6. Januar 2017
Fabian in Familie & Freizeit

6. Januar – Heilige Drei Könige, Tag des Kuschelns, Afrikatag, Tag der Bohne

Wem wir den 6. Januar als Feiertag zu verdanken haben, weiß wahrscheinlich jedes Kind. Die in der Weihnachtsgeschichte erwähnten Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, die drei Weisen aus dem Morgenland, sind elementarer Bestandteil der christlichen Mythologie. Als gesetzlicher Feiertag – also arbeitsfrei – wird Heilige Drei Könige, das Dreikönigsfest oder auch Dreikönigstag genannt,

Wem wir den 6. Januar als Feiertag zu verdanken haben, weiß wahrscheinlich jedes Kind. Die in der Weihnachtsgeschichte erwähnten Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, die drei Weisen aus dem Morgenland, sind elementarer Bestandteil der christlichen Mythologie. Als gesetzlicher Feiertag – also arbeitsfrei – wird Heilige Drei Könige, das Dreikönigsfest oder auch Dreikönigstag genannt, allerdings nur noch in drei Bundesländern begangen, nämlich in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und natürlich im Freistaat Bayern.

Doch damit nicht genug. Am 6. Januar werden nämlich gleich vier verschiedene Feiertage zelebriert. Je nach Region und Tradition finden an diesem Tag neben dem wohl bekanntesten Feiertag – Heilige Drei Könige – auch noch drei mehr oder weniger kuriose Feiertage statt, der Tag des Kuschelns, der Afrikatag und der Tag der Bohne. Na, wer hätte es gewusst?! Damit ihr in Zukunft mitreden könnt, wenn es um den 6. Januar geht, haben wir uns die vier Feiertage einmal genauer angeschaut.

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6. Januar – Heilige Drei Könige

Wir beginnen mit dem bekanntesten Feiertag, Heilige Drei Könige, oder genauer gesagt, die „Erscheinung des Herrn“. Für die Altgriechen unter euch auch als Epiphanie bezeichnet. Am 6. Januar feiert das westliche Christentum die Anbetung des Christkinds durch die Weisen aus dem Morgenland; die Ostkirchen begehen den Tag der Taufe Jesu an diesem Tag. Wie dem auch sei, zwölf Tage nach der Geburt Jesu kamen die besagten Heiligen Drei Könige, Caspar, Melchior und Balthasar, gleitet durch den Stern Jesu nach Bethlehem, um dem neugeborenen und künftigen König der Juden ihre Huldigung darzubringen. So ist es im Matthäusevangelium nachzulesen.

Heutzutage ist das Dreikönigssingen, oft auch Sternsingen genannt, wahrscheinlich der bekannteste noch zelebrierte Brauch, um dieses Ereignis zu gedenken. Die Sternsinger ziehen von Haus zu Haus, singen und beten, und hinterlassen die Signaturen der Heiligen Drei Könige als gutes Omen an der Haustür derer, die sie hineingelassen haben. In einigen Ländern werden am 6. Januar aufwendige Prozessionen durchgeführt, Gebäck, Salz und sogenanntes Dreikönigswasser geweiht, um die bösen Geister zu vertreiben.

Der 6. Januar ist hierzulande auch berühmt für seine Bauern- oder auch Wetterregeln. Traditionell wird das Wetter an Heilige Drei Könige quasi als eine Art Wettervorhersage betrachtet. Die berühmtesten Sprüche lauten: „Ist bis Dreikönig kein Winter, folgt keiner dahinter“. Auch schön, „Dreikönigsabend hell und klar, verspricht ein gutes Weinjahr“. Nun, wir sind gespannt wie das Wetter heute wird.

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6. Januar – Tag des Kuschelns

Wer es nicht so mit der Religion hat, und für den Jesus nichts weiter als ein weit verbreiteter Männername in spanischsprachigen Gefilden ist, der kann sich auch anderweitig an diesem Tag vergnügen. Der Tag des Kuschelns wird nämlich ebenfalls am 6. Januar begangen. Der Cuddle Up Day ist, wie sollte es auch anders sein, eine US-amerikanische Erfindung, und wirklich viel ist nicht über ihn herauszufinden.

Gerüchtehalber wurde der Tag des Kuschelns um 1970 herum erfunden. Man sollte ihn übrigens nicht mit dem Weltknuddeltag verwechseln, der findet erst am 21. Januar statt. Wie dem auch sei, wenn man so aus dem Fenster schaut, bietet sich der 6. Januar auf jeden Fall als Tag des Kuschelns an.

6. Januar – Afrikatag

Keine Lust auf Sternsingerei, Angst vor körperlicher Nähe? Dann bleibt euch noch der Afrikatag, um den 6. Januar gebührend zu begehen. Dieser Feiertag wurde 1891 von der Katholischen Kirche ins Leben gerufen, um Spenden für den Menschen in Afrika zu sammeln. Klingt super, zumindest ist das die offizielle Version. Dass es sich damals auch um ein missionarisches Anliegen handelte, um die heidnischen Ureinwohner für die angeblich wahre Religion zu gewinnen, schadet natürlich der caritativen Legendenbildung.

Nichtsdestotrotz ist der Afrikatag am 6. Januar heute eine gute Sache, um Bewusstsein für Menschen in Not zu schaffen. Mit dem gespendeten Geld werden auch die einheimischen Priester ausgebildet, die vor Ort die Hilfsprojekte leiten. Der Afrikatag 2017 stellt den Völkermord in Ruanda in den Fokus, und möchte neben der nötigen Versöhnungsarbeit auch eine adäquate Aufarbeitung unterstützen.

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6. Januar – Tag der Bohne

Last but not least kommen wir zum Tag der Bohne. Bei der Bohne handelt es sich nicht um die Kaffeebohne, sondern um die Bohne an sich. Englisch Bean – ihr ahnt es schon, natürlich wieder von unseren amerikanischen Freunden erfunden. Der National Bean Day huldigt einem Nationalgericht. Seit Cowboyzeiten gehören Bohnen in den USA traditionell zu den Lieblingsspeisen.

Der Ursprung des Tags der Bohne liegt wiederum im Dunkeln. Es gibt Gerüchte, wonach damit dem Todestag des berühmten Naturforschers Gregor Johann Mendel, Schüler werden sich erinnern, das ist der mit den Erbsen- und Bohnenexperimenten, nämlich der 6. Januar 1884 gedacht werden soll. Die mendelschen Vererbungsregeln gelten als bahnbrechend und Mendel selbst als der Urvater der Genetik. Nette Theorie, was den Tag der Bohne betrifft, bewiesen ist es letztlich nicht. Ist aber eigentlich auch egal, letztlich soll der 6. Januar dazu anstiften, öfters mal einen Teller Bohnen zu essen.