Winterdeko selber machen? Kaufen? Oder ganz lassen?

Mode & Lifestyle von Claudia am 30.10.2011

Jetzt in der kalten Jahreszeit macht man es sich gerne Zuhause gemütlich. Es wird viel dekoriert, um sich den Winter zu verschönern. Neben dem standardisierten Kunstschnee auf dem Fensterbrett, Kitschfiguren soweit das Auge reicht und Kerzen in allen Variationen, gibt es  sicher auch so einige Neuheiten und Trends in diesem Winter. Um die herauszufinden, kann man sich die Mühe machen und durch die Läden ziehen um sich wunderschöne Schaufenstergestaltung ansehen. Obwohl überfüllte Dekoläden nicht wirklich zum Shoppen einladen. Zum Glück gibt es für die zeitlich etwas enger Gehaltenen, dem Internet sei Dank, die Möglichkeit von der Couch aus herumzuschnöckern. Neben den normalen Onlineshops gibt es ja auch unzählige Blogs, die tolle Anregungen liefern. Besonders zum selber basteln. Denn es scheint ein toller Zeitvertreib zu sein. Also habe ich mir diese Bastelorgien mal genauer angesehen.

Quelle: zentralverkauf.de

Der absolute Trend in Sachen Deko soll laut Internetseiten und Blogs die Lichttüten sein. Auf den ersten Blick scheinen sie einfach Brottüten zu sein, in denen man ein Teelicht stellen kann. Naja das wäre ja viel zu einfach, denn die angepriesenen Tüten sollen kein Feuer fangen und kosten auch nur über einen Euro das Stück. Nun gut, sagt man sich und möchte dem unbrennbaren Spaß eine Chance geben. Es kann sich ja auch aufs Übelste kreativ ausgetobt werden. Die Auswahl der Tütchen mit schon ausgestanzten Motiven ist sehr groß. Hat man sich dann endlich entschieden, kann man loslegen. Aber erst, sobald die Tüten geliefert wurden. In der Zwischenzeit müsste ja auch der andere Glitzerkram, den man sich zum Dekorieren der tollen Tüten bestellt hat, ankommen. Wer keine Lust hat auf das Warten oder wer lieber brennbare Tüten mag, der nimmt doch einfach eine Süßigkeiten- bzw. Brottüte und hat damit seine Freude. Ja und dann geht das Basteln los! Und immer fein auf das YouTube Video achten, in dem alles ganz genau erklärt wird. Sonst kann es schwierig werden. Und dann endlich, wenn die Kerze drin steht, wie schön doch die Glitzersteinchen aussehen. Erinnert zwar etwas an das Motiv der Love-Parade, aber egal, ist ja Winterdeko. Und dann geht’s richtig los mit Stempeln. Was für schöne Motive es doch gibt. Da kamen mir sofort die Kindheitserinnerungen wieder hoch. Bei denen man wunderbare Kartoffelstempel schnitzen konnte. Zwei Klicks später konnte ich mir dazu ein Video angucken. Leider war die Frau langweilig und hat nur ein Herz ausgestochen mit einem Plätzchenausstecher. Voll langweilig. Da kann man sich schon kreativer austoben.

Auch das Windlicht erhält ein eigenes Bastelvideo im Netz. Diese anspruchsvolle Aufgabe soll sehr viel Spaß bringen. Man brauch nur ein einfaches Glas, einen weichen Pinsel, ja ganz wichtig das der weich ist! Wird zumindest im Video gesagt. Und so ein Deko Glitzer-Streuzeug muss man haben. Nun gut, dann besorgt man sich noch tolle Schneeflocken-Aufkleber und beginnt damit diese freundlich raufzumachen. In den Bereichen auf dem Glas, wo keine Sticker sind, da macht man die Klebe drauf und streut dann das Dekozeug drüber. Ach, wie schön das doch aussieht. Mir persönlich hat der Abschluss am besten gefallen. Bei dem macht man am oberen Rand Kleber und taucht es dann kopfüber in das Streuzeugs. Na erinnert doch ein wenig an Cocktailabende. Vielleicht sollte man beides in Kombination machen.

Wer es noch kitschiger, noch verspielter mag und sonst nichts zu tun zu scheinen hat, der braucht nur einmal über den großen Teich nach Amerika schauen. Dafür gibt YouTube einem die perfekte Möglichkeit um sich gelangweilte Hausfrauen anzuschauen. Diese Damen, mit scheinbar einem Übermaß an Dekoideen für den Winter und Weihnachten ausgerüstet, verzaubern sogar mich. „So cute!“ hört man immer wieder im Hintergrund der Videos. Und ich dachte mir sofort- Awesome! Großartige Ideen, die es da gibt. Kim zum Beispiel zeigt uns, wie man aus einem alten Sack eine wunderschöne Tischdeko machen kann. Ich könnte mir nichts schöneres Vorstellen. Auch eine wunderbare Idee für die langweiligen Tage oder wenn man gerne am Tisch einschläft, ist sich einen Tischläufer zu basteln. Extremst motivierend schaut mich zu Beginn des Videos eine etwas apathisch und depressiv wirkende blonde Mitte 40erin an. Also genau das, was uns die Sitcoms als typisch amerikanische Frau immer gezeigt haben. Dann stellt sie auch noch ihr Prachtexemplar von einem Tischläufer vor die Kamera, ich klicke weiter.

Quelle: bastelideen.info

Was mich dann jedoch viel mehr fasziniert hat, als diese furchtbare Decke, ist die Idee einer supercoolen und extrem abgefahrenen 3D-Papier-Schneeflocke! Und ich kann die auch noch selber machen! Awesome! Nun also die Anleitung angesehen, ab im Kreativshop und die Schwiegermutter eingeladen zum Basteln. Das wird ein Spaß! Und immer daran denken- dahinhängen, wo ihn alle sehen können. Nun habe ich versucht, das Ganze auch auf Deutsch zu finden um meinen Freunden, die des Angelsächsischen nicht mächtig erscheinen, diese großartige Idee nicht vorzuenthalten. Ja leider gibt es nur einen bunten Stern oder einen lustig anmutenden Spatz den ich auf Deutsch in 3D falten kann. Schade. Also wird weiter geschaut was es sonst noch so schönes in Amerika in punkto Winter und Dekoration gibt. Und da finde ich doch tatsächlich eine Anleitung wie man sich seine eigenen Christkugeln gestalten kann. Sogar personalisiert mit Namen wird einem vorgeschlagen. Schön denke ich mir. Es wird aber noch viel schlimmer. Diese amerikanische Mutter berichtet dann doch tatsächlich, dass sie für jedes Kind in der Vorschulgruppe ihrer Tochter eine Kugel gemacht hat mit deren Namen drauf. Ach herrlich, wie langweilig ihr gewesen sein muss. Aber ganz clever beschreibt sie, wie wichtig es ist, dass man aufs Trocknen achtet.  Na das wäre sonst aber ärgerlich. Verwischt das Ganze noch und statt Hans steht dann nur Han auf der Kugel. Das könnte ziemlich peinlich im Kindergarten werden.

Jetzt aber schnell wieder zurück in die deutschen Gefilde. Gefällt mir besser. Denn die traditionelle, deutsche Weihnachtsdekoration ist ja selbst in den USA sehr beliebt. Diese wird auch bei uns lieber gekauft statt gebastelt. Denn wer schnitzt sich schon gerne Bambi, einen Lichterbogen oder den Nussknacker selber. Wozu denn auch? Also man trödelt so in der Vorweihnachtszeit einfach durch die Geschäfte und wartet, bis einem ein tolles Angebot entgegenspringt. Was wir alle aber noch viel lieber machen, ist über den Weihnachtsmarkt zu schlendern. Mit einem warmen Becher Glühwein in der einen und einer vollen Shoppingtüte in der Anderen, gefüllt mit Weihnachtsartikel.  So lässt es sich auch außerhalb der Couch gut einkaufen. Zum Abschluss des anstrengenden Tages gönnt man sich dann noch eine Bratwurst, Pilzpfanne oder andere Leckereien und macht sich auf dem Heimweg, um den neuen Dekoartikeln einen geeigneten Platz in der Wohnung zuzuweisen. In diesem Sinne also frohes herumweihnachten!