Die schlimmsten Weihnachtsgeschenke!

Familie & Freizeit von Birgit am 23.12.2016

Es ist jedes Jahr das Gleiche: Weihnachten rückt immer näher, aber man hat völlig vergessen, dass man ja noch Geschenke für sämtliche Freunde und Familienmitglieder braucht. Weihnachten kommt aber auch jedes Jahr früher. Das ist kein allzu großes Problem, wenn man schon eine Vorstellung davon hat, was genau man seinen Lieben schenken möchte. Wenn das allerdings nicht der Fall ist und man auf Gedeih und Verderben IRGENDETWAS schenken muss, geht das meistens gar nicht gut. Das Resultat: Enttäuschung, Tränen, zerbrochene Freundschaften und Familien, die absolute Katastrophe. Damit eure Feiertage nicht so enden, haben wir hier die schlimmsten Weihnachtsgeschenke als Negativbeispiele für euch zusammengefasst.

Die schlimmsten Weihnachtsgeschenke:

  • #1 Geschenke als Wink mit dem Zaunpfahl

Foto: Shutterstock / Vladimir Gjorgiev
Foto: Shutterstock / Vladimir Gjorgiev

Die schlimmsten Weihnachtsgeschenke sind unter anderem solche Geschenke, mit denen der Schenkende bewusst oder unbewusst etwas ausdrücken oder auf etwas hinweisen will. Dabei wird die Bescherung nämlich ganz schnell ganz schön unlustig. Wie wäre das denn, wenn deine Angebetete dir ein liebevoll verpacktes Diät-Buch schenkt und dir dabei womöglich sogar mit einem verschwörerischen Zwinkern den Waschbär-Bauch tätschelt?

Auch schön sind Ratgeber für Liebesdinge, damit der Beschenkte nochmal ganz genau nachlesen kannst, wie man das denn richtig angeht. Danke.

Sensibles Vorgehen ist auch bei allem gefragt, was mit Lebenshilfe im weiteren Sinne zu tun hat. Bücher und CDs à la “Wie bekomme ich endlich mein Leben auf die Reihe und werde kein totaler Versager” für den Bruder, der vielleicht gerade seinen Job verloren hat, sind vielleicht nicht ganz so die großartigen Geschenke.

Genauso wenig möchte man von den Schwiegereltern das Komplett-Kompendium des Knigge geschenkt bekommen.

Solche Geschenke gehen ganz weit über den berühmten Wink mit dem Zaunpfahl hinaus.

 

  • #2 Die schlimmsten Weihnachtsgeschenke – Küchengeräte

Foto: Shutterstock / DJTaylor
Foto: Shutterstock / DJTaylor

Wenn du einer Frau – ob Mutter, Tante, Schwester, Freundin – in deinem Leben eine Freude machen willst, was solltest du ihr dann vielleicht besser nicht schenken? Richtig, Haushaltsgeräte! Bügeleisen, Porzellangeschirr und Staubsauger gehören nicht, besser gesagt auf gar keinen Fall, auf die Geschenkeliste.

Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert, als sich eine Frau fast ausschließlich im Haus und hinter dem Herd zu bewegen hatte und man ihr dafür irgendwelches Gerät schenken sollte. Und wenn du dir denkst “Hm, aber das Bügeleisen ist doch eh kaputt”, dann überleg dir mal, warum du ein Neues als Weihnachtsgeschenk für sie besorgen willst. Damit sie dir deine Wäsche bügeln kann? Na, wie nett von dir. “Schenk” dir lieber selber eins und suche etwas für die Dame, das weniger “Frauen hinter den Herd!” schreit.

Die Sache verhält sich natürlich ganz anders, wenn du ein Geschenk für eine herangehende Sterneköchin oder für eine absolute Smoothie-Liebhaberin sucht, die vielleicht schon etwas in die Richtung angedeutet hat. In dem Fall sind das ganz besondere Topf-Set und der super-fancy Mixer natürlich völlig angebracht. Dabei liegt die Betonung aber auf dem Besonderen und Speziellen, alltägliche Gebrauchsgegenstände sind dabei auch eher zu vermeiden.

 

  • #3 Alltagsgegenstände

Foto: Shutterstock / Andras Csontos
Foto: Shutterstock / Andras Csontos

Das sind definitiv die schlimmsten Weihnachtsgegenstände: Alltagsgegenstände. Und damit sind tatsächlich Gegenständen gemeint, die man im Alltag auf täglicher Basis verwendet. Dadurch sind sie so gar nichts Besonderes mehr. Oftmals nimmt man sie gar nicht mehr bewusst wahr, weil sie einfach so selbstverständlich sind. Wie ein Türknauf. Zahnseide. Ein Stück Seife. Batterien. Eine Orange. Socken. Eine Spachtel. Alles nicht so wirklich umwerfende Geschenke. Wirklich nicht.

 

  • #4 Willkürliche und komplett zusammenhangslose Geschenke

Foto: Shutterstock / Jan Mika
Foto: Shutterstock / Jan Mika

Mindestens genauso schlimm wie Alltagsgegenstände sind auch Geschenke, die schlicht gar nichts mit dem Beschenkten zu tun haben. Solche Geschenke, falls man sie überhaupt so nennen kann, sind keineswegs Ausdruck von Liebe und Zuneigung zum Beschenkten, sondern der puren Verzweiflung seitens des Schenkers. Verzweiflung, weil man vielleicht kein passenderes Geschenk finden konnte – oder wollte. So sitzt der liebe Mitbewohner dann gerne mal mit einem qualitativ hochwertigen T-Shirt mit dem noch hochwertigeren Aufdruck “I´m not a gynaecologist but I´ll take a look anyway” nicht so ganz vor Freude strahlend am Küchentisch. Sehr gängig sind auch irgendwelche Deko-Gegenstände wie Vasen, Porzellan-Figuren, Keramik-Eulen usw., weitgehend auch bekannt als Staubfänger. Auch der Klassiker ist immer wieder dabei: Die Tasse gefüllt mit Süßigkeiten und verpackt mit Folie und Schleife. Der Kindergeburtstags-Klassiker aus den 90ern wird halt spontan nochmal für Weihnachten Jahrzehnte später herausgekramt. Jackpot!

Diese Liste könnte man noch unendlich weiterführen: Wenn man sich denkt, dass es schlimmer nicht mehr geht, werden die schlimmsten Weihnachtsgeschenke jedes Jahr wieder neu übertroffen. Aber keine Angst, kein Geschenk ist doof, wenn der Beschenkte es sich wirklich wünscht, oder es zu ihm und seinen Neigungen passt. Ein besonderer Stift für jemanden, der gerne schreibt oder zeichnet, kann das höchste der Gefühle sein, für jemand anderen aber ganz und gar nicht. Wenn jemand gerne nascht, können auch selber gemachte Plätzchen hervorragend sein. Großartige Geschenke müssen nicht unbedingt groß und teuer sein – aber von Herzen kommen sollten sie auf alle Fälle.

Viel Spaß beim Schenken und ein wunderbares Fest!