Crowdfunding für Flüchtlinge

Unterhaltung von Christian am 16.12.2015

AN!gespart: Crowdfunding ist eine der effektivsten Möglichkeiten, um frische Ideen und innovative Projekte zu fördern. Jüngst durchbrach das Videospiel „Star Citizen“ die unglaubliche Marke von 100 Millionen Dollar. Es ist nicht das erste Mal, dass Games oder Filme viele Unterstützer finden und dadurch realisiert werden können. Doch Crowdfunding geht längst über den reinen Spaßfaktor hinaus: Viele Projekt kombinieren Kreativität und Startup-Mentalität mit sozialem Engagement. Aktuell ist es vor allem die Flüchtlingsthematik, die unsere Gesellschaft verändert und tolle Projekte hervorbringt. Drei davon stellen wir euch vor.

Cucula – Designermöbel mit Geschichte

Etwas verbinden, etwas gemeinsam schaffen – das bedeutet „Cucula“ in der westafrikanischen Hausa-Sprache. Die CUCULA Refugees Company for Crafts and Design ist eine Möbelmanufaktur in Berlin, in der gemeinsam mit Flüchtlingen einzigartige Möbelstücke entstehen. Zudem ist ein Bildungs-Projekt angeschlossen, in dem Sprachkurse und Hilfe bei bürokratischen Fragen angeboten werden. Ins Leben gerufen wurde Cucula vom Kulturhaus „Schlesische27“ aus Berlin Kreuzberg. Die Möbelstücke orientieren sich an den Selbstbaumöbeln des italienischen Designers Enzo Mari. Die Unikate tragen nicht nur die individuellen handwerklichen Fähigkeiten der Flüchtlingen aus aller Welt in sich, sondern auch deren bewegende Geschichten.

(Quelle: Sebastian Däschle)

Soufra – Food Truck für Mariam Shaar

Innerhalb des Nahen Ostens sind dramatische Flüchtlingsbewegungen leider nichts Neues. Allein im Libanon gibt es rund 1,5 Millionen syrische, palästinensische und irakische Menschen, die in Flüchtlingscamps leben – so wie in Burj el Barajneh. Beim Essen ging es dort bislang eher um „satt werden“ als um „Genuss“. Mariam Shaar ist im Begriff, genau das zu ändern: Die Palästinenserin bietet den Menschen im Camp ihre kulinarischen Spezialitäten an. Dieses Projekt namens Soufra wird von der Wohltätigkeitsorganisation Alfanar unterstützt. Um die Versorgung vor Ort schneller und vor allem mobil zu gestalten, braucht Mariam einen Food Truck. Diesen könnt ihr finanziell unterstützen – und den Flüchtlingen im Libanon zu einem Stück mehr Lebensqualität und Geschmack von Heimat verhelfen.

(Quelle: Alfanar)

Skateistan – Völkerverständigung auf Rollen

Das Tolle am Sport? Er ist universell verständlich und bringt Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen und Religionen zusammen. Das gilt natürlich auch fürs Skateboard fahren. Die Initiative „Citizens of Skateistan“ vereint Rollbrettfahrer aus aller Welt. In armen Regionen und Krisengebieten – darunter aktuell Südafrika und Kambodscha – werden Projekte rund ums Skaten ins Leben gerufen. Alles begann 2007 in Kabul: Das Projekt brachte afghanischen Frauen, die in ihrer Heimat kein Sport treiben dürfen, das Skaten näher und setzte sich für deren Rechte ein. Skateboard-Legende Tony Hawk sowie die Profiskater Jamie Thomas und Mimi Knoop stehen Pate für Skateistan – die fiktive Nation von Skatern mit der verbindenden Kraft des Sports.

(Quelle: Skateistan)