Treuekarten – Was bringen sie wirklich?

News von Maria am 08.01.2015

Jeder kennt sie und fast jeder von uns hat mindestens eine von ihnen im Portemonnaie. Die Rede ist natürlich von Treuekarten. Sie werden uns in nahezu jedem Geschäft hinterher geschmissen und locken mit ach so günstigen Vorteilsangeboten. Aber lohnen sich die kleinen Plastikkarten wirklich? Und bei welchem Unternehmen kann man mit einer Treuekarte noch richtige Schnäppchen abstauben? Wir haben für euch mehrer Anbieter von Treuekarten mal etwas genauer unter die Lupe genommen.
Die Starbucks Card

©starbucks reward programm / STARBUCKS

Die Starbucks Card ist im Grunde nichts anderes als eine Guthabenkarte, die man mit Geld aufladen muss, um dann damit in der jeweiligen Filiale bezahlen zu können. Einen Rabatt gibt es dabei erst einmal nicht, dazu muss man sich nämlich noch beim Starbucks Rewards Programm anmelden. Erst dann bekommt man je Einkauf in einem der zahlreichen Coffee Houses einen Stern gutgeschrieben. Diese Sterne kann man sammeln und abhängig von der Menge, wird man einer bestimmten Stufe zugeordnet, die spezielle Vorteile garantiert. Die Vorteile reichen von Freigetränken zum Geburtstag bis zu kostenlosen Refills, wenn man vor Ort seinen Kaffee oder Tee genießt. Wirklich lohnenswert scheint dieses System allerdings nicht zu sein, da man schon wirklich oft zu Starbucks gehen muss, damit die Vorteile den überteuerten Kaffee aufwiegen. Für Leute, die regelmäßige Kunden sind und sich 1-2 Mal die Woche ein Getränk gönnen, kann sich die Sache lohnen. Ebenfalls interessant sind die Groupon Angebote, die es in regelmäßigen Abständen für Starbucks gibt. Hier kannst du dir für 5 Euro einen 10 Euro Gutschein bestellen. Das ist ein wirklich gutes Angebot, bei dem man zuschlagen sollte.
Die Douglas Card

©douglas card / DOUGLAS

Auch das Kosmetikunternehmen Douglas bietet seinen Kunden eine Treuekarte an. Diese ist aber im Gegensatz zu vielen anderen Karten kostenpflichtig. Sechs Euro zahlt man im Jahr für eine Reihe von Vorteilen, die auf den ersten Blick nicht sonderlich attraktiv erscheinen. Zwar gibt es regelmäßige Beautynews, 6x jährlich das kostenlose Douglas Magazin, Geburtstagsgrüße, Produktproben und Einladungen zu exklusiven Events. Zudem gibt es 3x im Jahr 10% Rabatt auf einen Einkauf, was aber auch nicht sonderlich attraktiv erscheint, wenn man die relativ hohen Preise von Douglas mit anderen Unternehmen vergleicht. Da die Geburtstagsgrüße aus einem 5 € Gutschein besteht, kostet die Karte immerhin nur noch einen Euro. Schau dir trotzdem mal den The Body Shop „Love your Body Club“ an. Hier zahlst du einmalig 5 Euro und kannst ständing 10% Rabatt in Form von Sammelpunkten erhalten.
Die PrivatCard von Tchibo

©tchibo privat card / TCHIBO

Was einmal als Kaffeerösterei seinen Anfang genommen hat, ist heute ein Netzwerk von vielen kleinen Filialen deutschlandweit und einem großen Online Shop, in denen man nicht mehr nur Kaffee kaufen, sondern sich jede Woche von anderen Themenwelten überraschen lassen kann. Die Tchibo Angebote scheinen auf den ersten Blick meist ganz attraktiv zu sein, aber wer Preise vergleicht und die Qualität der Tchibo Produkte näher unter die Lupe nimmt, der dürfte schnell enttäuscht sein. Nichts desto trotz geht das Tchibo-Konzept auf und eine Treuekarte ist da fast obligatorisch. Die Tchibo PrivatCard, wie das gute Stück heißt, ist eine kostenlose Kundenkarte, mit der du je 10 Euro Bestellung oder Einkauf im Laden eine Bohne bekommst. Diese Bohnen kannst du sammeln und gegen Prämien eintauschen. Zudem gibt es jede Woche spezielle Angebote für PrivatCard Besitzer und diese dürfen ebenfalls im Voraus die kommenden Wochenangebote ansehen und vorab bestellen. Ein Vorteil, der sich wieder nur für eingefleischte Tchibo-Kunden lohnt.
Treuekarten, die sich wirklich lohnen
Am attraktivsten sind Treue- oder Kundenkarten, mit denen du nicht nur bei einem Partner Vorteile hast, sondern gleich bei mehreren. Außerdem solltest du darauf achten, dass Unternehmen mit dabei sind, bei denen du eh regelmäßig einkaufen gehst.

Die Payback Karte

©payback karte / PAYBACK

Ein Treuekartensystem, das viele von euch sicherlich kennen, ist das von Payback. Hier sammelst du bei über 600 Partnern online und vor Ort Punkte, die du dann in Prämien oder Geld umwandeln kannst. So ist jeder gesammelte Punkt einen Cent wert. Da läppert sich schnell ein ordentliches Sümmchen zusammen, wenn man z.B. regelmäßig bei DM und REWE einkauft oder online bei Zalando und ebay shoppt. Zusätzliche mehrfach Punkte Coupons erhältst du in regelmäßigen Abständen und kannst so innerhalb kürzester Zeit ein pralles Treuepunktekonto schaffen. Mehr Infos zur Payback-Karte erhältst du z.B. hier.

Die DeutschlandCard

Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert die DeutschlandCard, die ebenfalls eine beachtliche Anzahl an Partner vorweisen kann. Richtige Schnäppchenfüchse sammeln mit beiden Karten beim jeweiligen Partner.

Der Klassiker – Die BahnCard

©Bahncard Angebote / DEUTSCHE BAHN

5,1 Millionen Deutsche sind derzeit im Besitz einer BahnCard. Eine lohnenswerte Rabattkarte der Deutschen Bahn, wie es scheint. Als BahnCard 25, 50 oder 100 ist das gute Stück zu haben. Der Name der Karte ist dabei Programm und man spart bei jeder Buchung eben jeden Betrag in Prozent, der auf der Karte steht. Eine einfache Rechnung, die bei der BahnCard 25 oft schon bei einer Fahrt aufgeht, denn die BahnCard kostet Geld. Wieviel, das hängt von der jeweiligen Karte und dem Status des Besitzers ab. Ist man Student oder unter 26 Jahre alt, erhält man die Karte zum halben Preis. Zusätzlich kann man Mitglied beim Bahn.Bonus Programm werden. Hier erhält man für jeden umgesetzten Euro Punkte, die man dann z.B. in Freifahrten umtauschen kann.
Fazit
Grundsätzlich gilt für alle Kundenkarten: Das eigene Kaufverhalten sollte man nicht für einen etwaigen Rabatt oder das Sammeln vieler Bonuspunkte ändern. Die Karten ersetzen in keinem Fall einen Preis- und Qualitätsvergleich. Besonders bei teuren Anschaffungen lohnt sich der Preis-Vergleich. Oftmals gibt es das gewünschte Produkt bei anderen Händlern ohne Rabatt günstiger. Generell solltest du Kundenkarten nur von den Anbietern anfordern, bei denen du auch regelmäßig einkaufen gehst. Zum einen lohnen sich Gelegenheitseinkäufe nicht, zum anderen verleiten Karten dazu, mehr oder Dinge nur deshalb zu kaufen, um den Rabatt auszukosten. Trotzdem können Kunden- und Treuekarten auch viel Spaß bringen, wenn man damit spezielle Angebote, ab und an ein Freigetränk oder eine Freikarte erhält.

©Artikelbild: kundenkarte verschiedene / WIKIPEDIA