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Tschüss, Brühwürfel! Gemüsebrühe selber machen

 10. Juli 2018
Katrin in Zuhause
Liebe Suppenkasper, wir sind ja unter uns, also seien wir doch mal ehrlich: Bei wem von euch steht denn ein Glas Instant-Gemüsebrühe auf dem Küchenregal? Wer hat alles eine Packung Brühwürfel in der Schublade? M***i Fix neben dem Herd? Damit ist jetzt Schluss!

Foto: shutterstock/Tatyana Malova

Gemüsebrühe selber machen

Da schnippeln und schnappeln wir, kochen ein und pürieren, sind voll super gesund und total healthy und bio unterwegs, denn Du bist, was Du isst – und im Alltagsküchentrubel geben dann doch die meisten von uns ein halbes Löffelchen Instantbrühe an die Soße, schmeißen nen Brühwürfel ins kochende Wasser, wenn es mal wieder schnell gehen muss, und freuen sich vermutlich sogar darüber, dass selbiger aus dem Biomarkt und nicht vom Discounter stammt – wie achtsam und nachhaltig und so.

In der Theorie mag das natürlich stimmen, praktisch stecken in so einem Suppenwürfel (und in gekörnter Fertigbrühe) jedoch meist mehr ungesunde Zusätze denn frisch verarbeitetes Gemüse: Palmöl und Hefeextrakt, Aromen und Zucker drängen den Gemüseanteil auf ein Minimum zurück – egal ob bio oder nicht.
Gerade jetzt im Winter, wenn es draußen mal wieder klirrend kalt oder eine Erkältung im Anmarsch ist, tut ein Teller heiße, dampfende Gemüsesuppe Wunder. Ein Grund mehr, besonders gut darauf zu achten, was genau in die Suppe und auf den Tisch kommt.

Doch was tun, wenn man keine Zeit hat, jedes Mal aufwendig eine frische Gemüsebrühe zu kochen, wenn man einen Teller heiße Suppe möchte oder 50 Milliliter Brühe für ein Soßenrezept benötigt? Keine Bange, die Zitronen haben natürlich wie immer eine Lösung parat:
Gemüsebrühe selber machen! 
Das geht total schnell, ist einfach, und im Gegensatz zum Fertigprodukt wirklich gesund, denn weder Zucker noch künstliche Aromen kommen zum Einsatz. Haltbar wird deine Gemüsebrühe durch die Zugabe von Salz. Und der Extra-Bonus-Punkt: Wenn wir Gemüsebrühe selber machen, können wir ganz auf unsere persönlichen Vorlieben eingehen: Du magst keine Petersilie? Du bist allergisch gegen Sellerie? Dann lass beides einfach weg. Und gib stattdessen etwas frischen Dill dazu. Oder verleihe deiner Brühe einen Hauch Asien, indem du Zitronengras und Chilli mitpürierst.

Foto: shutterstock/ffolas

Gemüsebrühe selber machen - So geht's:

Eins vorneweg: Wir machen kein Instant-Suppen-Pulver, sondern eine Paste, also sozusagen einen Brühwürfel ohne Würfelform. Aus dieser Paste könnte man zwar auch Pulver machen, dafür müsste die Paste allerdings ewig im Backofen trocknen, was eine reine Energieverschwendung ist, wenn man bedenkt, dass auch die Paste bereits eine super Suppenbasis abgibt.

Zutaten für rund 1 Liter Gemüsebrüh-Paste

  • 1 Sellerieknolle
  • 2 Stangen Lauch
  • 3 Karotten
  • 3 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 6 gestrichene EL Salz
  • etwas Pfeffer
  • 1 - 2 Bund frische Kräuter z. B. Petersilie, Schnittlauch, Bohnenkraut, Dill, Thymian, Kresse, Kerbel

Zubereitung von DIY Brühwürfeln

  1. Unsere fertige, selbstgemachte Gemüsebrühe wird in leere Gläser mit Schraubverschluss gefüllt. Diese müssen sauber und keimfrei sein, dann hält sich die fertige Gemüsebrühen-Basis im Kühlschrank bis zu einem Jahr. Während wir das Gemüse schnippeln und die Gemüsebrühe zubereiten, sterilisieren wir also parallel die Gläser – am einfachsten geht das durch Abkochen im Kochtopf.
  2. Nun wird das Suppengemüse geputzt und in kleine Stücke geschnitten, die Kräuter werden gewaschen und grob gehackt. Dann alles zusammen in den Mixer geben (zur Not in eine Schüssel und mit dem Pürierstab ran, das geht auch) und fein pürieren, bis ein feiner Gemüsebrei entsteht. Das Salz hinzugeben, unterrühren und die Masse ein paar Minuten ziehen lassen. Jetzt in die sauberen Gläser abfüllen, gut verschließen und ab in den Kühlschrank damit.
  3. Deine Gemüsebrühe kannst du in der Küche genau so einsetzen, wie du das vom Fertigpulver gewohnt bist. Als Richtwert für eine würzige Brühe empfehlen wir 2  gehäufte TL Gemüsebrühen-Paste auf einen Liter Wasser, je nach Geschmack gerne auch etwas mehr oder weniger.