Der Ursprung von Halloween

Unterhaltung von Annika am 18.10.2016

Die Tage sind gezählt, bald ist Halloween und keine Straße ist mehr sicher. Besonders beliebt und populär wurde das Fest in Amerika, und es schwappte in den 80ern langsam auch nach Deutschland über. Der Ursprung von Halloween liegt jedoch in einem anderen Land. Wie es zu geschnitzten Kürbissen, verkleideten Menschen und Süßigkeiten kam, erklären wir euch heute einmal von Anfang an.

Die alten Druiden…

gruseliger Kürbis
Quelle: pixabay.com

Das Halloween-Fest ist eigentlich eine Mischung aus keltischen und christlichen Praktiken, die sich mit alten irischen Erzählungen vermischt haben. Die alten Druiden in Irland feierten an diesem Tag ihr alljährliches Herbstfest. Da sie einen anderen Kalender als wir besaßen, war der 31. Oktober der letzte Tag im Jahr und das Ende des Sommers. An diesem Tag bedankten sich die Kelten bei ihrem Sonnengott Samhain für die Ernte und machten ein großes Feuer. Der Sonnengott wurde dabei verabschiedet und der keltische Totengott des Winters begrüßt. Die Menschen gedachten in dieser Nacht ebenfalls den Verstorbenen und waren davon überzeugt, dass ihre Seelen in dieser einen Nacht unter ihnen wandeln konnten.

Wie schützt man sich vor Untoten?

Halloween Kostüm

Da von den ruhelosen Seelen nichts Gutes zu erwarten war, hatten die Menschen Angst und überlegten, wie sie sich nun schützen könnten. Sie glaubten fest daran, dass die Toten in dieser Nacht die Chance auf ein Leben nach dem Tod hatten, indem sie sich eines noch lebenden Menschens bemächtigten. So kamen die Menschen auf die Idee, sich zu verkleiden, um von den Geistern nicht erkannt zu werden oder  sie abzuschrecken. Je unheimlicher die Maske, desto besser der Effekt. Man sagt auch, dass die Menschen kleine Gaben vor die Türen gelegt haben sollen, um die Geister zu besänftigen.

Die Römer

Die alten Römer übernahmen diesen keltischen Brauch zum Teil und banden ihn in ihre eigenen Traditionen ein. Das im Oktober gefeierte Fest zu Ehren der römischen Göttin Pompora, wurde mit dem keltischen Fest Samhain zusammen gelegt. Der Glaube an Geister und ruhelosen Seelen nahm jedoch ab und das Verkleiden wurde ritualisiert.

Ein Hype in den USA

Quelle: attractionticketsdirect.de
Quelle: attractionticketsdirect.de

Irische Einwanderer brachten bereits um 1840 herum das Samhain-Fest nach Amerika. Die Einheimischen fanden schnell Gefallen an dem Brauchtum und übernahmen das Fest. Mit immer größerem Aufwand wurde es von den Amerikanern zelebriert und wurde zum Kult. Es gibt in manchen Städten wie New York sogar richtig große „Grusel-Paraden“ mit riesigen Skeletten. Doch die Idee mit dem Erbetteln von Süßigkeiten entstand ebenfalls nicht ausschließlich in Amerika.

Süßes, sonst gibt´s Saures!

Kinder verkleiden sich

Auch wenn man mit „Trick or Treat“ irgendwie nur die USA im Kopf hat, so stammt diese Bettelei von den europäischen Christen, die im 9. Jahrhundert in den Dörfern umher liefen und so genannte „Seelenkuchen“ verlangten. Wenn sie etwas bekamen, versprachen sie, für Verstorbene zu beten. Heute betteln vor allem Kinder um Süßigkeiten und wenn sie nichts bekommen, werden Streiche gespielt.

Und warum heißt Halloween nun Halloween?

Ungefähr 800 Jahre nach Christus ernannte der Papst den 1. November zum Feiertag. Der Feiertag sollte an die christlichen Märtyrer erinnern und bekam so den Namen „Allerheiligen“. Auf Englisch bedeutet der Name „All Hallows` Evening“, welcher sich nach einiger Zeit zu „Hallow`s E`en“ verkürzte, bis das schließlich zu „Halloween“ wurde.

Von Kürbissen und Rübengeistern

Die Sache mit den geschnitzten Kürbissen stammt wiederum von einer irischen Erzählung. Die Geschichte von „Jack O`Lantern“ ist dabei die Basis. Auch wenn es verschiedene Versionen dieser Geschichte gibt, geht es hauptsächlich darum, dass weder Himmel noch Hölle Jack nach seinem Tod Zugang gewähren wollten. Der Teufel jedoch gab ihm eine ausgehöhlte Rübe mit einem glühenden Kohlestück darin, so dass er nicht in völliger Dunkelheit umherwandern müsse. Die Menschen damals glaubten deshalb, dass eine ausgehöhlte Rübe mit Licht darin Geister und Dämonen fernhalten könne. Als die Iren nach Amerika kamen, stellten sie fest, dass es dort wesentlich mehr Kürbisse als Rüben gab, und so veränderte sich die Tradition. Rübengeister wurden zu Kürbis-Fratzen. Da Kürbisse genau im Oktober und November Erntezeit haben, passen sie natürlich wunderbar zu Halloween.

Kritik

Ursprung-Halloween-Martin -Luther

Viele Menschen finden, dass Halloween immer mehr ein Konsum-Fest wird, an dem vor allem die Industrie gewinnt. Die christliche Kirche kritisiert Halloween vor allem aus dem Grund, dass es Anlass zu makaberen Scherzen und Ritualen bietet. Die Protestanten finden die Terminlegung falsch, da es auf das gleiche Datum wie der Reformationstag fällt. Leider gibt es in dieser Nacht immer öfter Ruhestörungen und Belästigungen, so dass nicht jeder Gefallen an diesem Fest findet.

Mehr Infos zu Halloween:

Quelle: twistedsifter.com
Quelle: twistedsifter.com
  • In Mexiko feiern die Menschen am 1. November auf den Friedhöfen zusammen mit den Verstorbenen ein rauschendes Fest
  • Es gibt mittlerweile wahre Kürbis-Schnitz-Contests
  • Es gibt eine Kürbissorte die „Jack O`Lantern“ heißt
  • Es gibt 5 Dinge, die ihr beachten könnt, wenn ihr eine Halloween-Party selber machen wollt
  • Wir haben eine Liste mit den 10 besten Horrorfilmen für Halloween (die auch wirklich etwas mit Halloween zu tun haben!)
  • In unserer Infografik findet ihr noch mehr Wissenswertes