Minigemüse: Der Trend zur Kleinigkeit

Familie & Freizeit von Jennifer am 13.03.2015

Immer häufiger entdecken wir zwischen den üblichen Gemüsesorten das sog. Minigemüse. Deutlich kleiner gezüchtet und in kompakten Packungseinheiten – aber auch deutlich teurer.

Ob kleine Gurken, winzige Möhrchen, Mini-Mais oder auch handflächengroße Paprika. Das kleine Gemüse liegt voll im Trend und ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil des Kernsortiments in Lebensmittelgeschäften.
Was hat es eigentlich mit dem Minigemüse auf sich?
Was vor einiger Zeit noch skeptisch und mit einem Schmunzeln betrachtet wurde, denn eigentlich ist es ja schon ganz süß, entwickelte sich für viele zu einem alltäglichen Produkt. Der Preis scheint hierbei die wenigsten abzuschrecken, denn das Minigemüse ist zum Teil bis zu 4x teurer, als seine großen Geschwister. Umso besser, dass man heutzutage in Online-Shops eine menge Geld sparen kann, wie z.B. bei Edeka24 mit Ratten und kostenlosem Versand.

Minigemüse - Paprike
Quelle: küchentratsch.de

 

Zum Probieren schön und gut. Auch ich war neugierig, ob eine Mini-Gurke genau so schmeckt wie eine normal große Gurke und auch an den Möhrchen konnte ich nicht einfach so vorbeigehen. Die Neugier war bis dato aber der einzige Grund, dem Preis klein beizugeben. Geschmacklich gibt es tatsächlich Unterschiede. Mal mehr, mal weniger groß. Ein wenig süßer bzw. geschmacksintensiver scheinen die Winzlinge zu sein.
Wofür brauche ich Minigemüse eigentlich?
Das Hauptargument scheint der „Snack für zwischendurch“ zu sein. Der Wunsch nach gutem und vor allem gesundem Essen und einer ausgewogeneren Ernährung wird in der Gesellschaft immer lauter. Neben Sport und anderen Freizeitaktivitäten, spielt auch die Ernährung eine immer größere Rolle. In diesem Zusammenhang wird auf das sog. „Fast-Food“ gerne verzichtet. Wir suchen nach Alternativen: ein schneller und gesunder Imbiss für zwischendurch. Da scheint das Minigemüse genau das Richtige zu sein. Es ist klein, handlich und vollkommen ausreichend als Zwischenmahlzeit.

Minigemüse Snack
Quelle: spearmintbaby.com

Doch damit nicht genug. Ein DVD-Abend, das Treffen mit Freunden, Silvester, Geburtstage. Der Gemüse-Snack landet immer öfter auf dem Tisch. Schmeckt nicht nur gut, sondern sieht auch noch gut aus. Der dekorative Aspekt fällt z.B. beim Catering und in Restaurants ins Gewicht und sorgt für eine kreative Optik.
Warum ist das Minigemüse so viel teurer?
Die Spekulationen um genmanipuliertes Gemüse kursieren natürlich. Zugegebenermaßen fällt ein Blick hinter die Kulissen immer schwer, dennoch sei gesagt, dass es sich hierbei eher um eine Form unterschiedlicher Züchtung handelt. Dies muss nicht zwangsläufig immer etwas mit Genmanipulation zu tun haben. Denn auch regionale Landwirte bieten das Minigemüse mittlerweile standardmäßig an und sind stolz auf ihre Produkte. Prüfen kann man die Herkunft und den Inhalt nach wie vor auf der Verpackung und wer sich nicht sicher ist, hat eben die Möglichkeit, direkt beim Erzeuger zu kaufen. Wer sich gerne selbst ans Werk macht, der sollte genau wissen wie. Für wenig Geld, viel bekommen: auf Amazon gibt es „Leckeres vom Balkon„, ein Taschenbuch, welches euch genau erklärt, wie ihr eure eigenen, kleinen Gemüsesorten ganz einfach selbst zuhause anbaut.

nichts desto trotz werden die Stimmen lauter, dass Genmanipulation, Labore und Chemikalien ja bezahlt werden wollen. Der Grund für die Preise ist allerdings viel weniger provokant: Das Gemüse ist aufgrund seiner Größe sehr empfindlich. Die Möhrchen können aus diesem Grund z.B. nicht maschinell geerntet werden, sondern müssen sorgfältig per Hand gelesen werden. Ein zeitaufwendiger Prozess, der oftmals nicht nur von einem Arbeiter bewerkstelligt werden kann. Auch das spezielle Saatgut ist in der Anschaffung kostspieliger.

Minigemüse - Ernte
Das Minigemüse und der Endverbraucher
Viele Argumente sprechen also für die kleinen Gemüsesorten. Trotz allem ist und bleibt es ein teurer Genuss. Warum findet es trotz allem so viele Abnehmer und wofür? Hier brilliert das Minigemüse mit seiner praktischen Eigenschaft und dem tatsächlichen Konsum. Wer isst schon gerne 3 Tage hintereinander das Gleiche. Im Single-Haushalt kann man z.B. von einem Blumenkohl 2-3 Tage satt werden. Die Alternative wäre der Mülleimer. Rausgeschmissenes Geld und Verschwendung von Lebensmitteln. 2 Gründe, mit denen wir uns nicht mehr abfinden können und wollen. Die praktische Portionierung des Minigemüses kommt uns da sehr entgegen und wenn einmal etwas übrig bleibt, fungiert es als Snack. Noch dazu schmeckt es oft intensiver, teilweise auch süßer, als das normale Gemüse, was als Rohkost wiederum für sich spricht.
Kleines Gemüse, groß im Trend
Gut Ding will Weile haben. Der Trend geht gerade erst richtig los. Erzeuger und Lebensmittelgeschäfte scheinen sich auf die steigende Nachfrage bereits eingestellt zu haben. Es wird verstärkt produziert und vermehrt angeboten. Die Vielfalt steigt und für Gutes zahlen wir auch gerne etwas mehr. Eine interessante Entwicklung, die wir unbedingt weiter verfolgen sollten. Wir sind gespannt darauf, was 2015 noch alles aufgetischt wird.

Minigemüse - B&W
Quelle: melwiner.net