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Sind Reiswaffeln giftig?

 11. Juli 2018
Katrin in Zuhause
Habt ihr es mitbekommen? 2015 gab es einen großen Skandal bezüglich der allseits beliebten Reiswaffeln. In der gesunden Diätnahrung, die sich vor allem auch bei Müttern zur Versorgung ihrer Kleinkinder großer Popularität erfreut, fand man den hochgiftigen und krebsauslösenden Stoff Arsen. Obwohl die EU-Grenzwerte letztes Jahr verschärfte, werden immer noch bedenkliche Mengen überschritten...

© Shutterstock  

Laut neuer Tests sind Reiswaffeln giftig

Auch wenn der Verzehr niemanden direkt umbringt, sind Reiswaffeln leider auch nach neuesten Erkenntnissen nach wie vor giftig. Ursprünglich hatten die Überwachungsbehörden der Bundesländer bereits im Sommer 2015 herausgefunden, dass Reisprodukte anorganisches Arsen enthalten, welches in größeren Mengen krebserregend ist. Durch die Belastung des Grundwassers in den Anbaugebieten nimmt Reis fast immer Arsen auf.

Schwankungen in verschiedenen Lebensmitteln

Die schwedische Lebensmittelbehörde fand heraus, dass die Produkte bezügliches ihres Arsengehalts starken Schwankungen unterliegen und ausgerechnet der vermeintlich gesunde Snack am stärksten belastet ist. Dies liegt an deren spezieller Verarbeitung.
Die letztes Jahr gesenkten Grenzwerte für Arsen werden leider nach wie vor überschritten, wie Ökotest im Oktober 2016 feststellen musste. Sogar Bio-Produkte lagen deutlich darüber, es sind also fast alle Reiswaffeln giftig.

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Nur ein Produkt ist unbedenklich

Mehr als die Hälfte der getesteten Produkte erhielt die Wertung „Ungenügend“. Wenn es nicht Arsen war, hatten viele Waffeln einen zu hohen Gehalt an Acrylamid, welches ebenfalls krebserregend ist. Einzig die Reiswaffeln des Testsiegers Hipp könnt ihr eure Kleinen nach wie vor ohne Bedenken essen lassen. Alle anderen Produkte solltet ihr definitiv meiden, da Kleinkinder viel empfindlicher auf Schadstoffe reagieren, als wir Erwachsenen.

Auch kleine Mengen gefährlich

Die Werte waren nie so hoch, dass die Gefahr einer akuten Vergiftung bestehen könnte, allerdings raten Experten von einem regelmäßigem Genuss eindringlich ab, da dadurch die Krebsgefahr wesentlich steigt und eine große Belastung der Nieren besteht.
Zudem kann es schon in kleineren Mengen zu Hautveränderungen, Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Gefäß- und Nervenschäden kommen.

In Asien, dem weltweiten Haupt-Anbaugebiet für Reis, wird bereits mit Hochdruck nach Methoden gesucht, das Arsen beim Anbau zu reduzieren. Schwedische Forscher haben außerdem festgestellt, dass man bei selbstgekochtem Reis den Arsengehalt um bis zu 50 Prozent verringern kann kann, indem man sehr viel Wasser zum Kochen benutzt und es anschließend direkt abgießt.