No Name Produkte von Markenherstellern – hier könnt ihr richtig sparen!

Sparen von Fabian am 06.11.2016

Discountermärkte haben Hochkonjunktur. Jeder Zweite in Deutschland kauft seine Lebensmittel mittlerweile im Discounter an der Ecke. Günstige Preise und bessere Qualität, als oft vermutet, sprechen für die verschiedenen Anbieter. Aldi, Lidl, REWE, Netto, Penny und Edeka verkaufen neben den bekannten Markenprodukten viele, teils eigene, so genannte No Name Produkte, die billiger sind als die großen Marken. Interessanterweise stammen viele dieser No Name Produkte von Markenherstellern, die ihre bekannten Produkte unter unbekannten Fantasienamen zu günstigen Preisen anbieten. Wenn man diese Waren enttarnt, kann man richtig Geld sparen.

Streng genommen wird der Kunde veräppelt. Man lockt ihn mit einem günstigen No Name Produkt, und hofft so, dass er irgendwann auch zum Markenprodukt greift. Das Paradoxe an der Sache ist, dass es sich unter der Verpackung oft um dasselbe Produkt handelt. Deshalb Augen auf beim Einkauf. No Name Produkte von Markenherstellern sind in der Regel genauso gut wie das Original. Also warum mehr Geld als nötig ausgeben?

discounter supermarkt

Warum werden überhaupt No Name Produkte von Markenherstellern verkauft?

Tatsächlich ist heutzutage fast jedes dritte Produkt auf dem Markt ein No Name Produkt. Zunächst einmal fragt man sich natürlich, was eigentlich dahintersteckt, wenn No Name Produkte von Markenherstellern angeboten werden. Teurere Waren versprechen schließlich auch höhere Gewinne. Warum also darauf verzichten? Die Antwort ist einfach: Günstige und qualitativ gute Waren werden natürlich zu Werbezwecken verkauft. Dadurch sollen Kunden in den Laden gelockt werden, die, wenn sie schon einmal da sind, dann auch zu nicht so günstigen Markenprodukten greifen.

Die zweite interessante Frage lautet: Schneiden sich die Produzenten der No Name Produkte von Markenherstellern mit dieser Strategie nicht ins eigene Fleisch? Nicht wirklich, denn das Konzept geht auf. Immer vorausgesetzt, die Kunden wissen nicht, dass ihnen etwas vorgespielt wird. Deshalb werden wir euch einige Beispiele für No Name Produkte liefern, hinter denen sich anerkannte Markenprodukte befinden.

Zudem verkaufen die Anbieter von Markenprodukten ihre Restbestände an Discounterketten, und machen so noch Gewinn für Waren, auf denen sie eventuell sitzen bleiben würden. Die Discounter wiederum verkaufen diese als No Name Produkte gekennzeichneten Waren viel günstiger, als wenn sie ihren Originalnamen tragen würden, machen aber immer noch Gewinn mit diesem Konzept.

Eine Win-Win-Situation für den Produzenten und den Discounter. Und auch der Ladenkunde kann von diesem Geschäftsmodell profitieren. Warum zum teuren Markenprodukt greifen, wenn auch No Name Produkte von Markenherstellern zu viel günstigeren Preisen zu haben sind? Tatsächlich stehen im Supermarktregal oft beide Produkte nebeneinander. Kunden vertrauen gerne dem Bekannten und zögern bei Billigprodukten. Billig hat immer den Touch von schlecht. Wenn man allerdings wüsste, dass beide Produkte komplett identisch sind – bis auf die Verpackung und den Preis! – würde sich mancher richtig ärgern, wenn er sich für das teurere und vermeintlich bessere entscheidet.

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Damit euch das nicht passiert, enttarnen wir nun einige No Name Produkte von Markenherstellern. Wer dann noch zum teuren Markenprodukt greift, dem ist einfach nicht zu helfen. Also nicht von Etikett und Preis täuschen lassen. Die Qualität ist dieselbe.

No Name Produkte von Markenherstellern:

  • Cava Delmora Sekt von Aldi

Dieser Aldisekt wird von einer Tochtergesellschaft des Freixenet-Unternehmens hergestellt und steht dem berühmten Freixenetsekt in nichts nach. Wie sollte er auch? Allerdings spart ihr bei einem Liter ganze 2,50 Euro.

  • Symphonie Konfitüre Extra bei Netto

Hierbei handelt es sich um eine supergünstige Marmelade von Netto. Geschmacklich kann sie locker mit der Konfitüre von Zentis mithalten. Wen wundert es, liegt doch die Produktionsstätte der unbekannten Nettomarmelade zufälligerweise in der gleichen Straße wie der Hersteller der berühmten Zentiskonfitüre. Bei 100 Gramm könnt ihr so 40 Cent sparen.

  • Deutscher Gouda und Allgäuer Schmelzkäse von ja!

Zugegeben, die ja!-Produkte von REWE sehen alles andere als attraktiv aus, aber wie so oft im Fall der No Name Produkte von Markenherstellern sollte man sich nicht vom Äußeren blenden lassen. Beide Käsesorten stammen in Wirklichkeit aus dem Hause der Heinrichthaler Milchwerk bzw. von Hochland, und sind um einiges günstiger als die mit den Markennamen gekennzeichneten Originalprodukte.

  • Doppelkeks von Aldi

Wer kennt sie nicht, wer liebt sie nicht seit Kindertagen? Die Prinzenrolle von De Beukelaer ist schon so etwas wie ein Klassiker. Wem die allerdings zu teuer ist, der wird beim Doppelkeks von Aldi fündig. Beide Kekssorten werden vom selben Hersteller Griesson produziert. Beim Doppelkeks spart der Kunde allerdings ein Drittel des Preises.

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  • Belmont Gold Kaffee bei Aldi

Es geht nichts über einen guten Kaffee. Verständlicherweise geht man als Kunde hier die wenigsten Kompromisse ein. Nicht am falschen Ende sparen! Aber beim Aldikaffee Belmont Gold handelt es sich in Wirklichkeit um Nescafé Gold. Hier kann man also ruhigen Gewissens sparen.

  • Bandnudeln (Frischei-Nudeln) von Netto

Dahinter verbergen sich „Die Guten“, Eiernudeln von Bernbacher. Die Firma, die die Discounternudeln herstellt, gehört nämlich Teilen der Bernbacher-Familie. Und wer immer noch nicht glaubt, dass es sich lohnt, No Name Produkte von Markenherstellern gezielt zu suchen, dem sei gesagt, dass es sich im Fall der Nudeln um eine Ersparnis von rund 50 Prozent handelt.

  • Choceur Riesen Schoko Küsse von Aldi

Noch so ein Klassiker und Kindertraum: Schokoküsse von Dickmann’s. „Mann, sind die Dickmann!“ – einer der schönsten TV-Werbespots aller Zeiten. Qualität hat natürlich seinen Preis. Wem die Originalküsse zu teuer sind, kann getrost zu den Choceur Riesen Küssen von Aldi greifen. Hersteller dieser Köstlichkeit: eine Tochterfirma von Storck. Ach ja, und Storck produziert die guten, alten Dickmann’s.

  • REWE Pommersche Gutsleberwurst

Diese Leberwurst findet ihr passenderweise im Regal gleich neben der Rügenwalder Leberwurst. Der Hersteller ist nämlich derselbe, was allerdings nicht für den Preis gilt. Da spart ihr bei der REWE Leberwurst 40 Cent.

  • Gold Advocaat Eierlikör von Lidl

„Ei, ei, ei…Verpoorten!“ Diesen Werbejingle kriegt man kaum mehr aus dem Ohr. Laut Meinung vieler Kunden ist der Verpoorten Eierlikör aber auch der Beste seiner Art, und seine 9,99 Euro natürlich auch wert. Nun kommt die Hammernachricht für alle Eierlikörliebhaber und Sparfüchse. Im Gold Advocaat Eierlikör von Lidl steckt tatsächlich original Verpoorten, und der kostet nur knapp vier Euro. Ei, ei, ei…

Der Eierlikör ist wahrscheinlich eines der überzeugendsten Bespiele für das gute Preis-Leistungsverhältnis von No Name Produkten von Markenherstellern. Jedenfalls lohnt es sich, bei vielen No Name Produkten einmal genau hinzuschauen. In vielen Fällen kann man richtig Geld sparen und hat zudem keine qualitativen Einbußen.