Weihnachtsmarkt Eröffnung 2011

Familie & Freizeit von Claudia am 28.11.2011

Nun ist es endlich soweit! Wir können uns wieder der liebsten vorweihnachtlichen Beschäftigungen widmen- dem Besuch auf den Weihnachtsmärkten! Ich sage bewusst Märkten, weil wir sicherlich nicht nur auf einen gehen werden. Es gibt ja auch nicht DEN Weihnachtsmarkt Berlin, sondern eher viele Kleine in den Bezirken.

In kleineren Städten ist dies meistens nicht der Fall, aber da fährt man auch mal gerne zu umliegenden Christkindlmärkten, um was zu erleben. Jedes Jahr, Ende November, beginnt dieser deutschlandweite Brauch.

Das traditionelle Spektakel zieht sich über einen Monat hin und wird immer wieder gerne erwartet. Man freut sich schon seit Beginn der Kälteperiode auf die kleinen Leckereien und die gemütliche Atmosphäre auf den Märkten. Printen, Lebkuchen oder Spekulatius versüßen uns das Bummeln. Auch freuen sich die Kinder auf Zuckerwatte, gebrannte Mandeln und heiße Makronen. Aber woher kommt das eigentlich mit dem Weihnachtsmarkt? Schon seit dem 14. Jahrhunderttreiben sich Handwerker auf den Märkten herum, um ihre Produkte in der Vorweihnachtszeit dort zu verkaufen. So fanden sich Korbflechter, Zuckerbäcker und auch Spielemacher jedes Jahr aufs Neue auf den Marktplätzen ein. Und weil es so gemütlich war, mit gerösteten Kastanien, Mutzen und Glühwein wollte keiner mehr diese Möglichkeit zum Geschenke kaufen missen. Und dieser Brauch hat eben bis heute angehalten.

Viel Spaß brachte den Kindern dann das Hinzukommen von Karussellen. Auch begegnet man heute, den Kindern zu Liebe, auf jedem Weihnachtsmarkt dem Weihnachtsmann und dem Weihnachtsengel.

Leider ist von den traditionellen Handwerkern nicht mehr allzu viel übrig geblieben. Viele Menschen gehen auf dem Weihnachtsmarkt, um atemberaubende Karussells zu nutzen. Immer höher und immer schneller muss es sein. Oftmals gibt es viele Fahrgeschäfte und Los-Buden, die eher an die Kirmes erinnern und weniger an vorweihnachtliche Atmosphäre.

Auch gibt es ja das altbekannte Autoscooter. Da kommt das Kind im Manne wieder hoch, sagt man doch so schön. Und wenn man dann auch noch den Herren ein Gewehr in die Hand drückt und auf Entenschießen und Blumenschießen los lässt, ist alles zu spät. Da freut sich dann auch die Mutti wenn sie eine Blume von ihrem Rudelführer bekommt. Wie schön.

Auch schön ist der Ausblick vom Riesenrad. Das scheint der Familienklassiker überhaupt zu sein. Mit der ganzen Familie kann man gemütlich in einer Kabine hinauf schaukeln und oben den Überblick der Stadt genießen. Schön mit einem Punch in der Hand, zum Wärmen, geht es ab in die Lüfte. Je nach Größe des Weihnachtsmarktes variieren auch die Höhen. Auf einigen Märkten sind sie aus Kostengründen leider verschwunden.

Die Hagener konnten ihr Wahrzeichen, das größte transportable Riesenrad retten und ihrer Stadt belassen. Fast wäre es von den Fahrgeschäften nach Berlin gebracht worden und hätte dort die Menschen erfreut. Aber dies wurde zum Glück verhindert. 

Auch ganz toll, am Rande der Weihnachtsmärkte, sind Eislaufbahnen.  Gerne werden diese von Kindern genutzt. Leider möchten aber viele von  ihnen lieber in großen Eishallen fahren, sodass man kleine Eisbahnen am Weihnachtsmarkt kaum noch entdeckt. Dafür aber eher ungemein große Fahrgeschäfte, gegen die ‘Breakdance’ und ‘Katz und Maus’ ein Klacks sind. Immer größer, schneller und weiter soll es in die Höhe gehen. Da muss man schon viel Mut mitnehmen, um hineinzusteigen. Aber den Kindern fällt das ja viel viel einfacher als den Eltern..

Man kann sich aber auch einfach auf einen traditionellen Weihnachtsmarkt begeben und Spaß mit dem Handwerk und den Buden haben. Die meisten größeren Märkte haben die Bereiche in modern und traditionell getrennt, sodass es einen etwas ruhigeren Bereich und einen für Halligalli gibt. Da kann man dann bei Bratwurst und Glühwein den Holzschnitzer oder Korbflechter beobachten.

Auch gibt es einige tolle Dinge, die man meistens nur auf dem Weihnachtsmarkt kaufen kann. Da stellen Handwerker aus, die sonst nicht in der Nähe sind. Besonders begehrt sind da natürlich Weihnachtsartikel. Wo sieht man sonst noch Krippenbauer und Seiler? Auch treiben sich Drechsler auf den Weihnachtsmärkten herum und möchten ihre Produkte an den Mann oder die Frau bringen. Und es kauft sich ja auch viel besser in einer netten Umgebung. Überall gibt es Weihnachtsdekoration. Und wenn einem der Hunger überkommt, kann man sich schnell an einer Bude anstellen und man gönnt sich etwas Leckeres. Die Auswahl ist aber auch enorm. Früher gab es nur traditionell Regionales essen. Aber nun geht es auch ins Überregionale und sogar Internationale. Mhmm…

Sein Glück erhoffen sich viele beim Losen. Da gibt es eine riesige Vielfalt an möglichen Gewinnen. Und wie ausgeklügelt diese Los Systeme sind. Da muss man Familien sammeln, Obst oder einfach nur Glück haben und den Hauptgewinn ziehen. Ob sich das dann auch wirklich lohnt, stelle ich mal infrage.. Jedoch kommt auf alle Fälle Spaß und Spannung auf wenn die Lose geöffnet werden! Und wenn man dann erst einmal was gewinnt ist der Adrenalinspiegel nichtmehr zu stoppen..
Wenn man mal was anderes in der Kälte erleben möchte,  kann man besondere Handwerkskünste in Anspruch nehmen. Da gibt es das Zeichnen von Portraits oder aber auch die Psaligraphie. Wobei das Handwerk des Scherenschnitts leider immer seltener wird.

In Deutschland gibt es ja viele bekannte Weihnachtsmärkte, die man unbedingt mal besucht haben sollte. Einer der ältesten und bekanntesten ist der Nürnberger Christkindl Markt. Auch dem Weihnachtsmarkt München und Schwabingen kann man erwartungsvoll einen Besuch abstatten. Traditionell kommt der Dresdener Striezelmarkt daher. Am Glühweinstand soll es auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt sehr schön sein. Wenn man dort in der Nähe ist, kann man auch gleichmal einen Abstecher nach Hamburg machen, denn dieser Weihnachtsmarkt soll auch ein Besuch wert sein. Ja und dann nicht zu vergessen den großartigen Weihnachtsmarkt Köln. Also los und austesten!