Schöne Wörter

Familie & Freizeit von Tina am 08.05.2015

Magst du Bücher? Oder doch lieber Zeitung und Zeitschriften? Laut Statistik sind die Deutschen die schnellsten Buchleser in der Welt, dafür lesen wir die Schmöker aber nicht immer ganz zu Ende. 75% der Deutschen lesen Bücher, vor allem Romane, Thriller, Ratgeber und Kinder-und Jugendbücher, und davon sind viermal mehr Frauen als Männer. Auch die meisten Buchautoren in unserem Land sind weiblich.

Stapel Bücher

Erlernen

Lesen bedeutet, schriftlich niedergelegte, sprachlich formulierte Gedanken aufzunehmen und zu verstehen. (Das war jetzt kein einfacher Satz zu lesen und zu verstehen!) Das deutsche lesen leitet sich vom Lateinischen legere ab („sammeln“, „auswählen“, „lesen“), während das englische to read urverwandt mit raten und erraten ist. Aber wir wollen ja nichts erraten, und deshalb erlernen wir spätestens in der Schule das Alphabet und wie man die 30 verschiedenen Schriftzeichen miteinander kombiniert, um daraus selber Texte zu verfassen und die Texte anderer zu verstehen.

Immer und überall

Während es Erstklässlern noch schwer fällt, Buchstaben zu verbinden und ein Wort zu entziffern, so lesen wir Erwachsenen schon fast automatisch und eigentlich immer. Straßennamen, Gebrauchsanweisungen, Werbung, Rechnungen, die Rückseite der Cornflakes-Packung – streng genommen lesen wir gar nicht mehr, sondern erfassen das Bild des Wortes und erkennen es in Bruchteilen einer Sekunde. Das nennt man dann Fixation. Gute Leser können sogar fünf bis sechs Wörter in einer Fixation erfassen.

viel Wörter

Auch wenn wir weniger Zeit haben

Wer gar nicht oder kaum lesen kann, der hat es schwer in unserer Gesellschaft. Und das sind in Deutschland immerhin rund 7,5 Millionen Menschen. Auch der technische Fortschritt und das Internet haben unser Leseverhalten nachhaltig verändert. In Deutschland lesen wir anscheinend nicht weniger, aber dafür oberflächlicher. Die durchschnittliche Aufmerksamkeit, die wir einer Internetseite schenken, beträgt 40 Sekunden. Wenn man die Fülle an Informationen bedenkt, denen wir täglich ausgesetzt sind, dann ist es wohl kein Wunder, dass wir nur so durch die Texte hetzen. Wir werden immer mehr zu Schnelllesern und Querlesern, und so kommunizieren wir auch. Multitasking ist angesagt, und wir schreiben und lesen lieber eine kurze SMS als eine lange E-Mail.

Denn Lesen ist gesund

Dabei ist Lesen gut für die Gesundheit (außer vielleicht auf dem stillen Örtchen, aber das steht auf einem anderen Blatt…). Lesen bietet Entspannung und Erholung, ein besseres Selbstbild und erhöhte mentale Fähigkeiten. Außerdem macht es uns empathisch, also mitfühlender. Denn Bücher sind wie Brillen, durch die wir das Leben in immer anderen Farben sehen. Lesen hält das Gehirn auf Trapp, fördert die Vorstellungsgabe und kann sogar Kinder vor Verletzungen schützen: Immer wenn ein neuer Harry-Potter-Band herauskam, halbierte sich die Zahl der Kinder, die in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten, denn die Kids saßen alle zu Hause und lasen.

lesender Junge

Schon aus diesen Gründen sollte das gute alte Buch noch lange nicht ausgedient haben. Mein Tipp: Schau dich doch mal wieder bei Amazon, AbeBooks oder Thalia um, finde ein Buch, das du schon immer mal lesen wolltest, und dann ab aufs Sofa zum Chillen und Relaxen.

Und wenn du heute gar keine Zeit oder Geduld für diesen Ratgeber hattest, dann kannst du auch einfach nur die Überschriften zusammen lesen und weißt Bescheid! J