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9 Tipps gegen Prokrastination – Tut mir leid, aber dazu bin ich zu faul!

 5. Juli 2018
Katrin in Urlaub & Freizeit
Eine Deadline steht kurz bevor? Anstatt unsere Arbeit zu tun, lungern wir auf diesem tollen Blog herum, informieren uns über wichtige Alltags-Hacks oder nehmen an unnützen Diskussionen in Facebook-Gruppen teil. Wir wissen, dass wir arbeiten sollten - aber leider haben wir halt gerade einfach keinen Bock.

Wir alle kennen das Phänomen der Prokrastination: Wir verschwenden unsere Zeit und schieben wichtige Aufgaben vor uns her, bis es zu spät ist und es sich gar nicht mehr lohnt anzufangen. An das schlechte Gewissen gewöhnt man sich. Wenn es dann aber tatsächlich zu spät ist, geraten wir in Panik und wünschen uns, wir hätten uns besser organisiert. Chronische Prokrastinierer verbringen Jahre ihres Lebens in diesem Teufelskreis. Verschieben, Dinge verwerfen, aufgeben, vor Arbeit verstecken, bis sie unumgänglich ist, und dann das Ganze wieder von vorne. Easy Living hin oder her, es handelt sich dabei eindeutig um eine schlechte Eigenschaft, ohne die wir mehr Erfolg im Leben haben können. Damit Prokrastination euch nicht noch jahrelang wie ein Mühlstein am Hals hängt, geben wir euch hier wertvolle Tipps, um sie ein für alle Mal auszumerzen!

Häppchen helfen gegen Prokrastination

Portioniert eure Arbeit. Einer der Gründe für unsere Prokrastination ist, dass wir einen vermeintlich unüberwindbaren Berg vor uns haben, an den wir uns unterbewusst einfach gar nicht herantrauen. Teilt die Aufgaben in kleine Häppchen auf und widmet euch immer nur dem aktuellen Teil.  Fokussiert euch vollkommen auf das, was aktuell ansteht und denkt an nichts anderes.

Das richtige Umfeld gegen Prokrastination

Verändert euer Umfeld. Unterschiedliche Umgebungen beeinflussen eure Produktivität auf verschiedene Art und Weise. Schaut euch euren Schreibtisch und euer Arbeitszimmer an. Bekommt ihr Lust loszulegen oder verleitet es eher dazu, Löcher in die Luft zu gucken und zu gammeln? Falls letzteres der Fall ist, wird es Zeit euch einen inspirativen und produktivitätsfördernden Arbeitsplatz zuzulegen.

Timeline gegen chronische Aufschieberitis

Schafft auch einen Zeitstrahl aus verschiedenen „Mini-Deadlines“. Nur einen endgültigen Termin zu haben ist gleichbedeutend mit einer Einladung zur Prokrastination. Wir haben viel zu lange den Eindruck, noch unendlich viel Zeit zur Verfügung zu haben und geraten in Versuchung, Dinge zu verschieben, bis es zu spät ist. Teilt eure Arbeit auf und kreiert dann eine Art Chonik mit einzelnen Fristen für alle Aufgaben. Euer Konzept sollte konsequent kalkuliert sein, so dass ihr bei Nicht-Einhaltung einer Frist, die Aufgabe des nächsten Tages torpediert. So setzt ihr euch zwar nicht unter Druck, allerdings bleibt euch ständig die Verbindlichkeit eurer Aufgabe bewusst.

Clean Desk für clean mind?

Eliminiert Störquellen und Fallen, die euch zur Prokrastination verführen. Sortiert Lesezeichen in eurem Browser aus, die euch eine Menge Zeit rauben und verschiebt sie in einen schwerer zugänglichen Ordner. Deaktiviert die automatischen Pop-Up-Benachrichtigungen eures Email-Faches. Versucht, Ablenkungen um euch herum loszuwerden. Absolute Hardliner gehen soweit, ihre Facebook-Accounts zu deaktivieren oder konsequent nur offline zu arbeiten, was aber im Normalfall eine etwas drastische Maßnahme ist, da man Prokrastination durch bewusste Handlungen und Selbstwahrnehmung begegnen kann, anstatt durch Verbote oder Selbstkasteiungen.

Get inspired! Aber wie holt man sich Inspiration?

Hängt mit Leuten ab, die euch zu Aktivität inspirieren. Würdet ihr euch 10 Minuten lang mit Bill Gates oder Steven Spielberg unterhalten, wäre euer Tatendrang anschließend sicher höher als nach Suffgelaber auf dem Heimweg aus dem Club oder müdem Gebrummel vor der Playstation. Unsere Zeitgenossen beeinflussen unsere Gedanken und Einstellungen. Neben dem sachlichen Austausch ist das auch einer der unterbewussten Nebeneffekte von Meetings. Trefft euch öfter mit Machern, die Feuer unterm Hintern haben, als mit Energiefressern und Schnarchnasen. Ihr werdet den Unterschied bemerken.

Zu zweit geht alles besser: Macht euch Motivation

Typsache, aber für viele sicher empfehlenswert: Sucht euch nen Buddy. Idealerweise jemanden, der die gleichen Ziele verfolgt, wie ihr, dann wisst ihr genau, wann ihr euch auf welche Art gegenseitig in den Hintern treten müsst, und könnt euch sogar Tipps für das gegenseitige Zeitmanagement geben. Besonders hilfreich ist dabei jemand, der euer Ziel schon erreicht hat und euch vor Augen hält, dass es realisierbar ist.

Erzähl anderen von euren Zielen. Das hat denselben Effekt wie die Zusammenarbeit mit Kollegen, allerdings mit einer größeren Tragweite. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ihr jetzt ständig nach euren Projekten gefragt werdet, und ihr wollt sicher nicht jedes Mal ins Stottern geraten.

Abstand gewinnen: Pause machen für mehr Motivation

Falls trotz aller richtigen Strategien und guter Vorsätze immer noch keine Motivation aufkommen will, kann es sein, dass ihr über euer Projekt hinausgewachsen seid. Handelt es sich um freiwillige, langfristige Ziele, wie die Arbeit an einem Buch, bringt es euch vielleicht was, ein wenig Abstand zu gewinnen und eure Ziele zu überdenken. Vielleicht wollt ihr ja in Wirklichkeit doch lieber einen Lebenshilferatgeber mit Tipps gegen Prokrastination schreiben, als den geplanten Krimi. Eventuell sind sogar große Veränderungen nötig und ihr habt den falschen Job. Auch wenn es zunächst viel Anstrengung erfordert, nötige Schritte zu unternehmen, lohnt es sich, wenn dafür die nächsten 30 Jahre leichter werden.

Get going!

Reißt euch am Riemen und fangt einfach an. Am Ende des Tages kommt es schlichtweg darauf an loszulegen. Ihr könnt euch noch so viele Pläne und Motivationshypothesen zurechtlegen, es wird euch absolut nichts bringen, wenn ihr nicht in die Gänge kommt!

Findet Euer Warum! 

Nur wer gute Gründe für sein Tun hat, bleibt langfristig motiviert! Könnt Ihr auch nachlesen im Buch "Fragt erst, Warum" von Simon Sinek, erhältlich bei amazon für 19,99€.