Kaffeeautomaten und Kaffeespezialitäten – ob im Büro oder für Zuhause.

Mode & Lifestyle von Claudia am 28.11.2011

Quelle: diekaffeestube.com

Deutschland wird ja auch das Land der Kaffeetrinker genannt. Wir sollen doch tatsächlich 148 Liter im Jahr davon zu uns nehmen! Also so um den halben Liter am Tag. Nun gut, wenn man so überlegt wie viele Tassen man täglich konsumiert, kann das schon gut sein. Bei einer Befragung meiner Kollegen hat letztens jeder angegeben, um die drei Tassen am Tag zu trinken. Scheint aber wohl der Normalfall in Deutschland zu sein, der Statistik nach. Aber warum nehmen wir so viel von diesem Getränk zu uns? Liegt es daran, dass es ein psychotropes Getränk ist? Oder weil es uns einfach schmeckt?
Gourmet Kaffee gab es nicht von Anfang an!
Es gibt Mythen die besagen, dass der Südwesten Äthiopiens das Ursprungsgebiet des Kaffees sein soll. So soll es sich im 9. Jahrhundert zugetragen haben, dass Hirten aufgefallen sei, dass Ziegen welche von dem Strauch mit den roten Früchten aßen bis spät in die Nacht wach waren und keine Ruhe gaben. Dies haben sie Mönchen berichtet und diese haben einen Aufguss damit gemacht. Auch sollen die ungenießbaren Früchte ins Feuer gespuckt worden sein und da kam der Gedanke mit dem Rösten auf. Im 14. Jahrhundert soll er dann erst über Händler nach Arabien gekommen sein und Sich dann aber erst im 15. Jahrhundert verbreitet und weitläufig angebaut. Dies brachte eine Monopolstellung und noch heute reden wir von Kaffee Arabica. Jedoch hatte der Kaffee es auf seiner Eroberungstour über die Welt nicht immer leicht. Beispielsweise war man sich in Mekka nicht einig, ob es gegen den Koran verstoße, so wie Wein. Die Gelehrten Mekkas aber entschieden zu seinen Gunsten und behaupteten, dass Kaffee nicht betrunken mache wie der Wein, sondern den Verstand ja verdopple. Das alleine reichte jedoch nicht, es wurde gesagt, dass Kaffeehäuser Stätten des Aufruhrs sein sollen. Aber dies tat dem Kaffee keinen Schaden, und er wurde heimlich konsumiert und breitete sich auch so aus.

Quelle: genuss-blog.de

 
Kaffeespezialitäten machten sich auf den Weg nach Europa
In Europa kam er im 17. Jahrhundert in Italien an. Schnell verbreitete er sich von Venedig bis nach London, Paris und Hamburg. Überall trank man Kaffee. Innerhalb von 50 Jahren hatten sich Kaffeehäuser in ganz Deutschland ausgebreitet und der Konsum stieg rasch an. So kam es, dass Friedrich der Große die private Einfuhr sowie den Handel untersagte und zu einer hoheitlichen Aufgabe machte. Diese ausschließlich dem preußischen Staate obliegende Aufgabe, wurde von vielen Kaffeeschmugglern umgangen. Um das zu unterbinden, hat sich die Regierung etwas Großartiges einfallen lassen. Sie hat ‚Kaffeeriecher‘ eingesetzt um die illegalen Röstereien ausfindig zu machen. Dies waren meist ehemalige französische Soldaten. Nach 20 Jahren Kaffeeschnüffeln hatte das Verbot von privatem Handel endlich ein Ende. Jeder konnte nun importieren und Rösten, wie er wollte. Auch hat es der Kaffee geschafft, die typisch deutsche Biersuppe am Morgen zu verdrängen. Obwohl es viele gerne wieder einführen würden, eine Biersuppe wie im 19.Jahrhundert, zu konsumieren. In der Schweiz wurde dem gemeinen Pöbel sogar untersagt, Kaffee auszuschenken. Da gab es einen Aufstand der Untertanen und man setzte sich durch und durfte Kaffee ausschenken. Ja und so geschah es, dass man überall ‚echten‘ Bohnenkaffee genießen kann. Dieser Ausdruck kam übrigens daher, dass Kaffee früher sehr teuer war und nur die gut Gesitteten in den Genuss kamen. Der gemeine Pöbel hat deshalb und vor allem in Krisenzeiten auf den bekannten Muckefuck oder Malzkaffee zurückgegriffen. Der ‚echte Bohnenkaffee‘ war für ihn unerschwinglich.
Kaffee wurde zum Genussmittel

Quelle: willhaben.at

Ja der Genuss von Kaffee zum Nachmittag hat sich zu einer Art Mahlzeit durchgesetzt. Ich denke da gerne noch an meine Oma, die pünktlich um 15 Uhr immer Kaffee macht und Kuchen rausholt. Ach und nicht zu vergessen die schönen Sammeltassen an besonderen Anlässen! Früher wurden die Bohnen geröstet, zerkleinert und aufgebrüht. Dies hat sich heute stark verändert. Erinnern wir uns doch gerne an die Melitta Bentz, durch die wir keinen Kaffee mehr zwischen den Zähnen haben, sondern das Heißgetränk gefiltert genießen können. Denn Melitta hatte die Schnauze voll von den nicht effektiven Sieben oder auch dem Einsatz von Leinwand. Sie entwickelte das Filterpapier auf der Basis von Löschpapier. Aber auch der Filterkaffee aus der Kaffeemaschine wird langsam zu einer Antiquität. Der typisch deutsche Filterkaffee wird von verschiedenen Kaffeespezialitäten verdrängt. Wenn man bedenkt, dass die Franzosen im 18. Jahrhundert nur auf den Kaffeegenuss gekommen sind, weil ihnen Kaffee in einem edlen Ambiente und mit Milch, Likör, Schokolade oder auch Eis servierte. In Deutschland war dieses eher unüblich. Jetzt konsumieren wir so gut wie täglich verschiedenste Kaffeespezialitäten. Über Latte Macchiato, Espresso oder einfacher Filterkaffee, heute kann man sich alles zuhause machen. Man muss nichtmehr in ein Café gehen oder sich Zuhause nur Filterkaffee machen. Nein, alles geht Zuhause. Dafür muss man zwar ein wenig Geld investieren, aber früher war Kaffee im Allgemeinen ja eine teure Angelegenheit. Heute sind es die Kaffeespezialitäten, die sich nicht jeder leisten kann. In den letzten Jahren gab es einen Boom von Kaffeeautomaten. Immer mehr Haushalte besitzen einen. Dies lag aber auch daran, dass es einen Preis und Werbekampf gab. Man möchte nur an George Clooney denken, der ja eigentlich nicht bekannt war für eine Liebe zum Kaffee.

Ich erinnere mich an ein Interview, in der er es kurios erzählte, dass man sich in Europa, und vor allem Deutschland, einfach auf einen Kaffee trifft. In Amerika trifft man sich eher zum Cocktail trinken. Aber gut, so ist das halt mit der Werbung. Und scheinbar hat der Georg dafür gesorgt, dass der Kaffeeautomat gut gekauft wurde. Ansonsten wäre er ja auch nicht seit Jahren schon Werbestar.