Köln Empfehlungen für Studenten


Im Ranking der größten Universitätsstädte nimmt Köln den dritten Platz ein. Insgesamt 19 staatliche, staatlich-anerkannte und private Hochschulen gibt es in Köln und dem nahen Umland:

  • Universität zu Köln
  • Fachhochschule Köln
  • Europäische Fachhochschule
  • Rheinische Fachhochschule Köln
  • Fachhochschule des Mittelstands
  • Fachhochschule für öffentliche Verwaltung
  • Hochschule Fresenius
  • Hochschule für Musik und Tanz Köln
  • Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft
  • Kunsthochschule für Medien Köln
  • Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation
  • Deutsche Sporthochschule Köln
  • Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
  • FOM Hochschule für Oekonomie & Management
  • Cologne Business School
  • IB-Hochschule Internationale Berufsakademie
  • Internationale Filmschule Köln
  • ecosign/Akademie für Gestaltung
  • Kölner Design Akademie

Die hohe Attraktivität der Kölner Studienangebote hat bewirkt, dass sich rund 77.000 Studierende für die Domstadt entschieden haben, davon sind allein rund 45.000 an der Universität zu Köln eingeschrieben.

Obwohl die Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen bereits wieder abgeschafft wurden, gilt Köln dennoch als eine der Universitätsstädte mit den höchsten Lebensunterhaltskosten in Deutschland. So müssen jeden Monat die Miete (250 bis 500 Euro) und Lebensmittel bezahlt werden, hinzukommen Kosten für Bücher und andere Lernmittel, ggf. Beiträge zur Krankenversicherung sowie Ausgaben für Auto, Kommunikation, Freizeit und Sport. Darüber hinaus ist jedes Semester der Studienbeitrag zu entrichten, der beispielsweise an der Universität zu Köln derzeit bei 220 Euro liegt.

Ungefähr 800 Euro müssen Studierende in Köln jeden Monat berappen. So verwundert es nicht, dass laut der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks 78 Prozent aller Kölner Studierenden einen Studentenjob nachgehen. Spartipps und Hinweise zu Finanzierungsmöglichkeiten dürften sie daher brennend interessieren. Die wichtigsten will dieser Ratgeber für Kölner Studenten zusammenfassen:

  1. Studienwahl
  2. Wohnen und Leben
  3. Kommunikation
  4. Mobilität
  5. Freizeit und Kultur
  6. Finanzierungsmöglichkeiten

1. Studienwahl

Schüler-Förderprogramm StudienKompass

Der Studienkompass stellt ein Förderprogramm für Schülerinnen und Schüler dar, die das Abitur anstreben und im Anschluss daran studieren wollen, deren Eltern aber selbst nicht studiert haben. Mit Workshops sowie Exkursionen zu Universitäten und Unternehmen werden die Teilnehmer des Förderprogramms während des Übergangs vom Gymnasium zur Hochschule begleitet. Die intensive Vorbereitung beginnt bereits im vorletzten Schuljahr und endet nach dem ersten Studienjahr, so dass auch das Einleben an der Universität erfolgreich verläuft.

Schülerinnen und Schüler, die im Jahr 2015 das Abitur absolvieren, können sich noch bis zum 17. Mai 2013 um die Teilnahme am Programm StudienKompass bewerben. Auf der offiziellen Website www.studienkompass.de finden Interessierte detaillierte Informationen zu Bewerbung, Auswahlverfahren und vieles mehr. Das Förderprogramm StudienKompass existiert bereits seit 2007 und nimmt deutschlandweit jedes Jahr rund 1.500 Schülerinnen und Schüler auf.

Studieren probieren

An einem Studium interessierten Schülerinnen und Schülern bieten die Kölner Hochschulen vielfältige Möglichkeiten, sich vorab über ihr Wunschfach zu informieren und das Unileben kennen zu lernen. Unter dem Motto Studieren probieren öffnen beispielsweise die Universität zu Köln und die Fachhochschule Köln einmal pro Jahr ihre Pforten und laden Schülerinnen und Schüler ein, an Vorlesungen und Lehrveranstaltungen ihrer Wunschfächer teilzunehmen. Auch zu den Studienorientierungswochen erwartet Interessierte ein vielfältiges Programm, das auch u.a. zum wichtigen Thema Studienfinanzierung informative Vorträge vorsieht.

Ähnliches gilt für das Projekt UNIallTAG der Universität zu Köln. Auch hier besuchen die Schülerinnen und Schüler Lehrveranstaltungen eines Studienfaches, das sie vielleicht einmal studieren wollen, nur dass sie sich diesem in Begleitung eines Studierenden befinden, der ihnen auch die Räumlichkeiten der jeweiligen Fakultät zeigt und allemöglichen Fragen zum Unialltag beantwortet.

Im Rahmen des Oberstufenpraktikums können Lehrer außerdem interessierte Schülerinnen und Schüler für ein Hochschulpraktikum an der Universität zu Köln bzw. Fachhochschule anmelden, während dem sie den Lernbetrieb Universität näher kennen lernen. Stets aktuelle Termine und Informationen zu den hier kurz vorgestellten Möglichkeiten zum Schnupperstudium sowie Eignungs- und Neigungstests findet Ihr hier: http://verwaltung.uni-koeln.de/abteilung21/content/schueler/index_ger.html
http://www.fh-koeln-studieninfos.de/e47593/index_ger.html.

Schülerstudium an Kölner Hochschulen

Noch vor dem Abitur erste Uni-Erfahrungen sammeln? Für interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 bis 13, in begründeten Ausnahmefällen sogar auch für solche der Klassen 8 bis 10, können an der Universität zu Köln, der Fachhochschule Köln sowie der Hochschule für Musik und Tanz Köln in bestimmten Studienfächern ausgewählte Vorlesungen und Übungen des Grundstudiums besuchen und bereits Leistungsnachweise erbringen, die einem späterem regulären Studium angerechnet werden.

An der Universität zu Köln können Schülerstudenten folgende Fächer besuchen:

  • Mathematik
  • Physik
  • Chemie
  • Informatik
  • ausgewählte Fächer der Philosophischen Fakultät und
  • ausgewählte Fächer der Rechtswissenschaftlichen Fakultät

Für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen im Wintersemester muss die Bewerbung spätestens bis zum 1. März, für die im Sommersemester spätestens bis 1. September eingereicht werden. Hierzu gehören folgende Unterlagen: ein persönliches Anschreiben, Lebenslauf, das letzte Zeugnis als Kopie, ggf. eine Empfehlung seitens der Schule sowie das ausgefüllte Anmeldeformular (http://www.mi.uni-koeln.de/Schuelerstudenten). Die vollständigen Bewerbungsunterlagen sind entsprechend des gewählten Faches entweder an das Mathematischen Institut, an das Dekanat der Philosophischen Fakultät oder an das Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät zu senden.

Weitere Informationen zum Schülerstudium erhalten Interessierte auf den jeweiligen Webseiten der Fakultäten sowie von Dr. Ulrich Halbritter vom Mathematischen Institut der Universität zu Köln.

An der Fachhochschule Köln können hochbegabte Schülerinnen und Schüler ab der Stufe 10 ebenfalls im Rahmen des Schnupperstudiums „StudierenProbieren“ erste Vorlesungen in ihrem Wunschfach besuchen (http://www.fh-koeln-studieninfos.de/e47593/e47630/index_ger.html).

Die Hochschule für Musik und Tanz Köln bietet derweil für musikalisch Hochbegabte ab dem 10. Lebensjahr eine besondere Ausbildung im Pre-College Cologne an (http://www.hfmt-koeln.de/de/hochschule/institute-und-zentren/pre-college-cologne.html).

2. Wohnen und Leben

Wohnheime des Kölner Studentenwerks

Eine äußerst preiswerte Wohnmöglichkeit in Köln besteht darin, sich einen der rund 4.600 Wohnheimplätze des Kölner Studentenwerks zu sichern. Dieses betreibt insgesamt 86 Wohnheime, in denen Studierende entweder einzeln in möblierten Zimmern unterkommen und sich Bad und Küche gemeinschaftlich mit anderen Heimbewohnern teilen, oder Appartements mit Kochnische, Dusche und WC beziehen, oder sie in separaten Wohnungen als Wohngemeinschaft leben. Aber auch speziell für Studierende mit Kindern oder mit Behinderung bietet das Kölner Studentenwerk geeignete Wohnungen an.

Da das Kölner Studentenwerk seine Wohnheimplätze zu monatlichen Pauschalmiete (warm) von durchschnittlich 236 Euro vermietet, ist der Andrang natürlich groß und die Wartelisten lang. Interessierte sollten sich daher möglichst frühzeitig noch vor Studienbeginn (!) um einen Platz bewerben. Ausführliche Informationen zur Ausstattung der einzelnen Wohnheime und ihrer Zimmer/Appartements/Wohnungen findet Ihr auf der Seite des Studentenwerks hier. Die Bewerbung erfolgt ebenfalls online.

Wohnen für Hilfe

Bereits 2005 wurde in Köln das Projekt Wohnen für Hilfe ins Leben gerufen. Hierbei stellen Seniorinnen und Senioren für Hilfeleistungen Studierenden kostenfreien Wohnraum zur Verfügung. Statt eines Mietpreises wird die Anzahl der bewohnten Quadratmeter Hilfestunden umgerechnet, die innerhalb eines Monats zu leisten sind. Welche das konkret sind, wird individuell im Vertrag vereinbart. So kann die Hilfe beispielsweise darin bestehen, für die Senioren zu kochen, sie beim Arztbesuch zu begleiten, Einkäufe zu erledigen, die Haustiere zu pflegen oder den Garten zu pflegen.

Da das Projekt in den vergangen Jahren sehr erfolgreich war, wurde es mittlerweile ausgeweitet, so dass auch Alleinerziehende, Familien mit Kindern oder körperlich behinderte Menschen freie Zimmer für eine Studentin bzw. einen Studenten zur Verfügung stellen können, die/der sie im Alltag unterstützt.

Wer sich für eine solche Wohnpartnerschaft interessiert, kann sich auf der offiziellen Website www.wfh-koeln.de weiter informieren und den richtigen Ansprechpartner für ein erstes Beratungsgespräch finden. Getragen wird das Projekt Wohnen für Hilfe Köln vom Amt für Wohnungswesen der Stadt Köln sowie der Universität zu Köln.

Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt

Da jedoch lediglich 7 Prozent der Kölner Studenten einem Platz in einem der Studentenwohnheime ergattern können, bleibt für die Mehrheit der Studierenden nur der freie Wohnungsmarkt. Als preiswert gelten vor allem die Bezirke Mülheim, Deutz und Kalk. Unter den Studenten sehr beliebt sind neben der Innenstadt (Nord und Süd) vor allem die Stadtbezirke Braunsfeld, Belgisches Viertel, Ehrenfeld, Kwartier Latäng, Lindenthal, Südstadt und Sülz.

Für absolute Köln Neulinge bietet der AStA der Universität zu Köln die Website FairMieten-Koeln.de an. Sie bietet für die erste Orientierung nützliche Infos zum Kölner Wohnungsmarkt sowie Beschreibungen der einzelnen Stadtbezirke Kölns. Weiterführende Informationen zu diesen findet Ihr auch auf der Seite Koelner-Stadtteile.de.

Preiswerte Wohnungen vermieten beispielsweise die Gebausie GmbH und GAG Immobilien AG, die beide mit dem Kölner Studentenwerk zusammenarbeiten und Wohnungen an Studenten vermieten. Um ein Zimmer, eine Wohnung oder einen Platz in einer Studenten-WG zu finden, könnt ihr weiterhin die Wohnungsanzeigen folgender Zeitungen durchstöbern:

  • Kölner Stadt-Anzeiger
  • Kölnische Rundschau
  • Kölner Wochenspiegel
  • Marktplatz
  • Annonce

Des Weiteren empfehlen sich natürlich die einschlägigen Immobilienportale und natürlich die Aushänge in den Hochschulen, wo besonders WG-Angebote sehr zahlreich vertreten sind.

Zweitwohnungssteuer

Seit 2004 erhebt die Stadt Köln eine Zweitwohnungssteuer in Höhe von 10 Prozent. Diese muss jede Person unabhängig von der Höhe ihres Einkommens entrichten, die ihre Wohnung im Kölner Stadtgebiet als Nebenwohnsitz anmeldet – somit also auch Studierende. Grundlage für die Berechnung der Zweitwohnungssteuer ist die im Mietvertrag stehende Nettokaltmiete. Bei Wohngemeinschaften wird die individuell genutzte Wohnfläche plus der Anteil an den gemeinschaftlich genutzten Wohnräumen für die Berechnung herangezogen.

Von der Zweitwohnungssteuer befreit sind lediglich berufstätige Ehepartner bzw. in einer eingetragenen Partnerschaft Lebende, die außerhalb Kölns ihren Erstwohnsitz haben und allein aus beruflichen Gründen zusätzlich noch eine Nebenwohnung in Köln haben. Von dieser Befreiung von der Steuerpflicht profitieren auch verheiratete Studierende, Auszubildende und andere, die sich in einer für die Erwerbstätigkeit erforderliche Vorbereitungsphase befinden.

Alle anderen Studierenden können die Pflicht zur Zahlung der Zweitwohnungssteuer nur umgehen, indem sie ihre Wohnung in Köln als Hauptwohnsitz anmelden.

Wer bereits in Köln studiert, seine Wohnung als Nebenwohnsitz angemeldet hat und nun eine Nachforderung zur Zahlung der Zweitwohnungssteuer erhält, sollte umgehend darauf reagieren. Denn mitunter zeigt sich das Kassen- und Steueramt kulant und der Meldestatus kann rückwirkend in Hauptwohnsitz geändert werden. In Härtefällen sollten sich die Betroffenen unbedingt sofort an das Kassen- und Steueramt wenden.

Wohnberechtigungsschein

Vergleichsweise günstig sind mit öffentlichen Mitteln geförderte Sozialwohnungen. Um in einer solchen zur Miete wohnen zu können, benötigen Interessierte zunächst einen Wohnberechtigungsschein (WBS). Dieser wird beim Wohnungsamt beantragt; entscheidend für die Bewilligung ist die Höhe des Einkommens. Die nötigen Formulare zur Beantragung des jeweils für ein Jahr ausgestellten Wohnberechtigungsscheins finden Sie zusammen mit weiteren Informationen hier.

Übergangslösungen für Wohnungssuchende

Wer trotz intensiver Suche bis zum Studienbeginn noch keine Bleibe gefunden hat, der kann sich etwa bei der privaten Zeitwohnagentur Köln (www.zeitwohnagentur-koeln.de, erhebt eine Vermittlungsgebühr) nach einer Übergangslösung umschauen. Kölner Studenten, die sich für ein oder mehr Semester nicht in der Stadt befinden, bieten oftmals ihre Studentenbude zur Zwischenmiete an. Entsprechende Angebote finden Interessierte etwa auf www.zwischenmiete.de und www.housinganywhere.com.

Weitere Anlaufställen für Notfälle wären außerdem
die Kölner Jugendherbergen

  • An der Schanz 14, 50735 Köln-Riehl
  • Allerheiligenstr. 15, 50668 Köln-Altstadt
  • Siegesstraße 5a, 50679 Köln-Deutz

die Kölner Hostels

  • Schlafe billig – Alte Strasse 51, 50859 Köln-Widdersdorf (www.schlafe-billig.de)
  • Art of Overnight Housing Köln – Hohenstaufenring, 50674  Köln-Zentrum
  • Station Hostel für Backpacker – Marzellenstrasse 44-56, 50668 Köln-Zentrum (www.hostel-cologne.de)
  • Hostel Köln – Marsilstein 29, 50676 Köln-Zentrum (hostel.ag)
  • Weltempfänger Hostel & Café – Venloer Str. 196, 50823 Köln-Ehrenfeld (www.koeln-hostel.de)
  • Black Sheep Hostel Köln – Barbarossaplatz 1, 50674 Köln (www.blacksheephostel.de – Studentenangebot: 1 Monat buchen – 2 Nächte pro Woche Rabatt!)

die Kölner Campingplätze.

  • Campingplatz Waldbad – Peter-Baum-Weg 20, 51069 Köln-Dünnwald (www.waldbad-camping.de)
  • Städtischer Familienzeltplatz – Weidenweg 35, 51105 Köln-Poll (www.camping-koeln.de)
  • Bootshaus Berger – Uferstr. 53a, 50996 Köln-Rodenkirchen

3. Kommunikation

Telefon

Um jederzeit möglichst preisgünstig telefonieren und im Internet surfen zu können, bieten einige Mobilfunkanbieter Sondertarife für Studierende an, darunter Vodafone, O2 und T-Mobile.

Für bedürftige Personen bietet die Telekom des Weiteren auch den Sozialtarif an, mit dem sie eine Auswahl an Telekom-Festnetztarifen zu ermäßigten Preisen buchen können. Diesen Sozialtarif können auch Studierende beantragen, die BAföG erhalten, von der Zahlung des Rundfunkbeitrags befreit wurden oder die eine schwere Behinderung haben, wobei auf dem Schwerbehindertenausweis als Grad der Behinderung 90 angegeben sein muss. Die Antragsformulare und genauen Konditionen für den Sozialtarif finden Interessierte auf der offiziellen Website Telekom.de (Suchbegriff: Sozialtarif). Die Höhe der Ermäßigung für Studierende mit positivem BAföG-Bescheid beträgt 6,94 Euro, für Studierende mit Behinderung 8,72 Euro.

Internet

Jeder Student, egal welches Fach er studiert, ist auf einen Zugang zum Internet zwingend angewiesen. Deswegen stellen die Kölner Hochschulen ihren Studierenden und Mitarbeitern PC-Pools sowie ein WLAN-Netz auf ihrem Gelände bereit. Für den Zugang zu letzterem erhalten die Studierenden einen Benutzernamen und Passwort, außerdem muss ein VPN-Client auf dem Notebook installiert werden. Genaue Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Nutzung des örtlichen WLAN-Netzes findet Ihr auf den Seiten des Rechenzentrums Eurer Hochschule.

Darüber hinaus besteht in den Wohnheimen des Kölner Studentenwerks Zugang zum Internetstellen. Auch die Stadt- und Universitätsbibliothek Köln (SUB) sowie die Stadtbibliothek Köln ihren Mitgliedern kostenfreie Internetplätze zur Verfügung.

Schließlich bieten im Kölner Stadtgebiet zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars einen kostenfreien Zugang zu ihrem W-Lan-Hotspot an. Einige von ihnen findet Ihr beispielsweise im Köln-Stadtplan von WlanMap.com eingezeichnet.

Rundfunkbeitrag-Befreiung

Seit dem 1. Januar 2013 trägt die Gebühreneinzugszentrale den Namen ARD-ZDF-Deutschlandradio-Beitragsservice und erhebt pro Haushalt einen Rundfunkbeitrag in Höhe von 17,98 Euro pro Monat, und das unabhängig davon, wie viele Fernseher, Radios, Notebooks und andere Empfangsgeräte sich darin befinden.

Studierende, die eine BAföG-Förderung erhalten, können sich auf Antrag von der Zahlung des Rundfunkbeitrags befreien lassen. Hierfür muss zum Nachweis eine beglaubigte Kopie des positiven BAföG-Bescheids beigelegt werden. Auch Studenten mit einer Behinderung können eine Befreiung von der Zahlungspflicht beantragen, wofür sie eine beglaubigte Kopie ihres Schwerbehindertenausweises mit RF-Merkzeichen einreichen müssen. Die Antragsformulare werden online unter Rundfunkbeitrag.de zur Verfügung gestellt.

Weitere Befreiungsmöglichkeiten gibt es für Studierende leider nicht. Einen Vorteil haben lediglich noch solche Studenten, die in einer Wohngemeinschaft leben. Denn sie können den Rundfunkbeitrag in Höhe von 17,98 Euro unter den zahlungspflichtigen Mitbewohnern aufteilen, so dass jeder einen geringeren Betrag zahlen muss.

4. Mobilität

VRS-SemesterTicket und SemesterTicket NRW

In puncto Mobilität profitieren die Kölner Studierenden gleich zweimal, denn zusammen mit dem Personalausweis gilt ihr Studentenausweis als regionales SemesterTicket für das Netz des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS). Dieser berechtigt sie ein Semester lang – auch in der vorlesungsfreien Zeit – zur freien Nutzung der Busse, Straßen-, Stadt- und U-Bahnen des VRS. Außerdem dürfen SemesterTicket-Inhaber kostenfrei mitnehmen:

  • Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben
  • jederzeit ein Fahrrad
  • wochentags ab 19 Uhr bis 3 Uhr sowie an Wochenend- und Feiertagen ganztags eine Begleitperson über 14 Jahren + 3 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren

Das SemesterTicket gilt für alle Studierende von Universitäten und Fachhochschulen, deren AStA mit dem VRS GmbH einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen hat. Im Wintersemester 2012/2013 kostete das VRS SemesterTicket 104,90 Euro pro Semester. Dieser Betrag ist Bestandteil des Studienbeitrags und wird somit automatisch mit der Rückmeldung gezahlt.

Sofern ihre Hochschule einen entsprechenden Vertrag geschlossen hat, erhalten die Kölner Studenten außerdem das SemesterTicket NRW, was zur kostenfreien Nutzung von Bussen, Bahnen und Nahverkehrszügen (wie z.B. Mittelrheinbahn, RegionalBahn, RegionalExpress) in ganz Nordrhein-Westfalen berechtigt. Hiervon ausgeschlossen sind jedoch die Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn (ICE, IC, EC). Auch die Mitnahmeregelungen des VRS-Semester-Tickets gelten nicht für das SemesterTicket NRW!

Das SemesterTicket NRW gilt jeweils für ein Semester und ist nur in Verbindung mit dem regionalen VRS-SemesterTicket und dem Personalausweis gültig. Für das SemesterTicket NRW zahlen die Studierenden einen Aufpreis zum regionalen VRS-SemesterTicket, der ebenfalls im Studienbeitrag inbegriffen ist.

In welchem Gebiet die beiden SemesterTickets jeweils gültig sind, zeigen Euch beispielsweise die übersichtlichen Karten des AStA der Fachhochschule Köln und des AStA Universität zu Köln.

Fernlinienbusse

Wen es über Nordrhein-Westfalen hinaus in die Heimat, zu Freunden oder einfach nur zum Wochenendtripp in eine andere Stadt zieht, der kann statt mit der Deutschen Bahn mit den oft viel preiswerteren Fernlinienbussen fahren. Solche Busverbindungen dürfen Verkehrsbetriebe dank einer Änderung des Personenbeförderungsgesetzes erst seit Januar 2013 anbieten. Auch wenn daher die von Köln ausgehenden Verbindungen noch überschaubar sind, ist für die nahe Zukunft zu erwarten, dass weitere Fernbuslinien hinzukommen.

Die Preise für eine Fahrt mit dem Fernlinienbus sind meist um die Hälfte günstiger als die Bahntickets für die gleiche Strecke. Dennoch bieten auch die Anbieter von Fernbuslinien Sparpreise an, die nochmals einen Rabatt von 50 oder mehr Prozent auf den Normalpreis gewähren. Der einzige Nachteil Fernbusfahrten ist, dass die Passagiere oftmals doppelt so lange unterwegs sind als mit der Bahn.

Von Köln aus bestehen mit MeinFernbus.de folgende direkte Fernlinienverbindungen:

  • Köln – Wilhelmshaven (Köln-Deutz, Gummersbacher Straße – Düsseldorf – Essen – Norden – Norddeich – Nessmersiel – Dornumersiel – Bensersiel – Esens – Neuharingersiel – Carolinensiel – Haresiel – Schillig – Horumersiel – Hooksiel – Wilhelmshaven Hbf)
  • Köln – Norden (Köln-Deutz, Gummersbacher Straße – Wuppertal-Oberbarmen – Dortmund – Oldenburg – Wilhelmshaven – Hooksiel – Horumersiel – Schillig – Haresiel – Carolinensiel – Neuharingersiel – Esens – Bensersiel – Dornumersiel – Nessmersiel – Norddeich – Norden Busbahnhof)
  • Köln – München (Köln-Deutz, Gummersbacher Str – Mannheim – Heidelberg – Karlsruhe – Stuttgart – Augsburg – München ZOB, S-Bahn Hackerbrücke)
  • Köln – Freiburg (Köln ZOB – Straßburg, Place de l´Étoile – Kehl – Freiburg Hbf).

Auch wenn die erste, dritte und vierte Linie auf ihren Hin- bzw. Rückfahrten auch Düsseldorf ansteuern, dürfen für dieses Ziel von Köln aus keine Tickets verkauft werden, da erst ab 50 Kilometern Fernbusverbindungen angeboten werden dürfen.

Mit den Fernbussen von FlixBus.de kommen darüber hinaus folgende Streckenverbindungen hinzu, die mehrmals täglich angesteuert werden:

  • Köln – Düsseldorf – Münster – Bremen – Hamburg
  • Köln – Hahn – Frankfurt am Main
  • Köln – Frankfurt am Main – Würzburg – Erlangen – Nürnberg – Schwabach
  • Köln – Dortmund – Kassel – Göttingen – Leipzig – Dresden

Mit BerlinLinienBus.de bestehen weiterhin Verbindungsmöglichkeiten nach Berlin, Hannover, Magdeburg, Montabaur, Mannheim, Nürnberg, Frankfurt am Main, Stuttgart, Würzburg und Karlsruhe. Schließlich bietet Eurolines Germany von Köln aus Fernbusverbindungen ins europäische Ausland an, darunter nach Rotterdam, Amsterdam, Gent, Brüssel, London, Lille, Paris, Wien, Vilnius, Riga, Budapest, Skopje und Istanbul.

BahnCard 25 und BahnCard 50 zum Studentenpreis

Trotz der preiswerten Alternative Fernlinienbus wollen oder können manche mobile Studenten nicht auf die Deutsche Bahn verzichten. Gut, dass diese auch an ihren klammen Geldbeutel denkt und Studierenden im Alter von bis zu 26 Jahren die BahnCard 25 sowie die BahnCard 50 zu ermäßigten Preisen anbieten. Beide gelten jeweils ein Jahr ab dem Ausstellungsdarum. Nach Ablauf des Gültigkeitszeitraums verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr, es sei denn die BahnCard wird mindestens 6 Wochen vor Ablauf gekündigt.

Die BahnCard 25 gibt es zum Studentenpreis von 41 Euro (2. Klasse). Mit ihr erhalten Studierende bei jedem Fahrkartenkauf 25 Prozent Rabatt, und das sowohl auf Normalpreise, als auch auf die Sonderangebote im Fernverkehrsnetz. Außerdem dürfen sie sich über 25 Prozent Ermäßigung auf die Normalpreise für Bahntickets ins Ausland freuen, das gleich gilt für Europa Spezial Angebote.

Vielreisende Studierende können sich alternativ auch für die BahnCard 50 entscheiden, die zum Vorteilspreis von 127 Euro (2. Klasse) erhältlich ist und zum einen 50 Prozent Preisnachlass auf die Normalpreise für Tickets innerhalb Deutschlands gewährt, zum anderen aber auch 25 Prozent Ermäßigung für grenzüberschreitende Bahnfahrten ins Ausland verspricht

Umzugstransporter von Studibus.de

Für den Umzug nach Köln oder auch innerhalb der Stadt braucht auch ein Student schon mal ein größeres Gefährt. Preiswerte Angebote findet er bzw. sie bei Studibus.de. Das Mieten eines Transporters erfolgt ausschließlich online. Nach einer Bestätigung per Email und einer SMS mit dem Kennzeichen des Fahrzeuges können Studierende den Transporter an der Partnertankstelle abholen (in Köln: Aral Schmidt – Zollstockgürtel 39,
50969 Köln). Die Mietzeiten beginnen immer 6 Uhr, 14 Uhr und 21 Uhr. An der Kasse der Partnertankstelle erhalten sie die Kundenkarte, mit der sich das Fahrzeug öffnen lässt; der Autoschlüssel selbst befindet sich im Handschuhfach.

Nachdem der Umzug dank Studibus.de und fleißigen Helfern erfolgreich gemeistert ist, wird der geliehene Transporter wieder bei der Partnertankstelle abgegeben und die Kundenkarte zurück gegeben. Die Rechnung kommt dann einige Tage später per Email und der Betrag wird per Lastschrift vom Konto abgebucht.

Der Mietpreis setzt sich zusammen aus

  • dem Mietzeitraum (z.B. 1 Tag kostet 35 Euro),
  • dem Kilometerpreis (25 Cent pro Kilometer, ab 150 Kilometer nur 15 Cent für jeden weiteren Kilometer) und
  • dem Kraftstoffverbrauch.

Im Schadensfall haftet der Fahrzeugmieter maximal bis zu 500 Euro.

Übrigens: Studienbus.de bietet seinen Service auch für die Universitätsstädte Bonn, Kassel, Gießen, Würzburg, Mainz, Aachen, Hannover, Nürnberg, Marburg und Göttingen an. Zum Aufpreis von 5 Euro verleiht Studibus.de seine Fahrzeuge auch an diejenigen, die keinen Studentenausweis vorlegen können.

Fahrrad-Selbsthilfewerkstätten

Trotz SemesterTicket fahren nicht wenige Studenten gerade im Sommer lieber mit dem Rad zur Uni. Da aber auch der gute alte Drahtesel mal eine Schraube locker haben kann, bieten einige Fahrradwerkstätten in Köln Hilfe zur Selbsthilfe an.

Eine hiervon ist die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt Mitschraubgelegenheit, die vom AStA der Universität zu Köln im Innenhof der Hauptmensa betrieben wird. Die Tutoren bieten als Zweirad-Experten nützliche Tipps und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, mit denen Hilfesuchende an ihrem Fahrrad kleine und größere Reparaturen selbst durchführen können. In der Werkstatt steht das nötige Werkzeug kostenfrei zur Verfügung. Auch die gängigen Ersatzteile gibt es hier zu kaufen, und das äußerst preiswert fast zum Einkaufspreis. Was nicht vorrätig sein sollte, kann auf Wunsch beschafft werden. Auch wenn ein größeres Problem einmal nicht vor Ort gelöst werden kann, können Euch die Tutoren mit guten Adressen von Fahrradwerkstätten versorgen. Die aktuellen Öffnungszeiten sowie praktische Tipps für kleinere Fahrradreparaturen gibt es auf der offiziellen Mitschraubgelegenheit-Webseite Mitschraubgelegenheit.wordpress.com.

Weitere Selbsthilfe-Fahrradwerkstätten sind:

  • Bike Kitchen Cologne – Autonomes Zentrum Köln, Wiersbergstr. 44, 51103 Köln-Kalk (AZ-Koeln.org)
  • Alte Feuerwache – Melchiorstr. 3, 50670 Köln (www.AlteFeuerwachekoeln.de)

5. Freizeit und Ausgehen

Kulturscan Köln

Den Kulturscan Köln erhalten Studierende im Erstsemester von ihrer Hochschule. Dabei handelt es sich um ein Gutscheinheft, das mit seinen vielfältigen kostenfreien Angeboten, Vergünstigungen die Neuankömmlinge dazu einlädt, das spannende Kulturleben der Domstadt zu erkunden.

Insgesamt beteiligen sich 56 Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen am Gutscheinheft Kulturscan Köln, darunter Museen, Kabarettbühnen und Konzerthäuser. Ihre Gutscheinangebote, darunter auch kostenfreier Eintritt für 2 Personen, spezielle Führungen und kleine Geschenke, können die Kölner Erstis innerhalb eines Jahres einlösen.

Für die Benutzung ist wichtig, dass

  • Ihr in das Kulturgutscheinheft die jeweils aktuelle Studienbescheinigung einklebt
  • Ihr das Gutscheinheft Kulturscan Köln IMMER als Ganzes an der Kasse der jeweiligen Einrichtung vorlegt, ERST dort wird der jeweilige Gutschein herausgelöst. Ein loser Gutschein besitzt keine Gültigkeit mehr.

Ermäßigungen für Studenten in Kultureinrichtungen Kölns

Über die Vergünstigungen speziell für Erstis hinaus werden seitens der Kölner Kultureinrichtungen natürlich auch reguläre Ermäßigungen für immatrikulierte Studenten angeboten. Diese werden allesamt und immer aktuell für das laufende Semester im Faltblatt Viel los für kleines Geld zusammen mit aktuellen Programmhinweisen aufgeführt. Das Faltblatt liegt z.B. in der Zentralen Studienberatung der Universität zu Köln kostenfrei aus. Die Ermäßigungen gelten bei Vorlage des Studentenausweises für alle Studierende bis zum 35. Lebensjahr (mit Ausnahme der Kölner Philharmonie, wo die Altersgrenze bei 28 Jahren liegt).

Folgende Ermäßigungen gelten für Studierende z.B. in diesen Kultureinrichtungen:

  • Oper Köln: Eintrittskarte ab 8 Euro
  • Schauspiel Köln: Eintrittskarte 6 Euro
  • Kölner Philharmonie: 25 Prozent Rabatt auf den normalen Eintrittspreis
  • Gürzenich-Orchester Köln: 50 Prozent Rabatt auf den normalen Eintrittspreis
  • Kölner Museen: Jahreskarte 30 Euro (nur ständige Ausstellungen) bzw. 60 Euro (ständige und temporäre Ausstellungen)

6. Studienfinanzierung

BAföG

Das BAföG ist zweifellos die günstigste Möglichkeit, ein Studium zu finanzieren. Denn die staatliche Förderung wird jeweils zu 50 Prozent als Zuschuss und zinsloses Darlehen gewährt.

Anspruch auf BAföG haben Studierende, die das 30. Lebensjahr bzw. bei einem Masterstudium, das nach einem erfolgreichen Bachelorabschluss aufgenommen wird, das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Diese Altersgrenzen sind jedoch dank mehrerer Ausnahmeregelungen nicht immer ein Ausschlusskriterium. So können auch diejenigen die BAföG-Förderung erhalten, die

  • nach dem 30. Lebensjahr ihr Abitur bzw. ihre Fachhochschule absolviert haben und daraufhin ein Studium beginnen wollen
  • ohne Abitur und aufgrund ihrer besonderen beruflichen Qualifikation eine Zulassung zum Studium erhalten haben
  • eigene Kinder unter 10 Jahren haben
  • zuvor an einer schweren Erkrankung bzw. Behinderung litten, die sie an einen früheren Studienaufnahme gehindert hat.

Die Förderungshöchstdauer entspricht hierbei der Regelstudienzeit des Studienfachs, in dem der Antragsteller immatrikuliert ist. Wie hoch das BAföG ausfällt, wird individuell berechnet, der höchste Bedarfssatz liegt jedoch derzeit bei 670 Euro pro Monat, wobei bis zu 400 Euro monatlich durch einen Studentenjob hinzuverdient werden dürfen. Entscheidende Einflussfaktoren auf die Höhe der Förderung sind vor allem die Höhe des eigenen Einkommens, dem der Eltern und ggf. dem des Ehepartners bzw. des Partners einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Da zahlreiche Freibeträge angerechnet werden, empfiehlt es sich auch für Kinder scheinbar gut verdienender Eltern, dennoch einen BAföG-Antrag einzureichen. Die Möglichkeit, ein elternunabhängiges BAföG zu erhalten, besteht nur, wenn der Studierende nach seinem 18. Lebensjahr mindestens 5 Jahre lang berufstätig war.

Studierenden wird empfohlen, den BAföG-Antrag aufgrund der langen Bearbeitungszeiten möglichst zwei Monate im Voraus beim Amt für Ausbildungsförderung des Kölner Studentenwerks zu stellen, so dass die Förderung im Falle der Bewilligung rechtzeitig zum Studienbeginn gezahlt wird. Das Gleiche gilt für die Aktualisierungsanträge, die jedes Jahr neu gestellt werden müssen, um weiterhin BAföG zu erhalten. Rückwirkend wird das BAföG nicht gewährt, sondern maximal ab dem Monat der Antragstellung. Die Antragsformulare liegen beim Amt für Ausbildungsförderung aus oder können auf der Website Das-neue-BAfoeG.de ausgedruckt werden.

Die Rückzahlung des Darlehensanteils erfolgt an das Bundesverwaltungsamt und beginnt frühestens 5 Jahre nach der regulären Förderungshöchstdauer. Auch hier können ehemalige Studenten gehörig sparen. Denn das Bundesverwaltungsamt gewährt Nachlässe, wenn

  • der Studienabschluss noch vor dem Ende der Regelstudienzeit erfolgte wurde,
  • die Ergebnisse der Abschlussprüfung zu den besten des Studienfachs im gleichen Jahrgang gehörten und die Prüfungen maximal 12 Monate nach Ablauf der Förderungshöchstdauer absolviert wurden
  • sie den Darlehensanteil des BAföGs ganz oder teilweise vorzeitig zurückzahlen.

In Härtefällen, wie z.B. Arbeitslosigkeit, geringes Einkommen oder wenn eigene Kinder versorgt werden müssen, kann auch eine Stundung beantragt werden.

Stipendien

Lediglich 2 Prozent der rund 2 Millionen Studierenden in Deutschland finanziert ihr Studium mittels eines Stipendiums. Das liegt zum einen an den hohen Anforderungen, die an den Stipendiaten gestellt werden, zum anderen aber auch daran, dass die wenigsten Stipendien zur Finanzierung des Lebensunterhaltes ausreichen. Dennoch lohnt sich die Bewerbung um ein Stipendium für jeden Studenten, auch für diejenigen, die sich nicht unbedingt zu den Hochbegabten zählen.

Denn nach wie vor wird ein gewährtes Stipendium als eine Art Auszeichnung für besondere Leistungen angesehen und bringt somit einen klaren Pluspunkt für spätere Bewerbungen mit. Außerdem sind die meisten Stipendien – viele sogar ausschließlich – mit einer ideellen Förderung verbunden, sei es durch den Besuch berufsvorbereitender bzw. persönlichkeitsbildender Workshops und Seminare, durch erste Kontakte zu Unternehmen oder durch die Möglichkeit, frühzeitig mit den Führungskräften von morgen Kontakte zu knüpfen.

Die wichtigsten und bekanntesten Stipendiengeber sind die zwölf Begabtenförderungswerke, deren Stipendien von der Bundesregierung finanziert werden. Die Förderwerke repräsentieren hierbei unterschiedliche Gruppen der Gesellschaft, womit jede von ihnen einer bestimmten Partei, Religionsgemeinschaft, den Gewerkschaften oder den Arbeitgebern nahe steht. Von den Bewerbern wird erwartet, dass sie mit sehr guten Leistungen punkten können und sich darüber hinaus sozial engagieren. Die Stipendien der Begabtenförderungswerke richten sich nach den BAföG-Bedarfssätzen, weswegen sie für viele Studierende besonders attraktiv sind.

Neben den großen Förderwerken bieten eine ganze Reihe weiterer Stiftungen und Organisationen finanzielle und/oder ideelle Förderprogramme für Studierende an. Da sich diese jedoch oftmals nur an eine sehr begrenzte Zielgruppe (Herkunft, Wohnort, Hochschule, Studienfach, Studienschwerpunkt, etc.) richten, können bei der Recherche die wichtigsten Stipendien-Datenbanken weiterhelfen, nämlich
Stipendienlotse.de (Bundesministerium für Bildung und Forschung)
MyStipendium.de (ITS Initiative für transparente Studienförderung)
Stipendien-Datenbank auf E-Fellows.net.

Außerdem lohnt es sich, mal bei der Fakultät und deren Instituten sowie bei der Fachschaft seines Studienfachs nach relevanten Stiftungen zu fragen. Bei einer freundlichen Anfrage hilft Studierenden vielleicht auch der Kölner Stiftungen e. V. Weiter, eine Initiative mehrerer Stiftungen mit Sitz in Köln, wo insgesamt mehr als 340 Stiftungen ansässig sind. Weitere Informationen und mögliche Ansprechpartner finden Interessierte unter www.Koelner-Stiftungstag.de.

Deutschlandstipendium

Das Deutschlandstipendium fördert leistungsstarke und sozial engagierte Studierende, und das bereits vom ersten Semester an, wenn die Bewerber bereits in ihrer Schulzeit überdurchschnittliche Leistungen gezeigt haben. Die monatliche Förderung von 300 Euro pro Monat wird unabhängig vom Einkommen vergeben; auch auf die Bewilligung von BAföG hat der Erhalt des Stipendiums keinen Einfluss.

Das Deutschlandstipendium wird jeweils für 2 Semester gewährt, man kann sich aber bis zum Ende der Regelstudienzeit immer wieder neu um eine Förderung bewerben. Finanziert wird das Stipendium je zur Hälfte vom Bund und privaten Förderungen wie Unternehmen, Vereinen und Organisationen.

Die Bewerbungsunterlagen für ein Deutschlandstipendium reichen Studierende direkt bei ihrer Hochschule ein. Sie umfassen:

  • Motivationsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf, der den bisherigen Bildungsweg dokumentiert
  • Studienanfänger: Hochschulzugangsberechtigung + Zulassungsbescheid der Hochschule
  • Studierende höherer Fachsemester: Hochschulzugangsberechtigung + Nachweise über die bisher erbrachten Studienleistungen
  • weitere Dokumente, die eine hohe Leistungsbereitschaft belegen (z.B. Auszeichnung bei Leistungswettbewerben, Auslandsaufenthalt, erfolgreiche Berufsausbildung, etc.)

Die notwendigen Formulare und Bewerbungsfristen findet Ihr auf der Webseite Eurer Hochschule. Interviews und Erfahrungsberichte von bisherigen Stipendiaten lest Ihr auf Deutschlandstipendium.de.

Sozialstipendium der Universität zu Köln

Das Sozialstipendium richtet sich an Studierende mit überdurchschnittlichen Leistungen, die jedoch aus finanziellen oder sozialen Gründen an einem konzentrierten Studium gehindert sind.

Das Stipendium wird jeweils für 2 Semester in einer Höhe von 300 Euro pro Monat vergeben. Während der gesamten Regelstudienzeit kann man sich wiederholt um ein Stipendium bewerben. Anders als das Deutschlandstipendium wird das Sozialstipendium der Universität zu Köln in Abhängigkeit von der Einkommenshöhe gewährt, welche nicht die im BAföG festgelegten Einkommensgrenzen überschreiten darf. Auch wird es ausschließlich von privaten Geldgebern und ohne Zuschüsse vom Bund finanziert.

Folgende Nachweise müssen Stipendienbewerber dem Bewerbungsbogen beilegen:

  • BAföG-Bewilligungsbescheid bzw. Einkommensnachweise, die nach BAföG zu erbringen sind
  • Motivationsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf, der den bisherigen Bildungsweg dokumentiert
  • Studienanfänger: Hochschulzugangsberechtigung + Zulassungsbescheid der Hochschule
  • Studierende höherer Fachsemester: Hochschulzugangsberechtigung + Nachweise über die bisher erbrachten Studienleistungen
  • weitere Dokumente, die eine hohe Leistungsbereitschaft belegen (z.B. Auszeichnung bei Leistungswettbewerben, Auslandsaufenthalt, erfolgreiche Berufsausbildung, etc.)

Die Bewerbungsunterlagen sind vollständig und in doppelter Ausführung an folgende Adresse zu senden: Universität zu Köln, Stichwort „Sozialstipendium“, Abt. 23, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln. Über die aktuelle Bewerbungsfrist informiert Euch die folgende Seite: http://www.stiftung-studium-lehre.uni-koeln.de/4943.html.

Studienstipendien des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds

Der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds vergibt Stipendien an Studierende, die sich durch eine wissenschaftliche Begabung und ein soziales Engagement auszeichnen, in ihrem Studium jedoch durch finanzielle und/oder soziale Schwierigkeiten beeinträchtigt sind. Wer die Voraussetzungen erfüllt, erhält als Stipendiat des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds sowohl eine finanzielle, als auch eine ideelle Förderung.

Die finanzielle Förderung wird in dem Maße gewährt, dass sie zusammen mit dem eigenen Einkommen und anderen Förderungen zum Bestreiten des Lebensunterhaltes genügt. Dem Stipendiat soll es damit möglich sein, sich voll und ganz auf sein Studium zu konzentrieren. Die ideelle Förderung besteht in der Teilname an Bildungsveranstaltungen und Mentorenprogrammen.

Folgende Voraussetzungen müssen die Stipendium-Bewerber erfüllen:

  • Studium an einer Hochschule, das zu einem staatlich anerkannten Abschluss führt
  • Abitur mit einer Durchschnittsnote von mindestens 2,0
  • Studienleistungen mit einer Durchschnittsnote von mindestens 2,5
  • Abschluss des Studiums voraussichtlich innerhalb der Regelstudienzeit, nur in begründeten Ausnahmefällen auch später;
  • zum Studienabschluss darf der Bewerber nicht älter als 30 Jahre sein

Die Bewerbungszeiträume für ein Stipendium des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds finden jedes Jahr jeweils vom 1. Februar bis 1. März bzw. vom 1. August bis 1. September statt. Alle notwendigen Unterlagen findet Ihr auf der offiziellen Webseite Stiftungsfonds.org zusammen mit weiteren Informationen und Erfahrungsberichten.

Darlehen, Kurzdarlehen und finanzielle Beihilfen für Kölner Studenten

KfW-Studienkredit

Den Studienkredit der KfW Bankengruppe kann jeder Student beantragen, der an einer staatlichen bzw. staatlich anerkannten Hochschule immatrikuliert ist und nicht älter als 44 Jahre ist. Dabei wird das zinsgünstige Darlehen unabhängig vom eigenen Einkommen und dem der Eltern gewährt und kann somit auch ergänzend zum BAföG oder zu einem Stipendium aufgenommen werden.

Der Höchstbetrag der Förderung liegt bei 650 Euro pro Monat, wobei der KfW-Studienkredit für eine Dauer von bis zu 14 Semestern beantragt werden kann. Die Höhe der monatlichen Auszahlung kann zwei mal im Jahr, nämlich zum 1. April und zum 1. Oktober, an veränderte Lebenslagen angepasst werden.

Beantragt und geführt wird der KfW-Studienkredit online auf der Website der KfW-Bankengruppe www.kfw.de. Die ausführliche Beratung über den Studienkredit sowie die Prüfung aller notwendigen Unterlagen erfolgt dagegen im Kölner Studentenwerk.

Nach Ende der letzten Förderrate folgt eine Ruhephase von maximal 23 Monaten, erst dann beginnt die Rückzahlung des Darlehens. Ebenso wie die Höhe des KfW-Studienkredits so sind auch die Dauer der Karenzzeit, die Höhe der Tilgungsraten sowie die Dauer der Rückzahlungsphase (maximal jedoch 25 Jahre) vom Darlehensnehmer frei wählbar. Außerdem können jeweils zum 1. April und zum 1. Oktober außerplanmäßige Rückzahlungen in beliebiger Höhe vorgenommen werden, ohne dass dadurch mehr Kosten entstehen.

Daka-Studiendarlehen

Das Studiendarlehen der Darlehenskasse der Studentenwerke im Land Nordrhein-Westfalen e. V. richtet sich an Studierende, die sich in der Endphase ihres Studiums befinden, aber aufgrund finanzieller Schwierigkeiten an einem erfolgreichen Abschluss gehindert sind.

Das mehrfach ausgezeichnete Daka-Studiendarlehen wird zinslos bis zu einer Maximalhöhe von 9.000 Euro gewährt, wobei es in Monatsraten von maximal 1.000 Euro ausgezahlt wird. Wer diesen Höchstbetrag während seines Bachelor-Studiums nicht vollständig ausschöpft, kann für die Phase der Abschlussprüfungen im anschließenden Master-Studium eine Weiterförderung erhalten. Die Höchstdauer der Förderung beträgt 18 Monate.

Für die Bewilligung des Daka-Studiendarlehens müssen die Antragsteller:

  • ein staatlich-anerkanntes Studium an einer Hochschule in Nordrhein-Westfalen absolvieren,
  • mit dem Semesterbeitrag den Sozialbeitrag für das örtliche Studentenwerk zahlen,
  • auf finanzielle Hilfe zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes angewiesen sein,
  • einen Bürgen nennen.

Die Rückzahlung beginnt frühestens 1 Jahr nach der letzten Förderzahlung. Wer das Daka-Studiendarlehen für sein Bachelor-Abschluss genutzt hat und anschließend ein Master-Studium aufnimmt, kann einen Aufschub der Rückzahlung um weitere 6 Monate beantragen. Die monatliche Tilgungsrate beträgt mindestens 150 Euro pro Monat. Unabhängig davon können jederzeit außerplanmäßige Rückzahlungen in beliebiger Höhe geleistet werden. Bei Härtefällen aufgrund finanzieller oder sozialer Schwierigkeiten kann auch ein individueller Rückzahlungsplan erstellt werden.

Die Antragsformulare für das Daka-Studiendarlehen erhaltet Ihr im Kölner Studentenwerk beim Amt für Ausbildungsförderung, das Euch auch individuell beraten kann. Weiterführende Informationen erhalten Interessierte auch auf der offiziellen Webseite http://daka.akafoe.de.

Weitere finanzielle Hilfen für Kölner Studenten

  • Das Kölner Studentenwerk vergibt ein Kurzdarlehen in Höhe von 250 Euro an Studierende, die sich in unverschuldeten Notlagen befinden und das Darlehen bereits vier Wochen nach Erhalt vollständig zurückzahlen können. Die Bedürftigkeit wird in einem Gespräch mit der Sozialberatung des Kölner Studentenwerks geklärt. Mitzubringen sind hierfür der Personalausweis sowie eine aktuelle Studienbescheinigung.
  • Auch der AStA der Universität zu Köln sowie der AStA der Deutschen Sporthochschule Köln vergeben Kurzdarlehen in Höhe von bis zu 230 Euro bzw. bis zu 500 Euro. Für weitere Informationen wendet Euch bitte an den AStA Eurer Hochschule.
  • Die Universität zu Köln unterhält den sogenannten Studierendenförderungsfonds, aus dem zinslose Darlehen für bedürftige Studenten in der Studienabschlussphase, aber auch interessante Projektinitiativen von Studierenden finanziert werden. Bachelor- und Master-Studenten an der Universität zu Köln, der Deutschen Sporthochschule Köln und der Hochschule für Musik und Tanz können das zinslose Darlehen in einer Höhe von bis zu 4.200 Euro erhalten. Diese Förderung wird in Raten für maximal 12 Monate ausgezahlt. Neben ihrer Bedürftigkeit müssen die Studierenden auch den Erwerb von mindestens zwei Drittel aller Credit Points nachweisen. Voraussetzung für die Beantragung des zinslosen Darlehens ist weiterhin ein vorheriges Beratungsgespräch beim für den Studierendenförderungsfonds zuständigen Dezernat 2 (Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln – Hauptgebäude, Bauteil 2, Raum 2.025) Weitere Informationen sowie das Antragsformular finden Interessierte hier.
  • Das Kölner Studentenwerk vergibt zinslose Darlehen aus dem Hilfsfonds in Notlagen an Studierende, die plötzlich und ohne eigenes Verschulden in eine finanzielle Notlage geraten sind und deswegen ihr erfolgreicher Studienabschluss gefährdet ist. Bei der Beantragung des Darlehens müssen die Studierenden einen Bürgen nennen können. Näheres erfahrt Ihr bei einem persönlichen Gespräch mit der Sozialberatung des Kölner Studentenwerks.
  • Das Kölner Studentenwerk gewährt zudem eine finanzielle Beihilfe zu Krankheitskosten (z.B. Zahnkronen), wenn den Studierenden keine anderen Finanzierungsquellen mehr zur Verfügung stehen. Als bedürftig gelten hierbei Studierende, die einen positiven BAföG-Bescheid vorlegen bzw. ein Einkommen nachweisen können, das maximal 20 Prozent über den im BAföG festgeschriebenen Einkommensgrenzen liegt. Auch hierfür ist die Sozialberatung des Kölner Studentenwerks der richtige Ansprechpartner.
  • Studierende haben kein Anspruch auf Leistungen der Sozialhilfe, nur in äußersten Härtefällen werden vom Jobcenter Köln solche Leistungen als Darlehen gewährt. Ob Ihr in Eurer besonderen Situation Anspruch habt, erfahrt ihr in einem persönlichen Gespräch.