Auf eine Tasse Tee

Familie & Freizeit von Tina am 07.05.2015

Seien wir mal ehrlich: Wenn wir an Tee denken, dann denken wir an die Engländer. Auch wenn die Inselbewohner schon lange hauptsächlich billigen Beuteltee trinken und nur an 9. Stelle beim Teeverbrauch in der Welt stehen, so gehört das Teetrinken seit mehr als 350 Jahren zur typisch britischen Lebensart und ist fester Bestandteil ihrer Trinkkultur. 80% der englischen Büroangestellten sagen, dass sie bei einer Tasse Tee mehr über das erfahren, was im Büro so los ist, als bei jeder anderen Tätigkeit.

Loser Teehaufen

Teestunde

Die Geschichte des Tees aber beginnt in China. Nach der Legende saß der chinesische Kaiser Shen Nung um 2737 v. Chr. unter einem Baum bei einem heißen Glas abgekochtem Trinkwasser, als einige Blätter vom Baum ins Wasser fielen. Shen Nung, ein bekannter Botaniker, beschloss, die versehentlich entstandene Infusion zu probieren. Der Baum war die Camellia sinensis und das neugewonnene Getränk war das, was wir heute als Tee kennen – chinesisch 茶, das Mandarin-Wort chá. Vielleicht ist das nur eine schöne Geschichte, aber was wir sicher wissen ist, dass bereits zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. Tee in China als Arznei- und Heilmittel verabreicht wurde, denn aus dieser Zeit stammen die ersten schriftlichen Erwähnungen.

5 kleine Tassen Tee

Schwarz, Weiß oder Grün?

Weltweit werden jede Sekunde rund 25.000 Tassen Tee getrunken, das sind fast vier Millionen Tonnen Tee jährlich. Und dabei sind Kräutertees nicht mit eingerechnet, denn die zählen strenggenommen nicht zu den wirklichen Tees.
Aus der Teepflanze Camellia sinensis werden sowohl schwarzer und weißer Tee gewonnen, als auch Oolong und grüner Tee. Der Unterschied liegt in der Verarbeitung der Teeblätter, die nach der Ernte trocknen und fermentieren. Dabei entstehen je nach Vorgehensweise und Ausgangsmaterial zahlreiche unterschiedliche Geschmacksqualitäten, die sich für die vier traditionellen Teearten vor allem im Grad der Oxidation unterscheiden. Die Top 10 der besten chinesischen Teesorten, die in regelmäßigen Tee-Wettbewerben ermittelt werden, haben dann auch so wohlklingende Namen wie Drachenbrunnen (Long Jing), Jadegrüne Frühlingsschnecke (Bi Luo Chun) oder Weißhaarige Silbernadel (Bai Hao Yin Jan). Diese Tees werden hauptsächlich fern der Großbetriebe in kleinen und exklusiven Teegärten angebaut, besonders der seltene Weiße Tee – der Champagner unter den Teesorten.

Chinatasse

Eingetütet

Auch der Teebeutel ist eine zufällige Erfindung. Der New Yorker Teehändler Thomas Sullivan verschickte Anfang des 20. Jahrhunderts seinen Tee in Blechdosen. Die waren damals aber sehr teuer, also entschied sich Sullivan, den Tee in kleine Seidensäckchen zu verpacken und zu verschicken. Der in Tea-Bags verschickte Tee sollte dann von den Kunden geöffnet und wie gewohnt verwendet werden. Doch die Kunden verstanden Sullivans Geste falsch und legten die „Teebeutel“ direkt in das heiße Wasser.

Bei Teekennern sind Teebeutel verpönt und haben den Ruf, nur Tee von minderer Qualität oder Produktionsreste zu enthalten. Aber die Briten scheinen diese Meinung nicht zu teilen. Von der Billigmarke PG Tips sollen laut Hersteller jeden Tag 35 Millionen Tassen im Vereinigten Königreich getrunken werden. Auch eine Studie aus dem Jahr 2002 zeigt auf, dass Beuteltees mehr Polyphenole beinhalten als loser Tee. Und gerade diesen Stoffen wird die gesundheitsfördernde Wirkung des Tees zugeschrieben.

mehrere Teebeutel

Ein Superfood-Getränk

Ob im Beutel oder lose, Tees haben viele gesundheitsfördernde Eigenschaften. Grüner Tee gilt als eines der gesündesten Getränke der Welt und enthält im Vergleich zu anderen Tees die meisten Antioxidantien. Er ist ein echtes Wundermittel gegen Kopfschmerzen und Depressionen, und er wirkt vorbeugend gegen Alzheimer. Etliche Studien zeigen, dass die einzigartigen Inhaltsstoffe im grünen Tee verschiedenste Krebsarten heilen und das Risiko für dessen Entstehung deutlich verringern können.
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