5 Beautytrends, die euch eiskalte Schauer über den Rücken jagen

Mode & Lifestyle von Isabel am 01.10.2016

Achtung – jetzt wird’s gefährlich und auch etwas eklig. Diese Beautytrends sind so weit von natürlicher Schönheit entfernt, wie Angelina Jolie und Brad Pitt von einer friedlichen Einigung in ihrem Scheidungskrieg. Dennoch gibt es Menschen, die die Trends vom Bagel-Head über Skarifizierung bis hin zum Schmuckimplantat im Auge mitgehen.

medalle auf brauner haut
(Foto: lazyllama/Shutterstock)

Gefährliche Beautytrends

Um euch an das Thema ranzuführen, gibt’s aber erstmal leichte Beautytrend-Kost. Dann wird’s richtig hart, quasi geordnet nach dem Grad des Irrsinns. Sagt nicht, wir hätten euch nicht gewarnt.

Ultra-Straight Hair – Entkrausung

Der Beautytrend der Entkrausung kommt aus Korea, wo glatte Haare bei Frauen ein extremes Schönheitsmerkmal sind. Einfaches Glätten reicht vielen daher nicht mehr! Sie wollen aus der Krause dauerhaft glatte Haare machen und greifen dafür auch zur absoluten Chemiekeule. Das heißt mit Hilfe von alkalischen Chemikalien werden die einzelnen Haarsträhnen aufgebrochen. Die Folge: eine komplett neue, glatte Haarstruktur wird dem Kopf aufgezwungen. Doch wer schon einmal Pech beim Haare blondieren hatte weiß, was Chemie den Haaren antun kann. Wer Pech hat, hat am Ende gar keine mehr.

Ach, und dann gäbe es da noch die etwas weniger chemische, dafür aber nicht minder gefährliche Variante: Haare bügeln! Dabei wird kein gewöhnliches Glätteisen genommen, sondern die Geheimwaffe: das Bügeleisen! Das funktioniert tatsächlich, ist aber absolut nicht zu empfehlen, denn die Chance sich so richtig zu verbrennen, ist enorm hoch. Außerdem muss man zwingend Hitzeschutzmittel verwenden. Dafür sind die Haare aber wirklich glatt und hey, wenn ihr einmal dabei seid, könnt ihr auch gleich mit euren Klamotten weitermachen.

Sunburn Art

Sonnenbrand – erinnert ihr euch an dieses schmerzhafte Gefühl auf der Haut, wenn der Sommer mal wieder so richtig zugeschlagen hat? Kaum zu glauben, dass Andere daraus einen Beautytrend machen! Vielen ist das, was in den letzten zwei Sommern zum Trend avancierte schon aus Versehen passiert. Nämlich immer dann, wenn ihr vergessen habt, euch an einer Stelle mit Sonnencreme einzucremen. Aber dann immerhin, habt ihr euer Bestes gegeben, um euren Körper vor erhöhtem Hautkrebsrisiko zu bewahren.

Sunburn-„Künstler“ hingegen setzen sich bewusst der Gefahr aus und decken mit Schablonen oder ähnlichem gezielt Körperstellen ab, während der Rest in der Sonne brutzelt. Das reicht von kleinen Herzen über andere einfache Formen bis hin zu „Bildern“ über den gesamten Rücken.

sunburn beautytrend
(Foto: Instagram/giulia_gentili)

Besondere Popularität erlangte der gefährliche Beautytrend durch den französischen Künstler Thomas Mailaender. Er inszenierte sonnenverbrannte Menschen in seinem Buch „illustrated people“ als Leinwände alter Polaroid-Porträts. Absolut nicht zum Nachmachen geeignet!

Irrer Beautytrend: Bagel-Head

Kreisrund, Loch in der Mitte und meist ziemlich fett belegt – Beim Gedanken an einen Bagel läuft vielen wohl das Wasser im Mund zusammen. Bei anderen läuft hingegen nur eines: Salz-Lösung. Der Bagel-Head-Trend hat nichts mit dem leckeren Essen gemeinsam, außer seiner Form.  Die allerdings trägt der Trendsetter auf der Stirn, unter seiner Haut.

koch-salz unter der Haut
(Foto: Instagram/smashem_mx)

Um den perfekten Bagel-Head zu bekommen, lässt man sich mit einer langen Nadel Salz-Lösung unter die Stirnhaut spritzen. Das geht auch an jeder anderen Stelle des Körpers, hat sich aber auf der Stirn etabliert. Rund 400 ml (!!!) wandern unter die Haut und lassen die Stirn anschwellen. Zum Abschluss wird noch der Finger in die Mitte der Schwellung gedrückt, um den typischen Bagel-Look hinzubekommen. Noch passendes Makeup auflegen, um den Bagel so richtig zur Geltung zu bringen und dann kann es auch schon in den Club gehen. Nach spätestens 24 Stunden hat der Körper die Salz-Lösung dann auch wieder abgebaut und man sieht normal aus. Folgeschäden? Angeblich bis auf peinliche Erinnerungsfotos keine.

2007 entstand der ungewöhnliche Beauty-Trend in Japan, als Künstler Keroppy in Tokio sein erstes Team aufbaute, das die Kochsalz-Injektionen machte. In Deutschland ist man außerhalb der Bodymodification-Szene vor allem durch die zwei Moderatoren Joko und Klaas darauf aufmerksam geworden. In ihrem „Duell um die Welt“ musste sich Klaas den Bagel unter die Haut spritzen lassen.

Eye Jewelry – Schmuckimplantate im Auge

Schmuckimplantate sind wohl die Hardcore-Variante der Zahnsteinchen, die um die Jahrtausendwende voll im Trend waren. Während das kleine glitzernde Symbol auf den Zahn aufgeklebt wurde, wo es keine Gefahr darstellte, bieten verschiedene Ärzte in New York, Los Angeles und Europa so etwas Ähnliches für das Auge an! Dabei wird ein kleines Implantat (z.B. ein Herz) aus Platin auf den Augapfel (!!!) gesetzt. Kosten: schlappe 3000 US-Dollar!

eye jewelry
(Foto: Fox News)

Ein Risiko zur Erblindung soll dabei angeblich nicht bestehen. Nach dem Eingriff soll es aber zu kleineren lokalen Blutungen kommen können, denen direkt mit einem Antibiotikum entgegenwirkt wird! Natürlich ist alles nur hypothetisch, denn wer kann bei diesem relativ neuen Trend schon sagen, welche Langzeitfolgen auftreten?

Skarifizierung

Dieser „Beautytrend“ ist nichts für Zartbesaitete! Und schon gar nichts für jemanden, der kein Blut sehen kann. „Scarification“ kommt vom englischen Verb „to scar“, was so viel heißt wie verunstalten oder verstümmeln, und genau das tut man seinem Körper damit an!

Anders als beim Tattoo wird bei der Skarifizierung keine Farbe unter die Haut gestochen, sondern gleich die ganze Haut entfernt! Mit einem Skalpell wird ein Muster in die Haut des selbsternannten Trendsetters geritzt – eklig? Wartet ab. Anschließend werden mit einer Pinzette ganze Stücken aus der Haut gezogen, so dass eine Wunde entsteht. Doch wer sich das freiwillig angetan hat, hat noch lange nicht alles überstanden. Hingegen aller ärztlichen Hinweise wird jetzt nicht versucht die Wunde schnell heilen zu lassen. Nein, mit Essig, Zitronensaft und einer harten Zahnbürste, wird die Wunde im Anschluss bis zu einem halben Jahr so malträtiert, dass eine möglichst fette Ziernarbe daraus wird. Das ist dann letztendlich das Kunstwerk.

Skarifikation
(Foto: Instagram/Dave_Endorphin)

Der schmerzhafte Beautytrend geht eigentlich auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurück. Sie ist in vielen Völkern verankert, deren Einwohner dunkle Haut haben, auf der man keine Tätowierungen sieht, so z.B. im Sudan, in Nigeria oder im Tschad.