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Warum bin ich eigentlich immer müde?

 10. Juli 2018
Katrin in Urlaub & Freizeit

Wir verraten dir, warum du dich zuhause immer müde fühlst und was du dagegen tun kannst. Hand aufs Herz: Früh aufstehen finden wahrscheinlich die wenigsten von uns so richtig knorke. Das anfängliche Gähnen gibt sich aber oftmals nach dem heißgeliebten Frühstück, der morgendlichen Joggingrunde oder nach dem ersten Spaziergang mit dem vierbeinigen Liebling. Wenn du aber trotz ausreichend Schlaf morgens so gar nicht in die Puschen kommst und – noch schlimmer – dich auch tagsüber immer müde und erschöpft fühlst, könnte das auch an deinem Zuhause liegen.

1. Unordnung lähmt und sorgt für Müdigkeit

Obwohl du deinen Körper ja quasi schonst und Energie sparst, wenn du nicht aufräumst und putzt, kann genau das etwas sein, was dich unterbewusst müde macht. Das Institut für Neurowissenschaften der Princeton University hat herausgefunden, dass eine unruhige, unaufgeräumte Umgebung zu einer erhöhten Produktion von Stress beiträgt.

Um diesen Stress zu kompensieren, muss unser Körper unnötigerweise mehr geistige Energie aufwenden, was wiederum zusätzlich erschöpft. Einen dankbaren Einstieg ins das Projekt Aufräumen und Organisieren bieten übrigens Klamotten: Befrei doch mal deinen Boden und diverse Möbelstücke von dem Chaos aus Pullis, T-Shirts, Schlüppern, etc. und ab damit in den Kleiderschrank! Generell könnte dir der Minimalismus Trend oder Yoga helfen, zu entspannen - und so besser zu schlafen.

2. Blaue Wände bewirken Blues

Eine Studie von Travelodge hat die Schlafzimmerfarben von 2000 Wohnhäusern untersucht und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass blaue Töne an den Wänden sowohl puls- als auch blutdrucksenkend wirken und dadurch schläfrig machen. Diese Wirkung ist im Schlafzimmer natürlich durchaus erwünscht, im Rest deiner Wohnung solltest du aber blaue Wandfarben meiden.

  © Shutterstock

3. Fernsehen macht schlapp

Viele Bildschirme und Displays haben einen hohen Blaulichtanteil, der die Melatoninausschüttung im Gehirn stark verringert. Melatonin ist ein Hormon, das uns müde macht und uns hilft einzuschlafen, wenn es dunkel ist. Wird dessen Ausschüttung durch Licht gestört, schlafen wir weniger tief und wachen nachts öfter auf, wodurch wir uns immer müde fühlen. Wie wäre es denn vor dem Einschlafen mal mit dem Buch, das du sowieso schon lange lesen wolltest – dein Fenster zu anderen Welten ganz ohne gemeines blaues Licht?

 

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4. Immer müde wegen (!) Kaffee

Auch wenn er morgens für viele die Rettung schlechthin ist, kann der morgendliche Kaffee noch am Nachmittag oder Abend der Grund dafür sein, dass du schon weit vor deiner Bettzeit eindöst. Koffein wirkt zwar stimulierend und steigert deine Energie, dieser Effekt lässt aber mit der Zeit nach, wodurch du dich später am Tag nur noch ausgelaugter fühlst. Je nach Genen und Metabolismus kann Koffein dich auch direkt schläfrig machen. Probiers doch stattdessen mal mit Matcha: Der gemahlene japanische Grüntee macht dich wach, stürzt dich aber in kein plötzliches Koffein-Tief.

5. Vom Alkohol-High zum Alkohol-Low

Ein kleiner Schlummertrunk hilft dir vielleicht dabei, schneller einzuschlafen, aber vor dem Zubettgehen kann er die Qualität deines Schlafes deutlich verschlechtern. Rotwein zum Beispiel beschert oftmals ruhelose Nächte mit vielen Wachphasen, was du am nächsten Tag empfindlich spüren wirst – falls du es überhaupt schaffst, dich aus dem Bett zu quälen. Stattdessen lieber zu Kräuteraufgüssen mit Lavendel oder Hopfen greifen: Diese wirken beruhigend und fördern den Schlaf. So kannst du nachts Kraft schöpfen für den nächsten Tag.

 

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6. Düfte: Lavendel macht müde, Pfefferminze wach

Lavendel wirkt ja bekanntlich sehr entspannend – Psychologen der Wesleyan University haben herausgefunden, dass Menschen, die vor dem Einschlafen an Lavendel riechen, tatsächlich tiefer schlafen. Diese wunderbare Wirkung von Lavendel wollen wir abends für eine durchgeschlafene Nacht – aber nicht für einen durchgegähnten Tag. Keine Angst, auf deine Lavendelkerzen musst du trotzdem nicht verzichten: Mach sie einfach Teil deiner Zubettgeh-Routine und greif tagsüber lieber zu Kerzen mit Minz-oder Zitrusgeruch, das wirkt anregend.

7. Junk Food raubt Energie

Finger weg von den Kartoffelchips: Snacks, die voll sind mit einfachen Kohlenhydraten und Zucker verursachen häufige Spitzen im Blutzuckerspiegel, denen unmittelbar krasse Tiefs folgen. Dadurch fühlst du dich immer müde. Sei doch mal kreativ: Es gibt eine Unmenge an fantastischen gesunden Schmankerln, die das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen – und dir einen kräftigen Energieschub verpassen!

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8. Zu niedrige Zimmertemperatur macht müde

Studien haben ergeben, dass die perfekte Zimmertemperatur zum Schlafen bei kühlen 15-20°C liegt. Wenn du dein Zuhause auch tagsüber kühl lässt, fühlt sich dein Körper vielleicht eher nach einem Nachmittagsschläfchen als nach einem vollgepackten Terminkalender. Also hoch mit dem Thermostat, weg mit der Kuscheldecke und her mit der To-Do-Liste! 

9. Das Handy / Smartphone sind Energieräuber

Auch dieses kleine Gerät gehört zu dem, was uns zuhause müde macht, und zwar aus dem gleichen Grund, warum viele so süchtig danach sind: Das Kommunizieren am laufenden Band. Eine Studie der National Sleep Foundation hat ergeben, dass 20% der 19-29-Jährigen einige Male pro Nacht von ankommenden Anrufen, SMS, oder Emails geweckt wurden. Dadurch waren sie dann am nächsten Tag erschöpft und immer müde. Also weg mit dem Ding. Jetzt wird geschlafen.

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10. Lichtdusche vs. Geschlossene Vorhänge

Eine Studie hat Angestellte, die in Büros mit Fenstern arbeiten, mit denen in Büros ohne Fenster verglichen. Das Ergebnis zeigt, dass Menschen, die den ganzen Tag lang natürlichem Licht ausgesetzt sind, im Durchschnitt 46 Minuten pro Nacht länger schlafen. Das funktioniert auch bei dir zuhause: Natürliches Licht – je mehr, desto besser – hilft dir dabei, nachts besser zu schlafen und am nächsten Tag ausgeruhter zu sein.

Im Herbst und Winter nicht so einfach? Kein Problem - probiere doch einmal unsere UV-Lampe. Gleicht außerdem noch Vitamin-D-Mangel aus und macht glücklich!