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Hust, hust, röchel, stöhn – Hausmittel gegen Husten

 11. Juli 2018
Katrin in Lifestyle
Es beginnt mit einem verräterischen Räuspern, und ehe man sichs versieht, hat man ihn auch schon am – oder genauer gesagt im – Hals. Den Husten. Dieser unbeliebte Geselle nistet sich oft ein, wenn es nass und kalt ist, grau, ungemütlich, Herbst eben. Wenn man zu den “Glücklichen” gehört, die sich regelmäßig mit Husten herumschlagen müssen, ist der Gang zum Arzt jedes Mal aufs Neue ein Geduldsspiel: Das Wartezimmer ist voll, eine einzige brodelnde Viren-Suppe, und wenn man dann endlich an der Reihe ist, wird man oft ganz schnell abgefertigt mit den Standard-Präparaten, die man ohnehin schon kennt. Wenn es dir auch so geht, dann probier doch stattdessen mal gute, alte Hausmittel gegen Husten! Wir haben für dich einige der einfachsten und wirksamsten zusammengestellt.

Rettich

Foto: Shutterstock / DUE997

Rettich ist nicht nur lecker, wie wir letzte Woche berichtet haben, er ist auch noch sehr gesund! Roher Rettich enthält viel Vitamin C und Mineralstoffe, die das Immunsystem stärken. Deshalb sollten wir gerade jetzt zur Erkältungszeit zu Rettich als knackigem Snack greifen. Seine ätherischen Senföle, die auch für seine Schärfe sorgen, wirken wie ein natürliches Antibiotikum gegen Bronchitis und Blasenentzündung, ganz ohne Nebenwirkungen oder Resistenzen. Diese Wunderwurzel ist also geradezu prädestiniert als Hausmittel gegen Husten! Am besten wirkt Rettich als Hustensaft.
Dafür reibt einen schwarzen Winter-Rettich in eine Schale, vermischt ihn mit Zucker und lasst ihn über Nacht stehen (ca. 8-10 Stunden). Am nächsten Morgen könnt ihr den entstandenen Sirup filtern und in eine verschließbare Flasche füllen. Der Sirup hält sich nicht allzu lange, deshalb erst bei Bedarf herstellen und zügig verbrauchen. Davon dann drei mal täglich zwei Teelöffel direkt nehmen oder mit Tee vermischen und trinken.
Übrigens: Nur der rohe Rettich ist ein gesundes Wundermittel, gekocht ist er zwar schmackhaft, seine ätherischen Öle und seine Schärfe sind dann aber zum Großteil weg. Ganz nebenbei kurbeln diese übrigens auch unsere Leber, Galle und Verdauung kräftig an und lindern so viele damit einhergehende Beschwerden wie zum Beispiel Blähungen oder Verstopfung.

Zwiebel

Foto: Shutterstock / Ratmaner

Auch mit Zwiebeln kann man einen sehr wirksamen Hustensaft zubereiten, der vor allem bei hartnäckigem Husten mit Auswurf hilft. Dafür schneidet man eine große Zwiebel in kleine Stücke und lässt sie zusammen mit 250g Kandiszucker bei schwacher Hitze köcheln, bis die Zwiebeln gar sind und sich ein Sud bildet. Alternativ können die Zwiebeln auch mit Honig verrührt werden. Wenn die Masse etwas abgekühlt ist, siebt man sie ab und fängt dabei den Sud auf. Von dem süßen Zwiebelsud nimmt man pro Tag einen Esslöffel ein.
Geschmacklich ist der Zwiebel-Hustensaft doch eher intensiv, wie man sich denken kann, aber die Überwindung lohnt sich: Die ätherischen Öle der Zwiebel, ihre schwefelhaltigen Verbindungen und ihre Flavonoide machen den fiesen Viren schnell den Garaus.

Thymian

Foto: Shutterstock / Natalia Bulatova

Thymian kennt man vor allem als Teil des Kräuterregals in der Küche, er ist aber auch ein wirksames Hausmittel gegen Husten. Vor allem seine ätherischen Öle Thymol und Carvacrol tun hier ihre Wirkung: Sie bekämpfen Erkältungsbakterien, lindern Entzündungen und Schmerzen in Hals und Bronchien, und wirken krampf- und schleimlösend, damit du leichter abhusten kannst. Wegen seiner positiven Wirkung auf die Atemwege kommt Thymian sogar bei der Behandlung von Asthma zum Einsatz.
Bei Erkältungen wird Thymian meistens als “Tee” zubereitet: Dafür einfach die gewünschte Menge an Thymian, je nach Geschmack, mit kochendem Wasser aufgießen und einige Minuten ziehen lassen. Gerne auch mit Honig süßen. Am besten verwendet man für diesen Aufguss frisches Kraut, das enthält noch mehr von den ätherischen Ölen, und trinkt ihn mehrmals am Tag, wenn er noch warm ist.

Inhalieren

Foto: netdoktor

Bei hartnäckigem Husten wird dir auch Inhalieren wunderbar helfen. Thymian, Eukalyptus und Pfefferminze verflüssigen Schleim, sodass du leichter abhusten kannst. Kamille wirkt krampflösend und bakterientötend. Wenn du allerdings Allergiker bist, solltest du nicht unbedingt mit Kamille inhalieren, da Kamille als Korbblütler Allergien auslösen kann. Salbei befeuchtet und beruhigt gereizte Schleimhäute und lindert den Hustenreiz, was vor allem bei festsitzendem, trockenem Husten eine Wohltat ist.
Zum Inhalieren einfach ca. 2 Liter Wasser aufkochen und in einem Topf oder einer Schüssel mit ein paar Tropfen deines bevorzugten Öls vermischen. Dann das Gesicht über den Topf halten, ein großes Handtuch über deinen Kopf breiten, sodass es sowohl deinen Kopf als auch die Schüssel unter deinem Gesicht vollständig bedeckt. Atme dann gute 10 Minuten lang tief durch die Nase ein und aus.
Aber Achtung: Kinder dürfen nicht mit ätherischen Ölen inhalieren, weil sie dadurch einen Atemstillstand erleiden können. Auch Asthmatiker sollten vorher lieber mit ihrem Arzt über Inhalieren sprechen.

Erkältungsbad

Foto: Shutterstock / Rocketclips Inc.

Ähnlich wie Inhalationen wirken auch Erkältungsbäder: Eine schöne warme Badewanne entspannt und wärmt die müden Glieder und der Dampf tut den Bronchien gut. Dabei kann man, je nach persönlicher Vorliebe, wie beim Inhalieren auch, auf ätherische Öle zurückgreifen. Diese gibt man aber am besten erst ins heiße Wasser, wenn es bereits eingelaufen ist, sonst haben sich die Öle schon verflüchtigt, bevor man in der Wanne liegt und sie einatmen kann. Die optimale Badedauer liegt übrigens bei 15 Minuten und 37 Grad Wassertemperatur. So ist das Wasser nicht zu heiß und laugt den Körper nicht so aus.
Mit Fieber sollte man gar nicht baden.

Heiße Milch mit Honig

Foto: Shutterstock / Unpict

Eines der klassischsten Hausmittel gegen Husten ist wohl die berühmte heiße Milch mit Honig. Ein Glas davon vor dem Schlafengehen wird dir eine erholsame Nacht ohne fiese Hustenanfälle bescheren.
Allerdings sollte man auf dieses, zur Abwechslung richtig leckere, Hausmittel nur bei trockenem Reizhusten zurückgreifen. Milch wirkt nämlich schleimfördernd, was man bei ohnehin schleimigen Husten ja nicht noch zusätzlich gebrauchen kann.

Trinken, Trinken, Trinken

Foto: Shutterstock / Kiefer Pix

Das wichtigste Hausmittel bei Husten jeglicher Art, Fieber und Erkältungen im Allgemeinen, ist das Trinken. Viel trinken verhindert, dass unsere Schleimhäute austrocknen, die unter anderem Schleim in unserem Atemwegen und Bronchien verflüssigen und abtransportieren. Also immer her mit Tee, Saft und Wasser!

Cola – das eher unkonventionelle Hausmittel gegen Husten

Foto: Shutterstock / Yorik

Ein kleiner Tipp zum Ausprobieren: Angeblich soll auch warme Cola bei Reizhusten helfen. Falls du also mal eine Abwechslung zu den gesunden Hausmitteln brauchst, koche 1-2 Gläser Cola kurz auf und trinke sie. Na dann, auf die Gesundheit!