8 Einrichtungstipps für deine kleine Bude

Mode & Lifestyle von Tina am 01.08.2016

Besonders in den Großstädten ist Wohnraum knapp und sehr teuer. Da verzichten wir schon mal auf ein paar Quadratmeter, um näher im Zentrum oder in einer besseren Wohngegend zu leben. Wer ein kleines Zuhause hat, kann sich hier ein paar Einrichtungstipps holen, um die eigenen vier Wände größer erscheinen zu lassen.

8 Einrichtungstipps für deine kleine Bude

Wir alle würden gerne in einer großen Wohnung oder einem großen Haus leben. Viel Platz ist ein Zeichen von Luxus, und je größer der Geldbeutel, desto mehr Zimmer und Bäder hat unsere Bleibe. Das kennen wir ja von den Stars, die mit ihren riesigen Villen protzen und deren Zuhause (genau wie ihre Autosammlungen oder Ohrgehänge) mehr als Statussymbol denn als gemütliches Heim fungieren. Klar, irgendwann wird es absurd, denn wer soll sich durch die zig Quadratkilometer Flur quälen, in den 23 Schlafzimmer zur Ruhe legen oder in sieben Badezimmern die Morgentoilette verrichten? Aber das macht wohl nichts – Hauptsache ist, dass alle verstehen: Ich habe es zu Geld und Ruhm gebracht.

Klein aber oho

Wir Normalos können da natürlich nicht mithalten. Laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung hatte jeder Deutsche im Jahre 2013 45 Quadratmeter zur Verfügung. Das sind immerhin sechs Quadratmeter mehr als noch 1998, was aber nur bedingt mit unseren größeren Ansprüchen zu tun hat, sondern vor allem mit unserer Wohnsituation. Immer mehr Menschen leben allein, statt sich mit anderen Familienmitgliedern ein Heim zu teilen. Noch nie hat es in Deutschland so viele Single-Haushalte gegeben wie heute: nämlich mehr als ein Drittel.

Ein kleines Zuhause kann aber durchaus auch seinen Reiz und seine Vorteile haben: Wir sparen Heizkosten, müssen weniger saubermachen, und kleine Zimmer können bei der richtigen Einrichtung sehr gemütlich wirken. Allerdings sollten wir deshalb ein paar Regeln beachten:

Unsere 8 Einrichtungsideen für kleine Räume

#1 Decken-Deko

Während schrille Tapeten und dunkle Wände ein Zimmer kleiner wirken lassen, gilt für die Zimmerdecke genau das Gegenteil.

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Das wussten schon die Stuckateure der Altbauwohnungen vor mehr als hundert Jahren, und da waren die Zimmerdecken noch viel höher als heute. Alles, was das Auge nach oben zieht, macht einen Raum optisch größer. Also: Für kleine Räume ist es besser, Sternchen an die Decke zu kleben als Kakteen an die Wände zu malen.

#2 Helle Farben für Wände und Boden

Es liegt ja schon seit einigen Jahren im Trend, für unsere vier Wände – oder zumindest eine davon – der tristen weißen Raufasertapete den Rücken zu kehren und stattdessen etwas Farbe in unseren Wohnalltag zu zaubern. Bunte Wände lassen einen Raum aber nicht nur gemütlich erscheinen, sondern auch kleiner. Denn Farben absorbieren Licht statt es zu reflektieren. Ein weißer Raum aber wirkt luftig, weil er das Tageslicht intensiviert und Wände optisch auseinanderrückt.

#3 Weg von der Wand

Eigentlich klingt es logisch: Je näher wir die Möbel an die Wand schieben, desto mehr Platz bleibt im Inneren des Zimmers, und der Raum wirkt damit größer. Ein typischer Deko-Fehler, denn leider stimmt das gar nicht: An die Wand gedrängte Einrichtungsgegenstände lassen einen Raum beengt erscheinen, und schon durch ein paar Zentimeter Abstand kann diesen Eindruck wieder wettgemacht werden. Es hilft also, Tische und Stühle gleichmäßig im Raum zu verteilen.

#4 Size matters

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Die richtigen Proportionen sind bei kleinen Räumen besonders wichtig. Wuchtige Möbelstücke können leicht das Gefühl von Enge vermitteln, aber auch zu kleine Einrichtungsgegenstände sind nicht immer gut und erzielen wohlmöglich den gegenteiligen „Puppenhauscharakter“. Bei Sofas und Sesseln gilt: Bein zeigen! Sichtbare Sofa- oder Sesselbeine mache das Möbelstück optisch graziler und damit kleiner.

#5 Weniger ist mehr

Jeder von uns häuft im Laufe seines Lebens lauter kleine Gegenstände an, die keinen echten praktischen Nutzen haben: Urlaubsmitbringsel, Spontankäufe vom Flohmarkt, das erste Valentinsgeschenk des längst Verflossenen. Natürlich müssen wir nicht alles davon rigoros aussortieren, aber je mehr Kleinkram in unseren Zimmern herumsteht, desto unruhiger und überfüllter wirkt das Ambiente. Home Stylisten schwören auf die folgende Regel: Lieber wenige und größere (nämlich größer als eine Melone) Gegenstände sollten es sein, sonst wirkt das Zimmer überfüllt.

#6 Zimmer mit Aussicht

Vorhänge strahlen Behaglichkeit aus, und außerdem schützen sie uns vor neugierigen Blicken von außen.

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Aber unverdeckte Fenster geben unseren Räumen mehr Tiefe. Machst du dir Sorgen um deine Privatsphäre, dann sind Jalousien die bessere Lösung. Müssen es allerdings trotzdem Gardinen sein, dann wähle am besten bodenlange Vorhänge, denn die verleihen dem Raum mehr Höhe. In Weiß suggerieren sie dem Auge, dass sich dahinter weitere Flächen verbergen.

#7 Spieglein, Spieglein

Genau wie mit weißen Gegenständen, so verleihen auch Spiegel und Durchsichtiges optisch mehr Größe. Sie nehmen wenig visuellen Raum ein, und bei cleverer Platzierung zaubern sie viel mehr Platz als in Wirklichkeit vorhanden ist. Wer also ein kleines Bad hat und darin eine Dusche ohne Verglasung, sollte sich unbedingt für einen durchsichtigen Duschvorgang entscheiden. Und ein Spiegel, der den Blick aus dem Fenster wiedergibt, weitet den Raum nach außen.

#8 Viele Lichter

Viele kleine Lichtquellen sind besser als eine große. Starke Deckenbeleuchtung bündelt das Licht nur an einer Stelle, während viele kleine Lampen das Auge durch den Raum ziehen. Auch beleuchtete Regalwände geben einem Raum mehr Tiefe.

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Mach das Beste draus!

Wohnen soll Spaß machen! Welche Einrichtungsideen dir auch immer zusagen und welche nicht, eines ist wichtig: Das Leben auf engem Raum erfordert mehr Selbstdisziplin. Unordnung und überflüssige Gegenstände fallen in kleinen Räumen mehr auf, und den Platz, den sie einnehmen, kannst du besser nutzen. Wirf weg, was nicht mehr zu gebrauchen ist. Gib weg, was du doppelt hast. Und setze immer wieder Prioritäten – damit aus deinen vier Wänden ein echtes Zuhause wird.