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Putzen für Faule: Der ultimative 10-Punkte-Plan

 10. Juli 2018
Katrin in Zuhause
Ich hasse Putzen. Beim Anblick eines Putzlappens bekomme ich Schweißausbrüche, der Staubsauger steht in der dunkelsten Ecke meiner Wohnung, weil ich ihn einfach nicht sehen will und die Fenster… naja – zum Glück habe ich Vorhänge. Etwas muss sich ändern, denn in einem unordentlichen Zuhause fühle ich mich nicht wohl. Regelmäßig fremde (Putz-) Hilfen zu organisieren, geht mit der Zeit jedoch ins Geld. Deshalb: Eine Strategie muss her, mit der ich meinen Anti-Putzfimmel einigermaßen in den Griff bekomme. Hier ist also mein 10-Punkte-Plan für Putzfaule.

Es ist also Hausputz angesagt? Und der macht den meisten leider so gar keinen Spaß...

Keine Sorge, wir sind hier, um das zu ändern!

Dafür haben wir nicht nur hilfreiche Musik, sondern darüber hinaus sogar noch viele weitere Tricks auf Lager: Oder weißt du schon, wie du mit Backpulver oder sogar Wodka den Haushalt auf Vordermann kriegst? Oder die besten Hacks, wie du deine Dusche ganz ohne Mühe sauber hälst oder richtig wäschst?

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1. Ohne Musik geht gar nichts

Egal ob Punkrock, Klassik oder die 80s: Ohne Musik, die euch antreibt, braucht ihr gar nicht erst anzufangen.

2. Vorsortieren ist besser als Nachpolieren

Zu allererst eine ganz einfache Rechnung zum Einstieg: Je mehr Staubfänger rumstehen, desto mehr Staub sammelt sich an, desto mehr muss man putzen. Daraus folgt: Um das Problem an der Wurzel zu packen, solltet ihr eure Wohnung zunächst von Grund auf entrümpeln. Werft alles weg, was sinnlos rumsteht, keine Funktion sowie keinen emotionalen Wert (mehr) hat. Und mit alles meine ich wirklich ALLES: Von Klamotten, die ihr nicht mehr tragt, über altes Geschirr, was sowieso nicht mehr benutzt wird, bis hin zu Spielkonsolen, die längst ihren Geist aufgegeben haben. Trennt euch von allem, was euch nicht glücklich macht! Davon ist auch die japanische Aufräum-Expertin Marie Kondo überzeugt und sie hat Recht!

Den Rest verstaut ihr fein säuberlich in Schubladen, Schränken oder schicken Aufbewahrungs-Boxen/-Körbchen. Lasst nichts herumliegen oder -stehen, denn alles hat seinen Platz und kann daher auch nicht mehr so schnell verloren gehen. Das klingt radikal, ihr werdet euch nach diesem ersten Schritt jedoch wesentlich besser fühlen, und es erleichtert das Staubwischen enorm!

3. Putzen = Workout

„Putzen“ – das ist so ein schlimmes Wort. Höchste Zeit, es auszutauschen gegen eines, das meiner Meinung nach viel mehr mit Putzen zu tun hat, nämlich „Workout“. Macht Putzen zu eurem täglichen Workout und spart euch das Fitness-Studio!

4. 20 Minutes Workout a Day keeps the Cleaner away

Sport ist Mord und damit immer noch besser als Putzen. Deshalb: Baut euren wöchentlichen Putzplan zum Trainingsplan um. Damit schlagt ihr gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche: Ihr steigert eure Fitness plus die Sauberkeit eurer Bude! 20 Minuten Workout am Tag sollten ausreichen, um Wohnung und Body auf Vordermann zu bringen. Warum genau 20 Minuten? Nur 2 Stunden brauchen Faule wie ich, um die komplette Wohnung „gründlich“ zu putzen. Auf die Werktage aufgeteilt, macht das 6 x 20 Minuten. Der Lazy Sunday bleibt, wie er ist – wir wollen schließlich die Kirche im Dorf lassen.

5. Motto: So viel wie nötig mit so wenig Aufwand wie möglich

Vor Freunden begründe ich meine Putz-Faulheit auch gerne damit, dass ich einfach nicht weiß, wie es geht. Ich kann es schlichtweg nicht. Menschen, bei denen es so sauber ist, dass man vom Fußboden essen kann, haben meiner Meinung nach ein Talent für Sauberkeit statt ein einfaches System, sie sind mit der Gabe gesegnet, Ordnung halten zu können. Ich nicht. Pech. Stattdessen habe ich mir ein Motto zugelegt: Ich putze nur so viel wie nötig, mit so wenig Aufwand wie möglich, aber dafür mit System! 

(Apropós - da wären wir doch mal wieder bei Kondos Buch "Magic Cleaning" angelangt: Einfach beim Putzen kostenlos als Hörbuch hören, dazulernen und ganz "magisch" und easy sauber bleiben!)

Im Klartext heißt das, sich auf jeden Fall an die altbekannte „von-oben-nach-unten“-Putz-Regel zu halten: Zuerst die Oberflächen sauber machen, dann kommt der Fußboden. Fenster putze ich ein Mal pro Jahr, vor dem Sommer. Im Winter ist es sowieso meistens dunkel. Wie bereits in Punkt 1 erwähnt, sollte grundsätzlich so wenig wie möglich an Kleinkram offen herumliegen, der Staubwischen zur Hölle macht, wie z. B. Kosmetik- oder Wasch-Utensilien im Bad, Gewürzdosen sowie kleine Haushaltsgegenstände in der Küche. Weg damit in Schubladen, Schränke sowie sonstige Aufbewahrungsmöbel – dafür sind die schließlich da!

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6. Die Zigarette danach neu definiert

Das Schönste an Arbeit ist die Belohnung danach! Ihr habt das 20 Minuten Workout durchgehalten, ohne schlapp zu machen? Dann dürft ihr euch jetzt auch gebührend belohnen! Mit was, ist natürlich jedem selbst überlassen. Wichtig ist lediglich, dass ihr euch an die Reihenfolge haltet: Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen: Zum Beispiel mit leckerem Essen von Lieferando zum günstigen Preis, eine Beauty-Anwendung über treatwell oder auch nur das Glück im Kleinen, zum Beispiel Comfort-Food Eis und einen schönen Film.

7. Kein Leerlauf

Auch wenn ihr die 20 Minuten am Tag geschafft habt: Vieles lässt sich außerdem „on the go“ erledigen. Ihr wollt euch eine Cola aus dem Kühlschrank in der Küche holen? Dann entsorgt auf dem Weg gleich den leeren Joghurtbecher, der noch auf dem Couchtisch steht. Ihr seid gerade dabei, das Haus zu verlassen? Dann nehmt doch gleich den Müll mit. Ihr geht einkaufen? Pfandflaschen nicht vergessen! Ihr kocht gerade Wasser auf, um euch einen Tee zu machen? Dann verkürzt die Wartezeit, indem ihr währenddessen die Spülmaschine ausräumst, usw.

8. Besuch: Segen und Fluch zugleich

Ein Ratschlag, den sich Putzfaule wie ich häufig anhören dürfen, ist: Ladet Besuch ein, am besten ein Date oder die Schwiegereltern, vor denen euch eine unordentliche Bude unfassbar peinlich wäre. Das klingt zunächst durchaus plausibel und motivierend, der Haken jedoch ist: Jeder Besuch verlässt irgendwann eure Wohnung und in der Regel, ohne hinter sich aufzuräumen.

Und falls dann doch gar keine Zeit mehr bleibt zum selber Putzen: Wieso nicht einmal günstig eine Putzhilfe bei Helpling engagieren, wenn die Zeit drängt?

9. Lade Experten ein und besteche sie, wenn nötig

Wesentlich effektiver ist der Trick mit dem Besuch, wenn man aus dem Grund der Motivationshilfe kein Geheimnis macht: Euer bester Kumpel rühmt sich damit, den besten High-End-Staubsauger zu haben? Dann soll er doch vorbeikommen und euch die Wunder-Maschine präsentieren! Eure Oma gilt als beste Fenster-Putzerin der Stadt? Dann lasst sie ihre Künste an euren Fenstern demonstrieren, vielleicht lernt ihr ja tatsächlich etwas dabei! 

Zur Not könnt ihr den Willen der Profis auch mit kleinen Bestechungsversuchen in Form von Bier oder Kaffee brechen. Oder wie wäre es mit selbstgemachtem Eis zur Bestechung?

10. Investiere in gutes Equipment!

Mit fusseligen Putzlumpen, einem ohrenbetäubenden Staubsauger aus den 70ern oder einem Besen, der mehr Dreck macht als aufzukehren, werdet ihr nicht weit kommen. Investiert in wenige, dafür hochwertige sowie praktische Putz-Utensilien, denn damit macht das Workout nicht nur mehr Spaß, sondern spart auch wertvolle Zeit. Gute und kostenlose Hausmittel und Tipps gibts schon mal hier: