7 Social Media Trends, an denen kein Weg vorbei führt

Unterhaltung von Daniel am 21.10.2016

Wie auch im realen Leben, so jagt im Internet ein Trend den nächsten. Manches hat Bestand und ist nach kurzer Zeit nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken, viele Konzepe bestehen nur aus heißer Luft und sind Eintagsfliegen unter den Social Media Trends. Die simpelsten Ideen sind oft die besten, wie YouTube beweist und wenn einem nichts mehr einfällt, dann nimmt man einfach was weg, wie beispielsweise die Beständigkeit von Daten. So sind Videos, die sich selbst löschen, unter anderem einer der aktuellen Hypes.

ein Konzert

Live Streaming

Seit der Erfindung des Fernsehens ist das bewegte Bild eine der beliebtesten Medienformen geblieben. Ganz besondere Faszination übt ungescriptetes, authentisches Live-Material auf die User aus, wir wollen mittendrin sein, statt nur dabei. Nachdem Twitters Periscope und Meerkat das Internet 2015 mit ihren ungeschnittenen Live Streams im Sturm erobert hatten und Facebook besonderes Augenmerk auf seine Live-Videos setzt, gibt es keinen Hindernisgrund mehr für Firmen, in diese Art der Präsentation zu investieren. Live Streaming zählt zu den absolut maßgeblichen Social Media Trends. Digital-Guru Brian Solis zufolge ist diese neue Art der Interaktion von Unternehmen mit ihrer Zielgruppe eine inzwischen nahezu obligatorische Marketingstrategie. Platz eins in den Newsfeeds der Follower zu belegen ist für Firmen eine wahre Goldgrube im sozialen Netzwerk.  Es bietet völlig neue Möglichkeiten, um mit den Fans zu kommunizieren: Ankündigungen, Kundensupport, Q&A-Sessions oder Produktpräsentationen wie Unboxing-Videos können unkompliziert und interaktiv über Live-Streaming inszeniert werden. Die fertigen Videos kann man dann auf Youtube hochladen und für den eigenen Kanal oder auf Blogs weiterverwenden.

Snapchat

Snapchat einer der größten Social Media Trends

„Ich treffe keinen Jugendlichen mehr unter 25, der nicht bei Snapchat ist.“ Für den Hamburger Medienwissenschaftler Stephan Weichert ist 2016 „ganz klar das Snapchat Jahr“. Die Basis der App bildet der Messenger, über welchen man Bilder, Texte und Videos an Freunde verschickt. Soweit also noch kein prägnanter Unterschied zu herkömmlichen, etablierten Diensten. Der grundlegende Unterschied der extrem erfolgreichen Plattform ist, dass sich alle versandten Medien nach 10 Sekunden von selbst löschen. Was zunächst profan klingt, ist bei näherer Betrachtung ein fundamentaler Paradigmenwechsel, denn bislang setzten vor allem Plattformen wie Facebook auf Beständigkeit und Nostalgie. Mark Zuckerberg roch den Braten schon vor Jahren und versuchte Snapchat direkt aufzukaufen – zum Schnäppchenpreis von 3 Milliarden Dollar. Leider stieß das Angebot bei dessen Inhaber Evan Spiegel auf wenig Begeisterung, der als Reaktion den Klassiker „Die Kunst der Kriegsführung“ an seine Mitarbeiter verteilte. Er hat es auch nicht nötig, wo er doch auch ganz ohne Abgabe seines Erfolgsrezeptes mal eben Finanzspritzen von 2 Milliarden bekommt. Der Wert von Snapchat wird inzwischen auf 18 Milliarden geschätzt. Mike Stelzner, CEO von Social Media Examiner prognostizierte der Plattform auf einer der weltgrößten Konferenzen der Branche, spätestens 2017 mit Facebook, Instagram und Twitter in einem Atemzug genannt zu werden.

Vergänglichkeit

„Ephemerality” kommt vom griechischen Wort „Ephemeros”, das grob übersetzt soviel bedeutet wie „etwas, das nur einen Tag anhält”. In der Social Media Sprache steht der Begriff für Inhalte, die sozusagen mit einem Selbstzerstörungsmechanismus ausgestattet sind. Der Trendsetter derartiger Funktionen war, wie schon erwähnt, Snapchat im Jahr 2014. Mittlerweile versehen auch Live-Streaming-Services wie Periscope ihre Produkte mit einem Ablaufdatum. Ein Ende ist nicht abzusehen, zumal die Betreiber entsprechender Plattformen doppelt verdienen, indem sie gelöschte Inhalte kostenpflichtig wieder ins Leben rufen. Die Vergänglichkeit wird weiterhin eine große Rolle bei den Social Media Trends spielen.

Buy Buttons

Facebook und Pinterest haben damit angefangen und die anderen „Big Players“ des Internets geben Gas, um gleichzuziehen: Die Rede ist von Buy Buttons, die auf die maximale Faulheit der User setzen und auf lange Sicht sogar Online-Shops überflüssig machen sollen. Mit ihnen wird das Surfen auf Facebook zur virtuellen Shoppingtour, man muss die eigene Chronik nichtmehr verlassen, um Einkäufe zu tätigen. „Buy Buttons stellen eine simple Art dar, ohne Bruch an kauffreudige Nutzer heranzukommen und sie direkt zum Kauf zu animieren, ohne dass sie auf einem weiterführenden Weg abspringen“ erklärt Boris Wollny, Geschäftsführer der Augsburger Digital- und Social-Media-Agentur Betamodus.

Influencer Marketing

Wichtige Kooperationspartner für Brands sind heutzutage sogenannte Influencer, also Menschen wie Promis oder erfolgreiche Blogger, die sich bereits ein treues Publikum und im Netz aufgebaut haben und Glaubwürdigkeit genießen. Aufgrund von spannenden Inhalten folgt eine bestimmte Zielgruppe der betreffenden Person ohnehin schon freiwillig, weshalb sich das Unternehmen diese nichtmehr selber erschließen muss und ihr Produkt ohne viel Aufwand Anklang findet und Influencer Marketing in Sachen Social Media Trends in aller Munde ist.

social-media-trends-chatbot

Chatbots

Chatbots sind von künstlicher Intelligenz gesteuerte Gesprächspartner, die sich in allen Möglichen Bereichen im Netz zunehmender Beliebtheit erfreuen: sie können Kundenanfragen unmittelbar und ohne menschliche Hilfe beantworten. Durch sie wird die Interaktion gesteigert, ohne in Personal investieren zu müssen.

Mobilfreundlichkeit

Die Erkenntnis, dass das Internet immer mobiler wird, ist nicht neu, weshalb Mobilfreundlichkeit ein absolut unumgänglicher Social Media Trend ist. 2015 hatte Google bereits bekanntgegeben, dass mobil mehr gesucht wurde, als über Desktopcomputer, woraufhin die Firma prompt neue Werbestrategien für Mobilgeräte präsentierte. 2016 sollen 2 Milliarden Menschen weltweit Besitzer eines Smartphones sein, weshalb Firmen absolute Priorität auf die Mobilfreundlichkeit ihrer Webseiten legen sollten. Google berücksichtigt diesen Faktor bei mobilen Suchanfragen mittlerweile sogar bei seinem Ranking.