Europas günstigstes Bier im Best Eurocity Ranking

News von Daniel am 21.03.2017

Dank langjähriger Tradition und Reinheitsgebot sind die Deutschen verwöhnt, was den Bierkonsum betrifft. Deutsches Bier genießt weltweit einen exzellenten Ruf und ist dabei noch nicht einmal teuer. Erfahrt bei Gutscheinpony, in welchen Großstädten ihr Europas günstigstes Bier bekommt, warum es bei uns so gut ist und wie es dazu kam.

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Berlin ist nicht mehr, was es mal war: Dem Berghain wurde als bester Club der Welt schon lange der Rang abgelaufen und das Image „arm aber sexy“ passt 14 Jahre, nachdem Klaus Wowereits Aussage um die Welt ging, auch nicht mehr so richtig. Die Mieten sind seither um fast 60% gestiegen und die einstigen Partylöwen haben sich mittlerweile gar nicht mal so arm im Prenzlauer Berg niedergelassen.

Abenteuerhungrige und feierlustige Nachkömmlinge sollten heute nicht nur einen auf dicke Hose machen, sondern tatsächlich nicht mit leeren Taschen losziehen – ein Partywochenende kann schnell mal mehrere hundert Euro kosten.

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In welcher Stadt gibt es Europas günstigstes Bier?

Dem Bierpreis ist das zwar nicht anzulasten, der sich hier noch absolut im grünen Bereich bewegt, auch wenn man in Berlin nicht Europas günstigstes Bier bekommt. Allerdings wird die Coolness einer Stadt noch durch einige weitere Faktoren bestimmt.

Unsere Kollegen von Tripdoo haben deshalb auf der Suche nach dem neuen Berlin die europäischen Metropolen unter 16 Aspekten unter die Lupe genommen, um ein Ranking zu erstellen und die coolste Stadt zu ermitteln. Zu jedem Gesichtspunkt wird ein einzelnes Ranking erstellt und daraus der BER Index ermittelt, was für Best Eurocity Ranking steht. Je höher der BER Index, desto cooler die Stadt.

Wird Warschau das neue Berlin?

Ob Hamburg, Warschau oder vielleicht Belgrad das neue große Ding werden, hängt beispielsweise von Gesichtspunkten wie der höchsten Zahl an Freiberuflern, den besten Clubs und Universitäten, sowie den besten Vorraussetzunge für Start Up Unternehmen ab. Europas günstigstes Bier darf natürlich beim Ranking nicht fehlen und war Gegenstand des gestrigen Rankings.

Ein Index für Europas günstigstes Bier

Der Bierpreisindex des BER Rankings stützt sich auf Daten aus 20 europäischen Städten und vergleicht dabei Preise in Bars und im Laden, sowie Faktoren wie die jährliche Konsummenge der Bevölkerung und beruft sich auf Informationen eines entsprechenden weltweiten Rankings von GoEuro. Hier kann man also sicher sein, Europas günstigstes Bier zu finden.

In Budapest zahlt man beispielsweise schlappe 36 Cent für 0,33l, in Reykjavik dagegen 2,29€. Ihr seht, die Unterschiede sind prägnant und man darf gespannt auf die vollständigen Fakten sein.

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Man würde zwar nicht so weit gehen, Europas günstigstes Bier als Hauptkriterium für die Urlaubswahl zu erachten, allerdings ist billiges Bier doch ein wesentlicher Aspekt, der Rückschlüsse auf allgemeine Lebenserhaltungskosten zulässt und als Faktor für ein Coolness-Ranking sowieso legitim. Zu diesem Anlass wollen wir euch ein wenig über die historischen Hintergründe des Lieblingsgetränks der Deutschen aufklären.

Recht auf Rausch bereits im Altertum

Die Legende besagt, dass ein sumerischer Brotbäcker etwa 4000 Jahre vor Christus, irgendwo zwischen Euphrat und Tigris, seinen Teig in der Sonne vergaß, wodurch die Hefe anfing zu gären. Das Ergebnis war eine unansehnliche, klebrige Masse, die allerdings eine berauschende Wirkung besaß. Der Vorläufer des Bieres war erfunden. Sowohl das Reinheitsgebot als auch Europas günstigstes Bier waren noch in weiter Ferne.

Die Sumerer waren ein für damalige Verhältnisse hochentwickeltes Volk, und sie erfanden verschiedene Methoden, Bier aus vergorenem Teig herzustellen. Eine damals sehr beliebte Variante war beispielsweise Bier aus Emmer, dem eigentliche Ur-Weizen.

Bereits im Reich der Pharaonen wurde gezecht

Wandmalereien und Schriftzeichen aus dem alten Ägypten lassen darauf schließen, dass auch die Einwohner des Landes der Pharaonen den Vorläufer des Biers mochten. Auch eine Zeile des Gilgamesch-Epos, einer der ältesten Schriften seit Menschengedenken, legt diesen Schluss nahe: „Iss nun das Brot, o Endiku, denn das gehört zum Leben, trink auch vom Bier, wie es des Landes Brauch.“

Auch die Germanen waren einem kräftigen Schlücken nicht abgeneigt, wie zahlreiche Funde von Bieramphoren aus der Zeit um 800 vor Christus belegen.

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Bierselige Geistliche

Wesentlich professionalisiert wurde das Bierbrauen besonders in den Klöstern. Das Schweizer Kloster St. Gallen gründete die erste Brauerei unter der Leitung von Mönchen, welche den kleineren, bürgerlichen Brauereien Konkurrenz machte. Die bierseligen Geistlichen legten große Hopfengärten an, verfeinerten die Bier-Rezepte ständig und bemühten sich ununterbochen, den Nährwert und Alkoholgehalt des Biers zu erhöhen. Das berauschende Gebräu sollte die harten Einschränkungen während der langen Fastenwochen angenehmer gestalten und sättigen, ohne Nahrung einnehmen zu müssen.

Brauwirtschaft boomt im Mittelalter

Von der Erschließung der internationalen Handelswege profitierten vor allem die Bierbrauer in den Hansestädten. Bremen entwickelte sich zum wichtigsten Schnittpunkt der Handelsrouten und exportierte Bier nach Holland, Flandern, England und Skandinavien. Im 16. Jahrhundert liefen in Norddeutschland über 600 Brauereien auf Hochtouren, mancherorts war die Bierindustrie der wichtigste Arbeitgeber. Das Bier aus dem Norden genoss damals noch einen wesentlich besseren Ruf als die heutige Brau-Hochburg Bayern.

Strafe auf schlechtes Bier

Natürlich bringt ein solcher Boom auch schlechte Qualität und lieblose Konkurrenten mit sich. Viele Brauerein wurden beim Panschen minderwertiger Ware erwischt und wollten sich an der Bierseligkeit der Bevölkerung bereichern. In Augsburg muss sich eine richtige Bierverdünner-Mafia entwickelt haben, weshalb sich Kaiser „Barbarossa“ Friedrich I. genötigt sah, eine Strafe auf schlechtes Bier auszusetzen.

Da das Problem auch in anderen Städten Überhand nahm, verfügten Herzog Wilhelm IV. von Bayern und sein Bruder Ludwig X. am 23. April 1516 das landesweite Gebot, zur Herstellung nur Gerstenmalz, Hopfen und Wasser zu verwenden – heut bekannt als das deutsche Reinheitsgebot.

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