Der beste Fön unter 30€ – Bekannte Hersteller im Test

News von Claudi am 13.05.2015

Ihr sucht einen Föhn im günstigen Preisbereich unter 30€? Dann passt mal gut auf: Wir haben die wichtigsten Modelle für euch auf Herz und Nieren geprüft und sagen euch, welches das beste Modell in diesem Preissegment ist.

Damit ihr jeden Morgen gut gestyled aus dem Haus gehen könnt, braucht ihr auf jeden Fall einen leistungsfähigen Haartrockner – dieser muss aber nicht die Welt kosten. Wollt ihr unter 30€ bleiben, dann empfehlen wir euch den Philips HP8232. Diesen bekommt ihr nicht nur in weiß, sondern auch in schwarz (HP8232/20) – somit für jedes Badezimmer die passende Farbe. Für kleines Geld bekommt euer Haar dafür fast alles,, was einen Fön ausmacht. Genügend Leistung mit 2.200 Watt, Ionen-Technologie und zwei verschiedene Gebläsestufen. Damit bekommt ihr selbst das längste Haar in Windeseile trocknen. Besonders beim Styling sind die zwei Stufen sinnvoll, da die erste eine gezieltere Trocknung bei gleichzeitigem Styling erlaubt wo hingegen ihr mit der höheren Stufe einfach schnell trockenes Haar erhaltet.
Wer empfindliches Haar hat, wird sich zudem über die 3-stufige Einstellung der Hitze freuen. Philips selbst spricht von einer warmen, einer heißen und der empfohlenen ThermoProtect-Stufe, die eure Haare bei sanften 57°C trocknet. Dabei ist der Fön besonders sanft und euer Haar wird nicht geschädigt. Zusätzlich könnt ihr beim Styling noch auf die extra Kaltstufe setzen. Dieser separate Knopf hilft euch beim exzellenten Finish eurer Haare und unterstützt beim Fixieren. Zusätzlich erhaltet ihr von Philips noch einen Styling-Aufsatz und den passenden Volumendiffusor. Echte Abstriche müsst ihr bei Philips keine machen – wer braucht da schon einen Fön für 50€ oder mehr? Nur die Lautstärke ist etwas höher als bei hochwertigeren Modellen – das ist aber zu verschmerzen.
Bester Fön

Fön mit Ionen? Welche Vorteile bietet die Technologie

Kauft man sich heute einen neuen Föhn ab der preislichen Mittelklasse, ist oftmals standardmäßig eine Ionisierungsfunktion mit integriert – so auch bei all unseren Testkandidaten. Doch was bringt dieses Feature oder ist es nur geschicktes Marketing?
Ob das Ionisieren euer Haare einen echten Effekt hat, lässt sich so leicht nicht klären. Erfahrungsberichte zeigen ein recht gemischtes Bild: Manche berichten über eine geringere Aufladung, schnellere Trocknung und weniger stumpfes Haar. Es findet sich aber auch genau das gegenteilige Bild, wo von keinerlei Effekten die Rede ist und man getrost auf Föhne mit Ionisierung verzichten könne. Wenn ihr mich fragt, dann kann ich die positiven Erfahrungen zum Teil definitiv bestätigen. Vor allem im Bezug auf statische Aufladung sind deutliche Verbesserungen im Verhältnis zum alten Modell (ohne Ionisierung) erkennbar.
Kommen wir noch kurz zur technischen Seite: Ein Föhn mit Ionen-Funktion spaltet Moleküle auf und wandelt sie in negativ geladene Ionen um. Diese werden zusammen mit der erwärmten Luft eures Haartrockners in euer Haar weitergeleitet. Damit soll bzw. wird eine elektrostatische Aufladung verhindert und eure Haare fangen nicht so schnell an zu „fliegen“. Ein weiterer Effekt soll auch bei der Trocknung der Haare Vorteile bringen. Aufgrund der Ionen in der Heißluft sollen die Wasserstoffverbindungen aufgespalten und somit die Wassertropfen in kleinere Teile zerlegt werden. Da kleinere Tropfen aufgrund der zugeführten Heißluft schneller verdunsten, ist euer Haar theoretisch auch schneller trocken. Als letzter Vorteil wird noch ein besserer Schutz vor UV-Strahlung genannt, der durch die Ionisierung der Haare entsteht.

Schneller trocken, nicht mehr aufgeladen – es wird Zeit für einen Neuen im Bad

Aufgrund der effizienteren Motoren und differenzierter Einstellungsmöglichkeiten schlägt sich die Anschaffung eines neuen Heißluftföhns auch auf der Stromrechnung nieder. Immerhin leisten die Motoren schnell mal mehr als 2.000 Watt. Wenn dann die Haare auch noch schneller trocknen, spricht nichts mehr für den alten und schweren Klopper in eurem Bad.
So viele Vorteile und keine Nachteile? Das kann doch gar nicht sein. Sicherlich, eine erhöhte Zeitersparnis ist im Alltag definitiv von Vorteil und ist wohl eins der wichtigsten Argumente beim Kauf eines neuen Modells. Will man sich aber vernünftig stylen, dann sollen die Haare langsamer trocknen und nicht so schnell wie möglich vom Wasser befreit werden. Hier schaffen aber die Einstellungen zur Temperatur und Verstellung des Gebläses einen echten Mehrwert – man muss die Funktionen nur nutzen. Es ist also nur eine Sache von ein paar Tagen und dann hat man den Dreh raus, wann ein heißer Orkan über die Haare fliegen soll und wann nur ein laues Lüftchen. Oftmals wird noch die minimale Menge an freiwerdendem Ozon kritisiert, diese ist aber so minimal, dass man von keiner echten Mehrbelastung der Umwelt sprechen kann.

Vorteile und Nachteile von Ionen-Föhnen

Pro

  • Geringere elektrostatische Aufladung der Haare
  • Schnellere Trocknung
  • Weicheres und leichter kämmbares Haar
  • Besserer Schutz der Haare vor UV-Strahlung
  • Geringerer Energieverbrauch und gleichzeitig weniger Haarschäden durch kürzeres Föhnen
  • Mehr Glanz

Contra

  • Wenn gestyled wird, müssen das Gebläse und die Hitze heruntergefahren werden
  • Höhere Umweltbelastung, wobei diese kaum messbar ist

Das leistet ein Föhn unter 30€

Nicht jeder braucht Zuhause ein Profi-Gerät was man auch im Friseursalon findet. Diese Föhne haben vor allem den Vorteil, dass deren Motoren auf Dauerbetrieb ausgelegt sind und nicht auf 1-2 Mal pro Tag für ein paar Minuten. Teurere Modelle bieten dann meist noch mehr Leistungsstufen oder eine höhere maximale Leistung – wobei die höchste Stufe sicherlich nicht optimal für euer Haar ist. Zudem ist sowohl die Auswahl als auch die Leistung in der Klasse um die 30 Euro mehr als ausreichend. Angefangen bei der Ionen-Technologie, die anfangs nur in die teuersten Modelle eingebaut wurde und heute quasi zur Serienausstattung gehört, bis hin zu relativ leisen und leistungsstarken Motoren mit 2.000 Watt oder sogar mehr – mehr Föhn braucht kein Mensch. Die angegebe Power ist ein Indiz darauf, was schlussendlich an heißer Luft bei euren Haaren ankommt, dabei handelt es sich aber immer um die maximalen Werte. Im Normalbetrieb bei mittleren Einstellungen von Gebläse und Temperatur halbiert sich dieser Wert ganz schnell. Trotzdem gilt die Faustregel: Wer schnell trockene Haare will, braucht viel Leistung. Wollt ihr lieber eine schicke Frisur für den Abend zaubern, dann nutzt die Möglichkeiten zum Runterschalten und schont euer Haar zusätzlich. Daher haben es auch nur Föhne mit zwei oder mehr Gebläsestufen in unseren Vergleich geschafft. Das gleiche System gilt auch für die Temperatur: Nur wenn mindestens zwei Stufen sowie eine Kaltluftstufe vorhanden sind, hat es der Kandidat ins Testfeld geschafft. Ohne die Differenzierung bei der Temperatur lauft ihr nämlich Gefahr, euer Haar auf Dauer zu schädigen. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, wenn es mal schnell gehen muss, einen Gang nach oben zu schalten um nicht mit nassen Haaren in die Kälte zu müssen. Auch beim Glätten der Haare ist eine hohe Hitzezufuhr unerlässlich und macht die Prozedur deutlich einfacher. Geht es nur ums Fixieren und den letzten Schliff für euer Styling, darf die Kaltstufe nicht fehlen. Außerdem ist es eine gute Alternative bei sehr heißen Außentemperaturen.
Je nach Badezimmer ist die nächste Steckdose nicht immer direkt am Spiegel. Daher ist eine ausreichende Kabellänge nicht nur hilfreich sondern auch wirklich notwendig. Somit könnt ihr auch eine weiter entfernte Steckdose nutzen, falls gleichzeitig eure elektrische Zahnbürste oder das liebe Smartphone aufgeladen werden müssen. Daher haben wir bei der Auswahl der Testgeräte darauf geachtet, dass eine Mindestkabellänge von 1,8 Metern gegeben ist – umso mehr umso besser. Hinzu kommt ein weiteres praktisches Feature, eine Aufhängeöse für den Föhn, die ein Aufhängen an diversen Haken sicher ermöglicht. Wie bereits erwähnt muss auch ein Gitter für die zugeführte Luft vorhanden sein, denn sonst wird Staub und Schmutz direkt auf euer frisch gewaschenes und gestyltes Haar geblasen und eure Arbeit ist dahin. Aus Gründen der Sicherheit muss jedes der getesteten Modelle einen Überhitzungsschutz vorweisen. Das garantiert ein Abschalten bevor der Motor zu heiß wird und sichert euch gegen mögliche Gefahren der Überhitzung.
Alle getesteten Haartrockner eigenen sich aufgrund der Bauform und des Gewichts von ca. 500 Gramm deutlich mehr für das heimische Bad als für Reisen. Da die verwendete Technik und der starke Motor aber nun mal ihren Platz benötigen, ist das kein echter Kritikpunkt, sondern eher ein Hinweis auf einen kompakten und leichten Föhn für eure nächste Reise. Diese wiegen oft weniger als die Hälfte und haben zusätzlich einen klappbaren Griff und ein kürzeres Kabel – eben ein echter Reiseföhn. Kleinere Abstriche müsst ihr beim mitgelieferten Zubehör machen. Während Modelle um die 60€ mit zig Sonderzubehörteilen geliefert werden (die aber längst nicht jeder will und braucht), kommen die meisten Testkandidaten nur mit dem Nötigsten. Unser Testsieger kann aber mit einem Volumendiffusor aufwarten, was bei diesem Preis ein echtes Plus ist.
Kritischer wird es wenn dann bei der Lautstärke. Alle getesteten Modelle sind relativ laut. Ob euch das wirklich stört, sei aber mal dahingestellt. Man macht selten etwas anderes beim Föhnen und die Lautstärke ist auch alles andere als Ohrenbetäubend. Zumal je nach Motor und Auslassöffnung für die Heißluft unterschiedliche Arten Lärm entstehen, die den einen stören und den anderen eher beruhigen. Nach einer langen Nacht könnt ihr aber auch einfach eine oder zwei Stufen nach unten schalten und erhaltet damit einen deutlich geringeren Geräuschpegel – der nicht nur Nerven sondern auch eure Haare schont.

Folgendes muss ein guter Fön für uns mitbringen:

  • 2.000 Watt Leistung oder mehr
  • Einstellung der Temperatur
  • Einstellung der Gebläsestufen
  • Dedizierte Kaltstufe
  • Ionen-Funktion
  • Lufteinlassgitter abnehmbar und leicht zu reinigen
  • Schutz vor Überhitzung
  • Circa 2 Meter Kabellänge
  • Aufhängeöse
  • Preis unter 30€

Testprodukte im Vergleich

Kriterien Philips HP8232 Braun Satin Hair 5 Remington D3090 Grundig HD 6080 AEG HTD 5584
Leistung in Watt 2.200 2.000 2.200 2.200 2.200
Temperaturstufen 3 3 3 3 3
Gebläsestufen 2 2 2 2 2
Kaltstufe Ja Ja Ja Ja Ja
Ionen-Technik Ja Ja Ja Ja Ja
Aufhängeöse Ja Ja Ja Ja Ja
Kabellänge 1,8 m 2 m 1,8 m 1,8 m 1,8 m
Zubehör Stylingdüse, Volumendiffusor Stylingdüse Stylingdüse, Volumendiffusor Stylingdüse Stylingdüse, Volumendiffusor
Weitere Funktionen ThermoProtect 20°-Winkel Ionisierungsfunktion abschaltbar
Amazon-Bewertung 4,4 4,7 4,3 4,5 3,8
Preise 28€ 28€ 23€ 20€ 17€

Bester Fön unter 30€: Philips HP8232

Philips_HP8232
Die holländische Firma Philips kann sich in unserem Vergleich locker den Testsieg sichern. Der Fön mit Ionen-Technik kommt mit guter Ausstattung, schickem Design, sehr hoher Leistung (2.200 Watt) und ausreichend Zubehör. Farblich könnt ihr den Fön an euer Bad anpassen, da er sowohl in schlichtem Schwarz als auch in der edlen weißen Version zu haben ist.
Die Bedienung ist genauso einfach wie effizient. Über zwei zentrale Schiebeschalter an der Innenseite vom Griff werden sowohl die Temperatur als auch die Gebläsestufe eingestellt. Stufe eins des linken Bedienelements ist dabei fürs Styling verantwortlich, während Stufe zwei den Orkan loslässt und eure Haare, auch dank Ionen-Technologie, in Windeseile trocknet. Der rechte Regler bietet euch sogar drei Stufen. Somit könnt ihr eure Wunschtemperatur ziemlich genau einstellen, ohne euch gleich die Kopfhaut zu verbrennen. Dabei legt Philips großen Wert auf seine ThermoProtect Einstellung, die euer Haar bei exakt 57° Celsius sehr sanft trocknet. Besonders für das tägliche Föhnen ist diese Stufe empfehlenswert. Wer sich beim Föhnen lieber etwas erfrischt, der profitiert von der Kaltstufe.
Über den rechten Schieberegler stellt man die Temperatur ein. Hier sind drei unterschiedliche Abstufungen möglich: warm, wärmer und heiß. Die höchste Stufe eignet sich für intensive Styling-Operationen, wie z. B. dem Glätten der Haare oder für Locken. Sie ist zwar sehr warm, allerdings nicht so heiß, dass man sich nicht die Kopfhaut verbrennt. Die zweite Stufe wird von Philips als ThermoProtect-Stufe bezeichnet und föhnt das Haar bei angenehmen 57°C. Laut Hersteller ist dies die optimale Temperatur, um das Haar täglich schonend zu föhnen. Wem das immer noch zu warm sein sollte, der kann noch mal eine Stufe runtergehen. Dazu müsst ihr einfach den Knopf über den Schiebereglern betätigen und schon strömt angenehm kühle und bestens für euer Styling geeignete Luft, aus eurem neuen Föhn. Noch ein bisschen Haarspray oder Wachs dazu und schon seid ihr perfekt gestyled.
Auch bei der Kabellänge enttäuscht uns der Haartrockner HP8232 nicht – glatte 1,8 Meter reichen auch für weiter entfernte Steckdosen. Praktisch ist die angebrachte Öse direkt am Anfang des Kabels, damit ist eine sichere und einfache Aufhängung im Badezimmer garantiert. Er hebt sich zwar nicht von der Konkurrenz ab, verliert aber eben auch keine Punkte. Ihr müsst nur etwas aufpassen, dass sich das Kabel dabei nicht verdreht, da die Öse fixiert und nicht flexibel ist. Das macht unser zweitplatzierter Fön – der Satin Hair 5 – noch eine Spur besser.
Für diesen Preis ist bei Philips sogar noch der eingangs erwähnte Volumendiffusor im Lieferumfang enthalten. Der Aufsatz verspricht mehr Volumen für euer Haar und kann dies auch einhalten. Es ist zwar nicht der allergrößte, die Ergebnisse können sich aber trotzdem sehen lassen. Kundinnen mit sehr lockiger Haarpracht und entsprechend vielen Haaren, sollten aber eher zu einem größeren Modell greifen. Normales Haar freut sich aber über die sehr guten Ergebnisse – zumal der Föhn damit noch schön handlich bleibt und auch mit dem Volumen-Aufsatz nicht zu schwer und groß wird.
Ein Leid, was der Philips mit allen Testkandidaten teilt, ist die ziemliche hohe Laustärke. Hier kann man keinen Flüsterton erwarten und sollte sich wirklich nur auf das Föhnen konzentrieren. Vor allem die zweite Gebläsestufe macht sich deutlich im Raum bemerkbar. Meiner Meinung nach ist das aber kein echter Knackpunkt – lieber gut getrocknete und schön gestylte Haare als 5 Minuten Ruhe. Wenn ihr noch ein kleines Manko sucht, dann findet ihr es bei der Kaltluftstufe. Diese muss manuell bedient und während der ganzen Zeit weiter gedrückt gehalten werden. Will man sich also die Haare mit kalter Luft trocknen, ist Kraft im Daumen gefordert. Ob dieser Fall wirklich oft passiert, wage ich zu bezweifeln. Die Kaltluft ist vor allem beim Finish des Stylings wichtig und punktet nicht bei der Trocknung an sich.

Braun Satin Hair 5 – hochwertiger Föhn ohne Schnick-Schnack

Braun_Satin_Hair_5
Braun ist für viele die Marke, wenn es um Haushaltsprodukte geht. Egal ob Toaster, Wasserkocher, Zahnbürste oder eben Föhn, so richtig falsch liegt man mit der Marke nur selten. Dies bestätigt auch der Satin Hair 5 mit einer sehr guten Leistung in unserem Vergleich. Die 5er Serie stellt bei Braun die Mittelklasse dar, wobei die 7er Reihe schon die Oberklasse ist, jedoch gut 10€ mehr kostet. Dabei bringt unser Testkandidat so ziemlich alles mit, was man in diesem Preisbereich erwarten kann. Einen starken Motor mit 2.000 Watt, verschiedene Hitzestufen, ein einstellbares Gebläse, Ionen-Technik und eine Kaltluftstufe. Nebenbei ist die Verarbeitung auf Top-Niveau – nichts wackelt oder wirkt unpräzise – hier kann der Braun am meisten überzeugen. Das Design zeigt sich nicht ganz so schick wie bei Philips, der Braun wird aber niemandem unangenehm auffallen. Die Form und Farbgebung ist einfach klassisch. Ein Highlight ist die schräge und um 20° gekrümmte Düsenöffnung. Das kennt man sonst eher von Profigeräten und bietet vor allem beim Styling seine Vorteile. Warum? Durch die präzisere Verteilung der Heißluft könnt ihr einfach und gezielter Teilbereiche auf dem Kopf bearbeiten und föhnt nicht immer alles mit. Zudem spricht Braun davon, dass dadurch der Filter seltener zugesetzt wird und auch Überhitzung keine Chance hat.
Auf der Faktenseite stehen beim Braun drei Stufen zur Regulierung der Hitze, zwei Stufen zum Einstellen des Gebläses und eine Kaltluftstufe zur Verfügung. Die Ionen-Funktion ist dabei immer aktiviert und kann nicht deaktiviert werden. Wer dieses Feature benötigt, muss zum teureren Satin Hair 7 greifen und bekommt zusätzlich noch einen kräftigen Motor mit 10% mehr Leistung und eine genauere Einstellung für die Temperatur. Mithilfe des dort integrierten Satin Protect Moduls könnt ihr bei jeder der drei Stufen noch den Hitzeschutz fürs Haar aktivieren. Ob das wirklich sinnvoll ist, sei aber mal dahingestellt. Wir würden zum günstigeren Satin Hair 5 raten. Leider fehlt ein Volumendiffusor in der Ausstattungsliste, was den Braun auch den Testsieg kostet. Ansonsten bietet er nämlich sogar ein längeres Kabel als der Philips (zwei Meter) und kann in den anderen Bereichen mit ähnlich guten Werten überzeugen.
Bei der Lautstärke hat er dann sogar leichte Vorteile durch die geringere Wattzahl und dröhnt nicht so wie die anderen Testkandidaten. Die Unterschiede sind aber nicht so extrem, dass empfindliche Gemüter unbedingt zum Braun greifen müssen. Beim Gewicht macht sich der schwächere Motor allerdings nicht bemerkbar, denn der Satin Hair 5 ist keinen Deut leichter als seine direkten Konkurrenten. Bei den Maßen ist er minimal kompakter, eklatante Unterschiede sind aber nicht zu erkennen. Bei der Bedienung fällt er ein wenig aus der Reihe. Alle Bedienelemente sind nicht auf der Innenseite sondern auf der äußeren Seite angebracht. Nur der Knopf für die Kaltluft (der übrigens auch dauerhaft gedrückt werden muss) ist auf der Innenseite platziert. Einen echten Unterschied macht das aber nicht, die Bedienung geht ähnlich leicht und intuitiv von der Hand wie bei den anderen Modellen.

Remington D3090 – Preis-Leistungs-Sieger

Remington_D3090
Der Föhn D3090 von Remington macht so ziemlich alles gut und bekommt daher auch unseren Preis-Leistungs-Titel. Er föhnt schnell trocken, hat einen starken und ausdauernden Motor, bietet die besagte Ionen-Technik und bringt mit seiner Farbe frischen Wind in den weiß/grau/schwarz Alltag, den die Modelle sonst bieten. In Kombination mit den schwarzen Elementen wirkt der Remington sehr schick und verleiht eurem Badezimmer einen coolen Style. Punkten kann der Föhn von Remington aber auch in den wichtigen Kategorien: Mit satten 2.200 Watt Leistung und einer entsprechend schnellen Trocknung, einem mitgelieferten Diffusor, der für zusätzliches Volumen sorgt und einer extra Stylingdüse, die euch bei speziellen Frisuren helfend zur Seite steht. Der Diffusor ist dabei etwas größer als beim Testsieger, was je nach Bedarf praktisch (bei vielen sehr lockigen Haaren) oder unhandlich (bei normalen Haaren) sein kann.
Auch bei den Basics erlaubt sich Remigtons Haartrockner keinerlei Patzer. Er verfügt über drei Stufen zur Hitzeregulierung und das Gebläse lässt sich zweistufig einstellen. Selbst bei unserem Preis-Leistungs-Sieger ist die Kaltluft-Stufe mit eingebaut.
Er ist ein guter Föhn, mit allen wichtigen Funktionen, die jedes Styling zulassen. Auch dieser Haartrockner verfügt über zwei Gebläse- und drei Temperaturstufen plus Kaltstufe, bringt aber trotz Vollausstattung und 2.200 Watt nicht zu viel Gewicht auf die Waage. Der Remington liegt gut in der Hand und sieht in edlem lila-schwarz echt schick aus, wenn auch nicht ganz so elegant wie unser Testsieger. Eine Stylingdüse sowie ein Volumendiffusor sind im Lieferumfang inklusive. Der Diffusor ist größer als der des Philips HP8232 und daher vor allem für Personen mit langem, lockigem Haar geeignet. Auch bei der Verarbeitung gibt es keinen Grund zur Klage, wenn auch nicht das Niveau von Braun erreicht wird. Ihr föhnt öfters mal länger und habt Angst vor Überhitzung? Der Remington hält auch längere Föhnorgien ohne Murren durch und bietet notfalls einen Überhitzungsschutz.
Die vielen guten Eigenschaften schlagen sich auch in den Bewertungen bei Amazon nieder. Die Kunden loben die starke Leistung des D3090 und freuen sich über sehr kurze Trocknungszeiten. Aufpassen müsst ihr nur beim Frisieren: Stellt unbedingt auf die erste Gebläsestufe runter, sonst sind eure Haare schon vor dem ersten Bürsten getrocknet. Auch bei der Temperaturstufe solltet ihr die höchste Einstellung nur im Ausnahmefall nutzen, sonst kann im Dauerbetrieb das Plastik anfangen zu schmelzen – hier kassiert der Föhn einige Minuspunkte. Trotz des leistungsfähigen Motors ist der Remington eher leicht und liegt gut in der Hand – ein echter Pluspunkt! Des Weiteren ist der Remington nicht zu schwer, wie viele andere Modelle in dieser Preisklasse.

Grundig HD 6080 – einfach trockene Haare

Grundig_HD_6080
Grundig präsentiert mit dem HD6080 ein wahres Schnäppchen unter den Föhnen. Der Preispunkt liegt bei 20€ und dafür bekommt ihr einen Föhn mit Ionen-Funktion und einem starken Motor mit satten 2.200 Watt. Warum ist er dann nicht Preis-Leistungs-Sieger geworden? Weil er bei der Verarbeitung patzt! Alles fühlt sich nach minderwertigen Plastik an, die Knöpfe sind nicht so sauber eingepasst wie bei den Konkurrenten und auch optisch wirkt der Grundig nicht wie aus einem Guss. Hinzu kommt, dass der Föhn auch noch schlechter in der Hand liegt und trotz des nominell starken Motors nur durchschnittlich schnell trocknet. Das liegt sowohl an der Stärke des Gebläses als auch an der Hitzeentwicklung. Bei den Basics ist er dann aber wieder voll da und bringt neben drei Stufen zur Temperaturregulierung auch zwei für das Gebläse und einen Knopf für die Kaltluftfunktion mit.
Wer seinem Haar gerne mehr Volumen verleiht, der muss hier leider verzichten, denn einen Volumendiffusor finden wir nicht im Lieferumfang. Dafür gibt es immerhin eine Stylingdüse, die aber nicht ganz so exakt arbeitet wie bei Braun.
Insgesamt bekommt ihr also einen sehr günstigen Föhn, der aber in verschiedenen Disziplinen nicht mit den minimal teureren Modellen mithalten kann. Er verliert Punkte in allen Bereichen und föhnt trotz starkem Motor eher langsam trocken.

AEG HTD 5584 – billig, nicht günstig

AEG_HTD_5584
Der Testkandidat von AEG kann vieles leider noch schlechter als das Modell von Grundig. Auch er zeigt auf dem Papier wenig Schwächen, bringt er doch einen 2.200 Watt Motor, Ionenfunktion und sogar Stylingdüse + Volumendiffusor mit. Bei den Einstellmöglichkeiten herrscht auch Gleichstand mit den Konkurrenten – auch der HTD 5584 bietet ein zweifach verstellbares Gebläse und drei Temperaturabstufungen mit einer zusätzlichen Kaltluftstufe. Da der Preispunkt mit 17€ außerordentlich günstig gewählt ist, konnte man einen echten Preis-Leistungs-Kracher erwarten, leider scheint sich AEG aber weit von seinen Wurzeln entfernt zu haben (AEG baut seit über 100 Jahren Haartrockner und kaufte in den 50er Jahren die Firma FOEN und etablierte somit den Begriff anstelle des Haartrockners).
Die negativen Seiten lassen sich in allen Bewertungskriterien finden. Der AEG schafft nicht die angegebene Leistung und trocknet mit Abstand am schlechtesten. Sowohl die Hitze als auch die Gebläseleistung sind unzureichend. Daraus resultieren lange Trockungszeiten für euer Haar. Das ist doppelt negativ, da auch die Handlichkeit beim AEG am schlechtesten ausfällt – das Gewicht zu hoch, der Griff zu dick – das geht besser. Zusätzlich ist die Haptik nicht sonderlich hochwertig und auch das Design wirkt alles andere als schick.
Die Kunden bei Amazon bemängeln zusätzlich noch die kurze Haltbarkeit, was dem Föhn endgültig den letzten Platz beschert. Wer sich einen günstigen Föhn kaufen will, der greift am besten zum Modell von Remington, er kostet zwar 5€ mehr als die Kandidaten von Grundig und AEG, er leistet aber das, was er verspricht.

Fazit

Wollt ihr einen wirklich guten Föhn unter 30€ kaufen, dann empfehle ich euch den Philips HP8322. In allen Punkten konnte er am meisten überzeugen. Egal ob Leistung beim Trocknen, Design, Handhabung und Anpassung an die eigenen Bedürfnisse – der Philips belegt immer einen Spitzenplatz. Gegen den Braun setzt er sich knapp aufgrund des kräftigeren Motors und der besseren Ausstattung durch. Auch beim Styling gibt er sich keine Blöße und bietet dank verstellbarer Hitzestufen und dedizierter Kaltluft ein sehr gutes Ergebnis. Bei der Haarschonung kann er sich dank der ThermoProtect Stufe sogar noch ein wenig von der Konkurrenz absetzen, wobei das nur Nuancen sind.
Natürlich macht ihr auch mit dem Satin Hair 5 kein schlechtes Geschäft, es sind aber oft die kleinen Dinge, die solch einen Vergleich entscheiden. Der Motor hat nun mal etwas weniger Kraft und der Volumendiffusor ist nur für das teurere Modell erhältlich – so verspielt man den Testsieg, wenn auch nur knapp.
Soll der Föhn möglichst günstig sein und es kommt auf jeden Euro an, dann könnt ihr zum Remington greifen. Auch dieser Haartrockner erledigt all unsere Aufgaben gut und ist nochmals ein paar Euro günstiger als die namhaften Modelle auf den Spitzenplätzen.