großen Areal eine wichtige Rolle.

Dabei geht es vor allem darum, den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie wertvoll die Natur ist und wie wichtig es ist, sie zu schützen. Den Kindern und Jugendlichen soll so Ihre Verantwortung für die Natur und Ihre Erhaltung bewusst gemacht werden. Zu diesem Zweck werden innerhalb des Grüngürtels mehrere Lernstationen angeboten, die sowohl von Schulklassen als auch von anderen Gruppen und Familien genutzt werden können. Solche Lernstationen sind beispielsweise:

  • Alter Flugplatz Bonames
  • Pumpwerk Hinkelstein
  • StadtWaldHaus
  • Brentanopark
  • Waldschulheim
  • Heiligenstock, Lohrpark

Gegen kleine Unkostenbeiträge können die Kleinen auch das ganze Jahr über an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen, bei denen sie den GrünGürtel und die Natur kennenlernen. Informationen dazu gibt es hier:

Umweltlernen in Frankfurt e.V.
Seehofstraße 41, 60594 Frankfurt
069 / 212 30130

Lern-Partnerschaften

Die Lern-Partnerschaft in Frankfurt ist ein kooperatives Projekt, das in erster Linie die Themenbereiche Nachhaltigkeit und Umwelt tangiert. Die Kooperation trägt dabei zum gegenseitigen Verständnis bei. Die Unternehmen profitieren durch die Gewinnung von Nachwuchs. Die Schüler erhalten bessere Bildungsmöglichkeiten durch Lernförderung und praxisbezogene Lernformen. Bereits vorhandene Lernpartnerschaften sind:

  • Liebigschule und Neckermann Versand
  • Goethe-Gymnasium und Mainova AG
  • Wöhlerschule und FES
  • Berkersheimer Schule und Dottenfelder Hof

3. Aus- und Weiterbildung in Frankfurt am Main

Ausbildungssuche in Frankfurt

Die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz ist nicht immer einfach. Es gibt Jugendliche, die genau wissen, wo sie hinwollen und diesen Weg dann auch verfolgen. Es gibt aber ebenso junge Erwachsene, die sich über ihre berufliche Zukunft nicht im Klaren sind; sei es aufgrund schulischer Defizite oder einfach aufgrund der Vielzahl an möglichen Ausbildungsberufen. Für diejenigen, die bei der Suche nach der passenden Berufsausbildung Hilfe benötigen, gibt es in Frankfurt einige Anlaufstellen, an die man sich für kostenlose Beratung jederzeit wenden kann.

Bei der Arbeiterwohlfahrt – kurz AWO – kann man solche Beratung in Anspruch nehmen. Die Mitarbeiter helfen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 27 Jahren bei einer beruflichen Orientierung. Zudem gibt es die Möglichkeit, eventuellen schulischen Defiziten durch gezielte Arbeit entgegenzuwirken. Sind die ersten Schritte getan, helfen die Mitarbeiter der AWO mit Bewerbungstraining, fachtheoretischen und praktischen Qualifizierungen oder mit der Vermittlung betrieblicher Praktika.

AWO Jugendberufshilfe Frankfurt-Höchst
Kasinostraße 6
65929 Frankfurt am Main
069 – 370047 813

Eine Einrichtung, die sich in erster Linie für die Jugendberufshilfe bei Migrantenfamilien einsetzt, ist das Internationale Familienzentrum e.V. Für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, aber durchaus auch für deutsche Jugendliche, bietet der Verein berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen mit integrativem Hintergrund. In puncto berufliche Orientierung werden dort unter anderem Bewerbungsstrategien und das Erstellen von Bewerbungsunterlagen geschult.

Ansprechpartner:

Dr. Werner von Auw
Internationales Familienzentrum e.V.
Ostendstraße 70
60314 Frankfurt am Main
Tel: 069 – 27 22 16 34
E-Mail: [email protected]

Dr. Barbara Neuer-Markmann
Internationales Familienzentrum e.V.
Wiesenhüttenplatz 33
60329 Frankfurt am Main
069 – 27 22 16 34
E-Mail: [email protected]

Jugendbüro Lichtblick
Am Weingarten 26
60487 Frankfurt
Tel: 069 – 777916
Email:[email protected]

Das Praxislernprojekt ist eine Initiative der Lehrerkooperative des Arbeiter-Samariter-Bundes. Jugendliche, denen der Übergang zwischen Schule und Beruf besonders schwer fällt, können dort praxisnah und mit professioneller Betreuung nach und nach ihren Weg ins Berufsleben finden. Zur kostenlosen Teilnahme sind Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren berechtigt. Die Kursteilnehmer erwerben ein Computerzertifikat und erhalten Unterricht in verschiedenen Fächern sowie Bewerbungstraining. Mit ihrem erworbenen Know-how müssen sie dann selbstständig einen Praktikumsplatz finden. Nach einer dreimonatigen Praktikumsphase mit begleitenden Kursen wird Bilanz gezogen, ob der gewählte Beruf der Richtige ist. Einem Einstieg in das Berufsleben steht dank intensiver Betreuung und Beratung dann nichts mehr im Weg.

ASB Lehrerkooperative gGmbH
Praxislernprojekt
Heidelberger Straße 13
60327 Frankfurt am Main
Tel: 069 – 405 9 04 96
Email: [email protected]

Zentrum für Weiterbildung gGmbH

Neben der Volkshochschule gibt es weitere vor allem gemeinnützige Einrichtungen, die Weiterbildungsangebote offerieren. So zum Beispiels das Zentrum für Weiterbildung. Die Arbeit des Zentrums für Weiterbildung dient in erster Linie der arbeitsmarktnahen Qualifizierung und Förderung. Zu diesem Zweck werden zielgerichtet Kurse und Workshops angeboten, die die Chancen der Teilnehmer auf dem Arbeitsmarkt verbessern sollen. Zudem sollen die Kursangebote dazu beitragen individuelle, soziale und berufliche Kompetenz zu schulen.

Dazu bietet das Zentrum für Weiterbildung Kurse und Fördermöglichkeiten verschiedener Art:

  • Begleitung bei Karriereplanung vom Berufseinstieg bis zur Ausbildung
  • Wiedereingliederung von Erwerbslosen in das Berufsleben
  • Weiterbildung und Umschulung für Berufstätige
  • Hilfe bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf (speziell für Frauen und junge Mütter)
  • Unterstützung von Migranten bei beruflicher und sozialer Integration
  • Beratung für Unternehmen und Führungskräfte; Organisation und Durchführung von Fortbildungsprogrammen und Fachtagungen

Zentrum für Weiterbildung gGmbH:

Trakehner Str. 5
60487 Frankfurt am Main
Ansprechpartnerin
Jutta König
Telefon: 069/ 97776-300
E-Mail:[email protected]

Mainzer Landstr. 349
60326 Frankfurt am Main
Ansprechpartnerin
Pia Moser-Manthei
Telefon: 069/ 973226-0
E-Mail: [email protected]

Qualifizierungsscheck, Bildungsprämie & Co.

Unabhängig von Einkommen, Herkunft oder ähnlichem sollte jeder die Gelegenheit haben, sich weiterzubilden, um damit möglicherweise seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Zu diesem Zweck gibt es verschiedene Möglichkeiten der Förderung von Weiterbildungen.

Eine dieser Fördermöglichkeiten ist die Bildungsprämie. Initiiert wurde diese Fördermaßnahme vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Wer sich weiterbilden möchte, um beruflich voranzukommen, kann vom Staat bis zu 500€ Prämie erhalten, um Seminare, Weiterbildungen oder ähnliches zu finanzieren.

Die Bildungsprämie kann in Anspruch nehmen, wer:

  • mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig ist (gilt auch für Selbstständige oder Angestellte in Elternzeit oder Mutterschutz).
  • ein jährlich zu versteuerndes Einkommen bis 20.000€ hat (Bei Ehepaaren gilt ein gemeinsames versteuertes Einkommen von 40.000€).
  • die deutsche Staatsangehörigkeit oder eine gültige Arbeitserlaubnis besitzt.

Beratungsstellen für Interessierte gibt es auch in Frankfurt am Main zu unterschiedlichen Themenbereichen. Die Beratung zur Bildungsprämie ist kostenlos.

Volkshochschule Frankfurt am Main Initiative Hessencampus Frankfurt
Sonnemannstr. 13
60314 Frankfurt

Qualifizierungsberatungsstelle im Verband Farbe Gestaltung Bautenschutz Hessen
Kettenhofweg 14-16
60325 Frankfurt

BTQ Kassel, Büro Frankfurt/Main
Wilhelm-Leuschner-Straße 69 – 77
60329 Frankfurt/Main

Walter Kolb Stiftung e.V.
Kurt-Schumacher-Str. 41
60313 Frankfurt am Main

Allgemeine Servicehotline: 0800 2623 000

Eine weitere Fördermöglichkeit ist der Qualifizierungsscheck, der vom Land Hessen gewährt werden kann. Mit der Fördermaßnahme sollen Weiterbildungen unterstützt werden, die langfristig die Beschäftigungsfähigkeit des Arbeitnehmers verbessern. Bis zu 50% der Weiterbildungskosten (maximal jedoch 500€) können mit dem Qualifizierungsscheck übernommen werden. Der Qualifizierungsscheck ist in erster Linie für Menschen gedacht, die:

  • in ihrer ausgeübten Tätigkeit keinen anerkannten Abschluss haben oder
  • älter sind als 45 oder
  • mit bis zu 30 Stunden teilzeitbeschäftigt sind (unabhängig vom Alter) oder
  • als Ausbilder/in tätig sind (Die Weiterbildungen müssen in direktem Zusammenhang mit der Ausbildungstätigkeit stehen).

Kostenlose Informationen zum Qualifizierungsscheck kann man in den folgenden Beratungsstellen in Anspruch nehmen:

  • IHK Frankfurt am Main
    Börsenplatz 4
    60313 Frankfurt am Main
    069 2197-1519
    [email protected]
  • Walter Kolb Stiftung e.V.
    Kurt-Schumacher-Straße 41
    60313 Frankfurt am Main
    069-212-4 09 00
    [email protected]
  • Volkshochschule Frankfurt, Initiative Hessencampus
    Sonnemannstraße 13
    60314 Frankfurt am Main
    069-212 46703
    [email protected]
  • Weiterbildungsberatung Verband Farbe Gestaltung und Bautenschutz Hessen
    Kettenhofweg 14-16
    69325 Frankfurt am Main
    069-9 71 21 3-0
    [email protected]
  • Frauen-Softwarehaus e.V.
    Hohenstaufenstraße 8
    60327 Frankfurt am Main
    069-7 41 14 04
    [email protected]
  • Handwerkkammer Rhein-Main
    Schönstraße 21
    60327 Frankfurt am Main
    0180-11 22 33 20
    [email protected]
 

Eine Weiterbildungsförderung, die vom Staat gewährt werden kann, ist das Meister-Bafög. Damit werden vor allem Weiterbildungen für den beruflichen Aufstieg in handwerklichen, gewerblich-technischen und künstlerischen Berufen gefördert. Menschen, die an Vollzeitlehrgängen teilnehmen, können vom Staat einen Zuschuss zur Unterhaltssicherung und die Übernahme der Weiterbildungskosten in Teilzeit- oder Vollzeitmaßnahmen beantragen. Die Höhe der Förderung ist dabei abhängig von der Lebenssituation des Antragstellers. Die Anzahl der Kinder und die entsprechenden Kinderfreibeträge werden ebenso in die Berechnung einbezogen, wie die Vermögensverhältnisse des Ehepartners. Es handelt sich dabei – ähnlich wie beim Bafög für Studenten – um ein Bildungsdarlehen mit niedrigen Zinsen und einer Laufzeit von 10 Jahren.

In Hessen finden Beratungen und die Antragstellung in den Studentenwerken statt. Auch in Frankfurt können sich Interessenten an das MainSWerk wenden. Genaue Informationen zu den Voraussetzungen und die jeweiligen Antragsformulare können dort online eingesehen und heruntergeladen werden. Welche Möglichkeiten Frankfurt speziell für Studenten bietet, wenn es darum geht, das Studium zu finanzieren und aktiv Geld zu sparen, erfährt man hier.

Studentenwerk Frankfurt am Main (MainsWerk)
Bockenheimer Landstraße 133
60325 Frankfurt am Main
0180-1788336

4. Frankfurt-Pass: Unterstützung bei niedrigem Einkommen

Auch in Frankfurt am Main gibt es – wie beispielsweise in Stuttgart und Bremen – eine Bonuskarte, mit der insbesondere Menschen mit geringem Einkommen verschiedene Vergünstigungen in Anspruch nehmen können. In Frankfurt ist das der sogenannte Frankfurt-Pass. Er ist vor allem für Geringverdiener und Empfänger von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld. Liegt das monatliche Netto-Einkommen unter einer bestimmten festgelegten Grenze, kann er beantragt werden. Zudem muss der Antragsteller mit seinem Erstwohnsitz in Frankfurt am Main gemeldet sein. Die Einkommensgrenze liegt bei:

  • 869,00 EUR netto für 1-Personenhaushalten
  • 1.125,00 EUR netto für 2-Personenhaushalten
  • 1.380,00 EUR netto für 3-Personenhaushalten
  • 1.636,00 EUR netto für 4-Personenhaushalten
  • 1.892,00 EUR netto für 5-Personenhaushalten

Großes Sparpotential bietet dabei die vergünstigte Monatskarte der Frankfurter Verkehrsbetriebe, die man mit dem Frankfurt-Pass bekommen kann. Neben vergünstigten Besuchen im Zoo oder im Theater bietet der Frankfurt-Pass auch in puncto Bildung Einsparmöglichkeiten.

So können Inhaber dieser Bonuskarte beispielsweise kostenlos die Stadtbücherei von Frankfurt am Main nutzen. Erwachsene bezahlen sonst 12€ Jahresbeitrag. Weiterhin gibt es 50% Ermäßigung auf den Besuch von Kursen an der Volkshochschule.