Sparen dank Vertragswechsel – was zu beachten ist

News von Claudi am 06.05.2014

Das Telefonieren mit dem Handy wird immer billiger. Trotzdem bleibt der Großteil der Deutschen den alten Verträgen treu. Und das obwohl sie mit einem Wechsel bis zu 50% sparen können.

Warum also unnötig mehr bezahlen?

Wir verraten euch, worauf ihr bei einem Wechsel achten müsst

  • Kündigungsfrist beachten

Zwei-Jahres-Verträge haben in der Regel eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Geht die Kündigung nicht rechtzeitig bei dem Anbieter ein, ist es wahrscheinlich, dass der Vertrag für eine Laufzeit von zwölf Monaten verlängert wird. Entscheidend ist, wann der Anbieter die Kündigung erhält, nicht welches Datum darauf steht.

  • Die Kündigung muss schriftlich erfolgen

Eine E-Mail ist in diesem Fall nicht rechtsgültig. Es empfiehlt sich ein eingeschriebener Brief, damit auch nichts schiefgehen kann. Vergesst nicht auf den Rückschein zu bestehen. So habt ihr einen Nachweis, dass der Brief rechtzeitig zugestellt wurde. Alternativ könnt ihr die Kündigung auch faxen. Manche Anbieter stellen ein Formular zum Download bereit.

  • Unbedingt unterschreiben

Die Kündigung wird getippt, ausgedruckt und in den Briefumschlag gesteckt. Ups, Unterschrift vergessen. Nicht gültig!

  • Standhaft bleiben

Vermutlich werdet ihr einen Anruf von eurem aktuellen Anbieter erhalten, der euch davon überzeugen möchte, nicht zu kündigen. Lasst euch nicht einlullen, außer der Gesprächspartner bietet euch bessere Konditionen, als ihr bei dem Vertrag hättet, den ihr ins Auge gefasst habt. Wenn dem so sein sollte, lasst euch das schriftlich geben. Oft wird etliches versprochen und nichts eingehalten.

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Ihr hängt an eurer Rufnummer?

Wer Angst davor hat, einen wichtigen Anruf zu verpassen, weil irgendjemand die neue Nummer nicht hat, der nimmt ganz einfach seine alte mit. Das Telekommunikationsgesetz besagt, dass jeder Verbraucher ein Recht darauf hat, seine Rufnummer zu behalten.

Trotzdem gibt es einiges, was dabei zu berücksichtigen ist.

  • Mitnahme-Antrag einreichen

Ihr verlasst also den alten Anbieter und wollt noch dazu eure Rufnummer mitnehmen? Klar, dass dem das weniger gefällt und deshalb müsst ihr dafür bezahlen. Rechnet mit 25 bis 30 Euro.

  • Achtung bei Prepaid-Karten

Wer eine Prepaid-Karte nutzt, muss bei seinem Provider eine Verzichtserklärung einreichen. In dieser erklärt ihr euch damit einverstanden, dass etwaiges, restliches Guthaben verfällt. Außerdem müsst ihr darauf achten, noch genügen Guthaben zu Verfügung zu haben, um die Portierungskosten zu begleichen. Nur wenige Anbieter akzeptieren dafür ein Lastschriftverfahren.

  • Über Gutschriften informieren

Viele Anbieter übernehmen quasi die Portierungskosten. Im Falle einer Rufnummernmitnahme gibt es öfters Gutschriften um die 30 Euro. Informiert euch vor dem Wechsel darüber, ob dies bei euerem Wunsch-Anbieter auch der Fall ist.

  • Frist beachten

Bis zu 90 Tage nach Vertragsablauf ist es möglich, die Rufnummer zu portieren.

  • Den neuen Vertragspartner in Kenntnis setzen

Nach erfolgreich eingereichtem Mitnahme-Antrag und beglichener Portierungskosten, müsst ihr natürlich auch den neuen Anbieter darüber informieren, dass ihr eure alte Rufnummer behalten wollt.

Vorzeitige Rufnummern-Mitnahme

Es gibt gerade ein unschlagbares Angebot, das ihr euch nicht entgehen lassen könnt. Zwei Wochen gilt es noch und der alte Vertrag läuft noch zwei Monate. Natürlich könnt ihr den Neuen bereits abschließen und eine vorzeitige Portierung beantragen. In diesem Fall teilt euch der alte Anbieter eine neue Nummer zu und ihr könnt die gewohnte bereits zu dem Neuen mitnehmen. Beachtet aber, dass ihr für die Übergangszeit doppelt zahlt.

Sim Karten

Natürlich gibt es auch hier etwas zu beachten.

  • Den alten Anbieter informieren

Ihr könnt bereits im Kündigungsschreiben erwähnen, dass ihr eine vorzeitige Portierung wünscht. Alternativ steht euch Warteschleifen-Musik bei der Kundenhotline bevor.

  • Frist beachten

Ein Zeitfenster von 30 Tagen gilt es einzuhalten. Solltet ihr den Anbieter schriftlich über die gewünschte Portierunginformiert haben, wartet ein paar Tage ab, damit der Anbieter dies in seiner Datenbank hat. Seid ihr zu früh dran, könnte der Antrag abgelehnt werden.

  • Sofort ist nicht sofort

Auch wenn es sich sofortige Portierung nennt, kann es bis zu einer Woche dauern. Die beiden Provider müssen sich auf einem Termin abstimmen, zu dem der Alte die Nummer abschaltet und der Neue sie einschaltet. Dieser wird euch per SMS mitgeteilt.

Vorlage sofortige Portierung

sofortige Portierung Vorlage

Und so erspart ihr euch viel Aufwand

Erwähnt, dass ihr eine sofortige Portierung wünscht, wenn ihr den Vertrag bei dem Anbieter eures Vertrauens abschliesst. Dieser wird sich mit dem alten Vertragspartner in Verbindung setzen und sämtliche weiteren Schritte regeln.

Jetzt wird gespart

Genug gezögert und überlegt. Überwindet euch, etwas Papierkram zu erledigen und spart in Zukunft eine Menge Schotter.

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