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Da liegt was in der Luft – diese 10 Pflanzen reinigen die Luft

 10. Juli 2018
Katrin in Zuhause
Pflanzen reinigen unsere Luft – das hat man ja schon oft gehört, das ist irgendwie Allgemeinwissen. Aber warum ist das eigentlich so wichtig? Und in unseren Räumen sind doch eigentlich nur wir und vielleicht auch mal Besuch. Also warum sollte die Luft innerhalb der Räume nicht gut sein?

Der Trend Greenery, also die Wohnung gezielt mit Pflanzen zu dekorieren, ist nicht nur schön, sondern auch gesund!

Diese Pflanzen sind besonders gut für ein gesundes Raumklima geeignet, wer das eigene Grünzeug wie Sukkulenten, Avocadobäume & Co außerdem formschön verpacken möchte findet bei Butlers immer gute Angebote.

© Shutterstock

Wenn wir ehrlich sind: Wir halten uns schon den Großteil unserer Zeit in verschiedensten Räumen auf. Da gibt es alles zwischen faulsten  Couchpotatoes, die nur in ihrem Zimmerchen rumhängen, und absoluten Arbeitstieren, die von Büro zu Büro aufsteigen. Aber die verschiedenen Gruppen haben Folgendes gemeinsam: Man verbringt seine Zeit in einem geschlossenen Raum und nicht draußen an der frischen Luft.

Das Umweltbundesamt sagt sogar, dass wir jeden Tag 20 Stunden(!) in geschlossenen Räumen sitzen, gehen, schlafen, essen, lachen und weinen.

Und dabei klingen mir noch Oma’s Worte in den Ohren: „Geh doch mal raus an die frische Luft und weg vom Fernseher, Sophia!“. Denn zwanzig Stunden, das ist schon ziemlich viel, vor allem, wenn man bedenkt, was alles Einfluss auf die Luft in den Zimmern hat. Denn in eure Riechkolben gelangt nicht nur der Geruch von frisch gewaschener Wäsche, vom Blumenstrauß, der überraschend auf eurer Türschwelle lag oder vom stechende Putzmittel im Bad.

Da liegt noch was anderes in der Luft (ha-ha): Möbel, Teppichboden oder auch Tabakrauch enthalten Formaldehyd – das ist ein Lösemittel, das als absolutes Basic in fast allen Holzstoffen verarbeitet wird. Ich habe prägende Erinnerungen an einen Präparierkurs im Medizinstudium, in dem Leichen mit dem beißend-riechenden Formaldehyd konserviert und dann untersucht werden. Das reicht mir schon, um diese Chemikalie aus meiner Luft verbannen zu wollen. Doch auch faktisch gibt es dafür sehr gute Gründe: Der dahinter stehende Stoff Methanal wird direkt in Verbindung gebracht mit diversen Krankheiten, und es wurde inzwischen sogar eine eigene Krankheit danach klassifiziert: das Sick Building Syndrome.

Die Luft ist voll von Chemie

Da hat man schon damals im Chemieunterricht nicht zugehört, doch Luft besteht nur zu gerademal 20 Prozent aus Sauerstoff; der Rest sind Stickstoff, Kohlenstoffdioxid und verschiedene Edelgase.
Zusätzlich ist dann auch nicht nur Formaldehyd als giftiges Gas in euren Räumen vorhanden – auch andere Chemikalien schweben in der Luft, zum Beispiel durch Duftkerzen oder Schadstoffe vom Rauchen. Und wer wie ich in einer Großstadt wohnt, kann auch nicht einfach das Fenster öffnen um „frische Luft“ hereinzulassen. Denn meistens kommen da mit dem seichten Lüftchen auch eine Menge Abgase in dein Zimmer.

Durch die Erzeugung von Sauerstoff und den Chemie-Filter helfen dir  Grünpflanzen, produktiver zu sein. Pflanzen in der Wohnung, im Büro und im Klassenraum kurbeln ordentlich deine Leistungsfähigkeit und Konzentration an – und sie sehen einfach schön aus.

Zimmerpflanzen gegen Gesundheitsrisiken

Ein Glück für uns, dass uns Pflanzen quasi beim Formaldehyd-Detox helfen können – Efeu oder Birkenfeige filtern die Luft von den Chemikalien. Durch die Photosynthese wird Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt, das frischt deine Luft auf und hilft dir auch mit deiner Konzentration. Luftprobleme, zum Beispiel verursacht durch Schimmel, werden weitgehend beseitigt, und auch Schadstoffe wie Benzol oder Ammoniak werden gefiltert. Und ein eigener Kräutergarten schmeckt zudem richtig gut im Essen. Dazu noch saisonales Gemüse auf Fensterbank, Balkon oder Garten anpflanzen - schon hast du alle Vorteile der Pflanzenwelt bei dir versammelt: Schönheit, Gesundheit und Genuss!

 

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Pflanzen reinigen Luft – meine Top 10

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Efeu (Hedera helix)

Hauptsachverständige für Benzol-Elimination – Nach einem Tag in deinem Zimmer hat Efeu sämtliches Benzol bis auf zehn Prozent abgebaut und ganz nebenbei auch den Gehalt anderer Chemikalien reduziert. Und dabei wächst die Pflanze schnellstmöglich unter der Devise „Klotzen statt kleckern“.

Bogenhanf (Sanseviera)

Die Nachteule dieser Liste – Der Bogenhanf produziert Tag und Nacht Sauerstoff und versorgt so unsere schlafenden Körper mit guter Luft. Sie braucht einen Platz im Halbschatten und sollte oft gegossen werden. (Bis ich das gelernt hatte, sind mir da so einige Sanseviera gestorben. Sorry, ihr Lufthelden!)

Palmen (Palmae)

Ich kröne sie ganz objektiv (oder nicht) als die schönste aller Topfpflanzen! Sie bringt uns nicht nur Urlaubsfeeling, schöne Blätter und eine Menge Grün ins Haus, sondern sorgt auch dafür, Chemikalien wie Formaldehyd oder Toluol aus der Luft zu filtern. Tuluol ist zum Beispiel in Druckfarbe, daher eignen sich Palmen auch hervorragend fürs Büro. Alles was sie brauchen ist Helligkeit und ein bisschen Liebe.

Grünlilie (Chlorophytum elatum)

Formaldehyd ade – Diese kleine Superheldin reduziert den Chemikaliengehalt innerhalb von einem Tag fast komplett. Sehr anspruchslos und kaum zu töten, verbessert sie den Sauerstoffgehalt an einem Sonnenplatz oder im Halbschatten. Außerdem sprießen ihr schnell Triebe – du kannst gar nicht so schnell gucken, wie sich kleine Baby-Grünlilien bilden.

Aloe Vera

Noch ein Multitalent – viele Menschen kennen Aloe Vera aus Cremes und Pasten, da sie bei Verbrennungen hilft und die Haut pflegt. In kleineren Mengen konsumiert kann sie in verschiedenen gesundheitlichen Angelegenheiten helfen, und schließlich gibt es auch einen Grund, warum sie in dieser Liste zu finden ist: Sie reinigt die Luft von Formaldehyd.

Birkenfeige (Ficus benjamina)

Am liebsten mag ich einen Wald aus Ficus – Die kleinen Bäumchen machen gut was her, zaubern ganz schnell viel Grün in jedes Zimmer und bauen Schadstoffe ab. An sich sehr pflegeleicht, falls er ruhig an einem hellen Plätzchen steht.

Schwertfarn (Nephrolepis)

An kühlen Orten mit indirektem Licht eliminiert der Schwertfarn Xylol und Formaldehyd. Diese Pflanze verleiht deinem Raum ein kuschlig-heimeliges Feeling zwischen Waldspaziergang und Dschungelabenteuer, der perfekte Ort ist das Badezimmer.

Orchideen (Orchidaceae)

Als Farbtupfer nehmen sie sich giftigem Formaldehyd und Kohlendioxid an und versorgen uns so mit gefilterter, sauerstoffangereicherter Luft. Orchideen sind Geschmackssache, aber sie sind definitiv ein effektives und anspruchsloses Helferlein.

Drachenbaum (z.B. Dracanea marginata)

Nicht ganz so stark wie die Grünlilie, aber immerhin beseitigt die gefährlich klingende Topfpflanze bis zu 70 Prozent des Methanals unserer Zimmerluft innerhalb eines Tages. Wahrscheinlich wird hier an Kräften gespart, um auch Benzol, Toluol und Trichlorethylen aus der Luft zu verstoffwechseln. Robust arbeitet sie im Halbschatten und ist der wohl vielseitigste Luftreiniger!

Blattfahne (Spathiphyllum)

Ein bisschen Agenten-mäßig beseitigt diese Pflanze elegant, unauffällig und effektiv verschiedenste Chemikalien wie Ammoniak, Benzol, Trichlorethylen und Formaldehyd. Dabei lässt sie sich schwer unterkriegen und lebt am liebsten im Halbschatten. 007 Blattfahne, zu Diensten.

Diese Pflanzen machen dein Zimmer also nicht nur schöner, sondern sind richtig gute Helfer um die Luftqualität zu verbessern.

Doch Achtung: Viele Pflanzen sind giftig, also achtet auf Kinder und Haustiere. Eine schöne und sichere Möglichkeit, Pflanzen außer Reichweite und dennoch formschön zu präsentieren sind beispielsweise Florarien.