Die besten Routen-Apps für die Stadt

Unterhaltung von Claudi am 05.11.2014

Einfach mal auf gut Glück zur Bahn geht heute kaum noch jemand. Wir rufen Routen ab, nach deren Fahrplänen wir uns richten. Manchmal verwenden wir dafür die Seite des jeweiligen Verkehrsbetriebs. Alternativ dazu gibt es auf dem Markt immer mehr Apps, die sich darauf spezialisiert haben und mehr Möglichkeiten aufzeigen, als die öffentlichen Verkehrsmittel selbst. Doch welche der Vielen deckt meine persönlichen Bedürfnisse am besten ab? Wir haben Moovel, Allryder, Qixxit und Google Maps getestet, um euch bei der Auswahl behilflich zu sein.

Unser Test-Weg führt uns in Berlin vom Rosenthaler Platz zur Reichenberger Straße.

Google Maps Routen

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Die App, die jeder kennt. Meist verwenden wir sie, um uns einen Überblick auf der Karte zu verschaffen. Allerdings eher für das Auto, Fahrrad oder den Fußweg. Eine Öffi-Verbindung lassen sich über Google Maps verhältnismäßig wenig User anzeigen. Nach kurzer Eingabezeit werden die möglichen Routen in weniger als einer Sekunde angezeigt. Und das innerhalb einer Stadt, eines Landes oder international. Angezeigt werden ausschließlich die jeweiligen öffentlichen Verkehrsmittel. Bei Langstrecken werden Bahnverbindungen angezeigt.

Verbindungen bei Allryder

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Allryder zeigt neben den öffentlichen Verkehrsmitteln auch Carsharing Angebote, Taxis und Mieträder an. Außerdem wird nicht nur die Dauer des Weges, sondern auch der Preis dafür angezeigt. Die Vorschläge, um vom Rosenthaler Platz zur Reichenberger Str. zu kommen, waren nach drei Sekunden vollständig geladen. Im Reiter „meine Umgebung“ werden die Stationen, Autos und Fahrräder angezeigt. Die Umgebungskarte richtet sich nicht nach dem Start- oder Zielort, sondern nach eurem aktuellen Standort. Ihr seht, wie viele Fahrräder verfügbar sind und erfahrt Details wie Füllstand und Sauberkeit über das Carsharing-Auto. Die App eignet sich für Fahrinfos innerhalb einer Stadt und deren unmittelbarer Umgebung.

Moovel – Mehr Auswahl geht nicht

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Funktioniert genauso wie Allryder – existiert nur schon länger. Allerdings in weniger Städten. Dafür ist das Design noch ein wenig sympathischer. Außerdem könnt ihr eure Anfrage auch per Sprachsteuerung ansagen. Variablen wie „hier“ sowie „Zuhause“ könnt ihr natürlich beliebig abwandeln und die Ergebnisse filtern. Die Eingabe nimmt hier ein Minimum an Zeit mehr in Anspruch, was allerdings durch die kaum vorhandene Ladezeit wieder ausgeglichen wird. Außerdem könnt ihr Orte, wie beispielsweise „zu Hause“, speichern und jederzeit schnell wieder abrufen. Vorschläge für die Fahrt durch Berlin hatten wir nach etwa einer Sekunde.

Routen abrufen bei Qixxit

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Die Neuerscheinung vereint Nah- und Fernverkehr. Ihr könnt euch Routen innerhalb eurer Stadt anzeigen lassen, ebenso wie nationale und internationale. Die App ist aktuell nur für das iPhone erhältlich – Alle anderen haben die Möglichkeit Qixxit im Netz aufzusuchen. Bei der App werden die ersten beiden Ergebnisse für die Fahrt innerhalb Berlins nach fünf Sekunden angezeigt. Die restlichen folgen nach weiteren 15 Sekunden. Auch auf der Homepage müsst ihr etwas warten – Wenn die Adresse überhaupt erkannt wird. Berlins Reichenberger Str. können wir hier leider nicht auswählen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass Qixxit relativ neu auf dem Markt ist und die anfänglichen Fehler bestimmt bald ausmerzen wird.

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Wenn ihr die Fahrrad-Route auswählt, solltet ihr eures schon dabei haben. Hier ist nämlich kein Leih-Rad gemeint. Zumindest wird nicht angezeigt, wo ihr das Nächste findet und was es kostet. Außerdem scheint Qixxit davon auszugehen, dass ihr bereits ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel besitzt. Oder die App rät euch zum Schwarzfahren.

Ähnlich wie bei Google Maps könnt ihr auch hier die Strecke in andere Städte abrufen. Die Bahn wird durch Flug- und Busverbindungen ergänzt.

Moovel und Allryder bringen euch mit allen denkbaren Möglichkeiten ans Ziel

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Egal ob iOS oder Android – Mit Moovel und Allryder seid ihr definitiv gut beraten, vor allem wenn ihr auch alternative Transportmöglichkeiten wie Carsharing oder ein Mietfahrrad in Betracht zieht.

Google Maps bleibt unsere erste Wahl, wenn wir planlos an der Kreuzung stehen (ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad) und nicht wissen wohin. Was den Nah- und Fernverkehr angeht, kann Google aufgrund der mangelhaften Vielfalt nicht mit den Anderen mithalten. Qixxit ist an sich ne tolle Sache, wenn es die anfänglichen Fehler beseitigt und auch Android User mit ins Boot holt.