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Pssst... Was tun gegen Schuppen?

 10. Juli 2018
Katrin in Lifestyle
Glänzen sollen sie. In der Sonne funkeln. Gesund und stark sollen sie sein. Denn Haare symbolisieren nicht nur Gesundheit, sie machen auch unglaublich attraktiv. Doch was tun, wenn kleine, hässliche Schuppen herausfallen? Da kann die Matte noch so schön sein, wenn leise der weiße Schnee aus der Traumfrise rieselt, ist das echt nicht sexy. Und der Griff zu Anti-Schuppen-Shampoos die logische Konsequenz. Das wurde uns ja auch lange genug per Gehirnwäsche durch Dauerwerbung suggeriert. Dabei ist das nicht immer der richtige Weg. Und manchmal verschlimmern Anti-Schuppen-Shampoos sogar alles…

Es gibt unterschiedliche Mittel gegen unterschiedliche Schuppen

Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass es zweierlei Arten von Schuppen gibt. Eben die trockenen und die fettigen Schuppen. Dabei ist der Unterschied ganz simpel. Trockene Schuppen sind die weißen Schuppen, die bei euch auf der Schulter liegen und die aus den Haaren fallen, wenn man sich schüttelt. Diese Art der Schuppen entstehen durch eine zu trockene Kopfhaut. Meistens juckt die Kopfhaut dabei auch ziemlich stark. Ursache hierfür ist zu häufiges Haarewaschen, zu heiße Föhnluft und – jetzt kommt der Hammer – Anti-Schuppen-Shampoos! Denn Anti-Schuppen-Shampoos sind eigentlich für fettige Schuppen gedacht, da sie Fett von der Kopfhaut entfernen. Wer aber unter einer zu trockenen Kopfhaut leidet, verschlimmert durch die Benutzung eines solchen Shampoos alles noch. Fettige Schuppen sind, wie der Name bereits verrät, fettig, und bleiben eher in den Haaren hängen. Sie entstehen durch zuviel Talgbildung oder durch Hefepilze. Sie sehen eher gelblich aus und fühlen sich ölig an.

Abhilfe bei trockenen Schuppen

Bei trockenen Schuppen sollte man auf jeden Fall auf ein Anti-Schuppen-Shampoo verzichten, da es die Kopfhaut nur noch weiter austrocknet. Gut wäre ein mildes Shampoo ohne unnötige Zusatzstoffe. Wenn man trotzdem jeden Tag Haare waschen möchte oder muss, sollte man darauf achten, dass der Föhn nicht zu heiß ist. Noch besser ist es, die Haare an der Luft trocknen zu lassen. Auch Heizungsluft oder Klimaanlagen sorgen für zu trockene Luft.  Abends können ein paar Tropfen Olivenöl auf die Kopfhaut gegeben und einmassiert werden. Wenn sich die Kopfhaut wieder reguliert hat, kann man das mit dem Öl wieder weg lassen und nur bei Bedarf (Juckreiz) verwenden.

Abhilfe bei fettigen Schuppen

Fettige Schuppen können bei hormonellen Veränderungen, zum Beispiel in der Pubertät oder in den Wechseljahren auftreten. Oftmals kann aber auch eine zu fettige Ernährung oder Stress der Auslöser sein. Auch Krankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis können fettige Schuppen hervorrufen. Meistens leiden die Betroffenen einfach unter schnell fettendem Haar. Das liegt oft an Hefepilzen, die zwar zur normalen Hautflora gehören, sich aber durch diese Umstände viel zu stark vermehren. Bei fettigen Schuppen hilft ein Anti-Schuppen-Shampoo sehr gut. Allerdings sollte man auch dann das Shampoo nicht länger als drei Monate verwenden und danach lieber auf ein mildes Shampoo zurückgreifen. Anti-Schuppen-Shampoos wirken übrigens besser, wenn man sie ein paar Minuten einwirken lässt. Wer sich nicht sicher ist, ob er unter trockenen oder fettigen Schuppen leidet, sollte dies bei einem Hautarzt abklären.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle

Wie bei vielen Krankheiten oder Problemchen spielen die Work-Life-Balance und die Ernährung eine wichtige Rolle. Auch wenn es um trockene oder fettige Schuppen geht. Zu viel Stress und eine ungesunde, meist zucker- und fettlastige Ernährung begünstigen das Wachstum mancher Hefepilze, wie den „Pityrosporum ovale“ oder den „Malassezia furfur.“ Und die sind für eine überschüssige Talgproduktion verantwortlich. Eine ausgewogene Ernährung mit genügend Vitaminen ist Pflicht und Kür zugleich.

Erste Hilfe bei allen Schuppen

Wer unter Schuppen leidet, sollte folgende Dinge beherzigen:

  •  Wenige bis keine Haar-Styling Produkte verwenden
  •  Föhnluft so kalt wie möglich einstellen
  •  Vitamin A und E zuführen (Karotten, Kürbis, Spinat, Nüsse, Eier, gute Öle)
  •  Biotin zuführen (Nüsse, Champignons, Reis, Bananen, Soja)
  •  Zinkhaltige Lebensmittel zuführen (Haferflocken, Kürbiskerne, Seefisch, Brokkoli, Eier)
  •  Mildes Shampoo für trockene und empfindliche Kopfhaut verwenden
  •  Nicht kratzen, wenn es juckt